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CDU-Medianight: Wenn das Internet voll ist

NDR-Extra3 war mit einem Team bei der CDU-Medianight und hat u.a. unseren Kulturstaatsminister gefragt, was zu tun ist, wenn das Internet voll ist. Ich hab Tränen gelacht:

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111 Kommentare
  1. Wenn mein Fenster nicht rechts von mir wäre, sondern hinter mir, wäre ich glatt 3 Meter von meinem Stuhl aus dem Fenster gekippt.

    Wenn das Internet voll ist xD
    Ja, die CDUler haben immer schön ihre Ladung Qualitätsdummheit gekauft

    1. Stefan Raab wurde mal gefragt wie lange sein Team bräuchte um die Leute für seine Einspieler auf der Straße zu finden. Er meinte das ginge ganz schnell.

      Die Hoffnung mit der Frage wann das Internet voll ist eine gute Antwort zu bekommen war sicher da. Aber so eine großartige Antwort…

      1. Man muß Hr. Neumann aber immerhin gutschreiben, daß er unter dem Strich gesagt hat, er wisse es nicht. Das ist schon mehr, als die meisten zuzugeben bereit wären :)

  2. Bei 2:10 kann sich selbst die Interviewerin das Grinsen kurz nicht mehr verkneifen.
    Mir selbst vergeht das Lachen aber leider wieder sehr schnell wenn mir einfällt, daß wir von diesen Menschen regiert werden.

  3. Wenn das Internet voll ist, göttlich!

    Aber jetzt stellt euch mal vor es wäre so… alle IP-Adressen vergeben, Datendurchsatz zu hoch, oder es fällt einfach mal in Frankfurt für zu lange der Strom aus… Wie gut, dass das nicht passiert

    1. Selbst wenn man die Frage ensthaft betrachetet und „voll“ irgendiwe definiert (IP Adressen vergeben, Überlastung von Knotenpunkten o.ä.) beweist der gute Mann nicht zu wissen wer wofür im Netz „zuständig“ ist.
      google als Unternehmen ist ja auch nur ein Nutzer, selbst wenn sie viel Infrastruktur besitzen.
      IP-Adressen-Engpässe behebt man zur Zeit neuen Protokollen. Verstopfte Knotenpunkte mit dem Ausbau dieser oder der Umleitung von Verkehr.
      Eine tatsächliche Überlastung des ganzen Internet kann es nur geben wenn plötzlich massiv Infrastruktur ausfällt. Ansonsten orientieren sich die Dienste an den Möglichkeiten und beides entwickelt sich Hand in Hand.

      Bietet die CDU auch Fortbildungsprogramme für ihre führenden Mitglieder? Nicht nur Klicken und wie öffne ich ein Word Dokument sondern auch „wie funktioniert die Technik X“.

      1. Sicher, Es gibt ja schon massig Leute beidenen im Browser die Adresszeile abgeschaltet ist und alles über Google eingegeben wird.

        Es zeigt, dass die Politiker das Internet als Marktplatz und Ansammlung von Großkonzernen verstehen.

        Im Grunde gibt der gute Mann zu nicht bescheid zu wissen.

        Darum frage ich ja nach der Fortbildung. Mein Vater hat auch kein Plan aber der fragt mich regelmäßig.

      1. Der hat auch diesen Adler- und Hackenzusammenschlagblick, mit dem er das Internet bestimmt ganz schnell wieder leer kriegt. Da kriegt selbst Google Schiß!

  4. Wenn das Internet voll ist, kann man die Daten in den Köpfen von Politikern zwischenlagern. Dort scheint ja wie in diesem Beitrag zu sehen ist genug Platz zu sein.

    1. mhaha…ich würd zu gern ne cloud bei der cdu haben wollen. –aber die frage ist berechtigt. was wenn das internet voll ist?

      ip4 versus ip6 … da war doch was :-P

      1. Im Moment ist das menschliche Gehirn der normalen Festplatte noch haushoch überlegen, was Speicherkapazität anbelangt.
        Außerdem müsste ja nicht das gesamte Internet in einem einzigen Kopf gespeichert werden. 50% des deutschen Bundestages dürften als Langzeitspeicher für .de-Domains schon reichen, Dateien die nur kurzzeitig benötigt werden, können auf den frei werdenden Servern gespeichert werden.
        Anfangs käme es natürlich regelmäßig zu Überhitzung einzelner Gehirne, weil sie die Arbeit einfach nicht mehr gewöhnt sind, aber im Gegensatz zum normalen Computer können sie sich ja automatisch an die neuen Aufgaben anpassen.
        Und wenn gar nichts mehr geht, züchten wir künstliche Gehirne, dann hat man auch keine Probleme wie Muskelschwund und Dekubitus.

    1. Es war schon erschreckend wie unvorbereitet die Politiker schienen. Als wenn diese Fragen auf der Veranstaltung nicht zu erwarten waren. Zumindest die Frage zum „Wahlprogramm“ hätte Herr Maizière druchschauen können und die Frage wie die CDU das Internet nutzt hat ihn auch überrascht. Das war schon schwach.

  5. hier wird wieder klar: entscheidungsfähig kann nicht nur von wählerstimmen abhängen, sondern sollte AUCH mit qualifikationen auf dem entsprechenden gebiet verbunden sein… es kann doch nicht sein, dass leute gesetze verabschieden, die NULL ahnung haben!!!

  6. extra3 FTW! :-D

    BTW: Was hat sie bloß gegen „Blinded By The Light“? Ist doch ’n klasse Titel und gefällt mir persönlich besser als „die Charts“ :-P

    1. Ich finde es auch sehr passend, eine Analogie drängt sich mir aber doch auf: von grellem Kunstlicht geblendete Motten.
      Wenn nun die freie Marktwirtschaft das Licht ist und Motten eine Tendenz haben, sich am Licht zu verbrennen… ;)

  7. Das ist doch immer das gleiche. Wenn man lang genug sucht, findet man solche Antworten. Ich kann mich noch gut an Brigitte Zypries und Ihre Erklärung, was ein Browser ist erinnern. Sie wusste es schlicht nicht. Dieses Video kann man so ähnlich auch bei jeder anderen Partei drehen.

      1. Und was spräche dagegen, dann einfach zu sagen, man habe keine Ahnung davon? Man kann nicht alles wissen aber die Unwissenheit mit Phrasen zu füllen damit man was gesagt hat, das kann man (auch als Politiker vermeiden)

    1. Möglich, aber das ist dann gerade ein Zeichen für den katastrophalen Zustand unserer Bundes- und Landesregierungen.

      Denn zumindest auf _ihren_ Gebiet sollten sich Minister auskennen. Wenn ich heute fordere A zu regulieren und morgen zeige dass ich nicht weiß, wie A überhaupt aussieht, geschweige denn funktioniert, dann darf und sollte man dies schon öffentlich machen.

      Und ja auch bei den Piraten würde man wohl auf Fragen zur EU-Politik oder Wirtschaftssubventionen teilweise abstruse Antworten erhalten. Aber zumindest offiziel haben diese an sich den Anspruch eine „Kompetenzbasierte Politik“ zu machen, wo so jemand dann eben nicht zum Außen- oder Wirtschaftsminister gemacht würde.

      Bei den ständigen Personalrochaden unserer Bundesregierung überrascht es mich auch jedes mal wieder wie unglaublich (in)kompetent diese ganzen Minister sein müssen, wenn sie von von Wirtschaft zu Verteidigung, von Familie zu Arbeit oder von Innen nach Finanzen wechseln können ohne da irgendwelche Probleme zu sehen.

  8. Etwas nicht zu wissen ist keine Schande. Aber das nicht zugeben zu wollen und so einen Schwachsinn zu faseln ist einfach nur peinlich. Zumindest weicht bei mir der Ärger über ihre Politik langsam dem Mitleid mit diesen erbärmlichen Wichten. Für bösen Willen fehlt ihnen einfach die Kompetenz.

    1. Mein Mitleid ist denen erst sicher, wenn diese Totalversager sich nicht mehr auf Steuerkosten mit dem Ablassen von heisser Luft profilieren. Und Dummheit in Machtfunktionen richtet per se Schaden an, da braucht es noch nicht mal bösen Willen! Jagt sie einfach zum Teufel!

    2. Also wenn die Poltik immer sagen würde wenn sie etwa snicht weiss würden sie gar nichts mehr sagen.

      Noch nie aufgefallen das jeder Satz ein Möglich, Vielleicht, unter Umständen, theoretisch oder Ähnliches enthält?

      Egal bei welcher Frage, frage einen Politiker wenn du wissen willst wie man antwortet ohne Ahnung zu haben.

  9. Aber das (IPv4)-Internet ist doch demnächst voll. RIPE NCC hat nur noch knapp 75 Millionen Adressen, bei Arin siehts nicht viel besser aus und Apnic hat praktisch nichts mehr.
    Dass das mit Speicherung von Daten („wo sollen die Daten zwischengelagert werden?“ und ähnlicher Unfug) nicht zu tun hat ist klar. Aber dass das Internet voll sein kann und das in absehbarer Zeit (in seiner jetzigen Form) auch sein wird, ist einfach eine Tatsache. Das sollte sich inzwischen auch zu Leuten rumgesprochen haben, die sich – zurecht – über die CDU lustig machen.

  10. Fand das nur so moderat lustig.

    Ehrlich: Wenn Xtra3 mich fragt was ein Kulturstaatsminister ist brabbel ich auch was von Google und Wikipedia und dass die bestimmt die Antwort haben.

    1. Warum kann ein Politiker das nicht?
      Das ist doch der Unterschied.

      Du sagst „ICh weiss es nicht, fragen Sie Google“
      Die sagen das was Ihnen in den Sinn kommt. Egal wie Idiotisch es ist, hauptsache man hat was gesagt.
      Die BILD nimmt ein Nicht-Antworten nun mal übler als eine falsche Antwort. Und darauf hat sich die Politik eingestellt.

  11. Das Dramatische daran ist, dass Bernd Neumann den Einflüsterungen der Verlage, Major-Labels und Filmindustrie sehr zugeneigt ist.

    Klar, lustig, wenn jemand vom Netz nicht die geringste Ahnung hat, dessen Job es ist, über Kulturtechniken bestens informiert zu sein. Aber von so jemanden werden wir regiert! Das ist so bitter.

    1. @Funatiker: Die Lösung ist ganz einfach: Ich habe gestern keine Embed-Funktion entdeckt und auch gerade innerhalb einiger Sekunden nichts gefunden. Ich wunderte mich auch, dass der NDR das nicht schon selbst auf Youtube eingestellt hatte und habs dann einfach draufgestellt.

  12. Wohin mit den Daten, wenn das Internet voll ist? Nach Asse natürlich. Vorteil: Bei den Riesenmengen an KiPo, Glücksspielen und all dem anderen Müll, der das Internet so voll stopft, fallen die lecken Fässer dort drin doch gar nicht mehr ins Gewicht. Die Daten entzögen sich dort zwar jedweder, auch staatlicher, Kontrolle, aber Netzsperren (Tor zu, Polizei davor) wären hier besonders einfach und effektiv zu realisieren.

    Ach so, erster April ist schon vorbei? Tschulligung.

  13. Einfach nur geil.
    Sicher waren die Fragen bescheiden, aber die Antworten wären auch bei einfacheren Fragen bescheiden gewesen. Zumindest hat niemand der Eindruck gemacht, als wüsste er, dass Internet mehr als Google ist.

    Nach dem Motto: Ich habe ein neues Konto eröffnet, weil mein altes voll war!, wäre eine mögliche Antwort natürlich gewesen:

    Dann machen wir einfach ein neues Internet auf.

  14. Naja. Ein bisschen hat der Beitrag aber auch etwas von „Ihr seid doof, ich habe Ahnung!“ Etwas für Leute, die in Foren auch mit so charmanten Beiträgen wie „Bruahahaha“ oder „Fail!“ kommentieren. Unreflektiertes Politikerbashing ist bei den Kommentaren auf welt.de besser aufgehoben als bei netzpolitik.org. Denn dass man die hier gezeigten Herren viel besser inhaltlich kritisieren kann als auf der Ebene ihrer vorgeblichen Inkompetenz, das ist wohl klar.

  15. Das ganze war eine schöne PR-Veranstaltung von Google, Microsoft, Vodafone, VW und die weiteren 21 Sponsoren. Ein Grund mehr, Fördermitglied bei Lobbycontrol zu werden.

  16. @ Zahnwart: Das Problem der Politiker ist, dass sie Gesichter wie Caro Korneli nicht einordnen und Scherzfragen von ernsthaften Fragen anscheinend nicht unterscheiden können – soviel Medienkompetenz sollten sie m.E. schon besitzen, wenn schon kein Fachwissen da ist.

  17. Keine Witze über Randgruppen, man beachte der Herr Mandoki hat auch diesen Wahlkampfkracher für die CDU geschrieben:

    http://www.youtube.com/watch?v=1WwToH55zcM

    Der zeigt doch, dass diese Partei ein richtiges Orientierungsproblem hat. Kein Wunder, dass man es mit Doktorarbeiten nicht so genau nimmt.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass die letzte ernst zu nehmende deutsche Partei die DDP war.

    1. Die Kommentare der Youtube User da drunter sind auch gut.

      Ich frage mich immer welche Sänger sich für sowas hergeben. Oder für unsinnige Lieder in der Werbung.

  18. Schon peinlich, das die Politiker auf die einfachsten Fragen keine Antwort wissen. Wenn das Internet voll ist und überläuft, dann stellt man einen Eimer unter den PC, fängt die Daten auf und bringt sie zum Recylinghof.

  19. Ich kann so etwas nicht. Nach den Worten unserer aller Kanzlerin war klar, das wird unerträglich. Folglich brach ich an dieser Stelle bereits ab. Daß unsere „politische Elite“ unsere Zeit nicht begreift, erkennt man doch schon an ihrer Politik oder ihren Versuchen dazu. Je nach Politikfeld hinkt diese 30 bis 150 Jahre den Erfordernissen hinterher.

    Es ist mit ihr kein Staat zu machen. Muß man noch mehr wissen, um sie abzuwählen?

  20. Und solche Leute wollen den Bundestrojaner, Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung – ‚tschuldigung, Mindestdatenspeicherung. Dann hätten sie noch gern Three Strikes, de-mail, etc.
    Und man stellt fest, dass sie zunächst keinen blassen Schimmer von Internet und Co. haben.

    Dann ist ja auch klar, dass denen die Konsequenzen solcher Gesetze nicht bewusst sind. Bevor also solche Gesetze überhaupt besprochen werden, sollten diese Leute die Basics geschult werden.

    1. Vielleicht sollte man Politk zum Ehrenamt machen. Oder Halbtagspolitiker damit die noch irgend eine Verbindung zum Alltag haben.

      Ist schon seltsam wenn die nur noch gebrieft werden. Memo: www = Internet, Memo: Email = modernes Fax usw.

      Keine Erfahrung aus eigener Hand. Haben die überhaupt Hobbies?
      Die haben wahrscheinlich zu viele Termine.

  21. :-D Der Song von Mandoki versammelt aber auch alle Wahlkampfslogans der letzten 20 Jahre, danke, hab ich gelacht.

    @murry: douze points!

  22. Zwischenlagern ist falsch, Endlagern ist richtig und wichtig, und das gilt für alle Politiker fast ohne Ausnahme, ob sie nun Merkel oder Neumann heißen, die sind alle völlig verstrahlt, so daß eine wirklich dicke Erdschicht strikt notwendig ist, wenn nicht sogar ein Betonsarg. Das Wort „Sondermüll“ will ich mir gerade noch verkneifen, schließlich geht es um Menschen, auch wenn ich mir da (wie Einstein in seinem Zitat) nicht hundertprozentig sicher bin.

  23. Wie kommt man eigentlich auf derart schräge Fragen?

    Ich hätte vermutlich mit einer Gegenfrage geantwortet:
    Wie, voll?

    Nach kurzem nachdenken wären mir dann vermutlich die aufgebrauchten IPv4 Adressen eingefallen.

    Anfang der 1990ger konnte bei uns das Internet durchaus voll sein bzw. die verfügbaren Einwahlports konnten es :)

    1. „Ich hätte vermutlich mit einer Gegenfrage geantwortet:
      Wie, voll?“

      Und damit bewiesen die Frage, bzw. den Witz verstanden zu haben.

  24. Die Schwarzen sind immer für einen Lacher gut. Leider ist unser hervorragender CSU-Mann Stoiber nicht mehr zu greifen, der hat den Laden jedenfalls besser unterhalten, als irgendjemand zuvor. Niemand wird den Besten übertreffen. Er ist und bleibt die Nummer Eins.

    Schwarz ist negativ. Doch es gibt was Gutes aus Bayern: Weizenbier

    Katja

  25. Eine fiktive Rede des Besten, des Herrn Stoiber:

    Ähh, meine lieben Brüder und auch, äh, Schwestern aus der CSU.

    Ich, äh, also ich selber, bin bereit, alle IPs für Bayern zu sichern. Ich werde entsprechende Erlasse an die, äh, Provöder, äh, Prowitscher, äh, Anbieter herausgeben. Alle restlichen IPs sind unsere, gehen an unser, öh, äh, so schönes Bayernland (Applaus der Menge).

    Wir Bayern lassen uns nichts vorschreiben. Wir lassen uns die, äh, IPs nicht nehmen. Wir Bayern sind stark. Das Netz kann uns nicht vertreiben. Dieses, äh, dieses Spinnennetz von diesen, äh, diesen Aktivisten und, äh, dem Unrat, der uns die IPs wegnehmen möchte, wird von mir befreit. (Applaus)

    Ich, Euer Edmund, gehe hin und nehme die, äh, diese IPs eben, und dann schenke ich sie Euch, dem Bayernvolk!! (Applaus aus der Menge, sie tobt, Prost)

    Wenn jemand sagt, das Spinnennetz ist voll, dann sind da zuviele Spinnen drin im Netz. Da müssen wir den Spinnen aus Bayern den Vorrang geben und ich, Euer Edmund, ich schaffe das. Ich kenne das, äh, Netz, ich betreibe es.

    Für, äh, Euch! Meine Bayern!

    Abgang und Applaus.

  26. epic; aber statt der CDU hätte man xbeliebige Leute jeder Altersgruppe befragen können; gerade, wenn schon ein paar Becher Feuerwasser geschlürft worden sind. Schick interviewed, Frau Korneli!

  27. Ach, bezüglich C*U finde ich es wirklich schwer, noch Satire zu betreiben, sind die Unionsparteien doch bereits Satire pur!

    Wie hat Altbimbeskanzler Kohl sich einst (1994) zum Thema „Datenautobahn“ geäußert: das sei „Ländersache“. Welch imposanter Ausbund an Sachkompetenz, da nimmt es nicht Wunder, wenn dieses Land von so jemandem 16 Jahre regiert wird. Oder?
    Fairerweise sollte man jedoch nicht verschweigen, dass auch jüngere Semester anderer Parteien Vergleichbares absondern („Was sin‘ jetz‘ nochma‘ Browser?“). (Und welch erschreckende „Einschätzungen“ auch bei Freiheitlichen und Grünen verbreitet sind, brauche ich hoffentlich nicht zu erwähnen.)

    Insofern: Nett gemeint, extra 3, aber wo bleibt da die satirische Überhöhung?

    1. Wenn wenigstens tatsächlich die Urheber im Mittelpunkt stehen würden. Die Bestrebungen gehen doch vielmehr dahin, die Pfründe des Verwerter-Oligopols zu sichern. Leider kann ich noch nicht einmal davon ausgehen, daß den politischen Amtsträger, die von der Industrie zugeschleimt werden, diese entscheidende Differenzierung selber bewußt ist.

  28. Respekt an alle, die sich das einfach so angucken können. Ich mag nicht auf Play klicken, weil ich das einfach nicht ertragen würde. Ich schlaf nochmal drüber und guck dann morgen. Alpträume kündigen sich an…

  29. Ich hab kein einziges mal gelacht. Nur geweint.

    Aber irgendwie fand ich die Antwort auf die „Internet voll“ Frage beeindruckend. Er hat eine Minute geredet und NICHTS gesagt.

  30. sehr schön, endlich mal etwas erfrischendes und aufbauendes zum frühstück (ja ich weiß, 14:10 ist normalerweise etwas spät dafür). habt ihr denn alle euer wahlprogramm installiert oder beschäftigt euch google wieder viele stunden am tage? bwhahaha. herrlich!

  31. Lustig fand ich das Video nicht, im Gegenteil, akutes Fremdschämen hat sich schon bei Merkels Eröffnungsrede eingestellt. Ausserdem ist es eine Sache, Politiker gekonnt vorzuführen, und eine andere, nur schwachsinnige Fragen zu stellen, die keine Möglichkeit lassen, fundierte Antworten zu geben – oder hatte in der Redaktion jemand Angst, dass genau das passiert? Bei der CDU?

    Wie sowas funktioniert, hat dieses Interview zwischen Kindern und Politikern eindrucksvoll gezeigt (Was ist ein Browser?). Zu faul, einen Link zu suchen, dürfte hier auch schon kursieren.

  32. Total unlustig. Was soll man auf solche blöden Fragen auch antworten? Und natürlich sind Medien vor allem ein Transportmittel, der Rest der Ausführung wurde einfach mal weggeschnitten – wahrscheinlich spielten die Wörter „für Informationen“ danach eine gewisse Rolle. Wer dabei Tränen lacht, verdient Mitleid.

  33. Das Traurige an der Sache ist nicht, dass hier ein paar alte Leute keine Ahnung von digitalen Medien haben, sondern dass sie trotzdem immer wieder darüber Urteilen und sich allen Ernstes für fähig halten, Gesetze zu verabschieden, die das Internet bzw. die Kommunikation im Internet direkt betreffen. Haupsache, beim Nachkriegs-Recht-und-Ordnungs-Proletariat noch ein paar Stimmen eingesammelt.

  34. Das erschreckende war für mich nicht die Tatsache das er auf die schnelle nicht die *richtige* Antwort hatte (Internet kann nicht voll gehen) sondern ernsthaft gemeint hat, Google wird das wohl schon richten.
    *Das* ist das peinliche und erschreckende dabei.
    Wahrscheinlich ist der BND deswegen nach Berlin gezogen, damit die E-Mails nicht so lange von Berlin nach München unterwegs sind und deshalb schneller bearbeitet werden können.

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