Kultur

Hallo, es geht um Informationsfreiheit

Gerade am Telefon per Cold-Call erwischt worden und mir sollte ein Portal verkauft werden. Das war etwas skurril, daher poste ich mal ein kurzes Gedächtnisprotokoll.

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Anrufer: Hallo, wir betreiben ein Bookmark-Portal und verändern demnächst unser Geschäftsmodell radikal und dann kann man Dokumente hochladen. (Zwischen den Zeilen hörbar: Bisher haben wir auch alles kopiert und das ist auch nicht neu, aber neu von uns kopiert).

Ich: Und was hat das mit mir zu tun?

Anrufer: Äh, Sie sind doch von netzpolitik.org

Ich: Ja.

Anrufer: Dabei geht es doch auch um Informationsfreiheit, das ist doch ihr Thema, oder hab ich das falsch verstanden?

Ich: Äh, was hat die Änderung ihres Geschäftsmodells denn mit Informationsfreiheit zu tun?

Anrufer: Na, wir bieten da eine Plattform, damit Menschen Wissen austauschen können, das ist doch ein Aspekt von Informationsfreiheit, blabla

Ich: Und was hat das jetzt nochmal genau mit Informationsfreiheit zu tun, macht das nicht gerade jede Plattform?

Anrufer: Hab ich doch gerade erzählt (Wiederholung komischer Argumente, blabla). Macht es noch Sinn, wenn ich Ihnen eine Pressemitteilung schicke?

Ich: Nein.

Anrufer: Danke.

Ich sollte mir für solche Anrufe eine kostenpflichtige Nummer einrichten lassen. Dann hätten wir hier endlich mal ein funktionierendes Geschäftsmodell.

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7 Kommentare
  1. „Anrufer: Na, wir bieten da eine Plattform, damit Menschen Wissen austauschen können[..]“

    hehe – mit der Idee kommen sie knapp 9 Jahre zu spät oder wie funktioniert Wikipedia nochmal? :D

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