Cyberkrieg im Radio

Cyberkrieg scheint momentan ein beliebtes Thema für Radio-Sendungen zu sein. Hier sind mal zwei etwas längere Features dazu.

Am Samstag berichtete Deutschlandfunk-Sendung Hintergrund: Der digitale Krieg – Sabotage und Spionage in Zeiten des Cyberwar.

Im Juli infizierte der Computerwurm Stuxnet weltweit Industrieanlagen, darunter auch iranische Atomanlagen. Kein Einzelfall. Die Bedrohung aus dem Netz ist ernst und sie ist global. Der Krieg findet längst auch in der virtuellen Welt statt.

Hier ist die MP3.

Schon vor zwei Wochen berichtete hr2-Der Tag: Trojaner und Achillesfersen – Der Weltkrieg im Internet.

Viren legen Heim-PCs lahm, ok. Kriminelle knacken Datenbanken, schon blöder. Hacker manipulieren Industrieanlagen, da wird’s richtig gefährlich. Die iranische Atomanlage Buschir war wahrscheinlich Ziel einer Trojaner-Attacke, vor drei Jahren schon legten Hacker kurzfristig ganz Estland lahm. Denkbar, dass Angriffe auf Kraftwerke, Stromnetze, Wasserversorgung oder Staudämme folgen. Der Krieg findet schon längst im Netz statt, und wo ist die digitale Raketenabwehr? fragt Der Tag.

Hier ist die MP3.

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Eine Ergänzung

  1. Bruce Schneier hat eine Zusammenfassung des bisherigen Stuxnet-Kenntnisstandes, ohne die ganzen Vermutungen und Spekulationen. Ergebnis: Wir wissen viel über den Code, aber wenig über Herkunft und Motive.
    Wer mehr Spekulationen will: Frank Rieger und Fefe vom CCC haben ihren letzten Podcast dazu gemacht.

    Interessant fand ich ja vor allem, dass genau an dem Tag, als die EU-Kommission ihre neuen Pläne zum Schutz vor Cyberattacken veröffentlicht hat, ein NATO-Entwurf zum selben Thema geleaked ist. Riecht sehr nach „mee too“. (Die Links suche ich aus Zeitgründen jetzt nicht raus, das war aber auf heise und so.)

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