Bushido mahnt Piratenpartei ab

Golem berichtet darüber, dass die Piratenpartei eine Abmahnung von Bushido erhalten hat. Anscheinend hat ein Mitglied des Bundesvorstandes Jemand (Ist unklar, wer das war) aus dem eigenen Bundesvorstands-Netz ein Lied von Bushido zum Download angeboten. Bekanntlich findet der es nicht in Ordnung, wenn seine schlechte Musik auch noch massenhaft unberechtigt in Umlauf gebracht wird. Nun überlegt der Vorstand, wie man mit der Abmahnung umgehen soll. Golem zitiert aus dem MP3-Mitschnitt der Vorstandssitzung:

Die Diskussion unter den Vorstandsmitgliedern über die richtige Reaktion auf die Abmahnung legt den Schluss nahe, dass den Piraten deren rechtliche Bedeutung nicht ganz klar zu sein scheint. So lautete beispielsweise ein Vorschlag: „Wir antworten da jetzt erst mal förmlich und höflich und ganz lieb“, und ein anderer: „Sollte man nicht vielleicht mal versuchen, mit Bushido darüber zu reden?“ Auch der Vorschlag, die Abmahnung „medienwirksam zu nutzen“ wurde in die Runde geworfen. Am Ende einigten sich die Vorstandspiraten darauf, dass „Bernd [Schlömer] förmlich und höflich antworten wird. Über die weitere Strategie wird nach der Reaktion von der Anwaltskanzlei der Gegenseite nochmals geredet.“

Abgesehen davon, dass man Bushido einfach nicht in Filesharing-Netze einspeist, damit der Schund nicht noch weiter verbreitet wird, dürfte die folgende Auseinandersetzung noch lustig werden. Viel Erfolg, jetzt könnt Ihr mal Rückgrat zeigen und das durchfechten.

Update: Hier der Ausschnitt der Vorstandssitzung, ca ab Minute 2:08:42.

71 Kommentare
  1. Balkonschlaefer 16. Jul 2010 @ 19:05
    • Echter Peter 16. Jul 2010 @ 19:32
  2. Karpatenhund 17. Jul 2010 @ 0:34
  3. Blöd am Sonntag 17. Jul 2010 @ 8:54
  4. Mario Stiller 17. Jul 2010 @ 18:24
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