Angst AG: Wer mit der Angst der Menschen Profit macht

Das Handelsblatt hat ausführlich über die „Suche nach der Sicherheit – Wer mit der Angst der Menschen Profit macht“ berichtet. Das ist lesenswert. In dem Artikel geht es von der Vogelgrippe über die Privatisierung der (US-)Militärs bis zu den erhöhten Sicherheitsvorkehrungen auf deutschen Flughäfen.


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Der Terror hat die Menschen ängstlicher gemacht. Sie verlangen nach mehr Sicherheit – beim Reisen, beim Essen, beim Geldanlegen. Für die Bevölkerung birgt die Angst nur Negatives – doch für den Markt wird sie zum neuen Milliardengeschäft.

11 Kommentare
  1. „Der Terror hat die Menschen ängstlicher gemacht. Sie verlangen nach mehr Sicherheit – beim Reisen, beim Essen, beim Geldanlegen.“

    Die widerlichen Massenmedien bauschen jede Sache zur Massenpanik auf und simulieren somit ein Verlangen nach mehr „Sicherheit“, das in Wahrheit meistens nur mehr Überwachung bedeutet.

    Ich und niemand aus meinem persönlichen Umfeld möchte mehr „Sicherheit“. Und schon gar nicht im Tausch gegen Freiheit.

  2. Das ist so gesehen im Prinzip keine Entwicklung der letzten zwei drei Jahre.

    Bereits 2003 konnte man im „Guardian“ den folgenden Artikel lesen:

    http://www.commondreams.org/views03/0712-01.htm

    „Trading On Fear

    From the start, the invasion of Iraq was seen in the US as a marketing project. Selling ‚Brand America‘ abroad was an abject failure; but at home, it worked. Manufacturers of 4x4s, oil prospectors, the nuclear power industry, politicians keen to roll back civil liberties – all seized the moment to capitalize on the war“

    Erschreckend nur, daß es in den sieben Jahren seit diesem Artikel kaum besser geworden ist.

  3. Die Angst vor Arbeitslosigkeit und Hartz 4, die ebenfalls schamlos ausgenutzt wird, und viele dazu bringt eine unterbezahlte Arbeit anzunehmen wird leider völlig außen vor gelassen.

  4. @Tanja – richtig.

    Es gibt auch unzählige schwarze Schafe im Bereich Arbeit.

    Dazu zählt nicht nur unterbezahlte Arbeit, sondern auch privat zu finanzierende Weiterbildungsmöglichkeiten, die am Ende den Geldbeutel leeren, statt wie erhofft, zu füllen – viele geben dafür ihr letztes Hemd…leider!

    Ansonsten hab ich den Artikel gelesen… traurig, aber wahr…

  5. Werd mir den Artikel heute mal genehmigen, wenn ich zuhause bin ;)
    Zum Thema „Angst AG“ trag ich mal nen kleines Schmankerl bei, zugetragen hat sich das ganze vor einer Woche am Flughafen:
    Da die Reise nur einen Tag ging hatte ich nur Handgepäck dabei, also ab in die Sicherheitsschleuse und das Handgepäckk durch den Scanner.
    S = Flughafensicherheit, I = Ich

    S: Sie haben Flüssigkeiten dabei!
    I: Jep
    S: Zeigen sie mal bitte.
    I: Da, Rasierschaum und Deo, möcht mich ja morgen auch frisch machen können.
    S: Da sind mehr wie 150(?)ml drin.
    I: Die sind beide fast leer.
    S: Da steht aber mehr wie 150ml drauf, wieviel drin ist spielt keine Rolle.
    I: WTF?! Ok, und nu?
    S: Wegwerfen oder die Tasche als Gepäck am CheckIn aufgeben.
    I: Wo ist die Tonne? *weg damit*
    S: Danke und guten Flug.
    I: Sonst passt alles?
    S: Ja sonst ist alles in Ordnung.
    I: Sie haben schon den Rasierer gesehen? Also der mit mehreren Klingen unso?
    S: Das sind keine Flüssigkeiten.
    I: ???
    *kopfschüttelnd weitergegangen*

    Soviel zum paranoiden D’land ^^

    1. Kaum verwunderlich. Rasierklingen kosten auch im duty free fast nichts, aber Rasierschaum und Deo lassen sich – genau wie Mineralwasser – teuer verkaufen. Es sind schon 200ml Wasserflaschen für €5 gesehen worden.

  6. Wirklich keine Neuigkeiten. Trotzdem ist man irgendwie froh, wenn jemand es mal thematisiert. Die „dummen Massen“ wird es trotzdem leider nicht erreichen.

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