Öffentlichkeit

Schwedische Filterliste

Wer sich mal ein Bild machen möchte, was andere Länder in ihrem Kampf gegen Kinderpornographie alles zensieren, findet hier die schwedische Filterliste. Ich hab kurz überlegt, ob ich diese Seite verlinken soll, weil sich dort auch Links zu Angeboten finden, die ich abstossend finde. Aber man sollte sich seine eigene Meinung dazu bilden, wo von der Bundesregierung mit Verweis auf Länder wie Schweden die Wirksamkeit dieser Filterlisten hochgelobt wird.

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Aufmerksamen Beobachtern wird auffallen, dass der Anteil tatsächlicher Kinderpornographie-Angebote unter 1% liegt und die meisten gefilterten Inhalte in den US gehostet werden. Abgesehen davon können sich viele sicherlich vorstellen, welchen Sinn solche Filterlisten machen, wenn sie irgendwie an die Öffentlichkeit kommen. Und das werden sie.

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20 Kommentare
  1. Oh, das ist ja toll. Da hat man dann ja gleich eine umfasende Liste aller Seiten, die einen interessieren könnten und noch viel mehr…

    Filtern und Schutz ad absurdum geführt.

  2. hey,

    echt unglaublich diese seite, muss man auf jeden was gegen machen, aber zensur ist da echt nicht richtig. und dann die filterliste öffentlich… ich sag nur proxi und tada… das ist definitief viel stoff zum diskutieren.

    viel spass noch

  3. Hmm, das Problem könnte die Differenzierung dieser „Teens“ sein, die ja zwischen 18 und 20 sein sollen. Wenn sie auch nur knapp unter 18 sind, sind sie gesetzlich nicht volljährig, und somit ist das Kinderpornographie. Vielleicht besteht dort die Gefahr, dass dies so ist bei den besagten Seiten. Aber sind die bis 18 noch Kinder?

    Unter Kinderpornographie stelle ich mir alte lüsterne Perverse vor, die sich an kleineren Kindern vergreifen und dies sogar in die Öffentlichkeit stellen + Perverse, denen das Zuschauen dessen gefällt. Es geht immerhin um Kindesmisshandlung, oder habe ich was falsch verstanden? Oder geht es nur um die strike Abgrenzung des Alters bei 18? Das wäre widerum völliger Blödsinn, weil man geistig nicht über Nacht volljährig wird.

    Ich empfinde dies nicht nur als Demokratieabbau (Einschränkung der informationellen Freiheit), sondern auch als Blödsinn, womit sich Politiker beliebt machen wollen. Abgesehen davon: Strafverfolgung? Ähm… das geht widerum zu weit. Man kann nicht differenzieren zwischen harmlosen und nicht harmlosen Seiten. Wann soll man wissen, wenn man sich auf dünnem Eis bewegt? Bzw gilt das Sehen all dieser Seiten als strafbar? Auch die 99%, die also doch harmlos sind?

    Dies wird mich als werdender Jurist wohl interessieren. Ich befürchte jedoch, dass dies sehr verfassungskonform ist und daher sehr schwer anfechtbar wäre. Eine Änderung wird jedoch möglich sein.

    Hoffen wir nur, dass der nächste Schritt: „Sperrung politisch inkorrekter Seiten“ ausbleibt und sogar Seiten wie diese gesperrt werden, die Kritik üben können.

    > „und dann die filterliste öffentlich“

    Nein. Dies würde genau das Gegenteil des Zwecks verursachen. Die besagten „Kinderpornographieseiten“ wären dann sofort auffindbar. Also falls man annimmt, dass es wirklich solche Seiten sind. Daher ist dieser Teil noch verständlich.

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