Hintergrund: Deutsche Kinderhilfe

Neues Hintergrundmaterial zur Deutschen Kinderhilfe, der leicht dubiosen Pro-Netzzensur-Organisation, gibt es bei Freitag.de. Der Bundestagsabgeordnete Markus Kurth erzählt ausführlich über die Hintergründe und Geschäftsmodelle der Deutschen Kinderhilfe und ihrer Hintermänner: Gut im Geschäft.


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Der Rummel um die fragwürdigen Geschäftspraktiken hat der „Deutschen Kinderhilfe“ aber nur bedingt geschadet. Mit großem Eifer setzt Georg Ehrmann alles daran, seinen Laden als Lobbyorganisation im politischen Berlin zu etablieren. Zum Geschäftsmodell gehört nämlich noch zwei weitere Säulen: Die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern und die mediale Präsenz in öffentlichen Debatten.[…]

Die zweite Säule – die Sicherung der Präsenz in der medialen Öffentlichkeit – erfolgt ebenfalls nach einem klaren Schema: Die „Deutsche Kinderhilfe“ meldet sich vorrangig bei emotional aufgeladenen und öffentlich äußerst umstrittenen Themen zu Wort. Anders als klassische Wohlfahrtsverbände oder der Deutsche Kinderschutzbund hat sie mit den Niederungen des Sozialrechts oder mit komplizierten fachlichen Debatten nicht viel am Hut. Konsequent konzentriert sich die „Deutsche Kinderhilfe“ auf Themen, die eine allgemeine öffentliche Erregung garantieren: Kindesmissbrauch, Verwahrlosung und sexuelle Gewalt gegen Kinder sind die bevorzugten Anlässe, zu denen sich Georg Ehrmann äußert. Natürlich nicht differenziert oder analytisch, sondern in Form brachialer Vorschläge und vermeintlicher Patentrezepte.

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9 Kommentare
  1. Man sollte generell mal eine Dokumentation über Lobbyisten machen.
    Solche Vereine sind ja leider in der Lobbyarbeit keine Seltenheit mehr.

  2. Kaufhof am Alex hatte bei meinem letzten Besuch (Samstag) ne Aktion bei der eine Spende an die Kinderhilfe ging. Wer mag, kann ja mal Kaufhof informieren und so. (Hab leider keine Zeit)

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