Datenschutz

Zum morgigen Datengipfel

Die TAZ hat ein Interview mit Johann Bizer, dem Mitherausgeber der Zeitschrift „Datenschutz und Datensicherheit“ und bis Februar war er stellvertretender Datenschutz-Beauftragter in Schleswig Holstein, zum morgigen Datenschutz-Gipfel: „Adresshandel seit Jahren bekannt“.

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taz: Herr Bizer, am Donnerstag lädt Innenminister Schäuble (CDU) zum Datenschutzgipfel nach Berlin. Endlich finden alle, dass Datenschutz wichtig ist. Freuen Sie sich?

Johann Bizer: Nur begrenzt. Die Politik muss sich fragen lassen, warum sie sich erst jetzt um die Missstände beim Adressen- und Datenhandel kümmert. Dass der Adresshandel in dubiosen Grauzonen agiert, ist doch schon seit Jahren bekannt.

Wer hat darauf hingewiesen?

Die Datenschutzbeauftragten. Jahr für Jahr stand das in ihren Tätigkeitsberichten. Aber die Politik hat das einfach ignoriert. Da musste sich erst ein Insider an die öffentlichkeit wenden und auf illegal gehandelte Bankdaten in seinem Callcenter hinweisen, damit die Politik von einem Skandal spricht. Aus meiner Sicht ist der eigentliche Skandal, dass die Politik so lange untätig war.

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2 Kommentare
  1. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft bangt um die „berechtigten Interessen der Wirtschaft“ und „empfiehlt Augenmaß„.

    Peter Schaar dagt der FTD: „Es muss etwas geschehen, es darf nicht nur geredet werden. […] Daten sollen für Werbezwecke nur noch verwendet werden, wenn der Betroffene zuvor ausdrücklich in diese andere Verwendung eingewilligt hat.“

  2. Sehr schön @ Datengipfel!

    Krönen wir das doch gleich im beginn mit einem Zeichen der Aktuellen Generation dem [Alt]bekannten @…
    Karl Ernst Thomas de Maizière soll etwas damit zu tun haben…damit stellt sich die Politik wieder selbst an die „ich weiss mich dort schon irgendwie auszukennen“ Wand wie das grade im ZDF Interview Herr de Maiziere mit dem Ausdruck: “ Das Internet ist doch eine neue Generation!“ bereit gestellt hat…….
    Keine Worte zu solchen Aussagen.
    Das Pay-TV dürfte dann Zukunftsmusik sein und X-Box 360 eine sache die man nur den Star Wars Freak Fantasien nachsagen kann….
    Was damit gesagt sein soll ist das bei einem Datengipfel nicht eine Person im Vorstand sein darf der nicht mal den Affengriff kennt (Ctrl – Alt – Entf) und sich vor jeder Ansprache die selbige von bezahlten „Experten“ schreiben lässt die dieses aber (den Reden der Politikern nach) selber das @ mit at verwechseln….

    Würden sich Politiker ein wenig besser mit ihrer Arbeit befassen hätten sie auch bemerkt das ein Stopschild gegen Pädophiele Seiten (das 100 Millionen kostet, aber wohl leicht zu umgehen ist) ziemlich unsinnig ist und eine Sperrung der Seiten und die verwendung des Geldes für die Opfer weit sinnvoller wäre.

    Aber da redet man wohl leider gegen Windmühlen denn es werden wohl keine Leute aus dem Leben gefragt die bit und kbit auseinanderhalten können sondern nur wer grad mit seiner Expertise in das Programm passt das sich schnell abwickeln lässt…egal wiwviel es kostet!

    Datensicherheit wird auch klein geschrieben denn man will ja dem Anti-Terror Kampf nicht im Wege stehen der nun schon solche ausmaße nimmt als würde man England mit seinen tausenden Kameras & co in der Innenstadt Londons nacheifern wollen.
    Diese Datensammlung hat bisher auch erst in der Nachforschung einen kleinen nutzen gehabt der aber so gering war das Hinweis aufforderungen ala XY Ungelöst an die Bevölkerung über Nachrichten zugezogen werden mussten.

    Die Freiheit wird immer mehr im Sinne des Anti-Terror Gedankens eingeschränkt, das aber bisher ausser Angriffe auf das Grundgesetz nichts gebracht hat. Den nutzen suchen wir vergeblich und die Kosten zahlt der Steuerzahler.

    Wichtigere Themen im Internet wie den Kampf gegen Pädophiele werden mit einem Stoppschild abgewürgt das wahnsinnige Summen kostet und Moralisch Kranke nicht abschrecken wird.

    Wir sollten unsere Politiker wirklich einmal verpflichten nicht nur zu Computerkursen sondern auch zu Beratungen mit Leuten die sich auskennen verpflichten, den niemand auf dem normalen Arbeitsmarkt bekommt eine Stelle wenn er sich nicht auskennt……in der Politik scheint es aber so das man nur einen Begriff kennen müssen muss um Gesetze entscheiden zu können von deren Materie man eigentlich keine Ahnung hat.

    In diesem Sinne……….

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