Deutscher Kulturrat wünscht Schutzfristverlängerung

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat sich in einer Stellungnahme an das Bundesjustizministerium wieder mal für eine Schutzfristverlängerung beim Urheberrecht ausgesprochen. Er sieht darin „einen positiven Weg zur Verbesserung der sozialen Lage der ausübenden Künstler und hier besonders der namentlich nicht genannten Studiomusiker.”

Till Kreutzer erklärt im iRights-Blog, dass diese Argumentation Unsinn ist: Kulturrat bekräftigt Forderung nach Schutzfristverlängerung.

Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, ist diese Argumentation äußerst umstritten und wird von wohl allen namhaften Wissenschaftlern bestritten. Vor allem das Argument, man müsse die Studiomusiker schützen, trägt nicht. Denn Studiomusiker übertragen in der Regel all ihre Rechte gegen ein einmaliges Honorar auf den Produzenten (”total buy-out”). Egal also, ob die Schutzdauer für ihre Leistungen 10 Minuten, 50, 95 oder 500 Jahre andauert – die Studiomusiker profitieren davon ebensowenig, wie ihnen durch kurze Schutzfristen Nachteile entstehen.

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