Chrome für den Bundestag

Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages erklärt heute (PDF) den neuen Google-Browser Chrome. Bin aber etwas verwundert, dass der Bericht fast keinen Hinweis auf Kritik enthält und den Release eher vor dem Markthintergrund erklärt.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

Durch klicken des Links wird unser Spenden-Widget geladen. Dabei werden Daten an unseren Spendendienstleister twingle gesendet. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

4 Ergänzungen

  1. Wieso fühlt sich der wissenschaftliche Dienst überhaupt dazu herausgefordert, etwas über Google Chrome zu verfassen?
    Seine Aufgabe ist laut eigener Beschreibung

    „die Abgeordneten bei ihrer politischen Arbeit in Parlament und Wahlkreis durch Fachinformationen, Analysen und gutachterliche Stellungnahmen“

    zu unterstützen.

    Inwiefern ist Chrome für die politische Arbeit in irgendeiner Form überhaupt relevant?
    Und dann eine „Analyse“ in der von Dir zurecht kritisierten Art und Weise.
    Mal von all den fehlenden Kritikpunkten im Bereich Datenschutz abgesehen taucht auf den ganzen zwei Seiten (hurra!) nicht ein einziges Mal der Begriff „Beta“ auf.
    Selbst das BSI hat explizit darauf hingewiesen, daß

    „Beta-Versionen […] grundsätzlich nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden“

    sollten.
    > http://www.bsi.bund.de/presse/kurzmeldung/090908chrome.htm

    Sprechen die verschiedenen Einrichtungen da eigentlich jemals miteinander?

  2. Der Bericht erwähnt sowohl Datenschutz-Probleme (auch im Kontext von Cloud Computing) als auch die bekannt gemachten Sicherheitslücken:

    „[…] Hinzu kommen die vielfach beklagten Probleme mit dem Datenschutz […]“

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil? SCNR.

    Der wissenschaftliche Dienst erstellt solche Dokumente soweit ich weiß auf Nachfrage von Parlamentariern, die gerne wüssten, was da vorgeht. Ich finde den Bericht eigentlich ganz gelungen – verständlich und fundiert, enthält auch eigentlich alles wissenswerte zumindest im Ansatz, mehr geht ja auch kaum auf zwei Seiten.

    Und das mit Beta wird wohl einfach keinen in dem Kontext interessiert haben, schließlich geht es ja nicht um eine „Kaufempfehlung“, sondern um eine Analyse des Vorgehens von Google.

    1. Mit Bezug auf den von Dir zitierten Halbsatz habe ich übrigens das „fast“ vor „keine Kritik“ geschrieben. Soviel zum „wer lesen kann…“.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.