Web 3.0? Next please…

Wo sich vieles um Web 2.0 dreht, ist der kommende Schritt schon ausgemacht: Web 3.0. Neben dem platzhalterischen Namen besticht das vor allem, je nach Lesart, durch mehr oder weniger Einfallsreichtum, worin denn nun der kommende Schritt besteht. Technisch scheint ja schon alles ausgelotet, kulturell gelten die Inhalte als Währung, und das Geld für die Infrastruktur bringt wie gehabt personalisierte Werbung. Oder? Aus Taiwan kommt der Vorschlag, die Eintrittsschwelle zu senken und die Beteiligung der User auf die ökonomische Sphäre auszudehnen:

Although the Web was once dreamed to be a Utopia, the cruel fact is that the Web is now basically in the hands the commercial power. … Most Net users are basically living on the free services provided by the super empires in the Web, yet ironically, such services are for the purpose of making money. The dominance problem causes two other serious problems, the autonomy and the privacy problems. As the Net users rely more and more on these super portals, their personal data and privacy are at stake, being potentially utilized for monetization, or even worse, being leaked out to criminal groups. As the service platform is owned by the service providers, the users do not have autonomy. … Because website is the main platform for information sharing as well as other Web activities, owning no website means having no power and no property in the Cyberspace. That is the root of the problems.

Klingt ambitioniert und hat einen grandios nichtprickelnden Namen: NUWeb, Net User’s Web, und wird auf Software basieren, die die geneigten User herunterladen und installieren. Auf Informationen bez. Plattformen warten wir noch; bei den Stellenausschreibungen gibts immerhin eine Nennung von Linux. Man kann sich bisher nur mit Mailadresse anmelden und Fotos gucken. Bin gespannt, wann auch in Deutschland die passende Upload-Bandbreite fraglos verfügbar ist.

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