Der Landtagsabgeordneten Gerhard Lorth (CDU)* war etwas überfordert mit dem Gästebuch auf seiner Homepage. Dort sammelten sich die üblichen Spam-Kommentare, die für Viagra & Co Werbung machten. Und es fiel niemandem auf, bis der Express darüber berichtete. Eine Zusammenfassung findet sich im Handelsblatt: Der Politiker und die Viagra-Plage.
Denn es jubelt kein ausländischer Freund – hier will jemand Kunden für Viagra, Pornos oder Penis-Verlängerungen werben. Die Verursacher sitzen meist im fernen Ausland, oft werden die Kommentare per Software automatisch in jedes Blog oder Gästebuch gesetzt, das sich nicht mit Passwortvergabe schützt. Das Beispiel des CDU-Abgeordneten Lorth zeigt, wie wichtig eine regelmäßige Überprüfung des eigenen Internet-Auftritts ist: Innerhalb von zwei Monaten liefen tausende Kommentare der zweideutigen Art auf. „Ich war im Urlaub und habe nicht auf die Homepage geschaut“, sagt Lorth. Bisher habe er eine E‑Mail bekommen, wenn jemand einen Eintrag im Gästebuch verfasste: „Dieses System scheint nicht mehr zu funktionieren“, entschuldigt sich der Politiker.
Nun könnte die Staatsanwaltschaft in Bonn ermitteln. Immerhin geht es hier um den ersten bekannten Fall…
* Der scheint so unbedeutend zu sein, dass niemand für ihn eine Wikipedia-Seite erstellt hat. Auch seine Seite bei Abgeordnetenwatch ist leer. Wenigstens wurde diese schon für ihn angelegt.