Dieser Artikel ist mehr als 18 Jahre alt.

Google hält mich für einen Spammer

Da fragt man sich schon, wie gut die Google-Algorhitmen wirklich sind. Ich wollte gerade mal wieder was in meinem persönlichen Blog schreiben, das bei dem vor einer Weile von Google gekauften Blogger.com läuft. Da erhalte ich folgende Meldung: Ihr Blog ist gesperrt. Mithilfe der Blogger-Roboterprogramme zur Spamvermeidung wurde festgestellt, dass Ihr Blog Merkmale eines Spam-Blogs…

  • Ralf Bendrath

Da fragt man sich schon, wie gut die Google-Algorhitmen wirklich sind. Ich wollte gerade mal wieder was in meinem persönlichen Blog schreiben, das bei dem vor einer Weile von Google gekauften Blogger.com läuft. Da erhalte ich folgende Meldung:

Ihr Blog ist gesperrt. Mithilfe der Blogger-Roboterprogramme zur Spamvermeidung wurde festgestellt, dass Ihr Blog Merkmale eines Spam-Blogs besitzt.

Weia. Jetzt muss ich zwei Tage warten, bis irgendein Mensch dort die Güte hat, meine Anfrage zu bearbeiten und das Blog zu entsperren.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


Veröffentlicht

Kategorie

Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

9 Kommentare zu „Google hält mich für einen Spammer“


  1. markus

    ,

    Hatte ich auch schonmal mit einem eigenen WordPress-Blog und dem Spamfilter. IP ist wohl auf einer Blacklist. Einfach neue IP nehmen. Kannst auch sinnlose Formulare irgendwo ausfüllen, wo Du darauf hinweist, dass dies eine dynamische IP ist.


  2. Aaron Seigo, ein KDE-Entwickler, ist ebenfalls betroffen, bist also nicht alleine.


  3. Mit der IP kann das nichts zu tun haben, die gehört ja Google / Blogspots Servern. Zur Klarstellung: Es ging darum, dass ich nicht mehr posten kann, weil das ganze Blog gesperrt ist, nicht um eine Kommentarsperre.


  4. markus

    ,

    Noch besser. Sehe es doch als Chance: Zeit zu wechseln. :)


  5. Hatte ich auch. Nach einer Woche kam dann die Entschuldigungsmail.
    Das einzig Gute daran war:
    da mein Blog dann von einem „Menschen“ inspiziert wurde, war ich anschliessend verdachtsfrei (haben die zumindest gesagt).

    Habe aber trotzdem gewechselt, denn es gab auch noch andere Unschönheiten bei denen.

    Also: take it easy :-)


  6. Ich nehm das ja gar nicht so schwer, und wenn mir jemand ein Angebot nennt, wo ich kostenlos und werbefrei auf komfortable Weise ein Blog hosten kann mit ähnlichen Features wie Blogger.com und mir auch noch erklärt, wie ich das Archiv umziehe, dann nehme ich das gern in Anspruch. Hab nur weder Lust noch Zeit, einen eigenen Server zu betreiben und mich um WordPress-Updates und ähnlichen Kram zu kümmern.

    Ich wollte vor allem darauf hinweisen, dass die automatisierte Entscheidung bei Google, ob man Spammer ist oder nicht, offenbar nicht funktioniert. Das wundert mich doch etwas, immerhin sind die bekannt dafür, gerade in solche Algorhitmen viel Arbeit und Forschung zu investieren. Hier zeigt sich ein grundsätzliches Problem der maschinenbasierten Entscheidung. Wenn das unpassende AdSenses sind, ist es ja nicht schlimm, aber Blog-Zensur nervt dann doch ziemlich. Das gleiche gilt für Spam-Filter. Ich habe weiterhin meinen Mail-Account von der FU Berlin und zahle dafür seit Ende des Studiums, weil ich das da selber konfigurieren kann. An der Uni Bremen, wo ich seit vier Jahren arbeite, frisst der Spam-Filter kleine Kinder und Einfamilienhäuser.


  7. voila: wordpress.com

    Aber die Frage war ja hoffendlich ein Witz, oder??


  8. Ich habe mit wordpress.com sehr gute Erfahrungen gemacht. Du kannst dort auch blogspot.com-Blogs importieren (samt Kommentaren und allem).

    Die einzigen Nachteile so weit:
    – kein JavaScript erlaubt, also auch kein AdSense oder besondere Counter
    – freie CSS Veränderungen muss man frei kaufen


  9. spricht da nicht einiges für stand-alone-software, um solche Restriktionen von vornherein vermeiden zu können? „mein blog zieht um“ könnte eine Antwort sein – Mitgliedsaustritte sind ohnehin eine Sprache, die Organisationen ganz gut verstehen.

Dieser Artikel ist älter als 18 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.