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DRM-Systeme machen sich gegenseitig den Garaus

Besser kann es eigentlich nicht kommen: Windows Vista führt wegen des dort eingebauten Digital Restriction Management (DRM) zu Problemen mit dem DRM von iTunes / iPod. Tja,wer solchen Bevormundungs-Schrott kauft, hat es offenbar nicht besser verdient.

  • Ralf Bendrath

Besser kann es eigentlich nicht kommen: Windows Vista führt wegen des dort eingebauten Digital Restriction Management (DRM) zu Problemen mit dem DRM von iTunes / iPod. Tja,wer solchen Bevormundungs-Schrott kauft, hat es offenbar nicht besser verdient.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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18 Kommentare zu „DRM-Systeme machen sich gegenseitig den Garaus“


  1. deeffective by design halt, mehr kann man da nicht dazu sagen


  2. Was muss eigentlich noch alles passieren, bis die Leute endlich aufwachen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! DRM ist der größte Mist, denn man sich vorstellen kann!!!!!!!!!!!!!!


  3. Ha, Vista wird (aus meiner Sicht) der grösste Lacher des Jahres, mal schauen, was da noch alles auf uns zu kommt. Wird bestimmt interessant. Ich würde mir sowas nie antun, ein System, wo man nicht selbst sagen kann, was es machen soll und was nicht…

    Aber ist ja nicht mein Problem ;)

    @ Admin, könntest du nicht eMail und Webssite Angaben freiwillig machen?


  4. Es ist noch viel besser :D

    Lies mal bei http://www.cs.auckland.ac.nz/~pgut001/pubs/vista_cost.html nach.

    Auszug:

    Say you’ve just bought Pink Floyd’s “The Dark Side of the Moon”, released as a Super Audio CD (SACD) in its 30th anniversary edition in 2003, and you want to play it under Vista. Since the S/PDIF link to your amplifier/speakers is regarded as insecure for playing the SA content, Vista disables it, and you end up hearing a performance by Marcel Marceau instead of Pink Floyd.

    Cheers,
    ‑mat-


  5. Andreas

    ,

    Ist doch wirklich geil – ein Workaround, um legal bei iTunes erworbene Songs hören zu können:

    1. Nutzungsautorisierung deaktivieren
    2. „Enable Disk Use“ bei allen verfügbaren iPods einschalten
    3. iTunes deinstallieren
    4. Windows Vista neu installieren!!!
    5. iTunes neu installieren
    6. die Songs über iTunes autorisieren

    Das ist ungefähr so, als wenn ich ständig ein neues Auto kaufen müsste, weil die Zündkerzen im Motorblock verschweißt sind und sich nicht auswechseln lassen.


  6. @ ‑mat- filid brandy,

    ich glaube bei desktoplinux.com gibts eine ähnlich skurile erfahrung; die olle analoge karte funktionierte nicht, dafür aber die schicke neue mit s/pdif:

    Vista’s problem child surprised me though: it was the audio. I can’t recall the last time any operating system I worked with had trouble working with a motherboard’s onboard audio. While Vista had no trouble finding and activating the Intel High Definition audio chip (aka Azalia), what it couldn’t work with at all was the common-as-dirt RealTek ALC 882 audio chipset.

    The result was that while Vista could push Dolby 5–1 media audio to my media speakers, it actually couldn’t use my plain-old vanilla speakers. I checked into this further, and quickly discovered that I was far from the first person to run into this problem. At this time, there also doesn’t appear to be a solution. […]

    My test system’s high-end audio outputs are S/PDIF (Sony/Philips Digital Interface Format) compliant. S/PDIF is probably the most common high-end audio port around for PCs today. It also has no built-in DRM (digital rights management) capability, and that turned out to be an important matter.

    When I switched back to Vista, I tried to play Wilco’s Yankee Hotel Foxtrot CD. Whoops! Not a single sound emerged from my speakers. After a little investigation, I found that Vista disables media outputs that don’t incorporate DRM, when you try to play DRM protected media through them.

    @ G‑Man, deine Strategie ist doch ganz gut. ;-) Und die Homepage muss nicht angegeben werden, das steht ab jetzt auch dabei. SpamKarma2 verlässt sich Teils auch auf die Mailadresse (hat geringes Gewicht), und legitime Kommentare sollten sich da IMHO nicht verstecken – hmja. Oder so.


  7. andreas

    ,

    Und nach erfolgreicher Installation erst mal
    den Podcast „Daten werden ueberbewertet“
    reinziehen ;-)

    http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,463798,00.html


  8. Hans Maulwurf

    ,

    Um mal kurz eine Überschrift aus dem Heise-Forum zu zitieren:

    „Pest beschwert sich über die gesundheitsschädlichen folgen der Cholera“

    Triffts ganz gut, finde ich…


  9. hach, ist das herrlich!


  10. Nur der Fairness halber: Kann auch mal wer das Apple-Bashing übernehmen?


  11. Apple? Ich dachte hier nutzen die meisten freie Pinguine! ;-)


  12. […] Inzwischen kann man ja ne Menge über Vista lesen, dass es “aufs Wort gehorcht“, dass bereits Raubkopien für 99 Cent im Umlauf sind, dass sich die DRM-Systeme gegenseitig behindern, dass bereits Videoanleitungen zum knacken im Umlauf sind und vieles mehr. Für mich ist Windows eher deefectivebydesign und für viele andere auch, wenn man sich die Tags bei Amazon anschaut. Ähnliche Tags wie drm, nonfree, downgrade zieren Windows Vista. […]


  13. Warum Windows Vista GNU Linux unterlegen ist…

    Da ist Apple aber auch nicht Schuldlos dran. Und ich persönlich halte Apple für mindestens genauso gefährlich wie Microsoft. Unter Linux soll iTunes relativ Stressfrei laufen und beißt sich nicht mit irgendwelchen nicht vorhandenen DRM Geraffel.…


  14. Vielleicht ist da was an mir vorbei gegangen, aber spricht der heise-Artikel nicht über Inkompatibilitäten zwischen Apples FairPlay DRM (ziemlich zynisch, der Name) und Vistas User Account Control, also Microsofts Versuch die Ausführung von Befehlen mit Admin-Rechten zu minimieren?
    Wenn dem so ist, kommen sich hier nicht zwei DRM Techniken ins Gehege, sondern eine DRM-Technik und eine, die den Usern das Denken abnehmen soll. Besser ist das immer noch nicht, macht aber leider die schöne Schlagzeile kaputt…


  15. Was hat das denn mit Apple zu tun? Die Musikindustrie zwing es den Herstellern doch auf.….

    Und bei Linux gibt es kein DRM?


  16. @-mat- filid brandy

    Das ist bei SACD aber völlig normal. Das Abspielen des hochaufgelösten Contents über einen digitalen Ausgang geht einfach nicht. Daher hat ein normaler Heimkino-Receiver auch in der Regel neben mehreren digitalen SPDIF-Einfängen (optisch oder koaxial) auch immer einen Analog-Eingang für 5.1‑Signale. Das macht schon allein deshalb Sinn, weil für den hochaufgelösten Inhalt der SACD oftmals der Transport über SPDIF gar nicht klappt, sei es weil das zu hoch gesampelt oder zu hochbittig ist. Auch bei DVD-Audio ist die digitale Ausgabe über SPDIF meist verboten, allerdings ist meines Wissens nach die HDMI-Schnittstelle dafür spezifiziert neben Video auch DVD-Audio-Ton verschlüsselt auszugeben.


  17. Entschuldigung
    Habe mich geirrt. Linux ist quasi DRM frei.


  18. […] Warum sollte man sich das also antun? DRM stoppt sicher nicht die Musikpiraterie, sondern erhöht eher noch die Abneigung gegen legale Downloads. Am Ende ist der Käufer von DRM der Dumme: Heute funktioniert die Musiksammlung noch, mit der nächsten Softwaregeneration ist die Musik und das von mir gezahlte Geld dann aber weg. […]

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