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DRM: Neuer Name = besseres Image?

Lustige Sache. Während der Industrie DRM um die Ohren fliegt, sehen einzelne Industriemitglieder nur ein Imageproblem. Und haben eine Lösung parat: DRM: Neuer Name = besseres Image?


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Bob Zitter, beim größten US-Bezahlsender Home Box Office (HBO) für Technologiefragen zuständig, hat am Dienstag auf dem jährlich in Las Vegas stattfinden Treffen der National Cable & Telecommunications Association (NCTA den Vorschlag unterbreitet, das bei Verbrauchern unbeliebte digitale Rechtemanagement umzubenennen, um dessen Akzeptanz zu erhöhen. „Ich möchte nicht mehr länger den Begriff DRM benutzen“, so Zitter. Dieser Begriff sei irreführend, denn er betone „Einschränkungen“ statt „Gelegenheiten“ hervorzuheben. Solche Technologien zum Schutz von Inhalten seien doch eigentlich dazu da, den Verbrauchern „eine bessere Nutzung der von ihnen bezahlten Inhalte zu ermöglichen“. In Zukunft solle daher nur noch die Rede von „Digital Consumer Enablement“ (DCE) – etwa mit „digitale Ermächtigung der Verbraucher“ zu übersetzen – sein.

Finde ich prima. Vor allem in Deutschland ist die Wortwahl „digitale Emächtigung“ ja historisch unbepfleckt…

Ansonsten haben die doch einen Knall: Wieso denke ich aus Verbrauchersicht dabei nur an „Gelegenheiten“, die Restiktionen des Kopierschutzes irgendwie entfernen zu können?

12 Kommentare
  1. Ich habe von der Sache zuerst über diesen tollen
    Comic-Strip erfahren und es bis zu deinem Eintrag über einen bloßen Scherz gehalten. Im Comic wird übrigens vorgeschlagen, in Hinkunft statt von „Piracy“ von „Consumer Choice Enhancement“ zu sprechen…

  2. Hoshpak, da steht ganz deutlich, dass der Vorschlagende bei einem Pay-TV Sender arbeitet und nicht bei den „Musikindustrierömern“…

  3. Kann man dann die Verantwortlichen wegen Irreführung verklagen? Das ausgerechnet der Konsument mit dem Quatsch „enabled“ werden soll ist eine Behauptung die sich nun doch schwer verteidigen lässt.

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