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Bundestag mistet Freie Software aus

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den Bundestag, der statt auf Freie Software nun entgegen der eigenen Beschlüsse auf Microsoft Exchange wechselt: Aufs Altenteil.


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Wie der Paradigmenwechsel zustande kam, bleibt nebulös. Denn Groupwares gibt es viele – auch für Linux. Hinter vorgehaltener Informatiker-Hand wird getuschelt, dass eine anfänglich installierte Open-Source-Software kleinere technische Probleme bereitete; später einigen Abgeordneten es nicht passte, dass Kollegen ihre mehr oder minder große Menge Termine überblicken konnten. Linux-Anhänger dagegen vermuten Microsofts intensive Lobbyarbeit für den Prestigekunden Deutscher Bundestag als wahre Ursache.

Peter Ganten vom Linux-Verband sieht in der Entwicklung einen herben Rückschlag für die Verbreitung freier Software. Vor allem kritisiert er aber die Vergabepraxis. „Andere Hersteller hatten keine Möglichkeit, sich für das Groupwaresystem des Bundestages zu bewerben. Es gab keine Ausschreibung, wie sie für jede Verwaltung Pflicht ist“, haderte er gegenüber sueddeutsche.de.

2 Kommentare
  1. Ist schon schlimm was da abläuft. Es wird vorgeheuchelt, dass man sich für Transparenz entschieden hat und dann sowas. Da sind bestimmt ein paar Leute von MS gekauft worden.

    Das zieht den ganzen Prozess jedoch nur etwas mehr in die Länge. Denn wenn Microsoft so weiter macht, wie bis jetzt, werden halt immer mehr Leute zu einem anderen OS migrieren. :)

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