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Die ZEIT über Profiling mittels Statistik

Wer in einer Gegend mit geringem Durchschnittseinkommen wohnt, kann manchmal lange in der Callcenter-Wartschleife hängen, auch wenn er selber wohlhabend und eigentlich ein guter Kunde ist. Wer in Berlin-Dahlem wohnt, bekommt eher Werbung für Golfclubs und -zubehör als jemand in Neukölln, auch wenn er eigentlich leidenschaftlicher Fussballer ist. Diese Art des Profiling per Statistik ist bei der Werbung ja noch recht harmlos, wird aber auch bei repressiven Angelegenheiten wie Rasterfahndung oder No-Fly-Lists angewandt. Die aktuelle Zeit hat einen Artikel dazu und auch ein paar schöne Deutschlandkarten online, die mal zeigen, wie unsinnig diese Korrelationen oft sind.

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Gefährliche Karten: Sie finden Zusammenhänge, die keine sind: Datenforscher und Adressenhändler korrelieren Golf mit Politik, und Rauchen mit Diebstahl.

via Surveillance Studies

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3 Kommentare
  1. Mir scheint, Geomarketing, Scoring und Profiling, wie das alles hübsch neudeutsch genannt wird, sind im Wesentlichen Steckenpferde, auf denen blind herumgeritten wird.
    Blind deshalb, weil man in der Branche anscheinend nicht so recht weiß, was der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität ist. Da gibt es ja das klassische Beispiel von hoher Storchenkonzentration in Gebieten mit hoher Geburtenrate.
    Ich frage mich auch, ob das wirtschaftlich gesehen den Unternehmen wirklich etwas bringt oder nur Beschäftigungstherapie ist. Ich stelle mir die Trefferquoten nicht besonders hoch vor, wenn Korrelationen zu Kausalitäten gemacht werden. Zumal die Statistiken Eindeutigkeit ja auch nur vortäuschen. Wenn beispielsweise hoher Weinkonsum angezeigt wird, weiß ja keiner, wieviel davon im Abfluss landet.
    Wenn die Datenfindung mehr auf Vermutung als auf Tatsachen basiert, sehe ich für die Bürgerrechte allerdings auch schwarz.

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