Technologie

Keine SMS-Fahndung mehr

Die letztes Jahr im Frühjahr von Otto Schily gestartete SMS-Fahndung ist endgültig als Pilotprojekt gescheitert. Die Idee dahinter war, dass Polizeistellen an örtliche Multiplikatoren (z.B. Taxi- und Busfahrer) Fahndungsaufrufe schickten und diese dann wertvolle Hinweise geben, welche zur Verhaftung der Gesuchten führen. Dazu wurden Pilotprojekte in magedeburg, Lüneburg und Bockum gestartet.

Otto Schily erklärte
noch zum Start:


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„Die Polizei muss unmittelbar nach einer Straftat alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen flüchtenden Straftäter zu ergreifen. Die schnelle und direkte Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit von Polizei und Bevölkerung. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, den Täter aufzuspüren und eine Straftat schnell aufzuklären. Auch bei der Suche nach vermissten Personen, insbesondere Kindern, kann die SMS-Fahndung wertvolle Hilfe bieten. Die Polizeidienststellen des Bundes und der Länder verfügen damit ab sofort über eine zusätzliche Möglichkeit, zielgerichtet und multimedial in der Öffentlichkeit nach Straftätern oder vermissten Personen zu fahnden.“

Glorreiches Ergebnis nach mehr als einem Jahr Laufzeit: Keine Hinweise. Dafür aber wahrscheinlich viele spannende Stunden für Polizisten, einen möglichst detaillierten Fahndungsaufruf in 160 Zeichen unterzubekommen.

Mal schauen, wann das SMS-Fahnungsportal abgeschaltet wird. Noch ist es online.

2 Kommentare
  1. Hm… laut http://www.sms-fahndung.de/Anwenderberich.htm soll alles super sein und ein toller Erfolg… kann ich mir jetzt nicht sooo direkt vorstellen. Auch das Bild von zehn Taxifahrern die vor dem Hauptbahnhof bei der Anfahrt Unfälle bauen, weil sie gerade die SMS lesen wollen entsteht im Kopf =)

    Der Bericht geht auch mehr auf die Übermittlung von Informationen an die Beteiligten und an die Presse ein, wo die Technik vielleicht schonmal mehr Sinn machen kann. =)

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