Ticker vom 12.03.2026

NDR
Alle reden von digitaler Souveränität, Hannover zieht derweil von einer deutschen Schulsoftware-Lösung zu Microsoft.
Futurezone
Mit dieser Browser-Erweiterung können Menschen Fragen, die sie einer KI stellen würden, von anderen Menschen beantworten lassen. Die reagieren meist lustig und manchmal auch furchtbar genervt.
heise online
Das iranische Regime hat das Internet im Land blockiert. Allerdings nicht für seine eigenen Propagandisten. Die können mit sogenannten „Weißen SIM-Karten“ weiter online gehen.
Der Tagesspiegel
Die von der Bundesregierung einberufene Expert:innen-Kommission wehrt sich gegen das Voranpreschen in Sachen Social-Media-Verbot: "Ich rate der Politik dringend, uns in Ruhe arbeiten zu lassen", sagt Co-Vorsitzende Nadine Schön (CDU) dem Tagesspiegel (€).
heise online
Benno Flügel klebt als „Radikale Anti Smartphone Front“ digitalisierungskritische Botschaften ins Berliner Straßenbild. Teils ist er acht Stunden am Tag unterwegs, um Claims wie „Lieben statt liken“ zu verteilen.
Center for Countering Digital Hate
Das Center for Countering Digital Hate hat untersucht, wie große Sprachmodelle mit Anfragen zu Gewaltakten umgehen. Demnach würden acht von zehn "in mehr als der Hälfte der Antworten Hilfe leisten, indem sie ihnen Tipps zu möglichen Zielen und geeigneten Waffen geben".
Frankfurter Rundschau
Influencer:innen in Dubai dürfen nichts über den Iran-Krieg posten, fasst die Frankfurter Rundschau zusammen. Demnach drohen hohe Geldstrafen, bis zu fünf Jahre Haft oder Abschiebung. Per SMS soll das Regime zu "Fügsamkeit" gemahnt haben.
Information Commissioner's Office
Strenges Social-Media-Verbot über Bande: In einem offenen Brief drängt die britische Datenschutzaufsicht soziale Medien zu strengeren Alterskontrollen. Grund ist eine fehlende Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von Daten unter 13-Jähriger.
Euractiv
Die spanische Regierung will Verbreitung und Reichweite von Hassrede auf sozialen Medien mit einer neuen Software überwachen lassen. Die Daten sollen in halbjährliche Berichte einfließen.
Golem
Dass ein Industriekonsortium eine quelloffene Alternative zu Google Play Integrity entwickeln will, kritisieren Entwickler:innen von GrapheneOS scharf. Sie machen Sicherheitsbedenken geltend und werfen den beteiligten Unternehmen Täuschung vor.

Ticker vom 11.03.2026

Bundesgesundheitsministerium
Das Bundeskabinett hat heute das Medizinregistergesetz beschlossen. Es soll einen einheitlichen Rechtsrahmen für Medizinregister schaffen und so den Weg für eine umfassende Gesundheitsdateninfrastruktur ebnen.
Codewall
Forscher:innen des Security-Start-ups Codewall ist es nach eigenen Angaben gelungen, innerhalb von zwei Stunden vollständigen Lese- und Schreibzugriff auf eine KI-Plattform der Unternehmensberatung McKinsey zu erlangen.
t3n
Das Bundeskartellamt hatte 2025 festgestellt, dass Apple sich bei seinem Tracking-Schutz ATTF selbst bevorteilt. Deutschen Medien und Werbefirmen, die das Verfahren angestrengt hatten, gehen nun vorgeschlagene Änderungen nicht weit genug.
taz
Wer flaniert, macht sich verdächtig: KI-Videoüberwachung kommt in Berlin nun auch am Roten Rathaus, an der Senatsverwaltung für Inneres und am Abgeordnetenhaus zum Einsatz. Alarm schlagen die Systeme unter anderem bei "Umhergehen ohne Anlass".
Handelsblatt
Um nicht von Elon Musks Starlink abhängig zu sein, will die Bundeswehr ein eigenes Satellitennetzwerk im erdnahen Orbit aufbauen. Kostenpunkt: acht bis zehn Milliarden Euro.
BR24
Eine vorinstallierte App auf Xiaomi-Handys verschickt wohl Push-Mitteilungen mit Scam-Inhalten. Die Stiftung Warentest war auf die Masche aufmerksam geworden, bei der etwa Bundeskanzler Merz angeblich geheime Tipps zum Reichwerden ausplaudert.
Rest of World
In Reaktion auf den US-israelischen Angriff hat der Iran in den benachbarten Golf-Staaten nicht nur militärische, sondern auch digitale Infrastruktur bombardiert. Der mutmaßlich erste militärische Angriff auf Rechenzentren wirft weitreichende Fragen auf.
The New York Times
Meta kauft Moltbook, ein soziales Netzwerk für KI-Bots. Die Kaufsumme ist nicht bekannt, Gründer Matt Schlicht wechselt ins „Meta Superintelligence Lab“.
Die Zeit
Buchen auf der Seite RentAHuman wirklich autonome "KI-Agenten" Menschen für kleine Aufgaben? Dahinter stecke ein medienwirksamer Bluff, berichtet die Zeit (€) nach einer Analyse der Website. Die Gründer*innen ließen eine Presseanfrage unbeantwortet.
The Washington Post
Einem Whistleblower zufolge hat ein DOGE-Mitarbeiter massenhaft sensible Daten von Millionen US-Amerikaner:innen aus der Datenbank der Sozialversicherungsbehörde abgezogen.
Reuters
Meta erhöht die Preise für Anzeigen in Ländern, die eine Form der Digitalsteuer eingeführt haben, darunter Österreich, Frankreich und Spanien.
Open Rights Group
Die britische Open Rights Group warnt vor einem folgenreichen Änderungsantrag des Unterhauses im derzeit diskutierten britischen Jugendschutzgesetz: Demnach könnten Ministerien selbstständig anordnen, dass Online-Dienste Kindern den Zugang verwehren.
Oversight Board
Meta tut nicht genug gegen die Verbreitung täuschender KI-Inhalte, findet das Aufsichtsgremium "Oversight Board". Anlass für die Entscheidung war eine Analyse von Uploads zum israelisch-iranischen Krieg 2025.
CNBC
Rund die Hälfte der US-Bundesstaaten hat oder plant Gesetze für Alterskontrollen im Netz, etwa für Porno, Glücksspiel oder soziale Medien. "Große Mengen sensibler Ausweisdaten können Ziel staatlicher Anfragen oder Beute von Hackern werden", warnt der US-Sender CNBC.