Ticker vom 14.11.2025

heise online
WhatsApp ist ab sofort mit den Messengern Birdychat und Haiket interoperabel. Threema und Signal hatten hingegen früh abgesagt, weil das den Datenschutz der Messenger deutlich schwächt.
ZDF heute
Wäre eine pauschale Löschung von Behördendaten rechtlich zulässig, um sie einer Regierung mit AfD-Beteiligung vorzuenthalten? Eher Nein, lautet die Antwort von Rechtsexpert:innen.
NDR
Das Miniatur-Wunderland in Hamburg ist Opfer eines Angriffs geworden, bei dem Hacker Kreditkarteninformationen von Besucher:innen abgegriffen haben könnten. Potenziell Betroffene sind bereits informiert worden.
taz
KI-Kameras, Handy-Ortung zur Gefahrenabwehr, Gesichtersuche im Netz, Palantir-Vorbereitung: Anwalt Lukas Theune erklärt, wie die geplante Änderung des Berliner Polizeigesetzes mit dem Grundgesetz kollidiert.
t3n
Sie sind bereit Menschen zu bedrohen, zu verpetzen oder beim Duschen zu fotografieren: KI-gesteuerte Roboter sind gefährlich und sollten in Haushalten nicht genutzt werden. Das ergab eine Studie.
Der Spiegel
Der Telegram-Gründer Pawel Durov darf Frankreich wieder verlassen. Die Ermittlungen, ob er auf seinem Messenger-Dienst genug gegen kriminelle Angebote tat, laufen weiter.
404 Media
Auf welcher Seite steht Google? Während der Tech-Konzern Apps aus seinem App-Store entfernt, die Menschen in den USA vor der Abschiebebehörde ICE warnen, hostet er zugleich eine Gesichtserkennungsanwendung des US-Grenzschutzes.
heise online
Der Preisvergleichsdienst Idealo, der zu Springer gehört, hat Google auf mehr als 3 Milliarden Euro Schadensersatz verklagt. Es geht darum, ob der Tech-Riese seine Stellung bei "Google Shopping" missbraucht hat. In Berlin startete nun der Prozess.
Die Zeit
In Deutschland gibt es die sogenannte Lizenzschranke, damit internationale Konzerne auch dann Steuern zahlen müssen, wenn Gewinne ins Ausland verschoben werden. Nun fiel eine Ausnahme aus dem Jahr 2024 auf - die gilt nur für US-Unternehmen.
heise online
Die irische Medienaufsicht untersucht, ob X sich an die Regeln des Digital Services Act hält. Es geht um Widerspruchsrechte von Nutzer:innen, deren Löschanträge abgelehnt wurden.

Ticker vom 13.11.2025

Der Spiegel
Gemeinsam mit rechtsextremen Fraktionen haben die Konservativen im EU-Parlament für ein aufgeweichtes Lieferkettengesetz gestimmt. Für eine Absenkung von Menschenrechts- und Umweltstandards setzen sich auch viele Länder im Rat der EU ein.
tagesschau.de
Fußballfans aus dem ganzen Land werden am kommenden Sonntag in Leipzig gegen die "repressive Fanpolitik der Innenministerkonferenz" demonstrieren. Der Protest richtet sich unter anderem gegen personalisierte Eintrittskarten.
t3n
Noch können Menschen KI-generierte Gesichter von echten unterscheiden. Die Fähigkeit dazu lässt sich mit einem fünfminütigen Training deutlich verbessern.
Mediendienst Integration
Aus einer Kommunen-Befragung geht hervor: Fast alle Landkreise, aber nur etwas mehr als die Hälfte der kreisfreien Städte haben Bezahlkarten für Geflüchtete eingeführt. Das Versprechen von sinkendem Verwaltungsaufwand hat sich nicht klar erfüllt.
Die Zeit
OpenAI-Chef Sam Altman hat Staaten dazu aufgerufen, in KI-Infrastrukturen zu investieren. Er relativierte damit auch Äußerungen von OpenAIs Finanzvorständin, die Kreditabsicherungen durch die US-Regierung gefordert hatte.
Android Developers Blog
Nicht-kommerzielle Android-Entwickler:innen können künftig wohl weiterhin Apps an eine begrenzte Anzahl von Geräten verteilen. Google plant einen Installationsweg für das sogenannte Sideloading, klare Warnhinweise sollen auf Risiken hinweisen.
taz
Justizministerin Hubig plant ein Gesetz, um Frauen besser etwa vor etwa sexueller Belästigung und "digitalem Voyeurismus" zu schützen. Die Landesjustizminister:innen haben das mehrheitlich abgelehnt, Hubig will dennoch einen Gesetzentwurf erarbeiten.
tagesschau.de
Der BND will künftig "höhere Risiken" eingehen, hat der neue Präsident des Auslandsgeheimdiensts verkündet. Florian Flade analysiert, was das heißen soll und was das über die kommende BND-Gesetz-Reform verraten könnte.
The Atlantic
US-Republikaner und ihr Umfeld schießen sich seit geraumer Zeit auf Wikipedia ein. Die Desinformationsforscherin Renée DiResta ordnet ein, was hinter dem Angriff auf freies und belastbares Wissen steckt.
Freifunk München
Freifunker:innen warnen, dass eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung gemeinnützige und nicht-kommerzielle WLAN-Anbieter betreffen könnte. Die Massenüberwachung schränke damit auch Barrierefreiheit und digitale Teilhabe ein.
404 Media
KI-generierte Abschiebevideos gehen auf Facebook viral, dabei belohnt sie das Empfehlungssystem. Offenbar stellt sich Meta, das jüngst seine Moderationsregeln gelockert hat, so sein Produkt vor.
Futurezone
Neurowissenschaftler:innen haben untersucht, wie man bei "Schere, Stein, Papier" häufiger gewinnt. Demnach nutzen Spielende eher wiederholende statt zufällige Optionen. Das zeige auch, dass menschliche Gehirne anders funktionieren als Computer.
IEA
Die Internationale Energieagentur prognostiziert in ihrem aktuellen World Energy Outlook, dass sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 verdoppeln wird. Bei KI-Rechenzentren geht die Agentur sogar von einer Verfünffachung aus.

Ticker vom 12.11.2025

Handelsblatt
Der weltgrößte Cloudanbieter Amazon will keine KI-Spekulationsblase erkennen. Außerdem betont AWS-Chef Matt Garman im Gespräch mit dem Handelsblatt die „sehr gute Beziehung“ zur Trump-Regierung.