Ticker vom 10.02.2026

Harvard Business Review
KI-Tools nehmen im Berufsalltag keineswegs Arbeit ab, sondern intensivieren sie. Zu diesem Zwischenergebnis ist eine Studie der Universität Berkeley gelangt. Es brauche „Normen und Standards“, sonst sei die Mehrbelastung nicht nachhaltig aufrechtzuerhalten.
The Lancet
Schon ein moderater Anstieg an E-Autos reiche aus, um eine deutliche Verringerung der Luftverschmutzung festzustellen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in Kalifornien den Anteil von Stickstoffdioxid in der Luft erfasst hat, das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht.
vzbv
Während viele Politiker:innen Forderungen nach einem Social-Media-Verbot für Minderjährige reproduzieren, setzt der Verbraucherzentrale Bundesverband andere Prioritäten: Alterskontrollen können ein Baustein sein; Plattformen müssen sichere Standardeinstellungen haben.
US Attorney's Office Massachusetts
In einem US-Fall bildbasierter Gewalt wird demnächst ein Urteil erwartet. Ein 27-jähriger Mann habe sich schuldig bekannt, in Dutzenden Fällen Snapchat-Accounts von Frauen per Phishing gekapert zu haben. Dabei habe er dort verschickte Nacktfotos erbeuten wollen.
The Washington Post
Donald Trump hat den Einsatz von KI in der US-Regierung massiv ausgeweitet und dabei Sicherungen geschleift. Eine Recherche zeigt nun, in welcher Form 29 Bundesbehörden fast 3.000 KI-Anwendungen nutzen.
Reuters
KI-Tools kommen auch auf Operationstischen zunehmend zum Einsatz. Nun mehren sich in den USA die Fälle, bei denen Chirug:innen von ihren digitalen Assistent:innen in die Irre geführt und etwa Körperteile falsch eingeordnet wurden.
BKA
Nach mehreren Jahren Arbeit hat das BKA heute die "LeSuBiA"-Studie zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland veröffentlicht, für die Männer wie Frauen zu ihren Erfahrungen befragt wurden. Demnach kommen die wenigsten Taten überhaupt zur Anzeige.
The Guardian
Die von Kritiker:innen verrissene Auftrags-Doku „Melania“ hat auf der Film-Bewertungsplattform Rotten Tomatoes auffallend viele positive Bewertungen von Kinogänger:innen – aber nur von einer bestimmten Gruppe.
Universität Münster
Wie verändert die Digitalisierung die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen? Eröffnet sie neue Zugänge oder entstehen neue Barrieren? Eine Tagung an der Uni Münster geht im März diesen Fragen nach.
heise online
Ein Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass zentrale Klauseln eines Vertrags zwischen Netflix und allen deutschsprachigen Synchronsprecher:innen unwirksam oder rechtswidrig sind. Damit könnte sich der Konflikt zwischen beiden Parteien weiter zuspitzen.
404 Media
Laut einer Studie sind Chatbots, obwohl sie formal medizinische Prüfungen bestehen können, alles andere als gute Ärzte. So stellten getestete Sprachmodelle in den meisten Fällen etwa nicht die richtigen Fragen und verfehlten daher eine korrekte Diagnose.
heise online
Die AOK Bayern hat nach einer Systemumstellung versehentlich rund 6.400 elektronische Patientenakten gelöscht. Die Inhalte seien nicht verloren und man arbeite mit Hochdruck daran, sie wiederherzustellen, versichert die Krankenkasse.
Discord
Der Social-Media-Dienst Discord führt im März Alterskontrollen ein. Dafür können die Nutzenden ihr Gesicht scannen lassen oder ihren Ausweis vorlegen. In naher Zukunft sollen weitere Optionen hinzukommen.

Ticker vom 09.02.2026

EU-Kommission
Hackern ist ein Cyberangriff auf die EU-Kommission gelungen. Angriffspunkt war ein System zur Verwaltung mobiler Endgeräte. Dabei seien die Hacker möglicherweise an Namen und Rufnummern einiger Angestellter gelangt. Endgeräte seien nicht kompromittiert worden.
The Verge
Die "Whitle Crew" verteilt in den USA kostenlos 3D-gedruckte Pfeifen, mit denen Menschen sich gegenseitig vor ICE-Agenten warnen können. Mehr als 500.000 Pfeifen kamen so in den vergangenen Wochen landesweit in Umlauf.
The Guardian
Substack verdient an Nazi-Newslettern, die Hitler preisen und den Holocaust leugnen. Das Unternehmen beruft sich auf die Meinungsfreiheit, Nutzer:innen denken derweil darüber nach, die Plattform zu verlassen.
taz
Solidarische Menschen unterstützen Geflüchtete, indem sie ihnen Supermarktgutscheine gegen Bargeld abkaufen. Einige Märkte versuchen nun, dies zu verhindern, indem sie keine Gutscheine mehr an Menschen abgeben, die mit Bezahlkarten zahlen müssen.
NDR
Künftig sollen auch Menschen mit geistigen Behinderungen vom Zugang zu Bargeld abgeschnitten werden: In Wohngruppen der Diakonie werden Bezahlkarten ausgegeben, wie sie auch Asylbewerber*innen nutzen müssen.
BBC
In einer 18-monatigen Recherche fand die BBC Tausende Spy-Cam-Videos, die in China illegalerweise in mehr als 180 Hotelzimmern aufgenommen und auf verschiedenen Plattformen verkauft wurden.
tarnkappe.info
Schnell mal nach Polen, um dort anonym Bitcoin am Automaten zu kaufen? Ein Tarnkappe-Autor hat aufgeschrieben, wie herausfordernd diese Tour sein kann.
heise online
Die Bundesregierung verdoppelt die Filmförderung auf jährlich 250 Millionen Euro. Zugleich müssen Streaming-Dienste und Fernsehsender mindestens 8 Prozent ihres Nettojahresumsatzes in europäische Produktionen stecken.
RND
Von welchen deutschen Orten posten die meisten Tourist*innen auf Social Media? Das Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung hat berechnet, welche Gegenden im Netz am populärsten sind.
Der Spiegel
Die Kieler Stadtverwaltung warb auf Instagram dafür, Termine beim Standesamt per Online-Videosprechstunde zu erledigen. Als Beispiel wählte sie Kirchenaustritte. Kirchenvertreter:innen zeigten sich "befremdet", die Stadt löschte das Video daraufhin.
Ken Klippenstein
Interne Dokumente des US-Heimatschutzministerium DHS zeigen, wie granular die Behörde Internet-Nutzer:innen überwacht. In diesem Fall nahm sie einen Reddit-User ins Visier, der zu einer Demonstration aufgerufen hatte.