Ticker vom 24.02.2026

Stern
Während SPD und CDU auf ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre drängen, reagiert der Co-Vorsitzende der vom Familienministerium einberufenen Expert:innen-Kommission verhalten. Die Kommission soll bis Sommer Optionen für besseren Kinder- und Jugendmedienschutz prüfen.
EDSB
Anbieter von Bild- und Videogeneratoren sollen Maßnahmen gegen nicht-einvernehmliche intime Deepfakes und andere schädliche Inhalte ergreifen. Das fordern 61 Datenschutzbehörden, darunter die Bundesdatenschutzbeauftragte.
404 Media
Meta hat ein Patent für ein System eingereicht, das nach dem Tod eines Menschen mittels KI dessen Instagram- und Facebook-Account bespielt. Die Posts aus dem Jenseits sollen dem Social-Media-Verhalten der Verstorbenen entsprechen.
Ars Technica
Chatbots können Trainingsdaten fast im Wortlaut wiedergeben. Das ist ein Urheberrechtsproblem, stellt aber auch in Frage, wie sicher die Informationen sind, die man ihnen anvertraut.
heise online
Ein geplantes Abkommen mit den USA würde umfassenden Datenaustausch erlauben. Auf Basis dieser Daten wollen die USA eine Software darüber entscheiden lassen, wer künftig noch ins Land darf.
TechCrunch
Der Kamerahersteller Flock arbeitet mit ICE zusammen. Jetzt gibt es handfesten Widerstand, Menschen zerstören die Geräte.
The Guardian
Die Rechenzentren, die in Großbritannien geplant sind, könnten den Energieverbrauch der Nation verdoppeln. Allein eines der Zentren könnte für so viel CO2-Ausstoß sorgen wie fünf Flughäfen.
The Guardian
Ein neues Computerspiel bietet eine virtuelle Auseinandersetzung mit der Debatte um die Rückgabe kolonialer Raubkunst: Man schlüpft in die Rolle einer Parkour-Künstlerin, die in europäische Museen eindringt, um Artefakte zurück in afrikanische Länder zu bringen.
tagesschau.de
Bis vor Kurzem nutzte die russische Armee das Satellitensystem Starlink von Elon Musk. Inzwischen ist der Internetdienst für sie abgeklemmt, was sie anfällig für ukrainische Gegenstöße macht.

Ticker vom 23.02.2026

ORF
Elon Musks X zieht vor den EuGH, um die drohende Geldbuße von 120 Millionen Euro abzuwenden. Das soziale Netzwerk verstößt laut EU-Kommission in mehreren Punkten gegen den Digital Services Act.
tagesschau.de
CDU und SPD wollen ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren. CSU-Chef Markus Söder nennt eine Altersgrenze hingegen „totalen Quatsch“ und „realitätsfremd“. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann pflichtet ihm bei.
Golem
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat Telegram als Sicherheitsrisiko eingestuft, weil der Messengerdienst das Leben von Soldaten gefährde. Ukrainische Streitkräfte und Geheimdienste könnten Informationen daraus beziehen und zu ihrem Vorteil nutzen.
Der Standard
OpenAI bringt offenbar in einem Jahr einen smarten Lautsprecher auf den Markt. Darüber kann man sich mit ChatGPT unterhalten – und weite Teile des eigenen Lebens von der KI abhören lassen.
Ars Technica
Es droht eine weitere Fachleute-Abwanderung: Neue Beschränkungen behindern die Arbeit von Nicht-US-Wissenschaftlern am NIST, der wichtigsten US-Forschungs- und Standardisierungsbehörde in Technologiefragen. Eine NIST-Sprecherin erklärte, die Maßnahmen schützten die Wissenschaft vor Diebstahl.
The New York Times
Fast 7 Prozent hat die japanische Partei Team Mirai bei der zurückliegenden Wahl aus dem Stand erhalten. Die Tech-Optimisten wollen unter anderem KI-Anwendungen weitflächig ausrollen.
Der Spiegel
Ausführlich hatte das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt institutionellen Rassismus in Deutschland erforscht. Die Studie hat Innenminister Alexander Dobrindt anschließend still und leise online gestellt, zum Frust der Forscher:innen.
Science Daily
Eine spezielle Zutat macht Sodium-Ionen-Akkus doppelt so leistungsfähig wie bisher: Wasser. Eine aktuelle Erfindung könnte als Nebenprodukt sogar Meerwasser entsalzen.
Europarat
Der Menschenrechtskommissar des Europarates warnt in der Debatte um ein Social-Media-Verbot davor, die Verantwortung zu verschieben: Staaten sollten Plattformen dazu verpflichten, Risiken für Kinder zu minimieren, statt diesen den Zugang zu verbieten.
Kuketz-Blog
Google Family Link wird als smarte Lösung verkauft, das Smartphone-Verhalten der eigenen Kinder im Blick zu behalten. Tatsächlich werden dabei aber persönliche Daten der Kinder an Google weitergeleitet, das diese speichert und verarbeitet.
AP
Ein kanadischer Amokläufer ist Monate zuvor dem ChatGPT-Anbieter OpenAI wegen „Förderung gewalttätiger Aktivitäten“ aufgefallen. Das Unternehmen hat erwogen, die Polizei zu informieren, letztlich hat es nur zu einer Account-Sperre gereicht.
Gizmodo
KI ist schlecht für die Umwelt. Aber das ist die Menschheit doch auch, argumentiert Sam Altman, Chef des ChatGPT-Herstellers.
Focus
Wenn deutsche Polizeien Software von Palantir nutzen, können auch Daten Unschuldiger und Unverdächtiger an das Unternehmen abfließen. Es reicht, mit dem Handy zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.
Winfuture
Das US-Heimatschutzministerium hat sich gerade einen Einkaufsgutschein bei Palantir über eine Milliarde US-Dollar gegönnt. Damit soll Überwachungssoftware beschafft werden.
The New York Times
Mit der KI-Industrie ist in den USA ein neuer politischer Akteur entstanden. Im Vorjahr haben KI-Lobbygruppen rund 83 Mio. US-Dollar in meist republikanische Wahlkampagnen gesteckt, Tendenz rasant steigend.