Ticker vom 28.01.2026

Ars Technica
Laut Expert*innen müssen TikTok-Nutzende fürchten, dass die MAGA-Bewegung ihren neugewonnenen Einfluss auf die Plattform nutzen wird. Wenn sie das nicht bereits tut.
taz
Der Cloud-Anbieter, der in den Niederlanden für die digitale Identität verantwortlich ist, soll an einen US-Konzern verkauft werden. Die Sorge wächst, dass die US-Regierung dann "per Knopfdruck kurz mal unsere Regierung ausschalten" könnte.
heise online
Die neue Einstufung von WhatsApp als "sehr große Plattform" in der EU ist vor allem für öffentliche Kanäle relevant. Maßnahmen zur Risiko-Minderung könnten etwa Kanäle mit menschenverachtendem oder gesundheitsgefährdendem Inhalt betreffen, so heise online.

Ticker vom 27.01.2026

NPR
Kurz nach der Übernahme des US-Geschäfts von TikTok durch ein Trump-nahes Konsortium konnten einige Nutzer*innen Nachrichten mit dem Begriff "Epstein" nicht zuverlässig versenden. TikTok selbst untersuche das Phänomen.
The New York Times
Durch KI-Chatbots befeuerte Psychosen und andere psychische Probleme scheinen sich nicht auf wenige Einzelfälle zu beschränken. Die NYT hat mit Dutzenden Psycholog:innen gesprochen, die den Scherbenhaufen aufzukehren versuchen.
heise online
Die Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ hat 1.294.188 Unterschriften bei der EU eingereicht. Hersteller sollen alte Spiele nicht aus dem Verkehr ziehen dürfen. Nun muss die Kommission antworten.
ProPublica
Das US-Verkehrsministerium will Gesetzentwürfe künftig von KI-Chatbots schreiben lassen. ProPublica hat Einblicke in einen aberwitzigen Testlauf erhalten, bei dem es nicht um Qualität, sondern um Quantität ging.
heise online
In einer Podcast-Trilogie berichten die Tech-Journalistinnen Svea Eckert und Eva Wolfangel, wie eine Betroffene bildbasierter, sexualisierter Gewalt zur Polizei ging – und letztlich den Täter fand. Zu Wort kommt auch der damalige LKA-Ermittler.
Reuters
Ein britisches Gericht hat dem saudischen Menschenrechtsaktivisten Ghanem Al-Masarir eine Entschädigung von mehr als 3 Millionen Pfund zugesprochen. Das Smartphone des Aktivisten war mit der Spionagesoftware Pegasus gehackt worden, mutmaßlich von saudi-arabischen Behörden.
Kuketz-Blog
Nachdem US-kritische Beiträge mutmaßlich auf LinkedIn gelöscht, in der Reichweite beschnitten oder eingeschränkt ausgespielt wurden, erklärt Mike Kuketz, wie das Prinzip Shadow Ban funktioniert.
EU-Kommission
WhatsApp gilt nun wegen seiner Kanäle mit teils Millionen an Follower:innen als „sehr großer Online-Dienst“ (VLOP). Für diese gilt künftig strengere Regulierung nach dem DSA, hat die EU-Kommission gestern bekanntgegeben.
Wired
Interne Kommunikation aus dem Überwachungskonzern Palantir zeigt: Nach der Erschießung des Krankenpflegers Alex Pretti regt sich in der Belegschaft Widerstand gegen die Zusammenarbeit mit der US-Regierung, insbesondere der paramilitärischen Truppe ICE.
Der Standard
Während Kanada Optionen für mehr Jugendschutz im Netz sondiert, hat in Frankreich die Nationalversammlung für ein Social-Media-Verbot gestimmt, Altersgrenze: 15 Jahre. Das Vorhaben muss noch mehrere Hürden nehmen; die Vereinbarkeit mit EU-Recht ist fraglich.
Futurezone
Microsoft Teams soll Vorgesetzten bald anzeigen können, wo sich Mitarbeiter*innen aufhalten. Die Ortung erfolgt anhand des WLANs, in das diese eingewählt sind.
taz
Angesichts immer neuer Videos brutaler ICE-Einsätze wird klar: Die Handykamera ist eine Waffe gegen staatliche Gewalt. Ohne Videobeweise hätte die US-Regierung den Hergang der ICE-Tötungen wohl vertuschen können.
tagesschau
Guan Heng hat in China Informationen über Internierungslager für Uiguren gesammelt. Anschließend floh er in die USA und beantragte Asyl. Nun droht seine Abschiebung.
t3n
Forschende haben ein Roboterauto dazu gebracht, einen Zebrastreifen zu ignorieren, und eine Polizeidrohne von ihrem Kurs abweichen lassen. Dazu haben sie Schilder mit entsprechender Prompt Injection in den Weg der Systeme gestellt.
heise online
Hört Google Smartphone-User heimlich ab? Das bleibt vorerst offen. Eine Sammelklage von Menschen, die dies befürchten, hat Google abgewehrt. 68 Millionen Dollar zahlt der Konzern in einem Vergleich.
Ars Technica
Wie man Windows-Rechner verschlüsselt, ohne dass Microsoft Zugriff auf den Backup-Key hat, erklärt Ars Technica. Microsoft hatte kürzlich Schlüssel an Ermittlungsbehörden übergeben.
HPI
Das häufigste Passwort in Deutschland ist weiterhin "123456". Bezeichnend für hiesige Vorlieben ist Platz sechs der populärsten Passwörter aus 2025: "kaffeetasse".

Ticker vom 26.01.2026

The Washington Post
Um unliebsame Berichterstattung zu unterdrücken, führt Donald Trump auch einen juristischen Krieg gegen Medien. Klagen sind unter anderem gegen die New York Times, BBC und das Pulitzer Prize Board anhängig.
Verbraucherzentrale Bundesverband
Ein Gericht hat TikTok verboten, personenbezogene Daten von Kindern unter 16 ohne Einwilligung der Eltern für personalisierte Werbung zu verwenden. Das Unternehmen habe es sich zu leicht damit gemacht, sich auf die Altersangabe von Nutzer:innen zu verlassen.
Bundesnetzagentur
Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung nehmen weiter zu. 2025 verzeichnete die Bundesnetzagentur fast 40.000 Eingaben, häufig ging es um Gewinnspiele oder Werbung für Strom- und Gaslieferverträge.
heise online
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fordert eine umfassende Ausstattung des Straßenraums mit Kameras, die automatisch Menschen erkennen, die beim Autofahren telefonieren. In Rheinland-Pfalz sind die bereits im Regelbetrieb, in Sachsen geplant.