Urheberrecht
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: Radioshow: Free Culture Future
: Radioshow: Free Culture Future Lawrence Lessig war vorgestern Gast in der US-Radioshow „The Connection“. Die 47min lange Sendung gibts als Real-Stream. Aus der Ankündigung:
The open-source movement gave rise to a new philosophy of equal access to information and file-sharing. That’s when the voices of regulation stepped in.
Lawrence Lessig is a law professor who brings democracy to the internet by challenging existing copyright laws. Lessig has published his „Free Culture“ manifesto on the web with a license that allows users to download, sample and edit his text. It’s a move that flies in the face of copyright laws that haven’t yet caught up to the digital world.
Frage: Weiss jemand vielleicht ein komfortables Linux-Tool, um Real-Streams mit zu schneiden?
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: Protest gegen GVL-Preiserhöhung
: Protest gegen GVL-Preiserhöhung Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) erhöht die Pauschalbeiträge für Internetradios. Nicht mal so, sondern gleich um mehr als 300%. Nun regt sich Protest dagegen und mit GVL-Protest gibts die erste Kampagnenseite:

Wenn es nach der GVL geht, gehören diese fairen, und auch von kleinen nicht-kommerziellen Webradios bezahlbaren Beiträge, ab April 2005 der Vergangenheit an. Seit Ende 2004 verschickt die GVL ihre neuen Tarife und Nutzungsbedingungen an die Sender. Der Inhalt dieser Schreiben dürfte das Ende von (schätzungsweise) mehreren tausend lizenzierten Webradios in Deutschland bedeuten.
Über 350 Euro für die Musikindustrie für weniger als 20 Hörer
Eine pauschale Rechnung über die Preiserhöhungen aufzustellen ist kaum möglich, da sie je nach Sender von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig sind und die Tarifgestaltung recht komplex ist (siehe Tabelle unten). Es kann aber durchaus vorkommen, dass ein kleiner nicht-kommerzieller Sender, mit einer durchschnittlichen Hörerzahl von unter 20 Personen, über 350 Euro im Monat an die GVL zahlen muss. Auf die meisten Sender kommt durch die neuen Tarife eine Beitragserhöhung von 300 Prozent oder weitaus mehr zu. (Einige Sender sprechen von über 1000 Prozent).
Damit aber nicht genug.
Die neuen Nutzungsbedingungen die den Internetradios von der GVL auferlegt werden, können nur mit allergrößten Arbeits- und Technikaufwand erfüllt werden, manchmal ist es technisch sogar so gut wie unmöglich sie umzusetzen.
Eigentlich wollte ich mir jetzt noch das eine oder andere passende Zitat von der IFPI holen, aber die sind mal wieder offline. Sehe noch deutlich die Lobbyisten von denen mit Schaum vor dem Mund, die über all die bösen Internetradio-Piraten wetterten und den Gesetzgeber aufforderten, gleich die ganze Software zum Mitschneiden von Radiosendungen zu verbieten.
[via Raben.Horst]
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: Bill Gates: Alles Kommunisten
: Bill Gates: Alles Kommunisten News.com hat Bill Gates interviewed. Das lange Interview ist streckenweise ziemlich langweilig, interessant wirds erst, wenn er digital rights‑, free culture- und no softwarepatents-vertreter als Kommunisten bezeichnet:
Q: In recent years, there’s been a lot of people clamoring to reform and restrict intellectual-property rights. It started out with just a few people, but now there are a bunch of advocates saying, „We’ve got to look at patents, we’ve got to look at copyrights.“ What’s driving this, and do you think intellectual-property laws need to be reformed?
BG: No, I’d say that of the world’s economies, there’s more that believe in intellectual property today than ever. There are fewer communists in the world today than there were. There are some new modern-day sort of communists who want to get rid of the incentive for musicians and moviemakers and software makers under various guises. They don’t think that those incentives should exist.
And this debate will always be there. I’d be the first to say that the patent system can always be tuned–including the U.S. patent system. There are some goals to cap some reform elements. But the idea that the United States has led in creating companies, creating jobs, because we’ve had the best intellectual-property system–there’s no doubt about that in my mind, and when people say they want to be the most competitive economy, they’ve got to have the incentive system. Intellectual property is the incentive system for the products of the future.
Und hier gibts dann noch als Kommentar von BoingBoing die passende rote Copyleft-Flagge:

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: Frag Hollywood
: Frag Hollywood Wieso kann man von DVDs kein Backup machen? Cory Doctorow, Co-Autor von BoingBoing, geht dieser Frage in einem Artikel für Popular Science nach. Die Antwort ist ganz einfach: Weil Unterhaltungskonzerne das nicht wollen.
We can’t rely on the vendors to act in our interest these days, dragging the entertainment execs kicking and screaming to the money tree. The irony is that the tech companies say that this is all done in your interest, that by pleasing the studios, they can give you a device for which Hollywood might make a few movies available. But it will be on their terms, not yours. With friends like that, who needs the Boston Strangler?
Spannend in dem Zusammenhang ist auch ein Artikel auf IEEE Spektrum, indem Seth Schoen von der EFF und Dan Wallach, Professor an der Rice University, die neuesten Industriepläne für ein Advanced Access Content System (AACS) kritisieren.
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: Copyright kills Culture?
: Copyright kills Culture? Martin Gretschmann, auch bekannt als Console und Mitglied von The Notwist, hat als Acid Pauli verkleidet einen Song von Johnny Cash geremixt: „I See A Darkness“. Ein echt wunderbarer Song, den ich kurz vor Weihnachten bei „Disconize me“ gefunden hatte. Der Song bekam auch den Spitzenplatz der Single-Charts 2004 der Laut.de-Redaktion, obwohl er nur im Netz angeboten wurde. Nun ist er aus dem Netz verschwunden und Laut.de vermutet dahinter Sony Music, den Rechteinhaber des „Johnny Cash“-Vermächtnisses.
Sehr schade, denn der Remix ist ein wunderbares Beispiel für kulturelle Weiterentwicklung und ein ähnlicher Fall wie das Grey Album von Danger Mouse, welches von Entertainment Weekly erst gestern zum Album des Jahres 2004 gemacht hat.
In gängigen Filesharing-Börsen dürfte der Song aber noch vorhanden sein: „iseeadarkness.mp3“ hiess die zum Download bereitgestellte Datei.
Update: Jetzt gibts wohl auch noch ne Abmahnung gegen das Weblog Disconize:
Falls sich jemand über die geschrumpfte Anzahl von Einträgen in diesem Blog wundert: Es gab eine Abmahnung wegen Links zu mp3s! Grund dafür war wohl der Acid-Pauli Remix. Eintrag ist entfernt. Hoffentlich wird wieder alles gut!
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: US-Musikindustrie unterliegt bei Auskunftsrecht
: US-Musikindustrie unterliegt bei Auskunftsrecht Im Rahmen ihrer Klagewellen-Kampagne verlor die US-Musikindustrie in Form ihres Branchenverbandes RIAA ein weiteres Mal vor Gericht. Und zwar ging es um ein Auskunftsrecht, die RIAA wollte ohne Zwischenschritte mit Gericht und Staatsanwälte an die Daten von potentiellen Tauschbörsennutzern herankommen. Und zwar gleich im grossen Paket. Dies geht nun nicht, sondern nur in begründeten Einzelfällen bei konkretem Verdacht. Nun hat die RIAA ihre Strategie umgestellt und erstattet in der Regel erstmal Anzeige gegen Unbekannt, um die Herausgabe der Daten im Einzelfall erzwingen zu können. Der US-Provider Charter Communications bekam bei dem Prozess Unterstützung von einer Reihe von (Netz-) Bürgerrechtsorganisationen:
The Electronic Frontier Foundation (EFF), along with 21 other groups, including the American Civil Liberties Union (ACLU), the Consumer Federation of America (CFA), and the Computer & Communications Industry Association (CCIA), filed a „friend of the court“ brief in the Charter case, urging the Eighth Circuit to determine that the same strong protections applied to anonymous speech in other contexts also apply when copyright infringement is claimed but has not yet been proven. In a victory for privacy and anonymity, the Eighth Circuit determined that DMCA subpoenas could not be used to get this information.
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: Piraterie-Steuer?
: Piraterie-Steuer? News.com berichtet über die Entscheidung des Landgericht München, dass PCs nach dem Urheberrecht abgabenpflichtig sind. In dem Musterprozess hatte die VG Wort gegen Fujitsu Siemens geklagt und das Gericht entschied auf zwölf Euro Urheberrechtspauschale. Bei News.com klingt das ganze dann in gewohnter IP-Rhetorik so:
Fujitsu-Siemens has been ordered by a German court to pay a levy every time one of its computers is sold in the country, as part of a „tax on piracy.“
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: War on Filesharing = War on Drugs?
: War on Filesharing = War on Drugs? CNN zitiert den Vorsitzenden der IP Task Force des US-Justizministeriums, der den „Kampf gegen Filesharing“ mit dem „War on drugs“ vergleicht:
„There are a lot of similarities with the drug war,“ said David Israelite, chairman of the U.S. Justice Department’s Intellectual Property Task Force. „You never really are going to eliminate the problem, but what you hope to do is stop its growth.“
Hier zeigt sich die falsche Logik im System. Der „War on Drugs“ hat weder das Problem gelöst, noch das Wachstum gestoppt. Drogen sind heute vor allem unter jungen Menschen populärer als je zuvor. Auch wenn die UNO immer noch daran glaubt, in vier Jahren die Welt drogenfrei zu bekommen. Stattdessen kommen in Deutschland jedes Jahr mehr als 200.000 zumeist junge Menschen wegen des Konsums von Cannabis in den Konflikt mit den bestehenden Gesetzen. Sei es, dass der Führerschein für kiffen im Park ohne Teilnahme am Strassenverkehr entzogen wird oder in südlichen Bundesländern Bewährungsstrafen für den Besitz kleinerer Mengen Cannabis verhängt werden. Einen sehr progressiven Ansatz für ein globales Cannabisregulierungsmodell haben der Verein für Drogenpolitik und der Deutsche Hanfverband vorgelegt. Die Broschüre gibt es hier als PDF. Eine sehr interessante Broschüre und ein durchaus lesenswertes Konzept.
Auch der „War on Filesharing“ wird das Problem nicht lösen und auch das Wachstum von Tauschbörsen nicht stoppen. Neue Lösungen sind hier gefragt. Das Netzwerk Neue Medien hat aktuell zusammen mit Privatkopie.net eine Stellungnahme zum „2. Korb der Urheberrechtsreform“ veröffentlicht und fordern das Bundesjustizministerium auf, sich für eine Kulturflatrate einzusetzen. Die Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden. Heise hat Heiligabend dazu einen Artikel mit dem Titel „Urheberrecht soll „digitale Revolution für alle“ ermöglichen“ veröffentlicht.
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: Richard Stallman im Interview
: Richard Stallman im Interview Wieder mal gibt es ein langes Interview mit Richard Stallman von der Free Software Foundation, diesmal auf Kerneltrap.org. In diesem wird er zum Unterschied zwischen den Philosophien der Freien Software und der Open Source Bewegung befragt, wie zu GNU/Linux, GNU/Hurd und Freier Software im Allgemeinen. Aus dem üblichen Rahmen fallen die letzten Fragen und Antworten zu DRM und der Zukunft von digitalen Medien:
Q: Is there any other current event that you’d like to address?
Richard Stallman: The FCC last year decided to require digital restrictions management in all receivers of digital TV. And not only that, to require that they be made not modifiable by the user. I think they have not yet decided whether this device is software controlled. If they make it software controlled then for the first time there will be a government policy explicitly banning free software for a job that millions of people are going to want to
do.Q: Are you optimistic about this?
Richard Stallman: I don’t know. I am a pessimist by nature. Many people can only keep on fighting when they expect to win. I’m not like that, I always expect to lose. I fight anyway, and sometimes I win.
I’m not the main leader in this particular battle. The Electronic Frontier Foundation is fighting. Public Knowledge is fighting. People need to get involved politically. At this point people should go to the EFF website and the Public Knowledge website, and continue doing so over the coming weeks to see how they can get involved in this coming campaign. It’s going to take a lot of people spending probably at least twenty minutes. If you care enough about your freedom to spend twenty minutes on it, if you can tear yourself away from whatever little job it is you’re doing this week, and next week, and so on. Spend a little time fighting for your freedom, and we can win.
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: CC Mixer – Creative Commons Remix-Seite
: CC Mixer – Creative Commons Remix-Seite ccmixter ist ein neues Projekt aus dem CreativeCommons-Umfeld:
Sampling, Mashing, Sharing
This is a community music sharing site featuring songs licensed under Creative Commons, where you can listen to, sample, mash-up, or interact with music in whatever way you want. To get this project started, we’ve dedicated the space to WIRED Magazine’s November 2004 Issue, which featured 16 songs on THE WIRED CD – Rip. Mix. Sample. Mash. Share., all licensed under the Sampling Licenses. If you’re into music, browse this site to hear the original WIRED tracks, or, the new songs that people have built from sampling them. If you’re into sampling and mash-ups we have the full tracks and loops in a ready to mix format, and you can upload your version back into CC Mixter, for others to enjoy. You can also upload and remix your own creations here, apart from the WIRED contest currently underway.
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: Überraschende Wende: Softwarepatente von der Tagesordnung gestrichen
: Überraschende Wende: Softwarepatente von der Tagesordnung gestrichen Kam gerade per Mail rein:
Laut Berichten aus dem Presseraum des EU-Rates wurde der Tagesordnungspunkt zum A‑Item Softwarepatente gestrichen. Die polnische Delegation hat darum gebeten, das A‑item nicht zu beschliessen, da man grundsätzliche Probleme sieht und eine Behandlung im fachlich kompetenterenen Wettbewerbsrat sehen will. Damit hat Polen wieder einmal bewiesen, dass die geplante Richtlinie heftigst umstritten ist.
Mehr Details folgen in Kürze auf http://kwiki.ffii.org/SwpatcninoDe
Und hier sind die Medienberichte dazu:
Golem: Softwarepatente: Doch keine Entscheidung im Rat
Computerwoche: EU-Rat nimmt Softwarepatente von der Tagesordnung
Heise: EU-Rat vertagt Entscheidung zu Softwarepatenten
News.com: Poles push patents off EU agenda
The Inquirer: EU software patent directive stalled
de.internet.com: EU-Rat stoppt Entscheidung über Softwarepatentrichtlinie
Futurezone: Polen blockiert Softwarepatente
The Register: Poland halts software patent directive
Und schon gibts hier einen Mitschnitt der Ratssitzung zum downloaden und anhören (Ogg Vorbis).
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: Tolles Weihnachtsgeschenk:Kohle für die Musik- und Filmindustrie
: Tolles Weihnachtsgeschenk:Kohle für die Musik- und Filmindustrie Eine lustige Weihnachtsfundraising-Aktion haben sich die p2p-Aktivisten von Downhillbattle ausgedacht: Für jede 100$, die im Dezember an die Organisationen Electronic Frontier Foundation, Public Knowledge und IPac gespendet werden, gibts einen Klumpen Kohle für die Musik- und Filmindustrie zu Weihnachten.

Coal, Stockings, and Consumers
This year has been a whirlwind of attacks on online rights and the public domain. The big gorillas on defense are the EFF, Public Knowledge, and the up-and-coming IPac. To show our gratitude for their valiant efforts, we put together a page to encourage end of year donations. And for every $100 donated, we’re pledging to send a lump of coal to the RIAA and MPAA: Take a look and be generous.
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: Privatkopie-Stellungnahme zum Zweiten Korb
: Privatkopie-Stellungnahme zum Zweiten Korb Es hat nun doch noch mit einem Weihnachtsgeschenk an das Bundesjustizministerium geklappt:
In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern privatkopie.net, Netzwerk Neue Medien und Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V. durchsetzbare Schrankenbestimmungen für Privatkopie, Zitat und Filesharing im „Zweiten Korb“ der Urheberrechts-Reform.
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: EU Landwirtschaftsminister entscheiden Dienstag über Softwarepatente
: EU Landwirtschaftsminister entscheiden Dienstag über Softwarepatente Die EU-Landwirtschaftsminister entscheiden am kommenden Dienstag bei einem Treffen über Softwarepatente. Das bedeutet, dass die Softwarepatente-Position des Wettbewerbsrates noch in diesem Jahr formell ohne weitere Beratung unter der niederländischen Ratspräsidentschaft beschlossen wird. Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, kritisierte in einer Meldung der Freien Software Presseagentur das Vorhaben:
„Eine formelle Abstimmung beim nächste Woche stattfindenden Treffen des Ministerrates zum Thema Umwelt wäre bedenklich. Geradezu tragisch wäre es, wenn der Umweltrat etwas beschlösse, was einem Sauren Regen in der europäischen IT-Landschaft entspräche.“
Auch der Linux-Verband meldete sich in Form von Johannes Loxen, Sprecher des Linux-Verbandes in Fragen der Software-Partentierung, zu Wort:
»Wenn dieser Rats-Entwurf Realität wird, werden die rechtlichen Auseinandersetzungen in Patentfragen in den nächsten Jahren stetig zunehmen. Ohne Not verpasst sich die EU ein Regelwerk, das die Rechtsberatungskosten europäischer Software-Unternehmen sofort in die Höhe treiben wird und damit die Konkurrenzfähigkeit gegenüber großen Anbietern verringert. Mit dem derzeit stark wachsenden Patent-Portfolio einiger weniger Konzerne wird die Entwicklung der letzten zehn Jahre wieder zurück gedreht auf eine längst überwunden geglaubte Monokultur.
Software-Patente werden nicht zum Produkt-Schutz eingesetzt – sie sind Mittel des Rechtsschutzes für ihre Inhaber. Alle Anmelder von Softwarepatenten bestätigen diese Situation. Die Grundidee von Patenten als Innovations-Schutz und ‑Motor ist damit ins Gegenteil verkehrt.“
Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbandes, ergänzt:
»Deutsche und europäische Politiker müssen die in den letzten Wochen und Monaten gemachten kritischen Aussagen durch ihr Tun untermauern. Wer jetzt als Politiker die Schultern zuckt und sich nicht für zuständig erklärt, stellt seine Glaubwürdigkeit auf den Prüfstand«, ergänzt Elmar Gesse, Vorsitzender des Linux-Verbandes, »Industrie und Öffentliche Hand haben in den letzten Jahren verstärkt in bessere, sichere und kostengünstigere freie Software investiert. Diese Investitionen müssen geschützt werden. Dies ist ein Auftrag an die deutsche Politik.«
Heise schrieb am Nachmittag noch, dass es Montag stattfinden wird. Allerdings wurde heute Nachmittag kurzfristig die Tagesordnung geändert, so dass Dienstag nun definitiv ist.
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: Eu Konsultation zu Urheberrecht
: Eu Konsultation zu Urheberrecht Die EU-Kommission hatte zur Konsultation rund um die Urheberrechtsreformierung von 2001 eingeladen und von 134 eingegangenen Beiträgen wurden 126 veröffentlicht.
The review is aimed at updating the legislative framework in the field of copyright and related rights, increasing its consistency and also simplifying the provisions. In addition, there is a need to analyse whether this framework still contains shortcomings which have a negative impact on the functioning of the Internal Market. In this case, additional harmonisation measures may have to be envisaged.
In the framework of the review, the Commission is now launching a consultation of all interested parties on the basis of a working paper. The consultation aims at completing the legal analysis and allowing further assessment of the impact of possible changes.
Die grosse Frage ist ja, welche acht Organisationen oder Firmen machen intransparentes Lobbying und wollen nicht öffentlich genannt werden?
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: Das kleinste P2P Programm der Welt
: Das kleinste P2P Programm der Welt Aktuell zur neuesten Verfolgungswelle von P2P-Infrastruktur, weisst Ed Felten in seinem Weblog auf die Problematik der Regulierung von Filesharing hin, indem er TinyP2P geschrieben hat, welches nur 15 Zeilen Code hat.
TinyP2P is a functional peer-to-peer file sharing application, written in fifteen lines of code, in the Python programming language. I wrote TinyP2P to illustrate the difficulty of regulating peer-to-peer applications. Peer-to-peer apps can be very simple, and any moderately skilled programmer can write one, so attempts to ban their creation would be fruitless.
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: Forschungsministerium fordert mehr Open Access im „Zweiten Korb“
: Forschungsministerium fordert mehr Open Access im „Zweiten Korb“ Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kritisiert in einem Artikel von Christiane Schultzki Haddouti aus Heise den „Zweiten Korb“ der Urheberrechtsnovelle. Dabei verweist er auf das Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“, wo die Bundesregierung sich verpflichtet hat, „den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu fairen Bedingungen sicherzustellen“. Allerdings garantiert dies der „2. Korb“ in der derzeitigen Fassung überhaupt nicht und übervorteilt nur die einflussreichen Verleger. Damit bleiben der Bibliotheksversand Subito, Schulen und Bibliotheken auf der Strecke. Übrigens gerade in Zeiten von PISA eine sehr gute Idee, um Deutschland wieder „wettbewerbsfähig“ zu machen.
Angesichts dieser von den Verlagen durchgesetzten Restriktionen kritisierte Catenhusen, dass es nicht angehe, dass dem Staat von jenen „das Wächteramt für Wertschöpfungsketten“ angedient werde, die „bei jeder Gelegenheit zum einen eine überbordende staatliche Regulierungswut kritisieren und die andererseits ihre eigene Wertschöpfung angesichts des technischen Fortschritts nicht auf die Reihe kriegen“.
und:
Er fordert, dass „die Möglichkeiten einer digitalen Werknutzung und eines schnelleren und einfacheren Informationszugangs ausgeweitet werden sollen“. Gleichwohl unterstütze das BMBF zwar die Open-Access-Aktivitäten der Wissenschaft, es könne aber „nicht stellvertretend für die Wissenschaft quasi als digitale Zentralbibliothek fungieren“.
Auch Gabriele Beger, Vorsitzende der Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbands wurde dazu von Heise befragt:
„Die großen weltumspannenden Verlage werfen gerne in die Diskussion das Argument ein, dass Arbeitsplätze verloren gehen könnten, obgleich die Urheber von den Erlösen längst nicht mehr leben können.“ Mit der Novelle des Urheberrechts würden Instrumente abgeschafft, die für ausgeglichene Interessenlage sorgen. „Wenn alle vernünftigen Argumente ausgetauscht sind“, empfiehlt Beger daher, „müssen leistungsstarke Bibliotheken wohl in andere Länder ausweichen, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten.“
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: Spiegel Online verwirrt?
: Spiegel Online verwirrt? Lieber Spiegel, die in Eurem Artikel „KaZaA ist wie eine Knarre am Kopf“ verwendete Grafik ist etwas irreführend mit dem zugehörigen Text:

Nicht die Musikindustrie verwendet die gezeigte Grafik für eine Werbekampagne zur Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern, sondern es ist ein Motiv der Electronic Frontier Foundation (EFF), nämlich der „Let the music play“ Kampagne der EFF, und sie richtet sich gegen die Kriminalisierung von Tauschbrösennutzern.
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: Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft legt umfangreiche Expertise vor
: Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft legt umfangreiche Expertise vor Wie kann das Urheberrecht im digitalen Zeitalter den Anforderungen aus Bildung und Wissenschaft gerecht werden? Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft beantwortet die Frage in einer ausführlichen Stellungnahme. Hier sind die Kernforderungen im Überblick:
In der gegenwärtigen zweiten Reformstufe (Korb 2) gilt es, den Gesetzentwurf so zu ändern,
- dass es erlaubt ist, digitale Lehrmaterialien für den Unterricht innerhalb eines geschlossenen Personenkreises wie einer Schulklasse oder einem Seminar, an dem möglicherweise Gruppen an verschiedenen Orten [virtual learning] mitwirken, zu vervielfältigen und für die nächsten Veranstaltungen aufzubewahren,
- dass, wie bisher erprobt, durch Bibliotheken digitale Kopien an wissenschaftliche Gruppen versendet werden dürfen,
- dass der Zugang zu maschinell geschützten Dokumenten (DRM) im Bildungs- und Wissenschaftsbereich gesichert ist. Es darf nicht sein, dass ein Dokument für die Lehre eingesehen werden könnte, aber der Verlag nicht in der Lage ist, die Lese-Sperren individuell aufzuheben,
- dass der gesetzlich privilegierte Zugang zu Dokumenten zum Zwecke der Vorbereitung auf die Lehre oder für die Forschung auf ganze Zeitschriftenartikel oder Bücher ausgedehnt werden kann. Nur aus der Kenntnis vollständiger Quellen kann man qualifiziert lehren und forschen.
Die detaillierte Stellungnahme kann hier als 40-seitiges PDF heruntergeladen werden.
Die „Göttinger Erklärung“ kann mittlerweile auch von Privatpersonen unterzeichnet werden, hier ist der direkte Link dazu.
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: Legal Affairs über Lawrence Lessig
: Legal Affairs über Lawrence Lessig Die Zeitschrift „Legal Affairs“ hat ein grosses Feature über Lawrence Lessig mit dem Titel „Marxist Lessigism“ veröffentlicht. Hier ist nur mal ein kleiner Ausschnitt:
Thus was the culture war joined. This is not a war between cultures, but a war over culture—who owns it, who can use it in the future, and how much it will cost. On one side are the I.P. owners, with the money and the ear of government. Against them stand research and advocacy institutes, with names like Creative Commons or the Center for the Public Domain, and political action groups such as the Electronic Freedom Foundation and the ACLU.
Der Artikel beschreibt u.a. eine Veranstaltung in Swarthmore, das passende 52min lange Video dazu gibts im Internet Archive. [via FreeCulture.org]