Studie

  • : Social Media – Nutzung von US-Jugendlichen
    Social Media – Nutzung von US-Jugendlichen

    Das US-amerikanische Pew Internet Project hat einen neuen Report zur Social Media – Nutzung unter US-Jugendlichen veröffentlicht: Social Media and Young Adults.

    Two Pew Internet Project surveys of teens and adults reveal a decline in blogging among teens and young adults and a modest rise among adults 30 and older. Even as blogging declines among those under 30, wireless connectivity continues to rise in this age group, as does social network use. Teens ages 12–17 do not use Twitter in large numbers, though high school-aged girls show the greatest enthusiasm for the application.

    Hier ist das PDF.

    3. Februar 2010
  • : Netzneutralität ist gut für die Wirtschaft
    Netzneutralität ist gut für die Wirtschaft

    Das Institute for Policy Integrity, ein Think Tank an der New York University, hat eine Studie zu Netzneutralität veröffentlicht. In dieser kommen die Forscher zu der These, dass Netzneutralität gut für die Wirtschaft und Gesellschaft ist. Darüber berichtet Ars Technica: Cost-benefit analysis: net neutrality makes economic sense.

    „Without net neutrality rules, new technologies could lead to pricing practices that transfer wealth from content providers to ISPs,“ warns the Institute for Policy Integrity, „a form of price discrimination that would reduce the return on investment for Internet content—meaning website owners, bloggers, newspapers, and businesses would have less incentive to expand their sites and applications.“

    Eine Kurzversion der Ergebnisse findet sich hier. Die 69-Seiten lange Studie findet sich hier.

    12. Januar 2010
  • : Global Information Society Watch 2009
    Global Information Society Watch 2009

    Association for Progressive Communications (APC) hat den „Global Information Society Watch 2009“-Report veröffentlicht. Mit dem Untertitel „Access to online information and knowledge – advancing human rights and democracy“ werden in der umfangreichen Publikation zahlreiche Netzpolitische Entwicklungen in vielen teilen der Welt beschrieben. Insgesamt 48 Länderreports sind darin zu finden.

    The report unpacks the key issues impacting on access to online information and knowledge, including discussions on intellectual property rights, knowledge rights, open standards and access to educational materials and libraries. The report also offers an institutional overview and a reflection on indicators that track access to information and knowledge. 48 country reports –-ten more than last year— analyse the status of access to online information and knowledge in countries as diverse as the Democratic Republic of Congo, Egypt, Mexico, Switzerland and Kazakhstan, while regional overviews offer a bird’s eye perspective on trends in North America, Latin America and the Caribbean, Africa, the Middle East, South Asia and Europe. For the first time there is an innovate section that visually maps global rights as seen through the lens of Google searches, as well as a visual analysis of Twitter messages sent out during the recent Iranian political crisis.

    Der Report ist ein lesenswertes Dokument für die globale Perspektive auf Netzpolitik. Hier ist das 5 MB große PDF.

    3. Dezember 2009
  • : Wir sind Zukunft
    Wir sind Zukunft

    W&V verkündet die Ergebnisse einer großen Zukunftsstudie, die eine digitale Zukunft verspricht: Delphistudie: Internet wird Unterhaltungsmedium Nummer 1. In der Studie werden waghalsige Vorhersagen für die Zukunft getroffen, wie:

    Spätestens 2024 werde das Internet das Unterhaltungsmedium Nummer 1 in Deutschland sein. Ab dem Jahr 2020 sei es für die Bürger in Deutschland normal, ein und denselben Medieninhalt über verschiedene Träger zu nutzen – Zeitungsartikel auf dem mobilen Endgerät, Fernsehsendungen auf dem PC oder Internetinhalte auf dem Fernseher.

    Das ist jetzt schon (teilweise seit Jahren) für die meisten Leser Realität. Ausser: Ich habe keinen Fernseher mehr.

    Paid-Content wird übrigens auch eine große Zukunft vorhergesagt und Zeitungen wird es auch noch die kommenden Jahrzehnte auf Papier geben. Na denn.

    Hier ist die ganze Studie als PDF.

    5. November 2009
  • : The world in 2009: ICT facts and figures
    The world in 2009: ICT facts and figures

    Es gibt einen neuen ITU-Report für 2009 mit aktuellen Daten rund um mobile IT-Nutzung und der digitalen Spaltung: THE WORLD IN 2009: ICT FACTS AND FIGURES. (PDF)

    15. Oktober 2009
  • : Digitalisierungsbericht 2009
    Digitalisierungsbericht 2009

    Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten hat einen „Digitalisierungsbericht 2009“ herausgegeben. Den gibt es mit dem Untertitel „Auf dem Weg in die digitale Welt“ als PDF und nochmal als PDF mit dem Anhang „Daten und Fakten“. Hab ihn mir noch nicht näher angeschaut und nur das Inhaltsverzeichnis übersprungen. Geht viel um Konvergenz und Mediennutzungsverhalten.

    30. September 2009
  • : Reuters-Studie über Verhältnis Journalismus und Leser
    Reuters-Studie über Verhältnis Journalismus und Leser

    Interessante Studie vom Reuters Institute for the Study of Journalism über das veränderte Verhältnis von Journalisten und Lesern: „Red Kayaks and Hidden Gold“ (PDF)

    This report looks at the growing influence of ‘citizen journalism’, made possible by new technology available to all, and questions the relationship between both the journalist and the public in generating the news today.

    21. September 2009
  • : Studie: German Enterprise Encryption Trends
    Studie: German Enterprise Encryption Trends

    Wenig überraschend, aber um so spannender ist die Studie „German Enterprise Encryption Trends“, die neulich erschien. Darin gehts neben strategischer Verschlüsselung auch um verschusselte Daten. Zur Erinnerung: „Dataloss“ ist ungleich Datenverlust, sondern meint vielmehr Kontrollverlust. Das betrifft verlorene Rechner, Festplatten oder andere Datenträger mit Nutzdaten drauf, oder die ungewollte „Veröffentlichung“ durch gehackte Server oder Dienste.

    This year’s study surveyed 490 IT and security practitioners, 27 percent of whom hold positions at managerial level or higher, and identifies the trends in enterprise encryption planning strategies, budgeting and spending, deployment methodologies and impact on data breach incidents.

    The fundamental conclusion on the basis of study participants’ responses is that data protection is a significant problem in Germany. Fifty-three percent of all companies and organisations suffered at least one instance of data loss during the past twelve months, representing an increase of over 55 percent on the figure for 2008 (34 percent).

    Den ganzen Artikel gibt es bei net-security.org.

    [via dataloss-discuss]

    18. September 2009
  • : Konzept integriertes Energieforschungsprogramm
    Konzept integriertes Energieforschungsprogramm

    Mir wurde ein PDF mit dem Namen „Konzept integriertes Energieforschungsprogramm“ zugeschickt. In den Medien wird das Papier gerade als „Atomstudie“ oder „Schavan-Plan“ diskutiert. Passt zwar nicht so unbedingt ins Themenfeld dieses Blogs, aber wer sich ungefiltert aus der Primärquelle informieren will, kann das jetzt gerne tun.

    Update: Vielleicht täuscht der „Vertraulich“-Stempel im PDF und die Berichterstattung mancher Medien auch. Es gibt ein PDF im Netz zu finden, was genauso heißt und ebenfalls 61 Seiten hat. Aber kann ja nicht schaden, sich mit den Atomplänen der Bundesregierung zu beschäftigen.

    Interessant dürfte ein Diff sein. In dem Vertraulich-Dokument sind die interessanten Stellen gelb markiert.

    16. September 2009
  • : CC-Studie zu “Noncommercial” abgeschlossen
    CC-Studie zu “Noncommercial” abgeschlossen

    (Crossposting von Creative Commons Deutschland)

    Heute wurden unter dem Titel Defining “Noncommercial”: A Study of How the Online Population Understands “Noncommercial Use” die Ergebnisse der NC-Studie veröffentlicht, die Creative Commons letztes Jahr begonnen hatte. Es ging darum, etwas mehr Klarheit darüber zu gewinnen, was netzweit tatsächlich unter ”nicht-kommerziell” verstanden wird. Die darauf verweisende NC-Bedingung ist die wohl umstrittenste der 4 Bedingungen, die kombiniert die 6 CC-Lizenzen ergeben. Abgefragt wurde die Ansicht verschiedener Communities (je eine US-bezogene und eine international zugängliche Umfrage, außerdem spezielle Befragungen sogenannter Fokusgruppen und Interviews mit Einzelpersonen) zu mehreren Szenarien, in denen die NC-Bedingung eine Rolle spielt. Dabei wurde versucht, sowohl diejenigen zu erreichen, die sich ausschließlich als Konsumenten von CC-Content sehen, als auch diejenigen, die als Urheber aktiv mit CC-Lizenzen tun haben.

    Eine zentrale Frage war, ob aus Sicht der Teilnehmer der Studie der Wortlaut der NC-Bedingung der eigenen Vorstellung entspricht oder zumindest damit weitgehend vereinbar ist. Das bejahten über 80% sowohl der befragten Urheber als auch der reinen Nutzer von CC-lizenziertem Content. Nur 7% der Urheber und 11% der Nutzer gaben an, dass die derzeitige NC-Definition sich von der eigenen deutlich unterscheide oder damit generell nicht vereinbar sei. Eine Nutzung von CC-Content in Zusammenhang mit Werbung wird von beiden Gruppen auf einer Skala von 1 (”definitiv nicht-kommerziell“) bis 100 (”definitiv kommerziell“) mit über 80 bewertet, gleiches gilt allgemein für Nutzungen, bei denen Geld verdient wird. Große Unterschiede machen die Gruppen dagegen bei der Frage, ob ”persönliche und private” Nutzung die einzige definitiv nicht-kommerzielle Nutzung sei: Bei den Nutzern stimmt mit 65% die Mehrheit dem zu, bei den Urhebern sind es nur 15%.

    Allgemein scheinen Nutzer und Urheber übereinstimmendere Ansichten zu haben, als das vorher erwartet worden war. An den wenigen Stellen, wo sie sich deutlich unterscheiden, zeigt sich die Gruppe der Nutzer konservativer als die der Urheber. Das sind allerdings nur einige der Erkenntnisse, die sich aus den Befragungen ziehen lassen. Jeder kann sich ein eigenes Bild davon machen, da der Report zur Studie unter der Lizenz CC-BY und die Materialien unter CC0 im Wiki verfügbar sind.

    Hier ist der 18 MB große Report als PDF.

    hier die Pressemitteilung von Creative Commons.

    (Ein eigentlich unnötiger Hinweis noch: Wer sich in der Lage sieht, eine deutsche Übersetzung des Reports zu machen, darf das gerne tun)

    15. September 2009
  • : The Internet and Civic Engagement
    The Internet and Civic Engagement

    Das Pew Internet & American Life Project hat einen neuen Report zur aktuellen Situation in den USA veröffentlicht: The Internet and Civic Engagement.

    Political and civic involvement have long been dominated by those with high levels of income and education, leading some advocates to hope that internet-based engagement might alter this pattern. However, a new report by the Pew Research Center’s Internet & American Life Project shows that the internet is not changing the fundamental socio-economic character of civic engagement in America. When it comes to online activities such as contributing money, contacting a government official or signing an online petition, the wealthy and well-educated continue to lead the way. Still, there are hints that the new forms of civic engagement anchored in blogs and social networking sites could alter long-standing patterns. Some 19% of internet users have posted material online about political or social issues or used a social networking site for some form of civic or political engagement. And this group of activists is disproportionately young.

    Hier ist das PDF.

    2. September 2009
  • : Kooperative Technologien
    Kooperative Technologien

    Christiane Schulzki-Haddouti verkündet im KoopTech-Blog, dass ihre in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer entstandene Studie über „Kooperative Technologien – Forschungsprojekt zu internetbasierten Formen der Zusammenarbeit“(PDF) endlich online ist. Im Winter 2007/2008 wurde ich dafür zum Themenfeld „Zivilgesellschaft“ als Experte interviewt.

    Welche aktuellen Internettechnologien aus den Bereichen Web 2.0 und Social Software verwenden Unternehmen und Organisationen bereits? Was für Werkzeuge stehen ihnen zur Verfügung und welches Potential bieten diese für eine professionelle Zusammenarbeit und Kommunikation? Diese Fragen beantwortet eine gerade erschienene Analyse, die am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt (h_da) erarbeitet worden ist. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht. Schulzki-Haddouti war für die 14-monatige Arbeit an dieser Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der h_da beschäftigt. Das Projekt wurde zudem von Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer vom Studiengang Online-Journalismus betreut. Nach einem kurzen Rückblick, der zeigt, dass kommunikative und kollaborative Technologien seit Anbeginn im Internet eine herausragende Rolle gespielt haben, gibt der Bericht einen Überblick über mehr als 1000 Anwendungen. Anhand einer umfangreichen Literaturanalyse und mithilfe von 47 Experteninterviews präsentiert die Autorin einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungs- und Kenntnisstand und identifiziert sieben Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren für den Einsatz von kooperativen Internettechnologien.

    18. August 2009
  • : 5.Kurzstudie: Online-Wahlkampf kommt noch nicht in Fahrt
    5.Kurzstudie: Online-Wahlkampf kommt noch nicht in Fahrt

    Wir haben heute die 5. Kurzstudie zu „Politik im Web 2.0“ (PDF) veröffentlicht. Untersucht wurde die Präsenz von Parteien, Jugendorganisationen sowie Spitzenpolitikern der Parteien und Jugendorganisationen in den in Deutschland relevantesten Social Networks (StudiVZ, MySpace, Facebook) sowie auf YouTube und Twitter. In der fünften Ausgabe (Juli 2009) ist klar, auf welche Plattformen welche Partei setzt.

    Aus der Pressemitteilungen die Key-Findings:

    „Es hat sich viel getan in Politik und Internet: die Europawahl 2009 ist gelaufen. Die Parteien haben einer ersten Bewährungsprobe hinter sich gebracht und stehen in den Startlöchern für den Endspurt zur Bundestagswahl am 27. September. Nun könnte man erwarten, dass durch die Europawahl und die anstehende Bundestagswahl eine Art Wahlkampffieber ausgebrochen sei und die Parteien sich in ihrem Engagement im nach wie vor als neu angesehenen Medium zu überbieten suchten. Hierfür liefern unsere Zahlen keine Belege.

    Die Daten bieten Hinweise darauf, dass die Parteien entweder unterschiedliche Strategien zur Erreichung ihrer Wähler im Web 2.0 gewählt haben, oder dass sich schlicht ihre User an unterschiedlichen Orten im Netz aufhalten. So sind zum Beispiel bei Facebook überproportional starke Grüne- und SPD-Gruppen zu finden, bei StudiVZ sind besondere die FDP und die Union hervorzuheben. Die Linkspartei scheint in der Web 2.0‑Nutzerschaft weiterhin nicht soviel Interesse hervorzurufen, wie dies die anderen Parteien für sich reklamieren können.

    Beim Microblogging-Dienst Twitter ist auffällig, dass Bündnis’90/Die Grünen, die früh diesen Dienst für sich entdeckten, ihre „Follower“-Zahl weiter deutlich steigern konnten und damit den Vorsprung gegenüber den anderen Parteien hielten bzw. weiter ausbauten.

    Insgesamt ist bei den Videoplattformen ein deutliches Wachstum der Zugriffe zu verzeichnen, was nicht zuletzt auf die prominentere Platzierung eben dieser Inhalte auf den Parteiwebsites und ähnlichen Onlinevertretungen der politischen Parteien und ihrer Kandidaten, Gliederungen und Funktionäre zurückgeführt werden.

    Bei StudiVZ hat sich die Etablierung eines neuen Features bemerkbar gemacht, dass den Parteien eine prominente Platzierung auf der Website bietet. Dieses wird deutlich stärker frequentiert als die schon länger existierenden Gruppen.

    Angela Merkel spielt ihren Kanzlerinnen-Bonus auf allen Plattformen aus und lässt Frank-Walter Steinmeier immer weit hinter sich.“

    8. Juli 2009
  • : Studie zu Internetsucht
    Studie zu Internetsucht

    Die Futurezone berichtet über neue Studien-Ergebnisse der Berliner Humboldt-Universität zum Thema Internetsucht unter Jugendlichen. Demnach sind nur vier von hundert Jugendlichen internetsüchtig.

    Von echter Internet-Sucht könne nur bei 1,4 Prozent der 12- bis 19-Jährigen gesprochen werden, sagte Sabine Meixner vom Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie am Mittwoch auf einem Symposion bei Schwerin. Damit würden frühere Untersuchungen relativiert, nach denen in Deutschland etwa 17 Prozent der Jugendlichen krankhaft auffällige PC-Nutzer sein sollen. Die Studie der Humboldt-Uni basiert auf einer Befragung von 5.200 Schülern in Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt zwischen 2005 und 2009.

    Etwas irritiert bin ich aber immer noch von der Definition von Internetsucht. Darunter fällt man, wenn man mehr als 35 Stunden die Woche „exzessiv“ das Netz nutzt. Ab 28 Stunden ist man gefährdet. Das ist nicht viel.

    1. Juli 2009
  • : Studie: Deep Packet Inspection und Netzzensur
    Studie: Deep Packet Inspection und Netzzensur

    Bei Global Voices Advocacy gibt es eine Studie über „Deep Packet Inspection and Internet Censorship“ zum Download (PDF).

    As this paper will argue, the link between deep packet inspection and internet censorship is of far greater concern for freedom of speech than its use in traffic shaping or preventing copyright infringement. At the present time many of the states censoring the internet are already known to use deep packet filtering. A further question that arises in this context is whether state actors which censor the internet are following the lead of non-state actors and modifying content within the data stream rather than just blocking it. As DPI opens the door for far more subtle censorship methods, it could lead to a move from filtering internet content to editing it.

    30. Juni 2009
  • : (N)ONLINER Atlas 2009: fast 70 Prozent sind online
    (N)ONLINER Atlas 2009: fast 70 Prozent sind online

    Die Initiative D21 hat zusammen mit TNS Infratest ihren jährlichen (N)ONLINER Atlas veröffentlicht. 2009 haben fast 70% Zugang zum Netz. Aus der Pressemitteilung:

    Die Zahlen der Onliner in den verschiedenen Altersgruppen zeigen – wie in den Vorjahren – auch 2009 einen allgemeinen Aufwärtstrend. Bei den unter 50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer inzwischen durchweg über 80 Prozent. Den größten Zuwachs kann in diesem Jahr die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen verbuchen. Dort stieg der Anteil der Internetnutzer besonders kräftig um 6,9 Prozentpunkte von 41,6 auf 48,5 Prozent an. Die Generation 70plus wird jedoch nach wie vor nicht erreicht. Hier ist nicht einmal jeder Fünfte online – bei weiter nur geringem Wachstum. Neben den „Best Agern“ gibt es weitere, im Internet bislang unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen wie Menschen mit formal einfachem Bildungshintergrund oder Personen in Haushalten mit geringem Einkommen. In beiden demographischen Gruppen wächst der Onliner-Anteil im Jahresvergleich erfreulicherweise überdurchschnittlich. So steigt der Onliner-Anteil von Personen in Haushalten mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 EUR um 6,1 Prozentpunkte auf nunmehr 47 Prozent an, damit ist jedoch dort noch nicht einmal jeder Zweite online. Dagegen sind Personen in Haushalten mit Monatseinkommen von 3.000 EUR und mehr zu 89,4 Prozent Internetnutzer.

    Hier ist das PDF mit den Ergebnissen.

    30. Juni 2009
  • : Mangelhafte Organisation der Polizei verhindert Löschen krimineller Webseiten
    Mangelhafte Organisation der Polizei verhindert Löschen krimineller Webseiten

    Neue Pressemitteilung des AK-Zensur: „Mangelhafte Organisation der Polizei verhindert Löschen krimineller Webseiten / Studie der Universität Cambridge bestätigt

    Berlin, 4. Juni 2009. Mangelhafte Organisation und bürokratische Abläufe beim Bundeskriminalamt (BKA) behindern den Kampf gegen kinderpornographische Inhalte im Internet. Diesen Skandal hat jetzt eine Äußerung der Parlamentarischen Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion, Martina Krogmann, in einem Beitrag auf der Internet-Plattform abgeordnetenwatch.de zutage gefördert.

    Bekannte Webseiten mit Darstellungen von Kindesmissbrauch würden nicht kurzfristig gelöscht, weil Hinweise auf dem Dienstweg versanden, so die Berichterstatterin der CDU/CSU für den umstrittenen Gesetzentwurf zur Einrichtung von Internet-Sperren in Deutschland. Sie bestätigt damit indirekt die Ergebnisse einer jüngst bekannt gewordenen Studie der Universität Cambridge, nach der kinderpornographische Webseiten wesentlich länger im Netz verbleiben als andere illegale Inhalte.

    Krogmann zufolge können solche Seiten bei Hosting-Anbietern im Ausland nicht gelöscht werden, weil das BKA entsprechende Hinweise zunächst auf dem internationalen Dienstweg an die ausländischen Polizeibehörden weiterleitet, anstatt direkt die Provider zu benachrichtigen. Hiermit wolle das BKA Rücksicht auf die Befindlichkeiten ausländischer Behörden nehmen.

    Wörtlich erklärte Krogmann in der Antwort bei Abgeordnetenwatch: Das BKA „informiert die jeweiligen Polizeibehörden über die dafür vorgesehenen internationalen Organisationen. Dieser Weg nimmt einige Zeit in Anspruch. Da die fraglichen Seiten oft nur einige Tage ihre Domain behalten, ist die Seite schon weitergewandert.“ Die Einhaltung des Dienstweges, so Krogmann weiter, rechtfertige das BKA mit der „Achtung vor der Souveränität der Staaten“.

    Deutsche Provider zeigen sich auf Nachfrage verwundert über diese Aussagen. „Wenn ausländische Behörden uns über strafbare Inhalte auf unseren Servern informieren, prüfen wir das genauso wie entsprechende Meldungen aus anderen Quellen“, erklärt Andreas Maurer, Pressesprecher beim Webhoster 1&1. „Und dann nehmen wir die Inhalte vom Netz und erstatten gegebenenfalls selbst Strafanzeige bei den deutschen Behörden. Erst recht bei Kinderpornographie!“

    Für den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur sind die Aussagen der Unionspolitikerin unfassbar. „Offenbar sind für das BKA bürokratische Abläufe ein höheres Gut als die Menschenwürde missbrauchter Kinder“, erklärt Alvar Freude, Mitgründer des AK Zensur. „Löschen statt Sperren ist möglich, aber der ‚Dienstweg’ soll dem entgegen stehen?“

    Die Äußerungen von Frau Krogmann erklären zugleich die Ergebnisse einer Studie der Universität Cambridge. Demnach sind Banken im Kampf gegen strafbare Inhalte im Netz wesentlich effektiver. Betrügerische Webseiten, mit denen Kontodaten von Bankkunden ausgespäht werden sollen – so genannte „Phishing“-Seiten -, werden durchschnittlich binnen vier Stunden vom Netz genommen. Kinderpornographische Webseiten werden dagegen erst nach durchschnittlich 30 Tagen gelöscht, wie die Wissenschaftler Tyler Moore und Richard Clayton der Universität Cambridge in ihrer Studie festgestellt haben.

    Dabei existieren schon heute Alternativen zu den ineffizienten Behörden-Dienstwegen. So kontaktiert etwa das von der EU initiierte internationale Netzwerk INHOPE direkt die Provider, damit kinderpornographische Inhalte an der Quelle gelöscht und Beweise zur Ergreifung der Täter gesichert werden. Auch der AK Zensur hat mit unbürokratischen Hinweisen erfolgreich zahlreiche kinderpornographische Webseiten abschalten lassen. Werden dagegen Internet-Sperren eingesetzt, versagen diese Mechanismen. Die illegalen Inhalte bleiben weiter im Netz, die Betreiber werden vorgewarnt und der Missbrauch unschuldiger Kinder fortgesetzt.

    „Die Befürworter der Netzsperren stellen sich ein Armutszeugnis aus“, zeigt sich die Initiatorin der Petition gegen Internetzensur, Franziska Heine, empört. „Frau von der Leyen bekämpft Probleme, die hinter ihrem Rücken das BKA selbst verursacht. Der Kampf gegen Kinderpornographie im Internet sollte mit mehr Sachkenntnis, Ernsthaftigkeit und wahrem Engagement geführt werden – das sind wir den Missbrauchsopfern schuldig!“

    4. Juni 2009
  • : Ranking der elektronischen Polizeistaaten
    Ranking der elektronischen Polizeistaaten

    Telepolis berichtet über ein Ranking der elektronischen Polizeistaaten: Auf dem Weg zum „Elektronischen Polizeistaat“.

    In einem ersten Versuch, die Dimensionen des „Elektronischen Polizeistaats“ auszumachen und 52 Länder entsprechend in einem Ranking zu bewerten, verwundert nicht, dass an erster Stelle China und Nordkorea, gefolgt von Weißrussland und Russland stehen. Dann aber wird bereits Großbritannien aufgelistet, gefolgt von den USA, Singapur, Israel, Frankreich und, an zehnter Stelle, Deutschland.

    Die Studie der US-Computersicherheitsfirma Cyberhippies hat 17 Kriterien wie die Existenz einer Vorratsdatenspeicherung bewertet.

    [via]

    12. Mai 2009
  • : 4.Kurzstudie „Politik im Web 2.0“
    4.Kurzstudie „Politik im Web 2.0“

    Wir haben heute die vierte Kurzstudie „Politik im Web 2.0 – Zwischen Strategie und Experiment“ veröffentlicht. Die Kurzstudie geht alle drei Monate der Frage nach, welche Rolle das Internet bei den Partei-Strategien im Bundestagswahlkampf spielen wird und welche Plattformen dabei genutzt werden und durch wen?

    Die Ergebnisse finden sich in den 16 Seiten des PDF.

    Aus der Pressemitteilung:

    Klar ist: YouTube und Facebook sind von den Parteistrategen als Plattformen ausgemacht worden, auf denen sie sich den Onlinewahlkampf zutrauen. Hinzu kommt ein wenig Twitter, das in Deutschland trotz starker Medienpräsenz in den letzten Wochen dennoch nicht die große Menge Wähler erreicht. Allerdings wird Twitter den Onlinewahlkampf beschleunigen und viele Multiplikatoren sind jetzt schon auf diesem Wege schnell erreichbar.

    Weitere Trends sind erkennbar: Jeder halbwegs motivierte Kandidat wird in einem der kommenden Wahlkämpfe einen Account bei Facebook und Twitter haben, dazu ab und an bei Youtube ins Internet sprechen und vielleicht bloggen. Manche werden das auch selbst machen. Einige Politiker werden sich von der Masse absetzen, indem sie nach den Wahlkämpfen immer noch diese Werkzeuge nutzen und sie in ihren Alltag integrieren.

    30. März 2009