Generell

Konzept integriertes Energieforschungsprogramm

Mir wurde ein PDF mit dem Namen „Konzept integriertes Energieforschungsprogramm“ zugeschickt. In den Medien wird das Papier gerade als „Atomstudie“ oder „Schavan-Plan“ diskutiert. Passt zwar nicht so unbedingt ins Themenfeld dieses Blogs, aber wer sich ungefiltert aus der Primärquelle informieren will, kann das jetzt gerne tun.

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Update: Vielleicht täuscht der „Vertraulich“-Stempel im PDF und die Berichterstattung mancher Medien auch. Es gibt ein PDF im Netz zu finden, was genauso heißt und ebenfalls 61 Seiten hat. Aber kann ja nicht schaden, sich mit den Atomplänen der Bundesregierung zu beschäftigen.

Interessant dürfte ein Diff sein. In dem Vertraulich-Dokument sind die interessanten Stellen gelb markiert.

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28 Kommentare
  1. Ich hab noch nicht so ganz den Trubel um diese Studie verstanden… und verstehe auch nicht, warum Schavan sie, zumindest laut Medienberichten, zurückgehalten hat.
    Es wurde doch einfach nur die Erstellung eines wissenschaftliches Dokument in Auftrag gegeben, von dem jetzt die Ergebnisse vorliegen… was ist daran so besonders? Gibt doch tausende Studien zum Thema Atomkraft, die entweder „dafür“ oder „dagegen“ sind.

  2. Die Studie wurde im Herbst 2008 durch das Ministerium in Auftrag gegeben und läuft bis 2011. Geheim ist daran nichts. Im Juni wurde ein erster Entwurf an das Ministerium gegeben. Mit Abschluss der ersten Phase wird es eine Vorstellung des ersten Entwurfs am 15. Oktober 2009 geben. Dies war auch der Öffentlichkeit so bereits seit5 langem bekannt. Alles andere ist Wahlkampfgetöse.

    1. @ Philipp Matern
      Die sind doch nicht geschwärzt, sondern gelb gemarkert.
      Ansonsten kannst Du sie wortgleich im zweiten verlinkten PDF nachlesen.

      Gruß,
      Florian

  3. …..zuerst werden die Asse Ergebnisse verfälscht, dann verlängern wir die Atomkraftwerke und jetzt mit Schwarz/Gelb Hurra zurück in die Zukunft mit Atom.

    Endlager Asse ?? Auf etwas mehr oder weniger Plutonium für die nächsten 150 000 Jahre kommt es doch ganrnicht an !!

    Weiter so !!

  4. Ist es eigentlich üblich, das man bei solchen Studien, die sicher Geld kosten, auf den ersten Seiten schon Tippfehler findet? Wird das nicht Korrektur gelesen?

    Oder ist das nur ein neues Wort, das ich nicht kenne? :)
    offenzuha,lten
    Kernenergienujzung

  5. Ist es nicht sinnvoller das Ding nach WikiLeaks zu packen?

    Professioneller fände ich eine gewisse Einbettung des Ganzen (von wem, für wen).

    Atom kommt ab \Modul 3\ vor (vorallem: S. 44-47), das Papier ist aber eher eine Gesamtbetrachtung der energetischen Situation – wie der Name es auch schon sagt. Aber ich muss es erstmal zu Ende überfliegen.

  6. Soweit ich das Dokument gelesen habe, würde ich behaupten:
    – das ist kein Grund furchtbarst Zeter und Mordio zu rufen
    – das allerdings nicht offiziell vorzustellen oder gar zu verstecken ist höchst merkwürdig

    Denn was soll die Geheimnistuerei? Die CDU/FDP will die Atomkraft. Ohne ein Endlager zu haben. Denen doch wurscht. Wissen wir doch alles.

    Wer die trotzdem wählt, setzt auf persönliche Unsterblichkeit oder alternativ rechtzeitiges Ableben.

  7. Ach Jungs, macht doch kein so riesen Drama aus ein paar „Rechtschreibefehlern“. Ist doch klar: kein denkender Mensch würde Wörter wie „offenzuha,lten“ oder „Kernenergienujzung“ schreiben (höchstens die Holländer, hehe ;).
    Es muss also eine Maschine gewesen sein.
    Eine Texterkennungsmaschine – ein OCR-Programm hat das Original in markierbaren Text umgewandelt und dabei das Layout mitgenommen und ein paar „Rechtschreibefehler“ eingebaut. Daher sind manche Wörter auch völlig anders formatiert etc. – es war keine besonders gute Software am Werk.

  8. Ehrlicherweise muss man sagen, dass die aktuell betriebenen AKWs von der Leistung her die einzige Alternative zu CO2-Fossil-Verbrennern sind. Probleme in 100.000 Jahren oder Probleme jetzt sofort?

    Eine wirkliche Alternative sind tatsächlich nur die alternativen Energien. Wenn wir deren Preise bezahlen müssen, dann werden wir auch begreifen, dass Energie nicht selbstverständlich ist.

  9. @ boRp: exakt. und dann gibts nen aufstand, weil der strom so teuer ist, und dann wird klammheimlich aus dem ausland atomstrom importiert (weil dann tragen ja nur die anderen das risiko, und daran, dass der rest der welt für den eigenen komfort zahlt, ist man ja schon gewöhnt) oder es gibt eventuell die in der studie genannten „politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen“, um „Deutschland in der Zukunft wieder an der Entwicklung und dem Bau von neuen Kernkraftwerken zu beteiligen“, im Inland, müsste man noch hinzufügen.
    ich wünschte, die „jetzt-atomausstieg!“ forderer würden mal kurz recherchieren und nachdenken. oder wenigstens den stromanbieter wechseln. den großteil der schreihälse vermute ich nämlich immer noch bei vattenfall, weil sie sich „was anderes nicht leisten können“.
    (disclaimer: bin bei lichtblick und keine cdu/fdp-wählerin und kein fan der atomkraft, halte sie aber für ein für die nächsten jahre notwendiges übel)

  10. Hab die Studie jetzt mal überflogen und kann nichts schlimmes darin finden; ist doch recht neutral formuliert. Es wird gesagt, dass neue AKW’s sicherer sind als alte (wer hätte das gedacht?) und dass man die Nuklear- und Endlagerforschung weiterführen muss. Soweit ist doch daran nichts auszusetzen.

    Die Wissenschaftler kommen alles in allem zu dem Schluss, das AKW’s mehr Vorteile als Nachteile haben und deswegen neue gebaut werden sollten. Ich bin zwar anderer Meinung, aber trotzdem können die Wissenschaftler doch ihre Meinung äusern.

    Ich verstehe nicht warum das Dokument so für aufregung sorgt.

  11. Was spannend an diesen Docs ist?

    1: Gefordert war ein Konzept für ein INTEGRIERTES ENERGIEforschungsprogramm – mitgemacht haben komischerweise schwerpunktmäßig Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die sich mit Kernenergie beschäftigen. Das ist bedenklich.

    2: Innovative Energieerzeugungsansätze (in denen es durchaus noch viel Forschungsbedarf gibt) fehlen in dem Konzept, wie z.B. die dezentrale Energieereugung mit Kleinstkraftwerken – Stichwort: Lichtblick-VW-Kraftwerke ;-) Diese wurden im Modul 2: Fossile Energie nicht mal erwähnt.

    3: Verwunderlich ist in meinen Augen auch das Zusammenlegen von regenerativen Energien und der Kernfusion als ein Forschungsfeld.

    4: Die Diskrepanzen zwischen dem vertraulichen und dem nicht vertraulichen Bericht spricht Bände … wer hat die Änderungen veranlasst … war das mal wieder die Regierung Kohl ;-) Dass die Wissenschaftler bei ihrer interdisziplinären Vorgehensweise mal wieder die Entsorgungskosten für radioaktiven Abfall (die bis zu 1 Mio. Jahre gelagert werden muss) nicht in die Preisberechnung mit einbeziehen spricht leider auch nicht für einen unabhängige Studie.

    Mich würde das Briefing von Frau Schavan für das Konzept interessieren …

  12. Wer hat die gelben Markierungen gemacht? Die nerven.
    Immerhin steht da erstmals drin, das der Strom für Elektroautomobile aus AKWs kommen soll(und nicht aus e.ons virtuellen Gezeitenkraftwerken).
    Endlager, da geht kein Weg vorbei – oder wer möchte freiwillig auf radiologische Untersuchungen verzichten? Der Bericht über Asse in der Zeit hat mich fassungslos gemacht, ich denke das bedingungslose Transparenz der einzige Weg ist für einen glaubwürdigen Neuanfang im Bereich Endlager.

    Was ich an dem Dokument wirklich beachtenswert finde, ist das auf Seite 33(unter regenerative Energie!, weit weg vom Atomteil) der feuchte Traum vieler Physiker des 20. Jahrhunderts abgebildet ist und auch abgehandelt wird – das Fusionskraftwerk.

  13. Gut, daß markus schon im Update darauf hingewiesen hat. fellhama01 hat offenbar die Papierversion des Dokuments in den Händen gehabt und hielt das für brisant. Eingescannt mit OCR (sieht man auch an den Kapitelnummerierungen 1, 11, 111) und um dem ganzen mehr Gewicht zu verleihen Vertraulich-Stempel reingepreßt. Interessant wäre nur noch zu wissen, wann das acatech-Dokument online gestellt wurde.

    Ohne Sympathien für die CDU oder deren Atomkraftwerkspläne zu haben – das ist Schüren von Hysterie im Wahlkampf. Viel sinniger wäre es gewesen, die Verbindung Merkel – Gorleben weiterzuverfolgen, anstatt sich vom GM-Deal da aus dem Aufmerksamkeitsfokus drängen zu lassen.

  14. Ach, steht auf der Startseite von acatech. Das ursprüngliche Dokument ist von Juni. Wahlkampfgetöse also. Wirklich kontraproduktiv, dieses Geschrei darum, rückt es doch jegliche Kritik an den Plänen der Atomlobby ins Reich der hysterischen Panikmache.

  15. Liebe Leute,

    eine Erläuterung zur kontroversen Diskussion, die hoffentlich zur Klärung beiträgt. Um das gleich transparent zu machen: Hier meldet sich ein Mitarbeiter der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften zu Wort.

    Ich denke, das ist in Ordnung, denn von uns war ja hier auch mehrfach die Rede.

    Wie in einigen Medien berichtet, hatten sich die Präsidenten der drei beteiligten Wissenschaftsakademien darauf verständigt, das Energieforschungskonzept (dem in der öffentlichen Diskussion meines Erachtens nach ungerechtfertigterweise) das Etikett „Atomstudie“ angehängt worden ist, erst nach der Bundestagswahl zu veröffentlichen.

    Da in den Medien aber bereits aus dem Papier mit Stand Juni zitiert worden ist, haben sich die Akademien gestern darauf verständigt, das Konzept (Stand Juni 2009) im Internet zu veröffentlichen. Online gegangen ist das Papier auf den Internet-Seiten unserer Akademie gegen 14:00 Uhr.

    Außerdem hat die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ab Mittag mit einer Stellungnahme auf Anfragen von Journalisten reagiert, die ihre journalistische Sorgfaltspflicht ernst genommen haben. Das waren erfreulicherweise nicht wenige.

    Das hat bereits im Verlauf des Nachmittags zu einer nach meinem Eindruck etwas sachlicheren Darstellung etwa auf „Spiegel Online“ geführt, wobei die Interpretation des Sachverhalts, die Studie nicht in den Wahlkampf hinein zu veröfffentlichen, und die Frage der Gewichtung der Inhalte natürlich unteschiedlich gesehen werden kann.

    Wichtig scheint mir allerdings der Hinweis zu sein, dass es sich dabei um ein Energieforschungskonzept gehandelt hat – nicht um ein Energiepolitikkonzept.

    Einige Hinweise zu den Hintergründen des Energieforschungskonzepts, zugleich auch einige Klarstellungen aus unserer Sicht sind in der Stellungnahme der Akademie zu finden, die bei uns am Mittag online gegangen ist.

    Inhaltlich haben sich die anderen beiden beteiligten Akademien (Leopoldina und Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) der Stellungnahme dann angeschlossen.

    Zu diesem Zeitpunkt war dann aber schon einige Verwirrung entstanden. Das ist bedauerlich.
    Da das Konzept seit gestern im Internet zugänglich ist, mag sich jeder ein eigenes Bild machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jann Ohlendorf

  16. Die reale elektrische Leistungsverstärkerkung
    – mit Einhaltung des Energieerhaltungssatzes.

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    Leistungsverstärkergeräte sind praktich unter Dauerbelastung geprüft.
    Kooperation sowie Kritik sind erwünscht.

    Informationsanbieter:
    INNOVATIVE TECHNOLOGIEN
    Rudolf Zölde
    Tel.: +34 672700395
    03710 Calp – Spanien
    rz.energie@gmail.com
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