Kultur

4.Kurzstudie „Politik im Web 2.0“

Wir haben heute die vierte Kurzstudie „Politik im Web 2.0 – Zwischen Strategie und Experiment“ veröffentlicht. Die Kurzstudie geht alle drei Monate der Frage nach, welche Rolle das Internet bei den Partei-Strategien im Bundestagswahlkampf spielen wird und welche Plattformen dabei genutzt werden und durch wen?


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Die Ergebnisse finden sich in den 16 Seiten des PDF.

Aus der Pressemitteilung:

Klar ist: YouTube und Facebook sind von den Parteistrategen als Plattformen ausgemacht worden, auf denen sie sich den Onlinewahlkampf zutrauen. Hinzu kommt ein wenig Twitter, das in Deutschland trotz starker Medienpräsenz in den letzten Wochen dennoch nicht die große Menge Wähler erreicht. Allerdings wird Twitter den Onlinewahlkampf beschleunigen und viele Multiplikatoren sind jetzt schon auf diesem Wege schnell erreichbar.

Weitere Trends sind erkennbar: Jeder halbwegs motivierte Kandidat wird in einem der kommenden Wahlkämpfe einen Account bei Facebook und Twitter haben, dazu ab und an bei Youtube ins Internet sprechen und vielleicht bloggen. Manche werden das auch selbst machen. Einige Politiker werden sich von der Masse absetzen, indem sie nach den Wahlkämpfen immer noch diese Werkzeuge nutzen und sie in ihren Alltag integrieren.

29 Kommentare
  1. Hallo zusammen!

    Ja und wie sich das zurecht twittert,ist ja unglaublich! Und wie man alles so zurecht legen kann,noch unglaublicher!

    Blogs mit Twitter -Widget und schon fliessen Infos so zügig zusammen, dass es einen schonmal zuviel wird.Obgleich ich ein bekennender Info und Internetjunkie bin.

    Aber Web 2,0 ist ein Riesengeschenk für die operative und operierende Politik gleichermaßen!

    Ich weiß wovon ich so rede!

    Na dann bis morgen in Berlin!

    Beste Grüße

    Martina

  2. Die Grafik auf S. 7 hat die Überschrift „Anzahl der Youtube-Videos“, der Text klingt eher danach als sei die Anzahl der Views gemeint. Was stimmt denn?

    StudiVZ: Wenn für die Gruppenvergleiche bei der JU/CDU die Parteigruppe bzw. die kombinierte Gruppe genommen wird, wieso dann nicht auch bei der Grünen Jugend? Die Bündnis-90/Die-Grünen-Gruppe hat 1244 Mitglieder im Vergleich zu den 211 der GJ-Gruppe.

    Die Farben der Darstellung der Grünen und der FDP sind teilweise in dem PDF nicht zu unterscheiden, finde ich.

    JU-Mitglied ist man übrigens in der Regel nur bis maximal 35, nur für Amtsträger gilt eine Ausnahme, sie können bis zum Ende ihrer Amtszeit dabeibleiben.

    P.S.: Trotz aller Kritik bzw. Verbesserungsvorschläge vielen Dank für die Studie. Immer wieder interessant…

  3. @ Henning:

    Anzahl der Youtube-Videos ist schon korrekt. Anzahl der Views wäre ja auch etwas wenig.

    Bei StudiVZ haben wir bisher immer diese Grüne Jugend Gruppe genommen. Da gab es bisher keine Kritik. Aber wir schauen mal, ob wir beim nächsten Mal das ändern.

    Das mit den Farben hab ich auch gesehen. Meine Zeitressourcen waren leider etwas begrenzt und ich hab die Funktion bei OpenOffice nicht gefunden, diese Farben zu ändern. Beim nächsten Mal hab ich mehr Zeit dafür.

    Gut zu wissen mit der JU. Hatten überlegt, aber uns fielen auch Funktionäre ein, die älter als 35 sind. Aber du hast ja jetzt die korrekte Definition gebracht.

  4. Immer wieder lesenswert!

    Und gut, dass Ihr die selben Trends aufzeigt, die wir tagesaktuell bei http://www.wahl.de sammeln. Was mir immer noch fehlt ist der Blick in die Landesverbände, die ja einen Großteil des „Retail-Wahlkampfes“ stemmen müssen, der sich ja vorzüglich auch auf den Plattformen führen lässt.

    Wir sehen da momentan fasst noch mehr Zuwächse und Aktivität als auf Bundesebene …

  5. Ist es nicht so, dass web2.0 in einem politischen Sinne nicht eher die „unterstützt“, die sich eh mit dem Thema eingehend beschäftigen? Denn wieso sollte ich plötzlich, außer ich klicke versehentlich drauf, ein „politisches Video“ bei youtube gucken, wenn ich eigentlich sehen wollte, wie „mein Star“ etwas macht? Wieso sollte ich plötzlich Begeisterung „für die da oben“ empfinden, nur weil ich gerne mit meinen BekanntInnen über twitter Informationen austausche? Meines Erachtens nach dreht es sich im Kreis: Die, die sowieso politikinteressiert sind, denen wird das web2.0 große Dienste, im Sinne einer Informationsflut, bieten. Aber diejenigen, die wichtig für einen demokratischen Prozess sind (es kann doch nicht sein, dass beispielsweise die Oberbürgermeisterwahl in Kiel gerademal 35% der BürgerInnen „angesprochen“ hat) müssen mobilisert werden. Und genau das ist mein Punkt: Wie kann man das web2.0 nutzen um die politischen unmotierten BürgerInnen zu motivieren, zu informieren und vielleicht auch zu animieren?

  6. Wieder ein interessanter Artikel von euch, nur warum sind die Farben in den Grafiken nicht gleich den Parteifarben? Das halte ich nicht für gelungen und OpenOffice probleme lasse ich da nicht gelten.
    Außerdem hat die FDP wohl mit keiner Aktivität eine Chance bei den Verfassern…sehr amüsant. Das wirkt aber leider nicht sehr überparteilich – diesen Anspruch habt ihr auch nicht, oder? Aber der Begriff Studie hat eben einen wissenschaftlichen Touch und das sollte so neutral wie möglich sein.

  7. @Syanzac: Das mit der „keine Chance für die FDP“ kann ich nicht teilen. Bei der letzten Ausgabe schrieb fdp.de noch auf ihrer Webseite, dass sie laut unserer Studie die führende Partei sei. Auch diesmal haben wir nach denselben Regeln die Angebote überprüft. Dass die Partei FDP bisher teilweise noch nicht aktiv ist, sondern nur die Fraktion kann man uns nicht wirklich anlasten. Aber wie ich hörte, baut die FDP auch an ihrem eigenen Youtube-Channel.

  8. Hallo Syanzac,

    keineswegs kritisieren wir die FDP als Ganze. Aber wenn jemand glaubt (oder/und das auch noch öffentlich sagt), dass er mit Guido Westerwelle einen deutschen Barack Obama hat.. Sorry. Da ist die Antwort auf die Frage, wie sehr Obama man denn nun ist, angesichts unserer Ergebnisse einfach.

  9. Könntet ihr die Studie wohl in etwas besserer Qualität, sprich weniger Kompression zur Verfügung stellen?
    So sind die Charts leide runleserlich, nicht zuletzt auch, weil FDP und Grüne die selbe Farbe haben – das macht die Differenzierung etwas schwierig ;)

  10. Die Parteien sollten sich um eine gesellschaftsfreundliche Wahlvorbereitung kümmern. Das Gerede von sozialen Netzwerken bleibt wohl eine Wahlfliege.

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