Studie
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: Studien zu Medien-Gewalt von politischem Opportunismus bestimmt
: Studien zu Medien-Gewalt von politischem Opportunismus bestimmt Überraschung: Studien zu Medien-Gewalt von politischem Opportunismus bestimmt.
Die meisten Studien zum Thema Videospiele und Aggression werden von Ideologie und Politik bestimmt – nicht aber von methodischer Qualität und Signifikanz ihrer Ergebnisse. Das ergab eine Meta-Analyse amerikanischer Psychologen
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: Niedersächsische Wissenschaftler haben herausgefunden?
: Niedersächsische Wissenschaftler haben herausgefunden? Eine Journalistenweisheit besagt: traue keinem Artikel, der den Satz „amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden“ enthält. Auftragstudien und Gefälligkeitsstudien sind in den USA mit ihrem weitgehend privatisierten Forschungssektor verbreitet. Jede Institution kämpft um Forschungsgelder und wie weit sie sich dafür verbiegt oder verbiegen lässt ist unterschiedlich.
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: D: 4,9% der Viertklässler in einer rechten Kameradschaft?
: D: 4,9% der Viertklässler in einer rechten Kameradschaft? Gestern haben Wolfgang Schäuble und Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (KFN)) eine „eStudie“ über „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ vorgestellt.
Laut BMI-PM sind in diesem Forschungsprojekt in „61 zufällig ausgewählten Landkreisen und kreisfreien Städten rund 53.000 Schülerinnen und Schüler der vierten und neunten Jahrgangsstufen befragt worden“.
Etwas verwundert bin ich über das Ergebnis der Studie:
Mit großer Sorge sieht Prof. Dr. Pfeiffer die von den deutschen Jugendlichen berichteten ausländerfeindlichen Einstellungen und Verhaltensweisen. So seien rund 14,4 Prozent der befragten Jugendlichen als „sehr ausländerfeindlich“ einzustufen (19 Prozent der Jungen, 9,6 Prozent der Mädchen). Von den befragten Jungen und Mädchen gaben zudem 4,9 Prozent bzw. 2,6 Prozent an, Mitglieder einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft zu sein. Auf antisemitische Einstellungen lassen die Antworten von 6,4 Prozent der Jungen und 2,1 Prozent der Mädchen schließen.
Ich glaube schon, dass es unter jungen Menschen viel ausländerfeindlichkeit gibt und das wir da ein großes gesellschaftliches Problem haben. Aber ich frage mich, ob die Zahlen überhaupt stimmen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass 4,9% der Jungen und 2,6 % der Mädchen in einer rechten Kameradschaft Mitglied sind. Zumal Viert- und Neuntklässler interviewt wurden. Die sind im Durchschnitt 10 oder 15 Jahre alt.
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: Verbraucher fordern besseren Schutz ihrer Daten im Internet
: Verbraucher fordern besseren Schutz ihrer Daten im Internet Patrick Breyer hat eine Stellungnahme zum Thema Datenschutzrechte im Telemediengesetz stärken geschrieben, die dem Deutschen Bundestag zugeschickt wurde. Hier ist die Pressemitteilung dazu:
Verbraucher fordern besseren Schutz ihrer Daten im Internet
Persönliche Daten von Kindern und Zeitungsinserenten im öffentlichen Internet, Werbemüll („Spam“), Datenklau („Phishing“) und Dauerüberwachung („Spyware“, „Tracking“) – noch nie waren Deutschlands 42 Mio. Internetnutzer so vielen Datenpannen und Missbrauchsfällen ausgesetzt wie in den letzten Monaten.
Neun Organisationen fordern vom Gesetzgeber nun ein mutiges Gegensteuern: Der Bundestag soll die Sammlung von Informationen über Internetnutzer auf ein Mindestmaß beschränken, verlangen der Chaos Computer Club, die Deutsche Vereinigung für Datenschutz, der FifF, der FoeBuD, die Humanistische Union, das Netzwerk Neue Medien, das Netzwerk Recherche, der Virtuelle SPD-Ortsverein und der Verbraucherzentrale Bundesverband in einem gemeinsamen Forderungspapier, das vergangene Woche dem Bundestag vorgelegt worden ist.
„Den besten Schutz vor Datendiebstahl und Datenmissbrauch stellt es dar, wenn von vornherein möglichst wenige persönliche Daten erhoben und gespeichert werden“, heißt es in der Stellungnahme.
„Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten daher, dass sie im virtuellen Leben ebenso anonym und überwachungsfrei handeln können wie es im wirklichen Leben weitgehend noch der Fall ist.“ Zur
Stärkung der Privatsphäre und des Nutzervertrauens sei es dringend erforderlich, durchzusetzen, dass Internetanbieter so wenige persönliche Nutzerdaten wie möglich sammeln und Nutzer über den
Umgang mit ihren Daten wirklich frei entscheiden können. Der Gesetzgeber wird zudem aufgefordert, für mehr Transparenz bei der Aufzeichnung und Speicherung persönlicher Daten im Internet zu
sorgen.Konkret fordert die Stellungnahme die folgenden Gesetzesänderungen, um einen wirksamen Schutz der Internetnutzer vor Datenlecks, Spionage und Datenhandel zu gewährleisten:
1. Erstreckung des Fernmeldegeheimnisses auf die Nutzung von Internetangeboten,
2. Weitergabe von Informationen über Internetnutzer an Behörden nur unter den Voraussetzungen, die für das Abhören von Telefonen gelten,
3. Schaffung von Rechtssicherheit durch Klarstellung, dass der gesetzliche Datenschutz auch für Internet-Protocol-Adressen gilt,
4. Verbot der Erstellung von Nutzerprofilen ohne Einwilligung des Nutzers,
5. Information der Nutzer über die Dauer der Aufbewahrung von Aufzeichnungen über sie,
6. Stärkung des Rechts auf anonyme Internetnutzung durch ein wirksames Koppelungsverbot,
7. Schutz der Verbraucher vor unangemessenen Einwilligungsklauseln, indem klargestellt wird, dass derartige Klauseln der gerichtlichen Kontrolle unterliegen,
8. Ablehnung des Vorschlags im Regierungsentwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der Sicherheit in der Informationstechnik des Bundes“, Internetanbietern die verdachtslose, flächendeckende Aufzeichnung des Surfverhaltens zur „Störungserkennung“ zu gestatten.Wegen der vielen Fälle von Datenmissbrauch im Jahr 2008 sind inzwischen 80% der Bundesbürger „sehr besorgt“ um die Sicherheit ihrer Daten. Einer Umfrage aus dem Jahr 2007 zufolge befürchten 54% der Internetnutzer, dass ihre persönlichen Daten im Internet ungeschützt sind. 31% der Befragten haben schon häufiger auf eine Bestellung im Internet verzichtet, weil sie ihre Daten nicht preisgeben wollten. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung fordert eine Stärkung des gesetzlichen Datenschutzes.
Der Wirtschaftsausschuss des Bundestages hat für Mittwoch Sachverständige eingeladen, um einen Vorschlag der FDP zur Änderung des Internetrechts zu diskutieren. In der Anhörung wird der Jurist Dr. Patrick Breyer die gemeinsamen Forderungen aus Sicht der Nutzer/innen vorstellen.
Das Forderungspapier zum Schutz von Internetnutzern wird unterstützt von:
1. Chaos Computer Club e.V. (www.ccc.de)
2. Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V. (www.datenschutzverein.de)
3. FoeBuD e.V. (www.foebud.org)
4. Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (www.fiff.de)
5. Humanistische Union e.V. (www.humanistische-union.de)
6. Netzwerk Neue Medien e.V. (www.nnm-ev.de)
7. netzwerk recherche e.V. (www.netzwerkrecherche.de)
8. Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (www.vzbv.de)
9. Virtueller Ortsverein der SPD (www.vov.de) -
: Ups and Downs: File-Sharing ist gut für die Ökonomie
: Ups and Downs: File-Sharing ist gut für die Ökonomie Im Januar erschien in den Niederlanden eine Studie zu den ökonomischen und kulturellen Effekten von File Sharing für Musik, Film und Games. Die Studie mit dem Titel ‚Ups en Downs’ liegt seit vergangenem Freitag auch in einer autorisierten Englischsprachigen Version vor: ‚Ups and Downs – Economic and cultural effects of file sharing on music, film and games’ [pdf]. Ups and Downs ist das Resultat eines gemeinsamen Projects der wissenschaftlichen Forschungsinstitute TNO, SEO und de Institutes für Informationsrecht an der Universität von Amsterdam und wurde von den Niederländischen Ministerien für Wirtschaft, Justiz und Bildung, Kultur und Wissenschaft in Auftrag gegeben.
Inhaltlich kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss dass die ökonomischen und kulturellen Effekte des File-Sharings sowohl kurz- als auch langfristig positiv einzuschätzen sind:
The research shows that the economic implications of file sharing for welfare in the Netherlands are strongly positive in the short and long terms. File sharing provides consumers with access to a broad range of cultural products, which typically raises welfare. Conversely, the practice is believed to result in a decline in sales of CDs, DVDs and games. (Seite 3)
Zu dieser Einschätzung gelangen die Autoren nachdem sie den Umsatzverlusten der Musikindustrie von geschätzt 100 Millionen Euro pro Jahr ‚Wohlfahrtsgewinne’ von minimal 200 Millionen Euro gegenüberstellen. Nach Einschätzung der Autoren hat sich die Musikindustrie in der Vergangenheit zu wenig auf das Entwickeln neuer Einkommensquellen gerichtet, die die wegfallenden Erlöse aus dem Tonträgerverkauf ersetzen könnten. Generell gehen die Autoren davon aus, dass sich in Zukunft allein mit dem Verkauf von Musikaufnahmen keine profitablen Unternehmen mehr betreiben lassen:
That said, the new models still cater for music recordings but show that in the future the industry is not likely to be able to survive profitably on music recordings alone. (Seite 5)
Im Gegensatz zur Musikindustrie sehen die Autoren in den Bereichen Film und Games noch keine negativen Effekte von File-Sharing: Im Filmbereich sind die Erlöse konstant (und eher von der Qualität des Angebotes abhängig) und der Games Sektor zeigt noch immer hohe Wachstumsraten:
Whereas the size of the entertainment market as a whole is relatively constant, the share of music is declining gradually and the share of games is showing explosive growth. (Seite 6)
Dies legt den Schluss nahe dass die Einbrüche bei der Musikindustrie in erster Linie dadurch zu erklären sind, dass Konsumenten ihre ‚Entertainment-Euros’ inzwischen lieber für Filme und Games ausgeben. Im letzteren Fall kommen diese in der Form von Lizenzgebühren für in-game Musik teilweise auch der Musikindustrie zugute.
Auf Basis ihrer Erkenntnisse sprechen die Autoren einer Reihe von Empfehlungen aus. Eher versteckt wird dabei an einer Stelle für eine Kulturflatrate plädiert:
Rather than being each other’s natural enemies, ISPs and copyright holders could equally well become each other’s allies if they succeed in clinching innovative deals, such as jointly offering internet connections in combination with access to content. (Seite 114)
Zugleich wenden sich die Autoren deutlich gegen ein Verschärfung des Urheberrechtes (das downloaden von urheberrechtlich geschützten Werken wird in den Niederlanden als Privatkopie betrachtet und ist damit legal) und der Instrumente zu dessen Durchsetzung. In diesem Zusammenhang stellen die Autoren klar, dass auch beim Einbeziehen von Internet Service Providern im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen die rechtsstaatlichen Prinzipien der Verhältnismäßigkeit, Rechtssicherheit und der Schutz der Grundrechte gewährleistet werden müssen:
The law provides right holders with a range of enforcement measures, in particular with respect to unauthorised uploading on a commercial and large scale – preferably in line with, or after new business models have been developed, thus creating real alternatives. In the case of civil enforcement against large-scale uploaders, right holders and other parties in the distribution chain could join forces. This should not, however, be undertaken at the expense of the basic principles of justice such as proportionality, legal certainty and the protection of fundamental rights and procedural justice. Criminal enforcement should serve only as an ultimate remedy – which is in keeping with current government policy in the Netherlands. (Seite 125)
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: 68 twitternde Bundestagsabgeordnete?
: 68 twitternde Bundestagsabgeordnete? Bei Twitter muss man einfach dabei sein. Wenn jetzt noch Wahlkampf ist, kann man das auch super als Meinungsforschungsinstitut kombinieren. Dachte sich wohl Nielsen Media und fertigte gleich eine Studie an: Nielsen präsentiert seine Studie der neuen Medien: Deutsche Politiker wandeln auf den (Online-)Spuren von Barack Obama.
Richtig an den Ergebnissen ist, dass Barack Obama auch Twitter als einen Kanal eingesetzt hat. Auch die Anzahl der untersuchten Bundestagsabgeordneten ist mit 612 richtig angegeben. Aber spätestens, wenn man auf 68 twitternde Bundestagsabgeordnete kommt und Franz Müntefering als Beispiel aufgeführt wird, fragt man nach dem Sinn der Untersuchung:
Die größte Anzahl an Followern* mit insgesamt 3594 Personen hat hingegen die SPD. Dabei erzielen vor allem die Botschaften von prominenten Politikern wie Hubertus Heil und Franz Müntefering breite Resonanz. Thematisch beschäftigen sich die Politiker in ihren Updates vor allem mit ihrem Arbeitsalltag, aber sie verraten auch einige private Dinge.
Ich hab die Studie mal kostenlos angefordert. Mal schauen, welche Fake-Accounts noch darunter sind. In der Twitter-Welt gibt es ja so einige, von Schäuble über Lafontaine bis Westerwelle.
Update:
Mittlerweile habe ich die „Studie“ vorliegen und bin etwas überrascht. Die FDP ist mit 50 twitternden Accounts vertreten. Ein Kurz-Test hat ergeben, dass davon zumindest die Abgeordneten Birgit Homburger, Ernst Burgbacher und Mechthild Dyckmans einen Twitter-Account angelegt bekommen haben. Nur ist der ungenutzt und wird nur blockiert.Bestenfalls findet sich bei zwei von dreien aus dem Sample ein Hinweis auf die FDP. Mehr nicht. Das kann man nicht unbedingt twittern nennen. Dafür hat es die Studie schon in 62 Medien laut Google-News gebracht. Das nennt man dann Qualitätsjournalismus.
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: Wer liest sich Datenschutzbestimmungen durch?
: Wer liest sich Datenschutzbestimmungen durch? Hab ich eigentlich was verpasst? Seit wann liest denn jeder zweite Internetnutzer die Datenschutzbestimmungen durch?
Nur die Hälfte der Web-Nutzer liest die Datenschutzbestimmungen von Internet-Diensteanbietern durch. Zu diesem Ergebnis kommt die TNS-Infratest-Studie zum „Bewusstseinswandel im Datenschutz“, die Microsoft Deutschland heute gemeinsam mit dem Deutschen Digital Institut in Berlin vorstellt. Befragt wurden 1014 Internetnutzer Ende 2008 in Deutschland. Als Grund gaben drei Viertel der Nicht-Leser an, dass es ihnen einfach zu lange dauert. 13 Prozent haben bislang einfach nicht daran gedacht, die Bestimmungen zu lesen. 14 Prozent lesen die Datenschutzbestimmungen grundsätzlich nicht, weil sie ihnen misstrauen.
Ok, ich gehöre dazu. Und wahrscheinlich sorgt der Durchschnitt meiner Leserschaft dafür, dass das Ergebnis der Studie so hoch ist, aber mal ehrlich: In der Regel hab ich schon leichte Probleme, die Datenschutzbestimmungen zu verstehen, wenn dort viel auf bestimmte Paragraphen im Datenschutzrecht verwiesen wird, aber nicht allgemeinverständlich erklärt wird, was die meinen. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass tatsächlich jeder zweite Internet-Nutzer auch tatsächlich das durchliest.
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: Studie: Das Internet im Jahr 2020
: Studie: Das Internet im Jahr 2020 Das Pew Internet and American Life Project in den USA hat zum dritten Mal eine Studie zur Zukunft des Internets veröffentlicht. Mehr als 1000 Experten wurden dazu befragt,in welcher digitalen Welt wir 2020 leben werden. Und dabei kam wenig überraschendes heraus:
2020 werden wir über mobile Geräte vernetzt sein, sagen 77% der Befragten. Das ist für manche noch etwas überraschend, aber z.B. in Afrika mit der Verbreitung von Handys schon jetzt Realität. Auch nicht überraschend ist, dass 64% daran glauben, dass wir andere Eingabeverfahren haben werden als Tastatur und Maus. (Das haben Experten auch schon vorhergesagt, als ich klein war.) 56% sind der Meinung, dass 2020 die Grenzen zwischen Arbeit und Privaten durch neue Technologien verschwimmen. Das dürfte auch heute schon für viele Realität sein.
Überraschendes hab ich zumindest in der Pressemitteilung nicht entdecken können: Future of the Internet III: How the Experts See It. Aber viele nette Zitate von Experten sind dort zu finden.
Aus Netzpolitik-Sicht gibt es die Voraussagen:
* Those working to enforce intellectual property law and copyright protection will remain in a continuing „arms race,“ with the „crackers“ who will find ways to copy and share content without payment.
* „Next-generation“ engineering of the network to improve the current internet architecture is more likely than an effort to rebuild the architecture from scratch.Die Studie: The Future of the Internet III (PDF, 138 Seiten)
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: Studie: Bewegtbildkommunikation im Internet
: Studie: Bewegtbildkommunikation im Internet Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig hat heute Ergebnisse einer Studie zum Thema „Bewegtbildkommunikation im Internet – Herausforderungen für Journalismus und PR“ veröffentlicht. Für die Studie wurden ca. 2.400 „Entscheider in Redaktionen, Nachrichtenagenturen, PR-Agenturen, Pressestellen und Kommunikationsabteilungen sowie Freelancer aus ganz Deutschland“ befragt. Nach Ansicht der Macher ist dies die „erste grundlegende Studie zu den Auswirkungen des YouTube-Trends auf die Praxis von Journalismus und Kommunikationsmanagement“. Untersucht hat man u.a., wie Videos heute und künftig im Redaktionsalltag eingesetzt werden; wie Bewegtbild produziert wird und woher es bezogen wird; ob Videomaterial von Unternehmen/Organisationen bereitgestellt wird und welche Kompetenzen künftig gefragt sind.
In der Präsentation gibt es neben vielen Charts auch ausgewählte Ergebnisse der empirischen Untersuchung:
- Jeder dritte Journalist schaut täglich Online-Videos; PR-Verantwortliche sind deutlich weniger aktiv
– Neun von zehn Befragten prognostizieren einen Bedeutungszuwachs von Bewegtbild-Content im Netz
– 60 Prozent der Journalisten arbeiten bereits mit Bewegtbildern; im PR-Bereich sind es nur 40 Prozent
– Es gibt einen klaren Mangel an Know-how, insbesondere bei der Produktion und Nachbearbeitung
– Journalisten produzieren zumeist selbst; PR-Verantwortliche haben bislang wenig Ressourcen
– Jedes dritte Unternehmen, das seine Webvideos derzeit extern bezieht, will eigenes Know-how aufbauen
– Sechs von zehn Journalisten verwenden Videos als eigenständige Darstellungsform; 15 Prozent veröffentlichen auch user generated content
– Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Bewegtbild-PR im Internet sind einfache Publikations- und Distributionsmöglichkeiten sowie intelligente Konzepte -
: 2. Kurzstudie: Politik im Web 2.0 in Deutschland
: 2. Kurzstudie: Politik im Web 2.0 in Deutschland Vier Monate nach dem ersten Release haben wir unsere Kurzstudie zu „Politik im Web 2.0 in Deutschland“ (PDF) wieder mit neuen Zahlen aufgelegt. Dabei haben wir die Präsenz der Parteien, ihrer Spitzenpolitiker und ihrer Jugendorganisationen in verschiedenen Social Networks wie StudiVZ, MySpace, Facebook und Xing, im Videoportal YouTube und bei Twitter untersucht.Große Veränderungen gibt es nicht, aber weitgehend ist ein langsames Ansteigen der parteipolitischen Aktivitäten sichtbar. Einzelne Ausnahmen bestätigen die Regel.
Hier ist die Pressemitteilung dazu: Politik im Web 2.0: Parteien setzen auf die Röhre.
Die zweite Ausgabe der quartalsweise erscheinenden quantitativen Kurzstudie „Politik im Web 2.0“ der Berliner newthinking communications GmbH zeigt es deutlich: der Wahlkampf hat im Internet noch nicht begonnen. Nach wie vor scheuen Spitzenpolitiker das Internet, die Parteizentralen entdecken nur langsam das Potenzial des Mediums für sich.
Kleine Experimente wie der Twitter-Account der Partei „Bündnis ’90 /Die Grünen“ und des SPD-Generalsekretärs Hubertus Heil sind jedoch Indizien für ein wachsendes Interesse. Ein besonderer Fokus der Kurzstudie in ihrer zweiten Ausgabe liegt daher auf dem Mikro-Blogging-Dienst Twitter.
Noch halten sich die Parteien und vor allem die Spitzenpolitiker zurück. „Barack Obama biegt nach 21 Monaten Wahlkampf nun auf die Zielgerade ein,“ sagt Markus Beckedahl. „In Deutschland sieht es danach aus, als ob die deutschen Parteien und Spitzenpolitiker der festen Meinung sind, dass 10 Monate Wahlkampf genug sein werden.“ Ob das auch für einen nachhaltigen und guten Onlinewahlkampf ausreichen wird, wird sich zeigen.
Die von vielen Medien hochgeschriebene Plattform YouTube scheint weiterhin irrelevant. Facebook legt an Nutzerzahlen und Aktivitäten gegenüber dem deutschen Klon StudiVZ stetig zu. Facebook ermöglich deutlich mehr Aktivitäten und politische Testimonials, Events und mehr. Erste Gehversuche gibt es mit dem Micro-Blogging-Dienst Twitter.
Die nächste Ausgabe der Kurzstudie „Politik im Web 2.0“ erscheint im Januar 2009.
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: 60% aller Deutschen in Sozialen Netzwerken?
: 60% aller Deutschen in Sozialen Netzwerken? „60% aller Deutschen in Sozialen Netzwerken“ titelt die Plattform Meedia mit Verweis auf eine Pressemeldung eines Marktforschungsinstituts.
Als Hauptgrund, Sozialen Netzwerken fern zu bleiben, wurden Datenschutzbedenken angegeben, wobei Frauen kritischer sind als Männer und Ostdeutsche kritischer als Westdeutsche.
Irgendwas ist da beim Abschreiben der Pressemeldung aber schief gegangen, da laut verschiedener Umfragen nur ca. 60–70% der Deutschen überhaupt im Internet sind. Vielleicht war es die fehlende journalistische Recherche?
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: Globale Wikipedia-Umfrage
: Globale Wikipedia-Umfrage Die UNU-MERIT führt im Auftrag der Wikimedia-Foundation die erste weltweite Befragung von Wikipedia-Lesern und ‑Autoren durch. UNU-MERIT ist ein Forschungs- und Ausbildungszentrum der Universität der Vereinten Nationen und der Universität Maastricht in den Niederlanden.
In der deutschsprachigen Wikipedia gibt es dazu eine FAQ und weitere Informationen:
Hauptziel der Umfrage aus Sicht der Wikimedia Foundation ist es, ein erstes Bild über die Nutzer sowie die Autoren der Wikipedia zu bekommen, um grundsätzliche Fragen wie „Wie viele Frauen arbeiten mit?“ oder „Wie viele Leser haben wir in der Altersgruppe 55+?“ zumindest mit groben Daten beantworten zu können. UNU-Merit verfolgt eigene Forschungsinteressen, um z.B. die Motivation der Mitarbeiter besser zu verstehen. Der Fragebogen wurde in erster Linie vom UNU-MERIT-Forschungsteam entworfen, mit Feedback von seiten der Wikimedia Foundation.
Die Übersetzung der Umfrage in mehr als 20 Sprachen wurde von Freiwilligen erstellt. Falls die Übersetzung ins Deutsche offensichtliche Fehler enthält, werden wir versuchen, diese zu beheben. Wir werden nicht in der Lage sein, alle Rückmeldungen im ersten Anlauf zu bearbeiten, werden aber versuchen, aus diesen Anregungen für spätere Umfragen zu lernen. Auch wenn die vorliegende Umfrage noch nicht perfekt sein sollte, wird sie uns ein viel klareres Bild über Dinge geben, bei denen wir bislang nur auf Vermutungen angewiesen waren.
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: UK: Online-Bingo überholt Filesharing?
: UK: Online-Bingo überholt Filesharing? Heise titelt „Studie: Warnbriefe der Musikindustrie können britische Filesharer abschrecken“ und meint diese Studie von EntertainmentMediaResearch. Das in der Kundenliste der Firma die britische Musikindustrie auftaucht, hatte ich schon vor der kurzen Recherche im Bauch. Die finanzierte Studie soll eben die eigenen Lobbybemühungen flankieren und Eindruck bei der Politik machen.
Aussagekräftiger finde ich die Aussagen der Befragten: Wenn doch mehr befragte Menschen sagen, sie geben Geld für Online-Bingo aus, als dass sie urheberrechtlich-geschützte Werke per Datenträger austauschen, sagt das viel über die Relevanz der Studie und dem Wahrheitsgehalt der Antworten aus. Das kann man dann so stehen lassen.
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: Urheberrecht-Schutzfristen: Da ist etwas grundfaul
: Urheberrecht-Schutzfristen: Da ist etwas grundfaul Matthias Spielkamp hat für die Süddeutsche Zeitung ein Interview mit dem Wissenschaftler Martin Kretschmer über die Verlängerung von Urheberrechts-Schutzfristen geführt. Da die Süddeutsche Zeitung den Artikel nichtonline gebracht hat, wurde er jetzt im Immateriblog veröffentlicht: “Da ist etwas grundfaul”
Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung von gestern (11. Oktober) ist ein Interview erschienen, das ich mit Martin Kretschmer geführt habe. Es geht um die Verlängerung der Schutzfrist für Musikaufnahmen, die Musikindustrie und EU-Kommissar McCreevy fordern. Kretschmer, einer der interessantesten Urheberrechtler Europas, ist der Überzeugung, dass die Verlängerung den Künstlern nichts nützen würde, sondern fast ausschließlich den großen Musikfirmen.
Kretschmer ist Professor am Center for Intellectual Property Policy and Management der Universität Bournemouth. Er hat Philosophie, Musik und Jura in Berlin, Wien und London studiert und bei einigen Rundfunk- und Plattenaufnahmen die Bratsche gespielt. Seinen Aufruf an die EU (PDF, 212 KB) haben 50 Urheberrechtsexperten aus ganz Europa unterzeichnet. Kretschmer stützt seine Argumentation auch auf die bisher größte Studie zum Einkommen von Autoren in Deutschland und Großbritannien (PDF, 3 MB), die er mit seinem Kollegen Philip Hardwick erstellt hat.
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: Erste Langzeitstudie zum Internet-Bombenbau?
: Erste Langzeitstudie zum Internet-Bombenbau? Die Filter-Freunde von der Firma Pan Amp haben mal wieder eine neue Pressemitteilung über OTS rausgehauen. Diesmal geht es nicht um Killerspiele oder Kinderpornographie, sondern um die „Erste Langzeitstudie zum Internet-Bombenbau: Sicherheits-Experten haben eine bislang in Deutschland einmalige Langzeitstudie zum lebensgefährlichen Leichtsinn „Internet-Bombenbau“ erstellt“. In der Pressemitteilung ist mal wieder fast alles eingebaut, was zur Pan-Amp Propaganda gehört: Mehr als „509.421 detektierte Sprengstoff- und Bombenbauanleitungen“ habe man gefunden. Und das „in Deutschland“. Auf die Bevölkerung hochgerechnet kommt also jeden 160. Bürger eine Bombenanleitung. Dazu gibt es, wie immer bei Pan Amp – Sachen, Terroristen, Islamismus, Gefahr aus dem Internet und politische Forderungen.
Ich würde mir ja wünschen, dass solche Pressemitteilungen und nicht nachvollziehbare Studien von Journalisten kritisch hinterfragt würden. Die Realität sieht anders aus: Siehe z.B. Meedia. Mal schauen, wo die Zahlen und Aussagen aus dieser Pressemitteilung noch auftauchen werden.
Die Kurz-Studie mit vielen bunten Bildern und wenig nachvollziehbaren Zahlen enthält wie immer konkrete politische Forderungen: Bombenbau-Anleitungen zu verbieten und Internetzensur-Infrastrukturen schaffen. Die zufälligerweise die Firma Pan-Amp anbietet und seit Jahren Lobby- und PR-Arbeit macht, z.B. in Kooperation mit dem Bund der Kriminalbeamten. Falls doch jemand darüber schreiben möchte, könnte man ja auch mal die Presseabteilung des BKA bezüglich der Firma und ihren Veröffentlichungen anfragen. Ansonsten passt dieser Artikel auch noch: Pan Amp und die Terror-Codecs.
Ergänzung von Wetter: Um die Nichtexistenz des suggerierten „Problems“ zu verdeutlichen, genügt ein Blick in die vom BKA herausgegebene Polizeiliche Kriminalstatistik (PDF), die seit Anfang der 90er keine nennenswerte Schwankungen im Bereich der erfassten „Herbeiführungen von Sprengstoffexplosionen“ aufweist:

Vergleich: Tatsächliche Vorfälle von Sprengstoffexplosionen (grün) bleiben konstant, auch wenn die Verfügbarkeit von Bombenbauanleitungen über das Internet zunehmen sollte (Was zu beweisen wäre). (Grafik: CC BY 3.0 netzpolitik.org) -
: Interesse an Datenschutz steigt
: Interesse an Datenschutz steigt Initiative D21 und Microsoft haben eine Sicherheits-Studie veröffentlicht: Sicherheitsbewusstsein der Internetnutzer steigt.
„Unsere Sonderstudie zum Thema Sicherheit verzeichnete auch in diesem Jahr einen erfreulichen Aufwärtstrend beim Sicherheitsbewusstsein“, sagt Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. „Das Interesse der Internetnutzer am Thema Datenschutz hat sich im Jahrestrend fast verfünffacht. Das ist ein deutliches Signal für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Der Schutz der Privatsphäre muss an die Spitze der Agenda. Das Thema Sicherheit im Internet bleibt also ein Dauerbrenner.“
Ausnahmsweise bin ich da mal politisch einer Meinung mit Microsoft.
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: Vorratsdatenspeicherung: Hintergrund
: Vorratsdatenspeicherung: Hintergrund Die Vorratsdatenspeicherung ist nicht nur kontrovers, sondern auch recht komplex. Nicht nur Politik, Justiz und Telekommunikationsanbieter ringen noch immer mit Details, Definitionen und Deutungen, auch unter Aktivisten und Technikern herrschen noch viele Unklarheiten. In einer kleinen Serie möchte ich den Hintergrund, die Diskussion um technische Definitionen sowie den Stand der Umsetzung bei den Providern und die Kosten erläutern.
Ich beginne mit der Veröffentlichung einer Uni-Arbeit mit dem recht akademischen Titel „Vorratsdatenspeicherung und gesellschaftliche Kontroverse“ (PDF, 380 kB). Darin wird zunächst die politische Entstehungsgeschichte der EG-Richtlinie sowie des deutschen Umsetzungsgesetzes geschildert. Aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive lege ich meinen Fokus dann auf die Positionen und Argumente der Kritiker und untersuche die Standpunkte von Datenschutzbeauftragten, Bürgerrechtsorganisationen, Berufsverbänden, Telekommunikationsanbietern, Informatikern, dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung sowie politischen Parteien.
Allen Kritikern ist natürlich gemein, dass Sie die pauschale Speicherung jeglicher Telekommunikation auf Vorrat ohne Verdacht als schwerwiegenden Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und das Brief‑, Post- und Fernmeldegeheimnis sehen. Darüber hinaus existiert eine Bandbreite an weiteren Problemen, ein Abriss:
Datenschutzbeauftragte sehen einen Paradigmenwechsel im Datenschutzrecht weg von gezielten Eingriffen hin zu einer Registrierung ohne Anlass. Durch die flächendeckende Speicherung fürchten sie um die für eine freiheitliche Gesellschaft notwendige Unbefangenheit der Nutzung von Kommunikationsmitteln. Datenschützer sehen in den Daten außerdem ein enormes Missbrauchspotential beispielsweise für Wirtschaftsspionage sowie eine bedrohliche Verlockung für Maßnahmen wie Data-Mining und Rasterfahndung. Verschiedene Berufsgruppen sehen ihre notwendigen Berufsgeheimnisse und Vertrauensverhältnisse unverhältnismäßig eingeschränkt und ihre Kommunikationsmöglichkeiten begrenzt. Telekommunikationsunternehmen beklagen enorme Kosten der Maßnahme, die von ihnen selbst zu erbringen sind, sich damit auf die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen auswirken und wohl an die Kunden weiter gegeben werden. Kleine und private Anbieter von Telekommunikationsdiensten fordern eine bisher nicht vorhandene Begrenzung der Speicherpflicht auf große und relevante Anbieter und Unternehmen. Informatiker und mit der technischen Umsetzung der Vorschrift Beauftragte beklagen einen Mangel an Spezifikationen sowie eine Unzahl an ungeklärten technischen Problemen. Technisch versierte Kritiker der Speicherpflicht verweisen auf einfache technische Wege zur Umgehung der Speicherung.
Alles in allem nicht unbedingt Neues, vielmehr eine Zusammenfassung der doch ziemlich breiten Debatte. Die Arbeit ist auf dem Stand von April 2008 und war in erster Linie für die Uni, deswegen die späte Veröffentlichung.
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: Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 ist da
: Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 ist da Für Statistikfans und Zahlenjunkies gibt es neues Material: Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 ist da (Pressemitteilung). Wie jedes Jahr wurden die Ergebniss ein verschiedenen Aufsätzen in der Zeitschrift Media-Perspektiven veröffentlicht und stehen im Netz als PDF-Download.
Aus der Pressemitteilung:
Im Frühjahr 2008 sind 65,8 Prozent der deutschen Erwachsenen online (= 42,7 Millionen). Während unter den 14- bis 29-Jährigen inzwischen nahezu jeder (96 Prozent) Zugang zum Internet hat, liegt die Internet-Verbreitung bei den 30- bis 49-Jährigen bei 83 Prozent und bei den 50- bis 59-Jährigen bei 66 Prozent. Die höchsten Zuwachraten (plus 11 Prozent) weisen weiterhin die 60- bis 79-Jährigen auf, von denen inzwischen 29 Prozent im Netz aktiv sind.
Die 14–19-jährigen verbringen mit durchschnittlich 120 Minuten täglich mehr Zeit im Internet als sie Fernsehen (100 Minuten) oder Radio (97 Minuten) konsumieren.
Besonders interessant ist der Aufsatz von Martin Fisch und Christoph Gescheidle zum “Mitmachnetz Web 2.0: Rege Beteiligung nur in Communitys“. Jan Schmidt hat da schon viele Zahlen rausgezogen. Interessant ist der Nutzungsrückgang von Weblogs und Beruflichen Netzwerken / Communities. Ersteres dürfte an der steigenden Nutzung von Social Network – Plattformen für die private Kommunikation liegen. Letzteres verwundert mich ein wenig.
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: (N)ONLINER Atlas 2008: Zwei Drittel der Deutschen sind online
: (N)ONLINER Atlas 2008: Zwei Drittel der Deutschen sind online Eben hab ich noch Zahlen aus dem (N)ONLINER Atlas 2007 herausgesucht und nun lese ich von der Veröffenltichung des (N)ONLINER Atlas 2008. Die Studie wird jedes Jahr von der Initiative D21 herausgegeben und befragt ca. 52.000 Menschen.
Aus der Pressemitteilung: Zwei Drittel der Deutschen sind online.
Mit einem starken Zuwachs um fast fünf Prozentpunkte ist die Bevölkerungsgruppe der Internetnutzer innerhalb eines Jahres um beachtliche drei Millionen Menschen (Anstieg im Vorjahr: 1,4 Millionen) gewachsen und überschreitet somit erstmals die 65-Prozent-Marke. Nach den aktuellen Ergebnissen des (N)ONLINER Atlas 2008 sind demnach ca. 42,2 Millionen Personen über 14 Jahren online. Eine weitere Premiere: Dieses Jahr fällt der Offliner-Anteil der Bevölkerung zum ersten Mal unter die 30-Prozent-Grenze. Während es im Jahr 2007 noch 22,2 Millionen (34,1 Prozent) Deutsche gab, die weder das Internet nutzten, noch planten, dies in Zukunft zu tun, verringerte sich der Anteil der Nicht-nutzer innerhalb der letzten zwölf Monate um 4,2 Prozentpunkte auf 29,9 Prozent. Mehrheitlich sind die Offliner weiterhin eher weiblichen Geschlechts, haben formal eine vergleichbar geringere Bildung sowie ein niedrigeres Einkommen. Bei den männlichen Onlinern ist dagegen ein überdurchschnittlicher Anstieg zu verzeichnen. Im Gegensatz zur Entwicklung in den Vorjahren zeichnet sich in diesem Jahr eine leichte Öffnung der Frauen-Männer-Schere ab. Der Anteil der Nutzungsplaner ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und setzt somit den rückläufigen Trend zur Nutzungsplanung weiter fort. Nach den vorliegenden Zahlen beabsichtigen in den nächsten zwölf Monaten lediglich 4,9 Prozent der Bundesbürger (5,7 Prozent im Vorjahr) sich der Onliner-Community anzuschließen.
Und hier ist die 7MB grosse Studie als PDF.
