Schweiz
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Fragwürdige Praxis: EU arbeitet ohne Mandat mit europäischen Geheimdiensten zusammen
Sechs Jahre war die Bundesregierung durch Hans-Georg Maaßen im „Berner Club“ vertreten. Seine Rücktrittsrede offenbarte den politischen Charakter des Klüngels, dem 30 Geheimdienste angehören. Fragwürdige Praxis: EU arbeitet ohne Mandat mit europäischen Geheimdiensten zusammen Obwohl der Vertrag von Lissabon die geheimdienstliche Zusammenarbeit ausklammert, kooperieren europäische Inlandsdienste mit Europol und einem Lagezentrum in Brüssel. Nächste Woche diskutiert der Rat für Justiz und Inneres die weitere Verzahnung mit dem operativen Arm des „Berner Club“.
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: Protest gegen privatisierten elektronischen Pass in der Schweiz
Der Schweizer elektronische Pass soll von Unternehmen statt dem Staat ausgegeben werden. : Protest gegen privatisierten elektronischen Pass in der Schweiz Das Schweizer Parlament hat beschlossen, dass Privatunternehmen die elektronische Identifikation, eine Art digitalen Pass, herausgeben sollen. Kritiker sind sauer: Der Staat verabschiede sich mit der Privatisierung der E‑ID von einer staatlichen Kernaufgabe. Ein zivilgesellschaftliches Bündnis will nun einen Volksentscheid darüber in Gang bringen.
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: Schweiz: Beschwerde gegen geheimdienstliche Massenüberwachung geht vors Bundesgericht
Der Schweizer Geheimdienst überwacht den Internetverkehr ins Ausland, vor allem an Glasfaserkabeln. : Schweiz: Beschwerde gegen geheimdienstliche Massenüberwachung geht vors Bundesgericht Von der Massenüberwachung durch Kabelaufklärung sind alle Personen in der Schweiz und viele Menschen in aller Welt betroffen. Die Digitale Gesellschaft Schweiz klagt gegen diese Maßnahme. Nun muss das höchste Schweizer Gericht entscheiden, ob überwachte Personen das Recht haben, sich gegen die Massenüberwachung zu wehren.
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: Was vom Tage übrig blieb: Schweiz forciert private E‑IDs und Google beschäftigt prekär
Auch der Berliner Himmel reagierte verstört auf die aktuellen Aussagen der Unionsspitze zu Youtube-Stars. : Was vom Tage übrig blieb: Schweiz forciert private E‑IDs und Google beschäftigt prekär Google hat weniger Vollzeitbeschäftigte als prekäre Arbeitskräfte, die Schweiz will per Gesetz die Verantwortung für elektronische Ausweise an die Privatwirtschaft auslagern und eine WDR-Sendung erklärt Interoperabilität bei Messengern. Die besten Reste des Tages.
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: Was vom Tage übrig blieb: Zu zerschlagende IT-Konzerne, zensierte Wörter und fette Unterseekabel
Links im Bild sind offenbar die Goldvorräte der deutschen Zentralbank zu sehen. : Was vom Tage übrig blieb: Zu zerschlagende IT-Konzerne, zensierte Wörter und fette Unterseekabel Die Rufe nach der Zerschlagung großer IT-Konzerne kommen nun langsam auch im US-Mainstream an, ein Lexikon der in China verbotenen Begriffe bringt Licht in die dortige Internetzensur, Amazon, Google & Co. verlegen immer mehr eigene Unterseekabel und die Schweiz schützt bald die Netzneutralität. Die interessantesten Reste des Tages.
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: Schweizer Verwaltung setzt auf Threema statt WhatsApp
: Schweizer Verwaltung setzt auf Threema statt WhatsApp Nach Frankreich will nun auch die Schweiz in Sachen Messenger die behördliche Kommunikation weg von WhatsApp bekommen. Dort entschied man sich nun für ein Unternehmen aus dem eigenen Land.
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: Googles Digital News Initiative: Über Geld schweigen Schweizer gerne.
: Googles Digital News Initiative: Über Geld schweigen Schweizer gerne. Es gibt keinen namhaften Schweizer Verlag mehr, der in den letzten drei Jahren nicht von Googles medialer Entwicklungshilfe in Form von Förderungen aus der Digital News Initiative profitierte. Zu diesem Ergebnis kam die Schweizer Journalistin Adrienne Fichter von Republik.ch bei einer Recherche, die an eine Datenanalyse von netzpolitik.org anknüpft. Ist das eine Imagekampagne des Datenkonzerns? […]
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: Volksabstimmung über Netzsperren: Schweiz entscheidet am 10. Juni über Internet-Zensur
Nichts für die Eidgenossenschaft: Strip mit Casinos in Las Vegas. : Volksabstimmung über Netzsperren: Schweiz entscheidet am 10. Juni über Internet-Zensur Am 10. Juni stimmt die Schweizer Bevölkerung über Internetzensur ab, wohl als erstes Land der Welt. Auf dem Stimmzettel geht es formal um Sperren von Webseiten ausländischer Casinos. Aber wenn das „Geldspielgesetz“ durchkommt, werden weitere Netzsperren umgehend folgen.
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: Schweiz: Kanton Bern erlaubt die Veröffentlichung eigener Software unter freier Lizenz
Vom Rechtsstreit um OpenJustitia zur Rechtssicherheit: Öffentlich finanzierte Software darf in Bern fortan als offene Software veröffentlicht werden. : Schweiz: Kanton Bern erlaubt die Veröffentlichung eigener Software unter freier Lizenz Von Nachbarn lernen: Eine neue Verordnung des Schweizer Kantons Bern erlaubt die Bereitstellung von öffentlich finanzierter Software unter freier Lizenz. Zukünftig kann Software, über deren Rechte der Kanton verfügt, unter den Bedingungen einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden.
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: Schweiz: Predictive Policing liegt meist falsch
Zwei Polizisten auf Streife in der Zürcher Innenstadt. : Schweiz: Predictive Policing liegt meist falsch Eine Fehlerquote von zwei Dritteln: Die soll eine in der Schweiz eingesetzte Vorhersagesoftware liefern. Trotzdem nutzt sie die Polizei, um Personen als Gefährder zu klassifizieren.
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: Steve Bannon lobt Kryptowährungen als Werkzeug gegen das Establishment
Trumps früherer Chefideologe Steve Bannon bei einer Rede 2017 : Steve Bannon lobt Kryptowährungen als Werkzeug gegen das Establishment Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist ein großer Fan von Kryptowährungen. Das ließ Bannon eine gebannt lauschende Menge in der Schweiz wissen, dem Heimatland der geheimen Geldflüsse. Der führende Kopf der US-amerikanischen Alt-Right-Bewegung besuchte die Schweiz auf Einladung der rechten Wochenzeitung „Weltwoche“, die immer wieder mit hetzerischen Covergeschichten von sich reden […]
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: Neues aus dem Fernsehrat (21): Blick über die Grenze zurück nach Deutschland
: Neues aus dem Fernsehrat (21): Blick über die Grenze zurück nach Deutschland Nicht nur in Deutschland wird die Debatte über öffentlich-rechtlichen Rundfunk im digitalen Zeitalter mit zunehmender Intensität geführt. Die Schweiz stimmt am Wochenende über die Abschaffung des Rundfunkbeitrags ab, in Österreich übt die neue rechtskonservative Regierung Druck auf den ORF aus.
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: Schweiz: 50.000 Unterschriften für Abstimmung gegen Netzsperren gesammelt
Das Netzsperrengesetz soll sich gegen Glücksspiel richten. : Schweiz: 50.000 Unterschriften für Abstimmung gegen Netzsperren gesammelt In der Schweiz wird es eine Volksabstimmung gegen die im letzten Jahr beschlossenen Netzsperren geben. Seit Oktober hatten mehrere Bündnisse aus Partei- und Nichtregierungsorganisationen Unterschriften für die Volksabstimmung gesammelt. Nun sind die notwendigen 50.000 Stimmen beisammen. Neben den Jungen Grünen und einem Komitee aus Jungfreisinnigen, Jungen Grünliberalen und der Jungen SVP hat auch ein Bündnis […]
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: Neues Projekt zeigt, was in der Schweiz zensiert wird
DNS-Sperren sind wie ein Stop-Schild. Sie können umgangen werden. Effektiver bei illegalen Inhalten ist Löschen statt Sperren. : Neues Projekt zeigt, was in der Schweiz zensiert wird Ein neues Projekt wertet aus, welche Seiten in der Schweiz zensiert werden. Es macht damit transparent, aus welchen Gründen die Seiten gesperrt werden. Schon vor dem Start des Geldspielgesetzes sind hunderte Seiten in den Zensurlisten.
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: Schweiz: Referendum gegen Netzsperren gestartet
: Schweiz: Referendum gegen Netzsperren gestartet In einem Gesetz zur Regelung des Glückspiels verstecken sich Netzsperren. Gegen die Einführung einer Zensurinfrastruktur machen mehrere Schweizer Bürgerrechtsorganisationen mit einem Referendum mobil.
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: Schweiz: Beschwerde gegen neues Gesetz zur Massenüberwachung durch Geheimdienste eingereicht
Wird verklagt: Nachrichtendienst des Bundes der Schweiz. : Schweiz: Beschwerde gegen neues Gesetz zur Massenüberwachung durch Geheimdienste eingereicht Der Schweizer „Nachrichtendienst des Bundes“ darf ab morgen internationale Glasfaserkabel abhören. Die Digitale Gesellschaft Schweiz hat dagegen Beschwerde eingereicht. Da es kein nationales Internet gibt, werden zwangsläufig alle überwacht. Zudem gelten Menschenrechte nicht nur für Schweizer, sondern universell.
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: Open-Access-Alternativen boomen: Der Druck auf Großverlag Elsevier wächst [Update]
Eine Veranstaltung von Elsevier in den Niederlanden. : Open-Access-Alternativen boomen: Der Druck auf Großverlag Elsevier wächst [Update] Die Liste deutscher Wissenschaftseinrichtungen, die ihre Verträge mit dem Großverlag Elsevier gekündigt haben, wird immer länger. Sie können dabei auf die Unterstützung der betroffenen Forschenden bauen. Hinzu kommt das Comeback universitätsbasierter Publikationsformen, wie eine Studie aus Großbritannien zeigt.
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: Report: Telekommunikationsüberwachung in der Schweiz rückläufig
: Report: Telekommunikationsüberwachung in der Schweiz rückläufig Während die technischen Möglichkeiten und die Befugnisse für Überwachung in der Schweiz ständig erweitert werden, geht die Zahl der statistisch erfassten Überwachung zurück. Das geht aus dem jährlichen Bericht der Digitalen Gesellschaft Schweiz hervor.
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: Schweiz führt Netzsperren für Glücksspielangebote ein
Der Sitz des Schweizer Nationalrats: Das Bundeshaus in Bern. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/59159233@N04/14190334461/in/photolist-nBXb3Z-9aYKqV-5euCrg-7MetGt-7RnCdS-7M39pY-ksgCak-7j99xT-AffEs4-h63WpJ-7j9cg4-h64K3n-iaBGgM-5WJBzE-ATdYkZ-9n5Czp-r9bTPF-8TNiAA-8TK5GZ-6h6w5T-AS2SXu-b4nxFz-Gw4j4v-7RiqKX-9n5BXT-h64Vyx-h64Srk-7j9bAR-h64U1n-h64UPM-h63KsW-h63CJA-h63Q5u-h8JNLY-h8KZZV-h63zi6-h63UWo-h64Pr2-h8JSU5-h63vKp-h8JUc5-h63TNm-h63Vs3-h64XcH-h64PFv-h8JMYq-h63zFk-h64Pgn-h63JWf-by2bdF">Thomas</a> : Schweiz führt Netzsperren für Glücksspielangebote ein Am Mittwoch stimmte der Schweizer Nationalrat mit großer Mehrheit für die Einführung von Netzsperren. Mit diesem Beschluss soll der Zugang zu ausländischen Glücksspielwebseiten geblockt werden. Laut Tagesanzeiger plant der Bundesrat weitere Netzsperren, dann in Bezug auf Filesharing-Anbieter und Kinderpornographie-Netzwerke. Schon vor der Abstimmung kritisiert die Digitale Gesellschaft Schweiz diese richtungsweisende Entscheidung. Sie warnen vor dem […]
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: „Exzellenz beinhaltet Offenheit“: Schweizer Forschung ab 2024 komplett Open Access
<a href="https://www.flickr.com/photos/epist/8495403533">Bild</a>: Sara Thompson (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">BY-SA 2.0</a>) : „Exzellenz beinhaltet Offenheit“: Schweizer Forschung ab 2024 komplett Open Access Die Schweiz steigt bis 2024 vollständig auf „Open Access“ für öffentlich finanzierte Forschung um. Die Umsetzung der Strategie soll sofort beginnen. In Deutschland sind derweil zahlreiche Universitäten für Elsevier-Beiträge auf Fernleihe angewiesen.