Was vom Tage übrig blieb: Schweiz forciert private E-IDs und Google beschäftigt prekär

Google hat weniger Vollzeitbeschäftigte als prekäre Arbeitskräfte, die Schweiz will per Gesetz die Verantwortung für elektronische Ausweise an die Privatwirtschaft auslagern und eine WDR-Sendung erklärt Interoperabilität bei Messengern. Die besten Reste des Tages.

Auch der Berliner Himmel reagierte verstört auf die aktuellen Aussagen der Unionsspitze zu Youtube-Stars.

Google’s Shadow Work Force: Temps Who Outnumber Full-Time Employees (New York Times)
Laut einem Bericht der New York Times arbeitet eine steigende Anzahl prekär Beschäftigter bei der 800-Milliarden-Dollar-Firma Google. Im März beschäftigte der Konzern weltweit 121.000 Zeitarbeitskräfte und ausgelagerte Angestellte, aber bloß 102.000 Vollbeschäftigte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf interne Dokumente. Ziemlich knausrig für einen Konzern mit Milliardenprofiten.

Das Märchen des unfähigen Staates (Republik)
Die Schweizer Politik will die Schaffung elektronischer Identitätsnachweise (E-ID) für Bürgerinnen und Bürger an die Privatwirtschaft auslagern. Damit unterschätze sich der Staat aber selber – und mache Menschen im Netz von kommerziellen Anbietern abhängig, schreibt Adrienne Fichter im Online-Magazin Republik.

Angeklickt: WhatsApp, Threema oder IMessage vernetzen? (WDR)
Deutsche Politikerinnen möchten den Facebook-Konzern zur Öffnung seiner Messenger mit anderen Diensten bringen. Die Idee ist einer von mehreren Ansätzen gegen die Marktmacht des Internetriesen, birgt aber gewisse Fallstricke beim Thema Verschlüsselung und Datenschutz. Der Journalist Jörg Schieb vom WDR nimmt sich der heiklen Frage Interoperabilität an und schafft es, das Ganze in knackige vier Minuten Fernsehen zu packen.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

0 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.