Netzneutralität
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: hr2 Funkkolleg: Netzpolitik und Netzneutralität – Wie demokratisch ist das Internet?
: hr2 Funkkolleg: Netzpolitik und Netzneutralität – Wie demokratisch ist das Internet? Das „hr2 Funkkolleg: Medien“ hat in Folge (22) das Thema „Netzpolitik und Netzneutralität – Wie demokratisch ist das Internet?“ behandelt:
Netzneutralität heißt: Es ist ganz gleich, was in einem Datenpaket enthalten ist oder von wem es kommt. Was transportiert wird, hat nichts damit zu tun, wie es transportiert wird. Das Netz selbst soll gegenüber all dem ?neutral? sein. Doch das Internet hat sich in der Zwischenzeit nicht nur in kommerzieller Hinsicht verändert. Welche Regeln braucht das Internet? Und wer schreibt sie wem vor?
Zu Wort kommen die Deutsche Telekom, Andreas Bogk, Ben Scott und ich. Lustig an der Sendung ist, dass sie vor einem halben Jahr produziert und damals schon für heute geplant war.
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: LOGO: Netzneutralität für Kinder erklärt
: LOGO: Netzneutralität für Kinder erklärt Die LOGO-Nachrichten auf dem Kinderkanal haben gestern die Drosselkom-Pläne der Deutschen Telekom in einfachen Worten und Bildern erklärt. Könnt Ihr ja Euren Eltern zeigen:
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: Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 18
photo credit: <a href="http://www.flickr.com/photos/essjay/229819241/">EssjayNZ</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">cc</a> : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 18 Hier mal wieder der Netzpolitische Wochenrückblick mit den wichtigsten Themen der Woche! Die Audio-Version des Rückblicks (MP3) haben wir diese Woche zum ersten Mal in Kooperation mit Berlin FM erstellt, und wir freuen uns wie immer über Feedback!
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Deutsche Telekom: Bis 2018 haben alle Kunden die neue AGB und Netzneutralität wird abgeschafft
Der Deutschland-Chef der Deutschen Telekom, Niek Jan van Damme, hat der Zeitung Die Welt ein Interview zu den Drosselplänen gegeben. Einerseits erklärt van Damme, dass die AGB-Änderungen hin zu den Volumentarifen selbstverständlich alle Kunden treffen wird – nur nicht sofort, sondern etwas später. Bis 2018 sollen alle Kunden umgestellt sein. Ebenfalls bestätigt wird in dem Interview unsere Befürchtung, dass die Deutsche Telekom gegen Geld Partnerdienste bevorzugen wird. [Zum Artikel]
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: Drossellayer: Wie das Internet mit der Telekom bald aussehen wird
: Drossellayer: Wie das Internet mit der Telekom bald aussehen wird Inspiriert von unseren Werbespots der Telekom zu ihren neuen Drossel-Tarifen hat Jan Karres eine Webseite gebaut, mit dem man einen „Drossel-Layer“ für seine eigene Webseite erstellen kann:
Vielen Dank an Jan, der das auch nochmal in seinem Blog erläutert. Großer Dank geht natürlich auch an Andreas Müller, der die ursprünglichen Videos erstellt hat.
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: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ist für Netzneutralität
: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ist für Netzneutralität Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, hat der Nachrichtenagentur dpa zum Welttag der Pressefreiheit einige Zitate zur Netzneutralität geliefert. Der BDZV ist für Netzneutralität, das ist zu begrüßen:
„Es darf keine Mehrklassengesellschaft etwa nach Größe oder Finanzkraft der Inhalte-Anbieter geben“ […] „Wenn zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur, zum Beispiel für den Ausbau der Kabelnetze, nötig sind, darf das aber genauso wenig dazu führen, dass mittelfristig die Auffindbarkeit von und der Zugang zu Informationen eingeschränkt werden“.
Lustig ist es übrigens, wenn man im letzten Satz „Infrastruktur“ durch „Redaktion“ sowie „Ausbau der Kabelnetze“ durch „Erhalt des Qualitätsjournalismus“ ersetzt. Das erinnert doch an eine andere Debatte… *hust*:
„Wenn zusätzliche Investitionen in die Redaktionen, zum Beispiel für den Erhalt des Qualitätsjournalismus, nötig sind, darf das aber genauso wenig dazu führen, dass mittelfristig die Auffindbarkeit von und der Zugang zu Informationen eingeschränkt werden“.
NIchtsdestotrotz zeigt das Statement, dass es in dieser Debatte vollkommen neue Allianzen gibt. Wir würden es begrüssen, wenn sich mehr Inhalteanbieter pro Netzneutralität äußern würden, um endlich eine gesetzliche Verankerung dieser zu bekommen.
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: Für den Gewinn: Warum die Telekom drosseln will und was dagegen einzuwenden ist
: Für den Gewinn: Warum die Telekom drosseln will und was dagegen einzuwenden ist
Dieser Gastbeitrag von Kathrin Ganz (@ihdl) erschien zunächst auf ihrem Blog i heart digital life, wir übernehmen ihn hier mit freundlicher Genehmigung.In der vergangenen Woche hat die Telekom angekündigt, aus den Flatrates nach und nach volumenbegrenzte Angebote zu machen. Ist die monatliche Volumengrenze erreicht wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Es ist davon auszugehen, dass andere Anbieter nachziehen. Mit der Ankündigung der Telekom ist ein Szenario in greifbare Nähe gerückt, das die Art, wie wir mit dem Internet interagieren, stärker verändern könnte als alle anderen netzpolitischen Entscheidungen in den letzten Jahren. Hier kommen die großen netzpolitischen Linien: Netzneutralität, Teilhabe, Überwachung und die Interessen der Kreativ– und Verwertungsindustrie. In den nächsten Monaten wird es darum gehen, die Idee der Netzneutralität zu verbreiten.
Die Drossel in der Hand: Neue Wachstumsstrategien
Den Flatrates ist es u.a. zu verdanken, dass sich das Internet in den letzten zehn Jahren in weiten Teilen der Bevölkerung durchgesetzt und vielen Menschen ermöglicht hat, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben. Man konnte sich dem neuen Medium mit etwas Gelassenheit nähern, ohne sich um unerwartete Kosten sorgen zu müssen. Für die Telekom und andere Internet-Service-Provider (ISP) war das die richtige Strategie. Ihre Profite wurden in erster Linie über die Markterschließung erziehlt. Bei der Telekom kommen möglicherweise dazu noch Rationalisierungseffekte nach der Privatisierung.
Die Wachstumskurve bei den neuen DSL-Verträgen ist flach geworden. Einzig in den ländlichen Gegenden, zu denen der Breitbandausbau noch nicht vorgedrungen ist, ist noch etwas zu holen. Das Verhältnis zwischen Investion und zu erzieltem Gewinn dürfte in den Strategiemeetings der Telekom nicht zu Freudentänzen führen. Es müssen also neue Wege her, um weiterhin steigende Profite zu realisieren. Das angebliche Marketinggesetz, wonach man Kunden nichts wegnehmen darf (so Clemens Schrimpe bei Logbuch Netzpolitik) wird vom Gesetz des Wachstums locker in die Tasche gesteckt. Um das Marketing muss man sich keine Sorgen machen: Der Deal zwischen der Telekom und Spotify beim Mobilfunk hat gezeigt, dass das Ende der Netzneutralität in einer hübschen Verpackung daher kommt: Als ein gutes Angebot, wo man für kleines Geld etwas Tolles bekommt.
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: Deutsche Telekom: Bis 2018 haben alle Kunden die neue AGB und Netzneutralität wird abgeschafft
: Deutsche Telekom: Bis 2018 haben alle Kunden die neue AGB und Netzneutralität wird abgeschafft Der Deutschland-Chef der Deutschen Telekom, Niek Jan van Damme, hat der Zeitung Die Welt ein Interview zu den Drosselplänen gegeben. Das ist
nichtjetzt auch online, Golem hat einige Zitate. Da stehen auch interessante Punkte drin, die einen Mehrwert zur Debatte bringen. Einerseits erklärt van Damme, dass die AGB-Änderungen hin zu den Volumentarifen selbstverständlich alle Kunden treffen wird – nur nicht sofort, sondern etwas später. Bis 2018 sollen alle Kunden umgestellt sein. Verschiedene Medien hatten in den letzten tagen darüber spekuliert, dass die Deutsche Telekom Vertrags-Updates nutzen wird, die Drosselungen durchzusetzen, indem man z.B. auf VoIP umsteigt oder in einen günstigeren Tarif wechselt. Das ist hiermit also bestätigt.Ebenfalls bestätigt wird in dem Interview unsere Befürchtung, dass die Deutsche Telekom gegen Geld Partnerdienste bevorzugen wird. Dabei wendet man den Spin an, dass es bei dem eigenen T‑Entertain-Bereich ja nicht um „richtiges“ Internet handeln würde, sondern um „Managed-Services“ und da könne man ja machen, was man wolle. Das kommt nur zufällig über dieselbe Leitung. Und Youtube & Co könnten, vergleichbar zum Spotify-Deal im T‑Mobil-Netz, gegen eine Durchleitungsgebühr privilegiert auf die Überholspur kommen:
Wir sind offen für Gespräche mit diesen Anbietern, um ihre Angebote in Entertain zu integrieren oder neue Kooperationsmodelle zu finden.
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: hilf-telekom.de: Unterstützt die Deutsche Telekom bei der Abschaffung der Netzneutralität
: hilf-telekom.de: Unterstützt die Deutsche Telekom bei der Abschaffung der Netzneutralität Der Digitale Gesellschaft e. V. ermöglicht Kunden der Telekom ab sofort, diese bei der Kommunikation ihrer neuen Tarifstruktur zu unterstützen. Mit Hilfe eines Online-Remix-Werkzeugs können Werbemotive der Telekom mit eigenen Werbebotschaften versehen werden. In Anlehnung an den Kundenservice „telekom-hilft“ findet sich das Werkzeug unter www.hilf-telekom.de.
Die neuen Tarife der Telekom sind der Anfang vom Ende der Netzneutralität. Mit hilf-telekom.de haben Internetnutzer die Möglichkeit, die Telekom bei der Kommunikation dieser Pläne zu unterstützen. Die Strategie der Telekom ist durchsichtig: Wenige Intensivnutzer dienen als Vorwand um Netzneutralität für alle abzuschaffen. Die Bevorzugung von Diensten wie Telekoms Entertain oder Spotify im Mobilfunknetz sind erst der Anfang. Das Ziel der Deutschen Telekom ist es, über sogenannte Managed Services Inhalteanbieter zur Kasse zu bitten, um diese privilegiert zu den Kunden durchleiten zu können. Es darf nicht sein, dass finanzstarke Partner gegenüber allen anderen bevorzugt durchgeleitet werden. Das zementiert nur bestehende Strukturen. Youtube & Co können sich diesen Überholspuren leisten. Auf diese Weise wird die Innovationsoffenheit des Internet beschnitten, indem neue, finanzschwächere Anbieter ausgebremst werden. Das kann auch Auswirkungen auf Meinungs- und Pressefreiheit haben. Die Verletzung der Netzneutralität ist für die Deutsche Telekom kein Neuland. Bereits in einigen Mobilfunktarifen der Tochterfirma T‑Mobile werden Services wie VoIP oder Peer-to-Peer-Kommunikation rechtlich und technisch untersagt. Was dort fälschlicherweise als Internet verkauft wird, ist aber kein echtes Netz.
Jetzt werdet selbst aktiv, unterstützt die Deutsche Telekom und verteilt die Bilder. Hier ist eine kleine Auswahl der ersten Remixe:
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: Karlsdialoge #19 über Netzneutralität und Telekomdrosselung
: Karlsdialoge #19 über Netzneutralität und Telekomdrosselung Ich war gestern auf den Jugendmedientagen BaWü in der Karlshochschule in Karlsruhe. Dort hat mich Parick Breitenbach eine Stunde lang für den Karlsdialoge Podcast über die Drosselpläne der Deutschen Telekom, die Netzneutralität-Debatte, Netzzensur und wie Lobbying funktioniert interviewt: Karlsdialoge #19 mit Markus Beckedahl über Netzneutralität und Telekomdrosselung.
In dem Gespräch erklärt er was es mit dieser Netzneutralität eigentlich auf sich hat, warum sie so wichtig ist und wieso nun jeder Verbraucher von den Plänen der deutschen Telekom betroffen sein wird. Er gibt außerdem Tipps wie man sich an der Debatte beteiligen kann und welche Lösungsszenarien es nun gibt. Außerdem gibt er einen interessanten Einblick in die Aktivitäten von Lobbyisten.
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: Jung & Naiv – Folge 42: Netzneutralität – Politik für Desinteressierte
: Jung & Naiv – Folge 42: Netzneutralität – Politik für Desinteressierte Der Journalist Tilo Jung betreibt seit wenigen Monaten das Youtube-Format „Jung & naiv – Politik für Desinteressierte“. Die Idee ist, immer in rund zehn Minuten eine Person zu einem Thema zu befragen, so dass es auch Menschen verstehen können ohne im Thema drin zu sein. In der aktuellen Folge 42 hat er mich zu den Drossel-Plänen der Deutschen Telekom befragt und was das mit Netzneutralität zu tun hat.
Wir werden die nächsten Folgen von „Jung & naiv“ hier mal spiegeln und austesten, ob das Format hier ins Blog passt. Das wird zwar nicht immer unbedingt mit Internet und Gesetzgebung zu tun haben, sondern auch andere politische Themen betreffen. Aber wir definieren Netzpolitik auch als Politik im Netz und daher passt es schon. Außerdem ist es ein Experiment.
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: Vergleich verschiedener Netzneutralitätsgesetze
: Vergleich verschiedener Netzneutralitätsgesetze In der Debatte rund um die Netzneutralität hört man öfters die Kritik Netzneutralität sei zu schwammig, nicht genau definierbar und im Detail sehr schwierig. Wir glauben das nicht und haben deswegen einen Vergleich aller bestehender Gesetze zur Netzneutralität geschrieben. Wir ist in diesem Fall übrigens die österreichische Kampagne unsernetz.at.
drei Länder, drei Entstehungsgeschichten
Wir haben uns die Gesetze von Chile, den Niederlanden und Slowenien angesehen. Chile hat als erstes Land der Welt ein Gesetz zur Netzneutralität erlassen, die Situation dort war ein Monopol eines einzelnen Providers im ganzen Land, den man mit diesem Gesetz von allzu dummen Ideen abhalten wollte. Spannend an Chile ist auch die Einschränkung von Netzneutralität auf „legal content“, eine Unterscheidung die sich auch in Definitionen der US Regulierungsbehörde FCC finden lässt („lawful content“). Chile ist übrigens bei weitem nicht das einzige Land in Lateinamerika mit Gesetzten zur Netzneutralität, ähnliche Gesetze finden sich auch in Argentinien, Columbien, Brasilien und Mexico. -
: Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 17
CC-BY-NC-ND <a href="http://www.flickr.com/photos/41460120@N04/5032798787/" >Masashi Mochida</a> : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 17 Diese Woche stand ganz im Zeichen der Drossel: Am Montag verkündete die Telekom die Abschaffung von Flatrates und bestätigte dabei gleichzeitig, dass man die eigenen Dienste gegenüber der Konkurrenz bevorzugen und damit die Netzneutralität verletzen wird. Wer davon schon genug gelesen hat, scrolle runter. Den Rückblick gibt es natürlich auch wieder als kleinen Podcast, und zwar hier.
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Telekom macht Ernst: Tarifwechsel führt zur Ende der Flatrates und Verletzung der Netzneutralität
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: Keine Panik: Telekom-Sprecher verspricht, dass Drosselkom-Aufregung bald wieder vorbei ist
: Keine Panik: Telekom-Sprecher verspricht, dass Drosselkom-Aufregung bald wieder vorbei ist Der Deutsche Telekom – Konzernsprecher Blank hat heute Morgen im Deutschlandfunk verkündet (MP3), dass Aufregung im #Drosselkom nur vorübergehend sei.
Naja, dass eine Preiserhöhung, und sei sie noch für so eine kleine Kundengruppe wie in unserem Fall, nicht besonders gut ankommt, hat uns nicht wirklich überrascht. Zudem befinden wir uns natürlich im Vorwahlkampf, in dem Politiker dankbar jedes Thema aufgreifen. Ich denke, für eine richtige Entscheidung sollte man schon einige Tage Medienaufregung aushalten können. […]
Ich glaube in dieser Debatte wird Netzneutralität quasi mit einer Gratis-Internetkultur verwechselt. Die Telekom steht für das freie und offene Internet, daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. (Anmerkung der Redaktion: Zweifel finden Sie im Kleingedruckten in der AGB). Reguläre Internetdienste werden diskriminierungsfrei behandelt, das gilt für unsere Dienste genauso wie für alle anderen. (Anmerkung der Redaktion: Natürlich alles eine Frage der Definition und des Preises.) […]
Nun wir sind im Vorwahlkampf, wir werden Herr Rösler über die Fakten aufklären und ich bin sicher, in einigen Tagen werden die Fakten und eine sachliche Berichterstattung darüber dann Einzug halten.
Mit anderen Worten: Keine Panik, der Deutsche Telekom – Lobbyapperat springt jetzt an und holt die Politiker aus dem Vorwahlkampf wieder zurück. Sobald die Medienaufmerksamkeit gesunken ist, werden die auf das nächste Thema aufspringen und die Deutsche Telekom kann dann ihre Pläne einfach weiter verfolgen.
Was uns interessiert: Welche Lobby- und PR-Unternehmen arbeiten denn im Moment für die Deutsche Telekom an dem Thema Netzneutralität? Über sachdienliche Hinweise freuen wir uns auf den üblichen Kanälen. Gleichzeitig nehmen wir gerne Strategiepapier und Umfeldanalysen zu dem Thema an, um mehr Einblicke in die Strategie zu bekommen, wie die Deutsche Telekom den Einstieg in den Ausstieg aus der Netzneutralität vorbereitet.
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: Übermorgen: Worum geht es bei Netzneutralität?
: Übermorgen: Worum geht es bei Netzneutralität? Alexander Lehmann hat einen alten Film neu veröffentlicht, der bereits vor wenigen Jahren gut erklärte, worum es bei der Netzneutralitäts-Debatte geht:
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: Drosselkom: Warum das Datenaufkommen nur vorgeschoben ist und die Telekom einfach nur mehr Geld verdienen will
: Drosselkom: Warum das Datenaufkommen nur vorgeschoben ist und die Telekom einfach nur mehr Geld verdienen will Die umstrittene Tarifänderung der Telekom ist für den Netzausbau nicht notwendig. Das Internet in Deutschland stößt nicht an seine Grenzen, vor allem nicht wegen des Surf-Verhaltens einiger User. Der eigentliche Grund ist viel naheliegender: Die Telekom will schlicht und einfach mehr Geld einnehmen und ihren Gewinn steigern.
Die Telekom begründet die „Geschwindigkeitsbegrenzung“ ihrer Festnetz-Internetanschlüsse mit „rasanten Datenwachstum“, „sehr hohem Datenaufkommen“ und „rapide zunehmendem Datenvolumen“. Die PR-Abteilung will mit großen Zahlen beeindrucken:
Das Datenvolumen im Netz nimmt rapide zu: Nach Expertenschätzung wird es sich bis 2016 vervierfachen. Dann sollen 1,3 Zettabyte Daten (eine Zahl mit 21 Nullen) pro Jahr übertragen werden.
Einundzwanzig Nullen!
Doch diese Begründung ist nur vorgeschoben. Es gibt keine technische Notwendigkeit für eine „Geschwindigkeitsbegrenzung“, weil sonst das Internet überlastet wäre.
Schon die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft versuchte in der Arbeitsgruppe „Netzneutralität“ herauszubekommen, wo denn die Netze an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit stoßen sollen. Statt harten Zahlen gab es von den großen vier Internet-Anbietern immer nur Marketing-Sprechblasen. Stattdessen heißt es im Bericht der Kommission:
Betrachtet man die verschiedenen Netzebenen erscheinen nachhaltige Kapazitätsprobleme im Backbone auch auf längere Sicht eher unwahrscheinlich, auch wenn es immer mal temporär und lokal zu Engpässen kommen kann. Im Aggregations- und Access-Bereich ist bei der kabelgebundenen Nutzung durch die technische Aufrüstung, nicht zuletzt durch die zu erwartende Umstellung auf eine glasfaserbasierte Infrastruktur, auf die Dauer eher eine Entspannung zu erwarten, die heute noch auftretende Rivalitäten zwischen Nutzern verringern wird.
Auch das Datenaufkommen beim Internet-Knoten DE-CIX ist noch nicht mal nah dran an einem Engpass. Gegenüber netzpolitik.org bestätigte eine Sprecherin, dass das DE-CIX „bis zu 40 Terabit/s“ machen könnte. Wie die offizellen Statistiken zeigen, sind es derzeit nicht einmal 2.5 Terabit/s, also 6,25 Prozent. Wieder die Enquete:
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: Werbespot erklärt Drosselpläne der Deutschen Telekom: „Hallo Zukunft“
: Werbespot erklärt Drosselpläne der Deutschen Telekom: „Hallo Zukunft“ Nach dem ersten Werbespot der Deutschen Telekom zur besseren Erklärung der Drosselpläne kommt sofort der zweite hinterher: Hallo Zukunft!
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: Werbespot: Die Deutsche Telekom erklärt die Drosselpläne
: Werbespot: Die Deutsche Telekom erklärt die Drosselpläne Hier werden die Drosselpläne der Deutschen Telekom mit Hilfe eines ihrer Werbespots in einer Minute erklärt:
Wenn Euch der Clip gefallen hat: Hier ist Teil 2.
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: #Drosselkom-Soundtrack: „Funktional kaputt“ in iTunes-Charts
: #Drosselkom-Soundtrack: „Funktional kaputt“ in iTunes-Charts Am Montag hatten wir den Song „Funktional kaputt“ von David_1701 vorgestellt, der den passenden Soundtrack zur #Drosselkom – Aktion der Deutschen Telekom bietet. David_1701 hat diesen gestern bei iTunes für 99 Cent eingestellt und man kann ihn jetzt dort kaufen. Die Erlöse will er an den Digitale Gesellschaft e.V. spenden. Seit gestern Abend ist der Song online und momentan liegt er auf Platz 66 der iTunes-Verkaufscharts. Da geht noch mehr!
Einziger Wehmut: Apple kassiert 30%.
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: Drossl: Warum die Telekom „Drosselung“ DSL-Anschlüsse funktional kaputt macht
: Drossl: Warum die Telekom „Drosselung“ DSL-Anschlüsse funktional kaputt macht
Mit den neu angekündigten Telekom-Tarifen wird ein 50 MBit/s Anschluss in Wahrheit zu einem Anschluss mit weniger als 1 MBit/s. Die Webseite der Telekom braucht nach der „Drosselung“ fast zwei Minuten zum Laden. Die neue Seite Drossl.de rechnet aus, wie tief der Eingriff in die Internet-Anschlüsse wirklich wird. Wir haben Sebastian ‚yetzt’ Vollnhals, Programmierer bei OpenDataCity interviewt:netzpolitik.org: Warum so ein Rechner?
Sebastian Vollnhals: Bislang kursierten im Netz verschiedenste Einschätzungen, was die Drosselung konkret für die jeweiligen Tarife bedeutet. Da die Bandbreiten im Netz der Deutschen Telekom aber sehr variieren, liegt es nahe, einen Rechner zu entwickeln, mit dem die individuellen Folgen der Beschränkung erfasst werden können. Gerade die nicht so offensichtlichen Auswirkungen, wie die rapide gesunkene effektive Durchschnittsbandbreite lassen sich so besser erfassen als mit den verwirrenden Tariftabellen und Leistungsbeschreibungen auf der Telekom-Webseite.
netzpolitik.org: Geht es nur darum ein Serviceangebot zu schaffen?
Sebastian Vollnhals: Die Telekom verweist ja gerne darauf, dass die Inklusivvolumina für „normale Nutzung“ ausreichten und hohe Bandbreiten nur von illegalen Raubkopisten benötigt würden. Völlig ausgeblendet wird in dieser Debatte die Tatsache, dass es bei dieser Verknappung vornehmlich jene trifft, deren kulturellen Teilhabe eher einer Förderung statt einer Einschränkung bedarf.
netzpolitik.org: Wie ist das Video entstanden, dass mit 384kb/s die Telekom-Website lädt?
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: WHAT IF? Net Neutrality / Netzneutralität
: WHAT IF? Net Neutrality / Netzneutralität Von Nguyen Ngoc Duong und Felix Drößler gibt es das Video „WHAT IF? Net Neutrality / Netzneutralität – A worst case scenario about not given net neutrality.“, das sie im Rahmen einer Semesterarbeit an der Hochschule Hof gemacht haben. Das Video behandelt dabei einen sozialen Aspekt von Netzneutralität:
Wenn Ihr kreativ seid oder werden wollt: Genau jetzt ist die Zeit, für ein Echtes Netz und den Erhalt der Netzneutralität aktiv zu werden, bevor die Deutsche Telekom & Co einfach das Internet umbauen.
