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Für den Gewinn: Warum die Telekom drosseln will und was dagegen einzuwenden ist

heroldDieser Gastbeitrag von Kathrin Ganz (@ihdl) erschien zunächst auf ihrem Blog i heart digital life, wir übernehmen ihn hier mit freundlicher Genehmigung.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

In der vergangenen Woche hat die Telekom angekündigt, aus den Flatrates nach und nach volumenbegrenzte Angebote zu machen. Ist die monatliche Volumengrenze erreicht wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Es ist davon auszugehen, dass andere Anbieter nachziehen. Mit der Ankündigung der Telekom ist ein Szenario in greifbare Nähe gerückt, das die Art, wie wir mit dem Internet interagieren, stärker verändern könnte als alle anderen netzpolitischen Entscheidungen in den letzten Jahren. Hier kommen die großen netzpolitischen Linien: Netzneutralität, Teilhabe, Überwachung und die Interessen der Kreativ– und Verwertungsindustrie. In den nächsten Monaten wird es darum gehen, die Idee der Netzneutralität zu verbreiten.

Die Drossel in der Hand: Neue Wachstumsstrategien

Den Flatrates ist es u.a. zu verdanken, dass sich das Internet in den letzten zehn Jahren in weiten Teilen der Bevölkerung durchgesetzt und vielen Menschen ermöglicht hat, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben. Man konnte sich dem neuen Medium mit etwas Gelassenheit nähern, ohne sich um unerwartete Kosten sorgen zu müssen. Für die Telekom und andere Internet-Service-Provider (ISP) war das die richtige Strategie. Ihre Profite wurden in erster Linie über die Markterschließung erziehlt. Bei der Telekom kommen möglicherweise dazu noch Rationalisierungseffekte nach der Privatisierung.

Die Wachstumskurve bei den neuen DSL-Verträgen ist flach geworden. Einzig in den ländlichen Gegenden, zu denen der Breitbandausbau noch nicht vorgedrungen ist, ist noch etwas zu holen. Das Verhältnis zwischen Investion und zu erzieltem Gewinn dürfte in den Strategiemeetings der Telekom nicht zu Freudentänzen führen. Es müssen also neue Wege her, um weiterhin steigende Profite zu realisieren. Das angebliche Marketinggesetz, wonach man Kunden nichts wegnehmen darf (so Clemens Schrimpe bei Logbuch Netzpolitik) wird vom Gesetz des Wachstums locker in die Tasche gesteckt. Um das Marketing muss man sich keine Sorgen machen: Der Deal zwischen der Telekom und Spotify beim Mobilfunk hat gezeigt, dass das Ende der Netzneutralität in einer hübschen Verpackung daher kommt: Als ein gutes Angebot, wo man für kleines Geld etwas Tolles bekommt.

Die Drosselung der Geschwindigkeit ist nicht also das einzige Problem, was uns bevorsteht. Die ISP werden Angebote machen, die bestimmte Internetservices von der Volumengrenze ausnehmen. Dieser Verstoß gegen die Netzneutralität basiert auf der durch die Volumengrenzen geschaffenen Knappheit, für die es keine technische Notwendigkeit gibt. Statt es weiterhin zu ermöglichen, sich 500 GB im Monat per Bittorrent runterzuladen, bietet man einen Tarif an, der bei 75 GB gedrosselt wird, aber optional mit Medienpaketen kommt: Musik hören bei Spotify, Filme gucken bei Videoload. Damit stellen sich die ISP in Konkurrenz zu Apple und Amazon. Deren digitales Warenangebot kam bisher am besten an. Bei Apple sind die gekauften Songs schnell mit dem iPod/iPhone synchronisiert, während Amazon so schön praktisch ist, weil viele Kund_innen ihre Kreditkarte oder Bankverbindung dort bereits hinterlegt haben. Bezahlen per Telefonrechnung ist noch einfacher.

Das ist ziiiemlich kompliziert! Or is it?

Die Strategie der Telekom geht also mit den Interessen der Verwertungsindustrie Hand in Hand: Unter den beschriebenen Bedingungen müssen auch denjenigen, die bisher den moralischen Appellen und der Angst vor rechtlichen Konsequenzen getrotzt haben, zu den Angeboten wechseln, die die ISP machen. Das trifft auch diejenigen, die Youtube als Radio laufen haben, während sie Hausaufgaben machen. In Zugzwang bringt das die Unternehmen, die jetzt zwischen ISP und Verwertungsindustrie stehen. Internetunternehmen, die den Content zu den Nutzer_innen bringen, müssen schauen, dass sie in das Angebotsportfolio der ISP aufgenommen werden – zu deren Bedingungen. Würde Netflix mit günstigen Preisen und besserer Auswahl in den deutschen Markt einsteigen, wären Nutzer_innen schlecht beraten, dieses Angebot vorzuziehen, solange es von ihrem monatlichen Volumenkonto abgezogen wird.

Für die ISP ist es einfach, die bösen Filesharer als Trittbrettfahrer_innen zu blamen. Deren Handeln ist für viele nicht nachvollziehbar. „Warum können die eigentlich nicht Fernsehen gucken wie jeder normale Mensch auch? Außerdem: Wenn mein Nachbar dreimal so viel Wasser verbraucht wie ich, ist das doch auch fair, wenn der dann mehr zahlt.“ Wer für Netzneutralität argumentiert sollte mit den Metaphern aufpassen. Zwar mag das Bild der tröpfelnden Leitung nach dem hundertsten Liter erstmal ganz plausibel wirken. Dass im Internet die Daten aber nicht weniger werden, wenn man sie nutzt, sondern mehr, ist den ISP klar, vielen Nutzer_innen aber nicht.

Es gibt viele Beispiele, die zeigen, was große Datenmengen auch für Nutzer_innen bedeuten, die annehmen, sie seien von der Geschichte gar nicht betroffen. Neulich erzählte mir mein Vater, dass er das Champions-League-Spiel der Bayern nicht sehen konnte, weil es nur auf Sky lief. Stattdessen hat er sich im Internet einen Radiokommentar per Stream angehört von drei jungen Kerlen, die das ganz witzig gemacht hätten. Das fand ich interessant, weil es seinem Selbstbild als jemand, der im Internet eh nur Zeitung liest und schaut, wie das Wetter wird, nicht entspricht. Er lässt sich sicher auch davon überzeugen, dass es sinnvoll ist, auch am 29. des Monats noch Sicherheitsupdates runterladen zu können, Backups in der Cloud zu speichern oder zur Weiterbildung Vorlesungen und Sprachlernpodcasts runterzuladen.

Die meisten Nutzer_innen werden sich vorstellen können, dass ihr monatlich benötigtes Volumen in den nächsten Jahren eher steigen als sinken wird. Dass die neue Regelung große Nachteile für weniger zahlungskräftige Kund_innen und Leute, die sich zusammen einen Internetanschluss teilen (Familien, WGs usw.) mit sich bringt und außerdem unfair gegenüber Leuten ist, die auf dem Land wohnen (die Telekom plant, das Volumen abhängig von der Zugangsgeschwindigkeit zu machen, so dass langsamere Anschlüsse auch noch weniger laden dürfen) ist offensichtlich unfair.

Die Taube auf dem Dach: Netzneutralität erkämpfen

Ich halte das Gerede, dass Netzneutralität schwer vermittelbar sei, für eine selbsterfüllende Prophezeiung. Dass es einige technische Unklarheiten gibt, ist kein Problem. Schließlich ist es in jedem Politikbereich so, dass Expert_innen Komplexitäten sehen, die in den öffentlichen Debatten in den Hintergrund rücken. Dass der Begriff Netzneutralität etwas unscharf ist, macht sein politisches Potential gerade aus, denn so lassen sich verschiedene Anliegen unter einer Forderung zusammenbinden.

Gegenüber den Nutzer_innen sollten wir darum mit der Trafficdrosselung und den zahlreichen Nachteilen, die das auch für gesetzestreue, brave User mit sich bringt, argumentieren. Gegenüber der Politik müssen die wettbewerbsrechtlichen Aspekte stark gemacht werden. Dabei würde ich allerdings die Hoffnungen nicht zu hoch hängen, dass die Regierungsparteien sich auf gute Argumente einlassen. Union, FDP und SPD haben in den letzteren Jahren schon absurdere Netzpolitiken abgenickt – siehe Leistungsschutzrecht. Dazu kommt: Wenn es keine echten Flatrates mehr gibt, kann man das Argument, eine genaue Aufzeichnung des Surfverhaltens wäre zu Abrechnungszwecken nicht notwendig, nicht mehr bringen. Dass das Vorhaben der Telekom auch überwachungsfreudigen Innenpolitiker_innen entgegen kommt, kann René Obermann bei seinen anstehenden Gesprächen sicher gut anbringen.

Das Mobilisierungspotential ist nicht schlecht: Verbraucher_innen lassen sich von Verbraucher_innenunfreundlichkeit überzeugen. Aber ob das genügen wird? Viele gesellschaftliche Akteure stehen ideologisch hinter den Interessen der ISP. Und das ist eben nicht die Versorgung der Bevölkerung mit Internet und die Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe, sondern steigender Profit. Wir sehen ja jeden Tag, dass sich die doppelt freien Marktsubjekte fügen müssen, weil sie eben nicht „erfolgreich“ genug sind. Sie können sich das gute Leben nicht leisten. Wenn Netzneutralität nicht durchgesetzt wird, kommt das beim Internet genau so. Also: Her mit dem echten Netz!

47 Kommentare
    1. Danach und nach dem Wort „blamen“ habe ich aufgehört zu lesen, so wichtig die Sache auch sein mag. Wenn Feminismus und Denglisch wichtiger ist als lesbare Texte, bin ich draußen.

      1. @Andre Meister:
        Wenn der Autorin es wichtig genug ist, ihre Ideologie unterzubringen, dann ist es mir wichtig genug, das zu kommentieren. Außerdem sind mir beim ersten Überfliegen keine Stichwörter ins Auge gefallen, die ich nicht schon woanders gelesen habe. Insofern habe ich nicht den Eindruck, irgendetwas verpaßt zu haben. Wo ist also das Problem? Muß jeder jeden Text für gut finden und ehrfürchtig huldigen?

      2. Wie Anatol Stefanowitsch das so schön in seinem Vortrag zum Thema – mit Blick auf die Ablehnung der Sprachveränderung zwecks Geschlechterneutralität auf dem 29C3 gesagt hat:

        „Seit wann sagen Hacker: ‚Ein besthendes System darf man nicht verändern?“

        Ich rate dir, dir diesen äußerst informativen Vortrag einmal zu Gemüte zu führen. Vielleicht hast du dann beim nächsten _innen ein wenig mehr Verständnis.

      3. Am besten fand ich „Trittbrettfahrer_innen“, wobei „Kund_innen“ auch nicht schlecht ist. Oder müsste man das nicht eigentlich „Kund_inn_en“ schreiben? Und überhaupt: wenn dann bitte durchgehend:
        ->Anbieter_innen bzw Provider_innen
        Also ich bekomme beim Lesen solcher Krüppel immer einen Föhn.

      4. @Fox
        Es besteht (auch für Hacker) kein Zwang, etwas verändern, nur weil man’s kann. Und wenn nichts besseres herauskommt, sollte man es lassen. Ich bin sehr für Gleichberechtigung, aber die sog. geschlechtsneutrale Schreibweisen sind Unfug. Es ist ein Hirngespinnst der Feministinnen, in männlichen Schreibweisen eine Benachteiligung zu sehen. Interessanterweise findet man die Binnen-I-/weibliche Schreibweise nie bei negativ besetzten Begriffen, wenn von Gruppen die Rede ist, wie z.B. TerroristInnen, KinderschänderInnen, SteuerhinterzieherInnen usw. Auch hat sich noch niemand beschwert, wenn ein Mann als Person bezeichnet wurde. Interessant, oder?

      5. „Lesbare Texte“ – LeserLICHE!

        „Muß jeder jeden Text für gut finden…?“ – „Befinden“! Soviel Zeit muß sein, wenn man sich schon fürs Korinthen kacken entschieden hat.

      6. @sapere_audite
        Jetzt hast Du es aber mir gegeben! Wobei ich mich frage, was an „lesbar“ falsch sein soll. Wenn ich etwas nicht essen kann, ist es (für mich) nicht eßbar. Wenn ich etwas nicht lesen kann, weil ich sonst einen Knoten in den Sehnerven bekomme, ist es (für mich) nicht lesbar.

      7. @KlausM

        Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, dass nicht alles, nur weil es verändert werden kann, auch verändert werden muss.

        Nur denke ich dennoch, dass generische Maskulina oder auch bestimmte, Frauen bezeichnende Wörter sehr wohl problematisch sind, weil sie entweder Frauen sprachlich ausblenden oder aber ihnen immer auch negative Konnotationen anheften.

        Das soll nun nicht paternalistisch klingen, aber ich habe, bevor ich den Vortrag von Stefanowitsch gesehen habe, auch so gedacht wie du. Der Mann ist Prof für Linguistik und verdeutlicht auf sehr anschauliche und technische Art und Weise wieso genau dieser „alte“ Sprachgebrauch diskriminierend wirkt.

        Ein Streit darüber ist hier natürlich falsch untergebracht, aber ich lade jede und jeden wirklich dazu ein, sich die Argumente wenigstens einmal anzuhören und sich die sprachliche Entwicklung dazu zu vergegenwärtigen. Was dann letztlich daraus für Erkenntnisse folgen bleibt schließlich allen selbst überlassen.

        Auch verwehre ich mich dagegen, jemanden, der sich dagegen entscheidet, als frauenfeindlich o.ä. zu bezeichnen. Genauso aber finde ich, würde ein wenig mehr Offenheit und Toleranz denjenigen gegenüber, die sich dazu entscheiden, dieses Experiment auszuprobieren, manchen nicht schaden.

        Der Vortrag lässt sich hier begutachten:

        http://youtu.be/pQiA8XymmKM

      8. KlausM schrieb:
        > Interessanterweise findet man die Binnen-I-/weibliche Schreibweise nie bei negativ besetzten Begriffen, wenn von Gruppen die Rede ist, wie z.B. TerroristInnen, KinderschänderInnen, SteuerhinterzieherInnen usw.

        Auf vielen Demos sind mir schon Transparente und auch sonst einige Texte aufgefallen wo von Rassist*innen, Möreder*innen, Überwacher*innen, Vergewaltiger*innen, Terrorist*innen, etc. die Rede ist. Ich kann deine Kritik dahingehend also nicht nachvollziehen. Möglicherweise war das in diesem Aspekt mal unausgeglichen und bot Angriffsfläche, vielleicht aber auch nicht. Ich kann das nicht sagen. Sollte das so sein, scheint es sich zu ändern. Vielleicht hast du bisher ja auch einfach keinen Text von emanzipatorischen Gruppen gelesen die sich mit Terrorist*innen, Kinderschänder*innen, Steuerhinterzieher*nnen, etc. befassen.?

        > Es besteht (auch für Hacker) kein Zwang, etwas verändern, nur weil man’s kann. Und wenn nichts besseres herauskommt, sollte man es lassen.

        Es besteht aber auch kein Zwang es nicht zu tun! Woher weißt du denn außerdem, dass nichts besseres herauskommt? Ausprobioren ist zumindest bei so einer Sache in meinen Augen ein sinnvoller Weg das herauszufinden. Aber wir können uns also schonmal drauf einigen, dass es ein Problem gibt, ja?

        Ist das denn in deinen Augen der einzige sprachlicke Fehltritt der dir so auffällt oder bist du bei anderen Sprachveränderungen (die gibt es ja immer) ähnlich energisch?

        Außerdem: Auf ein Mal sind allen Lesbarkeit und Aussehen von Texten wichtig und dann nutzen viele Word oder LibreOffice zum „Setzen“ ihrer Dokumente. Ganz toll. ;-)

    2. Via schreienden Twitter_innen_drinnen/draussen** auf den Artikel gekommen, sie beschweren sich, dass man(n) sich hier über _innen_drinnen/draussen (entschuldigung, zu lustig ;-D) beschwert.

      Ich (Frau) möchte das auch NICHT lesen. Es ist grässlich und diese IHDdingsbumms ist im Netz auch schon bekannt _überall_ ihre Kommentar_innen_drinnen/draussen abzugeben. Furchtbar und das bei netzpolitik….

      Wer nur von bestimmten Menschen gelesen werden will, bitte, könnt ihr haben! Ich lasse meinen „Lesefluss“ nicht von selbsternannten Netzaktivist_innen_drinnen/draussen stören.

      PS: Ach ja, und vergiss das Thema Telekom und Drosselung, das pöse generische Maskulinum zu bekämpfen ist viel wichtiger!1

  1. Denjenigen, die bei der DT bleiben kann man nur raten: Werbeblocker an, Flash runter, Java runter (wegen den updates), kein Stöbern und Einkaufen mehr bei zalando, otto, douglas und co. Spart euch das Geld für den Einkauf und bucht lieber online den nächsten Urlaub. Aber nicht dass ihr euch via skype bei euren Eltern meldet, sonst müssen die mit ihrem Volumen dafür bezahlen, schreibt lieber eine Postkarte.

    „Neue, pikante Details zu den Drossel-Plänen der Telekom: Der Deutschland-Chef des Konzern bietet Konkurrenten an, sie könnten sich von der Drosselung freikaufen.“ (spiegel de) Und damit die Erpressung auch klappt, werden die Kunden in Geiselhaft genommen.

    „Ob die genannten Datenobergrenzen in Zukunft gelten, ist laut van D*** fraglich.“ Von Recht hat der aber genausowenig Ahnung wie von anderem, oder. Für die jetzigen Verträge gelten die jetzigen AGB, die kann man nicht mal eben so ändern, wie mans möchte.

    „Wir leben in einer sehr dynamischen Branche“ Wer findet den Fehler ;-DD

    Hier steht übrigens noch nichts von der Drosselung … http://www.telekom.de/privatkunden/internet/komplettpakete/-/call-und-surf-basic-mit-internet-flatrate ein richtig professioneller Laden das.

    1. doch steht

      „Leistungsmerkmale

      DSL-Anschluss am Anschlusstyp Standard (Analog) oder Universal (ISDN): Surfen mit bis zu 2.048 KBit/s Download- und bis 192 KBit/s Uploadgeschwindigkeit
      DSL-Anschluss am Anschlusstyp IP: Surfen mit bis zu 16.000 KBit/s Download- und bis 1024 KBit/s Uploadgeschwindigkeit. Alle Informationen über den IP-basierten Anschluss finden Sie hier.
      Surfen: Jeden Monat 75 GB Highspeed-Volumen inklusive.
      Internet Flat: Sie surfen rund um die Uhr zum Festpreis“

      1. Ja, wirklich erstaunlich … das wurde bestimmt outgesourced ;D

        „Ab einem übertragenen Datenvolumen von 75 GB kann die Übertragungsgeschwindigkeit des Internet-Zugangs auf 384 KBit/s begrenzt werden.“ Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Angabe des Preises für das über 75GB, und dass das nicht vor 2016 kommt ;)

  2. Durchaus interessanter Artikel. Ich nehme mal an die Frau ist Programmiererin in den USA? Anders kann ich mir nicht erklären warum sie bei ihren Substantiven Unterstriche nutzt. Nach deutscher Rechtschreibung ist dies nämlich falsch, und liest sich auch beschissen.

    1. Ich kann mir auch nicht erklären, warum du den uneingeleiteten Nebensatz nicht mit Komma abtrennst. Nach deutscher Rechtschreibung ist dies nämlich falsch, und liest sich auch beschissen.

  3. Wir reagieren zu langsam. Wir reagieren zu müde. Wo bleibt der Kampf, der Aufschrei, die Einbindung der Medien? Demonstrationen? Shitstorms? Was ist aus den uns zur Verfügung stehenden Mitteln des Kampfes geworden?

    Warum ist das Thema noch nicht im öffentlichen Diskurs angekommen? Ich höre in der Bahn niemanden darüber sprechen. Die Massen müssen bewegt werden, nicht unsere kleine Randgruppe von ohnehin Aufgeklärten. Warum passiert da nix? Was ist mit euch, ihr großen Player der Netzpolitik, Markus, Linus, Tim und andere? Seid ihr müde geworden?

    Informiert nicht nur jene, die es sowieso schon wissen. Die breite Masse muss aufgeklärt werden. Ohne sie werden unsere Bemühungen im Sande verlaufen, ohne sie ist ein Kampf sinnlos. Erreicht die Massen! Koste es, was es wolle!

    1. Den großen Aufschrei können ein paar Bewegungsprofis nicht erreichen. Dazu müssen alle mitmachen, die das Thema wichtig finden. Vermittelt es eueren Verwandten, Kolleg_innen (o.O sie hat es schon wieder getan!) und Freund_innen, bloggt darüber, überlegt euch Kampagnen und organisiert Veranstaltungen vor Ort.

      1. ich werde meinem chef übernächste Woche sagen, dass ich in Zukunft kein Homeoffice mehr machen kann, da dies mein Traffic-Kontingent belasten wird. (tut es noch nicht, aber egal )

      2. @c0r3nn, interessante Idee. In der guten, alten Zeit hat der Arbeitgeber für Homeoffice Kollegen, das Datenvolumen bezahlt (sogar auf Basis einer gesetzlichen Grundlage). Das ist natürlich mit den Flatrateanschlüssen verschwunden, könnte man aber wieder einführen.

  4. Sehr guter Artikel.
    Was stört ist das _innen.
    Bitte, bitte nutzt doch die deutsche Sprache wieder und versucht nicht aus irgendwelchen dahergeplapperten Gründen überkorrekt zu sein. Wer überkorrekt sein möchte sei das bitte auch konsequent und schreibe Filesharer_innen

  5. So, die neuen Volumentarife werden immer noch als Flat verkauft, damit zieht der §96 TKG. Viel spaß beim klagen !

    Übrigens haben die mal eben alles AGBs umgeschrieben, AGBs zu den Verträgen von vor der Drossel sind auf der Seite nicht mehr zu finden.

  6. Weiß jmd wo in Berlin große Telekomplakate stehen?
    Wo man auch rankommt ohne Kranwagen?
    Wird vielleicht mal Zeit etwas in der echten Welt zu unternehmen. Die ganzen Youtube Videos und Grafiken sind nett anzusehn, man lacht kurz und das wars. So wird das nichts mit der Netzneutralität.

  7. Einige haben es ja schon angesprochen. Das _innen ist schwer zu lesen. Blinde oder Personen mit eingeschränkter Sehfähigkeit haben sich ja schon darüber geäußert, dass sie damit Probleme haben. Ich selbst leide an Konzentrationsstörungen und es bereitet mir große Schwierigkeiten den Text bzw. die Sätze mit Unterstrich oder binnen-I zu lesen. Normaler Text ist schon schwer genug, da weis ich mir aber zu helfen. Der _ oder das binnen-I sind eine Qual und ich brauche noch länger für solche langen Texte. Hier wurde es aber gegen Ende zu viel und ich musste abbrechen. Finde ich schade bei einem so wichtigen Thema.

    1. Das AddOn „Binnen-I-be-gone“ (für Firefox und Opera) filtert die _innens zuverlässig heraus. Ich habe jedenfalls erst durch die mehrfachen Beschwerden hier in den Kommentaren gemerkt, dass in dem Text oben eigentlich welche drin sind.

  8. Ich bin ein bisschen enttäuscht von diesem Artikel, aber das ist natürlich meckern auf sehr hohem Niveau, denn hoch ist das Niveau hierzulande.

    Im Titel ist implizit davon die Rede, dass die Drosselungspläne dazu da sind, den Gewinn der Drosselkom zu steigern. Dieser Teil wird jedoch überhaupt nicht aufgegriffen. Kann das mal jemand Qualitativ und Quantitativ beleuchten?

    Auch ist ständig von einem „Verstoß gegen die Netzneutralität“ die Rede. Eine präzise Erklärung welche Regeln für die Netzneutralität wesentlich sind und in wie fern sie von den Plänen der Telekom verletzt werden fehlt gänzlich. Wenn man Fernsehen und Internet durch ein Kabel bekommt, spielt es dann wirklich eine Rolle, ob das Fernsehen jetzt IP benutzt oder nicht? Wenn ich mir einen Server miete, ist das Datenvolumen begrenzt. Warum ist das kein Verstoß gegen die Netzneutralität?

    1. Netzneutralität heißt eben nicht, dass jeder Traffic kostenlos sein soll, auch wenn die Telekom das so suggeriert. Wenn du eine erfolgreiche Website hättest, die nicht wenig Traffic generiert (für den du ja auch bezahlst!) würdest du dich wohl auch wundern, wenn ab Monatsmitte die Besucher ausbleiben, weil sie inzwischen gedrosselt wurden. Beim Server siehst du auch, wieviel Traffic wirklich kostet. So wenig, dass mein Provider inzwischen „unbegrenzten Traffic“ (also auch Flatrate) anbietet.

  9. http://www.n-tv.de/technik/Wen-betrifft-die-Drosselung-wirklich-article10568971.html

    ah ja, nach analog kommt wann isdn weg?
    ———-
    liebe kunden,

    wir sorgen dafür, das sie voip nutzen müssen und wir ihre gespräche aufzeichnen können.
    (ggf. aus versehen ins netz stellen, oder dem fbi….übergeben.)
    damit die gespeicherten datensätze nicht unsere server/speicher kapazitäten zu sehr belasten, sorgen wir dafür, das sie weniger daten down and uploaden, auf deutsch: verbrauchen.
    somit haben wir auch mehr zeit sie zu überwachen, weil die datensätze kleiner und überschaubarer sind.

    freuen sie sich auf das neue 56k feeling und holen sie ihre alten rechner aus dem keller, sie müssen nicht mehr aufrüsten und sich einen neuen pc kaufen.

    der alte pc reich vollkommen aus und wir passen auf sie auf im netz.

    mfg
    ihre teledumm

    PS: sollten sie eine störung mit dsl/voip haben, können sie ein störungsticket öffnen im servicecenter auf der page.
    alternativlos können sie auch mit voip unser callcenter anrufen und dort die störung melden.

    [/sarkasmus]

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