Informationstechnologie
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: Lack of choice, lack of innovation
: Lack of choice, lack of innovation Vom 2. bis 4. März 2006 fand in Mainz der 10. Bundeskongress der Bundeszentrale für Politische Bildung statt. Als Sponsor trat das Bibliographische Institut & F.A. Brockhaus auf, das gerade dabei ist, die 21. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie für Geld an den Mann und an die Frau zu bringen.
Sektion 8 des Kongresses galt der Frage (plus der eingekapselten Behauptung) Wissen ist Macht – wer verfügt über das im Internet vermittelte Wissen?, es nahmen dort Jeanette Hoffmann, Erik Möller und Bernd Kreissig teil, moderiert wurde diese Veranstaltung von Thorsten Schilling.
Bernd Kreissig ist (einer von zwei) Geschäftsführer(n) der BIFAB-Tochter „Brockhaus Duden Neue Medien“, die beispielsweise im Auftrag des Verlages Produkte wie den „Brockhaus multimedial“ herstellt. Kreissig war für den BIFAB-Vorstandssprecher Alexander Bob eingesprungen, der zwar noch mit dem Beitrag „Die Grenzen freier Inhalte“ eingetragen war, diesen dann aber aus Zeitgründen nicht mehr einhalten konnte. Kreissigs Ersatzleistung lief ebenso unter diesem Titel, die 13 Thesen des Theologen stammen jedoch nach eigener Aussage vollständig aus seiner Feder. Der eigentliche Vortrag auf diesem Kongress orientierte sich recht nah an dem Text auf dem Thesenpapier, wie man auf MP3 bei mediaculture-online.de nachhören kann.
Ich möchte einmal exemplarisch eine dieser Thesen aufgreifen und ein wenig Material dazu beisteuern, das meinetwegen auch dazu geeignet sein kann, Kreissigs Aussagen zu stützen. Vielleicht klappt es sogar, ein wenig über die Grenzen der Thesen hinaus einen Blick auf die aktuelle Situation von über das Internet vermittelten Inhalten zu werfern und (jetzt wird es spekulativ) auf die Zukunft.
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: Keine Schätze der Vinyl-Ära horten, bitte!
: Keine Schätze der Vinyl-Ära horten, bitte! Der britische Guardian bringt einen Artikel über Musikliebhaber, die viel Energie investieren, ältere und nicht digital wiederveröffentlichte Schallplatten zu finden und unter die Leute zu bringen. Und nein, es geht nicht um absurd teure Raritäten bei online-Auktionen. Den Musikliebhabern, „Diggers“ genannt, geht es um vinylbasierte Schätze, die womöglich verloren gehen würden, weil sich kein Label mehr dafür interessiert. Oder um solche, die sich in Second-Hand-Läden, den Oxfam-Shops und woimmer finden lassen: sie werden wieder verbreitet, abseits des Massenkonsums. Kein schneller Tee aus Beuteln, sondern lose Teeblätter und ein Sieb, Genuß in Handarbeit. Sammeln ja, aber horten ausgeschlossen.
Eine der Initiativen ist Vinyl Vulture:
A year ago, Vinyl Vulture instituted a regular CD swap. Each of the 60 people currently signed up has to burn a compilation of rare tracks that, to the best of their knowledge, have neither been reissued nor officially compiled. They then make 60 copies and mail them to Watson before the deadline; a few days later 60 different CDs of lovingly collated music arrive in the post. It’s an extension of making compilation tapes for your friends; the whole point is to introduce people to music they have never heard before. „The rule is basically this: no secret squirrels,“ says Watson. „If you put something on that CD you’re giving it up for the love of the music.“
Ein wenig Verdruss vor der allzu simplen, digital entwerteten Konsumwelt hektisch iPod-vermittelter Musik schwingt da auch mit. Zu selten sind liebevoll kompilierte Mixtapes, und noch seltener ist Musik auf ihnen, die man nicht auch online finden würde. Ich schätze diese Anstrengungen sehr.
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: Braucht Linux DRM?
: Braucht Linux DRM? Jeff Ayars, Vize-Präsident von RealNetworks, erklärte auf der LinuxWorldExpo in Boston „ganz uneigennützig“, dass Linux den Anschluss an den Consumer-Markt verliere, wenn keine DRM-Technologien eingebaut würden. Dies berichtet CNet: DRM key to Linux’s consumer success? Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe wird in dem Artikel mit einer Gegenmeinung zitiert, die ich sehr sympathisch finde:
„The Sony rootkit case made it quite clear why DRM is not accepted by consumers and why there is no successful business case for DRM,“ he said in an e‑mail. „Apple iTunes allows people to burn their tracks on regular CDs, which can then be re-encoded and file-shared easily–so is better described as ‚digital inconvenience management’ only. eMusic.com offers clean audio tracks without any restrictions. No DRM platform comes close to either of these in popularity.“
„So fortunately, it is up to the consumer to decide what the consumer market wants. And its answer is clear: It does not want DRM!“ he said. „The sooner we bury the foolish notion of putting each and every use of a computer under control of the media industry, the sooner we can start looking for real alternatives.“
Linspire und Novell scheinen dagegen nur darauf zu warten, DRM in ihre Distributionen einzubauen.
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: Zitat des Tages zu Netz-Neutralität
: Zitat des Tages zu Netz-Neutralität Ed Markey, US-Kongressabgeordneter der Demokraten, brachte die Debatte um Netz-Neutralität auf den Punkt:
„We’re about to break with the entire history of the Internet. Everyone should understand that,“ Markey said. „There is a fundamental choice. It’s the choice between the bottleneck designs of a…small handful of very large companies and the dreams and innovations of thousands of online companies and innovators.“
Mehr Infos auch bei CNet: Republicans defeat Net neutrality proposal.
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: Danke T‑Systems: Hartz-IV Software kennt kaum Datenschutz
: Danke T‑Systems: Hartz-IV Software kennt kaum Datenschutz Was ja allgemein schon bekannt war, hat der Bundestag nun nochmal schriftlich bestätigt: Hartz-IV-Software: Mängel beim Datenschutz.
Die Grünen hatten bemängelt, dass die 40.000 Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen unkontrollierten Zugriff „auf sensible gesundheitliche und familiäre Daten von Hilfesuchenden, wie etwa Informationen über Drogensucht, Vorstrafen oder Eheprobleme“, haben. Nach Auskunft der Regierung konnten die datenschutzrechtlichen Mängel bisher nicht behoben werden, da die verwendete Software A2LL bislang nicht ausreichend funktioniere. Aus diesem Grunde habe die Regierung die BA nun schriftlich ermahnt, dass der Softwareanbieter T‑Systems bis Ende des Jahres in Zusammenarbeit mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten die Software entsprechend den Datenschutzbestimmungen anpassen müsse.
Ohne Worte…
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: Neues vom 100 $ Laptop
: Neues vom 100 $ Laptop Es gibt neues vom 100$ Laptop. China, Indien, Ägypten, Brasilien, Thailand, Nigeria und Argentinien bekommen im Frühjahr 2007 ca. 5- 10 Millionen davon geliefert. Der Preis soll zwar noch etwas höher liegen, aber für 2008 ist vorgesehen, dass die 100 $ Preisgrenze erreicht wird. Die Kurbel zur Stromerzeugung wird es wahrscheinlich nicht in die Endversion schaffen. Hier ist momentan angedacht, eher etwas in Pedal-Form zu verwenden, um den Strom direkt am Netzteil erzeugen. Wenn alles klappt, wird man schon 2010 die Idee umbenennen müssen: In „Das 50$ Laptop“.
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: Netzwerk Neutralität wird heftig debattiert
: Netzwerk Neutralität wird heftig debattiert Montag und Dienstag fand in den USA die Freedom to Connect (f2c) – Konferenz mit Hauptthema „Netz Neutralität“ statt.
Monika Ermert berichtete gestern schon auf Heise über die Konferenz: „Netzneutralität“: Die Debatte über offene Netzinfrastrukturen wird hitzig. Mario Sixtus bloggte bei Technology Review darüber: Für Dich kostet das extra.
Das Berkman Center hat einige Podcasting-Interviews mit Referenten, darunter Tim Wu (MP3), über sein neues Buch „Who controls the internet?“.
Dazu gibt es noch einen Haufen weiterer interessanter Newsquellen, hie rnur eine kleine Auswahl:
ZDNet Blogs: Open Internet advocates poised between elation and despair
eWeek: Medium Is Message at Pulver.com
San Francisco Chronicle:Bill would profoundly change the Internet
CNet: Net neutrality advances on Capitol Hill
Information Week: Congress Argues Net Neutrality
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: Video: Wie funktioniert eigentlich Freifunk?
: Video: Wie funktioniert eigentlich Freifunk? Wie funktionieren eigentlich freie Funknetze? Das kann man sich jetzt mal in vier kurzen Folgen als Video von Flo Fleissig und Mario Behling zeigen lassen:
Freifunk auf dem Dach (Folge 1) [avi]
Freifunk in der Box (Folge 2) [avi]
Ich brat’ mir ’ne Freifunkantenne (Folge 3) [avi]
Freifunk: Die Suche nach dem Netz (Folge 4) [avi]Dazu gibt es die Videos mittlerweile auch bei Youtube und Google-Video.
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: Googlebot entleert Webseite
: Googlebot entleert Webseite Wie thedailywtf berichtet, hat eine leider nicht näher benannte Regierungswebseite in den USA eine böse Überraschung erlebt: Nach der Neueinführung eines wikiähnlichen Content-Management-Systems und der zeitraubenden Migration von bereits vorhandenen Daten fand sich die Seite nach ein paar Tagen Betrieb komplett geleert vor. Die verursachende IP stammte erstaunlicherweise vom Googlebot. Wie sich herausstellte, kamen zwei Dinge zusammen, die diesen Web-Gau bewirkten: Ein User hatte aus einem anderen Artikel Text inclusive einem „Edit“-Hyperlink in das Wiki kopiert. Dies wäre normalerweise kein Problem, da ein User zum Editieren angemeldet sein muss. Der Googlebot kümmert sich jedoch weder um Cookies noch um Javascript, das einen unangemeldeten User umleiten und benachrichtigen würde. Der Bot folgt einfach allen Links, die er findet. Auch den „Delete Page“-Links…
Die Behörde zog allerdings aus der Aktion nicht die Konsequenz, das CMS in irgendeiner Weise abzusichern oder auf Javascript zu verzichten, sondern vorbot jegliches Copy-and-paste von anderen Seiten. Mehr zu den technischen Fragen in der Diskussion zu der Meldung.
Via Fefe.
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: Heute: Chaosradio – Datentresore und Briefumschläge
: Heute: Chaosradio – Datentresore und Briefumschläge Heute ist wieder der letzte Mittwoch im Monat und deshalb sei wieder auf das Chaosradio verwiesen, was heute Abend ab 22 Uhr auf Fritz-Radio und via Stream läuft. Die heutige Sendung trägt den Namen „Datentresore und Briefumschläge“ und befasst sich mit Verschlüsselung in der Praxis.
Team: Frank Rosengart, hukl, Harald Welte, Holger Klein
Wenn der Laptop geklaut wird, ist das ärgerlich. Er ist weg. Besonders unangnehm ist aber auch, dass der Dieb die persönliche Fotosammlung durchklicken und sogar die heruntergeladenen privaten E‑Mails lesen kann. Aber nicht nur das – E‑Mails werden beim Versand wie Postkarten behandelt. Neugierige Mitarbeiter und vor allem auch die Ermittlungsbehörden können in Zukunft dank der anstehenden Vorratsdatenspeicherung noch einfacher auf unsere privaten Daten zugreifen.
Auch ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellte jüngst klar: E‑Mails unterliegen nur beim Transport dem Briefgeheimnis. Sind sie einmal zugestellt, geniessen sie diesen rechtlichen Schutz nicht mehr. Chaosradio möchte euch Tipps geben, wie ihr eure Daten vor neugierigen Blicken schützen könnt, E‑Mails in Briefumschläge steckt und welche Daten in Zukunft unter besonderer staatlicher Aufsicht stehen.
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: Frage an Apple-Nutzer
: Frage an Apple-Nutzer Hat einer der LeserInnen vielleicht einen der neuen Apple-Notebooks und schonmal nachgeschaut, ob das Trusted Platform Module (TPM) werksmässig eingeschaltet ist?
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: Veranstaltung: Wie kam das Netz eigentlich nach Deutschland?
: Veranstaltung: Wie kam das Netz eigentlich nach Deutschland? Oh, die deutsche Sektion der der Internet Society lebt noch? War mir gar nicht so bewusst. Auf jeden Fall wirft sie am 27.4.2006 einen Blick zurück, „Wie das Netz nach Deutschland kam“. Die Veranstaltung findet im schönen „Haus der Geschichte“ in Bonn statt und die Internet Society will die Entwicklung von den ersten Anfängen bis zur heutigen Allgegenwart des Internet nachzeichnen.
Die Veranstaltung will die Frage beantworten, wo das Internet herkommt. Datex‑P, Bildschirmtext, European Academic Research Network (EARN), das Deutsche Forschungsnetz (DFN), European Usenet (EUNET), Xlink, European Academic Supercomputer Initiative Network (EASInet), Mausnet, Fidonet, der WDR Computer-Club mit Videodat und der Chaos Computer-Club stehen beispielhaft für Entwicklungen und Gruppen aus den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie haben eine Verbindung mit globalen Entwicklungen, haben aber auch einen starken regionalen oder nationalen Bezug. Bevor das Internet zum Massenmedium werden konnte, wurde viel entwickelt, diskutiert und ausprobiert – auch hier in Deutschland. Diese Arbeit wollen die Initiatoren und das Kuratorium der Internet Society würdigen.
Eigentlich schade, dass die Veranstaltung nicht eine Woche früher stattfindet, wenn ich in Bonn verweile.
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: ccHost 2.0
: ccHost 2.0 Creative Commons (CC) hat ccHost in der Version 2.0 vorgestellt. Die Software bietet eine webbasierte Infrastruktur zum Speichern, Teilen und Bearbeiten von Mediainhalten, die unter CC-Lizenzen stehen. Sie ist unter einer gpl-Lizenz veröffentlicht und wird beispielsweise von der Remix-Platform ccMixter genutzt. Das Projekt bietet eine Basis für legalen, kreativen und vor allem unkomplizierten Umgang mit Inhalten und zeigt das große Potential der CC-Lizenzen im Netz.
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: Creative Commons Lizenzen werden in der Volksrepublik China eingeführt
: Creative Commons Lizenzen werden in der Volksrepublik China eingeführt Wie Creative Commons (CC) bekannt gibt, werden morgen die an das Urheberrecht der Volksrepublik China angepassten CC-Lizenzen eingeführt. Sie sollen im Rahmen der Eröffnung einer Internationalen Konferenz zu geistigem Eigentum und Creative Commons an der Renmin Universität in Beijing von Lawrence Lessig (Stanford) als Hauptredner offiziell vorgestellt werden.
Der Projektleiter Chunyan Wang setzt große Hoffnungen in die Einführung der Lizenzen:“We expect that the launch of the Creative Commons licenses will help pave a path for protecting intellectual property and create a win-win solution for all by allowing for reasonable use and sharing of the creative works. The launch will also help build a formal model to be used for creative products and provide a solution for dealing with the challenge of the new digital, Internet society. We believe that the launch will inspire a new “Creative Commons” community in a country with a rich cultural history and great potential creativity.”
Die Einführung in der Volksrepublik China ist besonders interessant, da zu der Gesetzgebung ein gänzlich anderer kultureller Hintergrund hinzukommt.
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: Social Software bei Newsweek
: Social Software bei Newsweek Bei Newsweek gibt es einen Artikel mit dem üblichen Inhalt über Social Software aka Web 2.0: The New Wisdom of the Web.
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: Elektroschrott ab jetzt in Deine kommunale Sammelstelle
: Elektroschrott ab jetzt in Deine kommunale Sammelstelle Du darfst nun Deinen vermeindlichen Elektroschrott nicht mehr einfach in die Tonne werfen.
Seit Freitag muss es in jeder Kommune (nicht WG) eine Sammelstelle für Elektroschrott geben, die – wohl etwa komplex einzusortieren – von jedermann und ‑frau mit bis zu 20 wegwerfwürdigen Geräten (max. fünf einer Art) beehrt werden kann. Wiederholungstaten sind nach ortsüblicher Müllmannkulanz enstprechend frequentiert möglich. Der Schrott wird dann von den Herstellern dort regelmäßig abgeholt. Wie die Kosten dafür gezahlt werden – ob es der Verbraucher per Müllgebühren seitens der Kommunen oder ob es der Verbraucher per erhöhtem Gerätepreis seitens der Industrie bezahlen muss, ist noch ungeklärt. (via netzeitung.de)
Mehr zum Elektro-Gesetze bei der Deutschen Umwelthilfe.
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: Brasilien: EMI-Abenteuer-Kopierschutz
: Brasilien: EMI-Abenteuer-Kopierschutz Die EMI hat sich in Brasilien einen ganz besonderen Kopierschutz einfallen, dessen rechtliche Grundlage selbst gut geschützt ist: Stell Dir vor: Brasilien. Du kaufst eine CD, tust sie in Deinen Computer, bekommst ein Setup-Programm vor die Nase geworfen, das Dir einen im Vollständigen nur englischsprachigen Lizenztext anzeigt, der die Installation einer Software zum Abspielen der CD begründet, sich dank Flash weder Copy&Pasten noch ohne gewaltigen Zuckungen durchscrollen lässt und auf eine HTML-Version verweist, die es nicht gibt.
Würdest Du der Lizenzvereinbarung zustimmen wollen?
Ronaldo tat es nicht und berichtet auf boingboing.net von einem beinahe Herzinfarkt ähnlichem Zustand:
After reading all the above, I decided to reject it, and pressed the „reject“ button. Immediately a screen with the word „Initializing“ appeared, the proprietary software was installed, and the music started to play in my computer using the proprietary EMI player, as if I had „accepted“ the whole thing.
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: Spanisches Gericht erkennt CC-Lizenzen an
: Spanisches Gericht erkennt CC-Lizenzen an Wie Mia Garlick auf creativecommons.org berichtet, hat ein Gericht in Badajoz, Spanien in einem Rechtsstreit zwischen der spanischen Verwertungsgesellschaft „Sociedad General de Autores y Editores (SGAE)“ und einem Barbetreiber die Creative Commons Lizenzen als rechtskräftige Alternative zur Lizensierung von Musik anerkannt. Die SGAE hatte den Betreiber verklagt, da er die pauschalen Lizenzgebühren für die Nutzung von SGAE-verwalteter Musik nicht gezahlt hatte. Dieser argumentierte, er habe die Zahlung unterlassen, da er ausschließlich Musik, die nicht von der SGAE verwaltet wird, gespielt habe.
Die Musik, die in der Bar gespielt wurde, stand unter einer Creative Commons Lizenz. Da die SGAE (wie die meisten europäischen Verwertungsgesellschaften darunter die deustche GEMA) ihren Mitgliedern untersagt, ihre Werke unter CC-Lizenzen zu veröffentlichen, konnten die gespielten Künstler also per Definition nicht durch die SGAE vertreten sein.
Das ist zum einen ein rein juristischer Erfolg, stellt zum anderen aber auch einen Paradigmenwechsel dar. So wurden bisherige Klagen zugunsten der SGAE entschieden, da die Gerichte davon ausgingen, dass die Verwertungsgesllschaft praktisch alle Urheber vertritt.This case shows that there is more music that can be enjoyed and played publicly than that which is managed by the collecting societies.
Dies setzt ein deutliches Signal für die Selbstbestimmung von Autoren und Künstlern.
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: Kino neu erfinden mit freien Inhalten
: Kino neu erfinden mit freien Inhalten Kultur, zumal wenn sie sich offline verortet, kommt oft zu überraschenden Erkenntnissen. In der neuen Lettre geht es auch um Pixel und Maschinen, und um technischen Fortschritt:
Das Kino starb am 31. September 1983, als auf der ganzen Welt die Fernbedienung eingeführt wurde, so die provokante These des Filmemachers und Kinopropheten Peter Greenaway. In seiner Streitschrift für das Zukunftskino fordert er die Abkehr von den formalen Tyranneien des Films und ermutigt zu einer dem Visuellen verpflichteten multimedialen Form cineastischen Inszenierens und Erlebens. „Lassen Sie uns das Kino neu erfinden, die erstaunlichsten Instrumente dafür stehen uns zur Verfügung.“
Die These muss nicht stimmen, aber die ‚erstaunlichsten Instrumente’ haben viele daheim: beinahe jeder PC aus dem Discounter hat alleine mehr Grafikleistung hat als mein erster 586er von 1997 Rechnenpower. Die CPU langweilt sich in solchen Rechnern meist, aber wer auch von BogoMips und Konsorten zuviel hat, kann ja mal sowas versuchen (boingboing).
Oder einfach freien Bewegtbild-Content z.B. remixen mit Cinelerra, den man in Yahoos oder Googles CC-Suche oder bei Archive.org findet, und ordentlich verbreiten darf. Wir haben was wir brauchen, und synthetisieren was der Bus (und die Suche und die Lizenz) hergibt. Ohne Lobby, Sensenbrenners Absurdt Forte 300 und technischen Sachzwang. -
: Yahoo-Ads nur in den USA erlaubt
: Yahoo-Ads nur in den USA erlaubt Wie boingboing berichtet, hat Yahoo die Bedingungen für sein Google-ad-ähnliches Werbeprogramm geändert. Die Yahoo Publisher Policy schreibt nun vor, dass die Werbung nur aus den USA aufrufbar sein darf. Als ob das nicht schon merkwürdig genug wäre, verweist Yahoo in einem zitierten Briefwechsel auf Scripte und Programme, die den ungewünschten Traffic verhindern könnten, macht aber keinerlei Angaben, um welche Tools es sich handeln soll.
However, there are scripts and programs which you can initiate to block international users from viewing or encountering your Yahoo! Publisher Network ads. We do not recommend or support these methods, but we do suggest finding a method to block this kind of traffic so you remain in compliance with the Terms and Conditions.
Da es wohl kaum eine Option ist, alle Welt außer den USA von der eigenen Website fernzuhalten, fragt sich welche praktikable Verwendung es für die Yahoo-Ads geben soll, bzw. was sich Yahoo dabei gedacht hat.
If I didn’t know better I would think Yahoo had no clue whatsoever of what this intarweb thing is all about. Who knew that people from *other* parts of the world use the internet?