Technologie

Kino neu erfinden mit freien Inhalten

Kultur, zumal wenn sie sich offline verortet, kommt oft zu überraschenden Erkenntnissen. In der neuen Lettre geht es auch um Pixel und Maschinen, und um technischen Fortschritt:


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Das Kino starb am 31. September 1983, als auf der ganzen Welt die Fernbedienung eingeführt wurde, so die provokante These des Filmemachers und Kinopropheten Peter Greenaway. In seiner Streitschrift für das Zukunftskino fordert er die Abkehr von den formalen Tyranneien des Films und ermutigt zu einer dem Visuellen verpflichteten multimedialen Form cineastischen Inszenierens und Erlebens. „Lassen Sie uns das Kino neu erfinden, die erstaunlichsten Instrumente dafür stehen uns zur Verfügung.“

Die These muss nicht stimmen, aber die ‚erstaunlichsten Instrumente‘ haben viele daheim: beinahe jeder PC aus dem Discounter hat alleine mehr Grafikleistung hat als mein erster 586er von 1997 Rechnenpower. Die CPU langweilt sich in solchen Rechnern meist, aber wer auch von BogoMips und Konsorten zuviel hat, kann ja mal sowas versuchen (boingboing).
Oder einfach freien Bewegtbild-Content z.B. remixen mit Cinelerra, den man in Yahoos oder Googles CC-Suche oder bei Archive.org findet, und ordentlich verbreiten darf. Wir haben was wir brauchen, und synthetisieren was der Bus (und die Suche und die Lizenz) hergibt. Ohne Lobby, Sensenbrenners Absurdt Forte 300 und technischen Sachzwang.

2 Kommentare

Kommentare sind geschlossen.