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: DJV vs. Meinungsmonopol Google
: DJV vs. Meinungsmonopol Google Der Deutsche Journalistenverband (DJV) fordert (irgendwie) von der Politik eine Regulierung von Google. Kann man ja machen, aber dann sollte man doch eine andere Argumentation wĂ€hlen, als in der Pressemitteilung: DJV fĂŒr konzertierte Aktion.
Vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google seien gesetzliche Regelungen dringend nötig, forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. âDer Gesetzgeber muss einerseits der Gratis-Kultur des Internets zu Gunsten der Urheber einen wirksamen Riegel vorschieben und andererseits die Befugnisse des Bundeskartellamtes so ausweiten, dass die Behörde Meinungsmonopole im Internet verhindern kann.â [âŠ]Es sei nicht hinnehmbar, dass die Urheber ohne Zustimmung ihre Werke Google zu dessen kommerziellen Zwecken ĂŒberlieĂen.
Google hat im Public Policy Blog schon vorab darauf geantwortet: Working with news publishers. In dem Blog-Artikel wird beschrieben, wie man sich als Verleger vor Google schĂŒtzen kann: Einfach die Google-Such-Robots ausschlieĂen und Google verzichtet gerne auf eine Indizierung.
For more than a decade, search engines have routinely checked for permissions before fetching pages from a web site. Millions of webmasters around the world, including news publishers, use a technical standard known as the Robots Exclusion Protocol (REP) to tell search engines whether or not their sites, or even just a particular web page, can be crawled. Webmasters who do not wish their sites to be indexed can and do use the following two lines to deny permission:
User-agent: *
Disallow: /If a webmaster wants to stop us from crawling a specific page, he or she can do so by adding â< meta name=âgooglebotâ content=ânoindexâ >â to the page. In short, if you donât want to show up in Google search results, it doesnât require more than one or two lines of code.
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: Die Selbsthilfegruppe âHeidelberger Appellâ tagt
: Die Selbsthilfegruppe âHeidelberger Appellâ tagt Die FAZ hat gestern einen Kongress der Selbsthilfegruppe âHeidelberger Appellâ gesponsert und Thierry Chervel war fĂŒr den Perlentaucher vor Ort und berichtet: Die FrĂŒchte des Internets. Die Veranstaltung war anscheinend lustiger als gedacht, wenn man sowas liest:
ReuĂ betonte zu Beginn seines Vortrags, dass es ihm ausschlieĂlich um die persönlichkeitsrechtlichen, keineswegs die vermögensrechtlichen Aspekte des Themas gehe, nĂ€mlich um sein verbrieftes Recht als Autor zu bestimmen, in welcher Form seine Werke publiziert werden. Und dies auch gegen die âallgemeine Respektlosigkeit der sogenannten Konsumentenâ. Es herrsche im Internet ein âhedonistischer und antiindividualistischer Furor, der leicht ins Kannibalistische abgleiten kannâ. Gegen die âpopulistischen Diskurseâ derer, die âalles gleich und umsonst haben wollenâ brachte er das âgeistige und sittliche Band zwischen Autor und Werkâ in Anschlag. Er sei wie der Vater seiner Werke. Der von ihm beschworene Zwang zu Open Access und Googles BemĂ€chtigung erschienen wie eine EntfĂŒhrung seiner Kinder in ein Stadion, wo sie dann ohne weitere Aufsicht einem entfesselten Mob ausgeliefert wĂ€ren.
Da weiĂ ich gar nicht, welche StilblĂŒte ich faszinierender finde. Der Text ist voll davon. Auch gut sind die âEunuchenâ:
Seine Gegner machte ReuĂ nicht namhaft, sprach nur von âPlagiatori im Internetâ und âGeschĂ€ftmodelljodlern, die mit den Stimmen von Eunuchen sprechen, welche, selbst unfruchtbar, mit der Arbeit anderer Geld verdienen wollenâ. Am Ende seiner Rede wurde er konkret: âDas Zivilrecht reicht nicht aus.â ReuĂ forderte ein selbsttĂ€tiges Eingreifen der Staatsanwaltschaft. DafĂŒr mĂŒssten UrheberrechtsverstöĂe zur Straftat erklĂ€rt werden. Und dies möglichst auf europĂ€ischer Ebene. Das aufgewĂŒhlte Publikum entlieĂ er in die Kaffeepause.
Richtig lachen musste ich aber beim Volker Rieble und Thierry Chervels Kommentar zu den Bibliotheken:
Eine Ă€hnlich extreme Position vertrat in etwas brachialer, aber unterhaltsamer Rhetorik danach nur der Heidelberger Arbeitsrechtler Volker Rieble, der aber betonte, nicht als Juraprofessor, sondern in seiner Eigenschaft als Autor zu sprechen. Er bestand sozusagen auf der totalen Publikationsfreiheit als Wissenschaftler. Auch Förderung durch Steuerzahler und sein Status als von der Ăffentlichkeit alimentierter Kopf, der der Allgemeinheit in irgendeiner Weise nĂŒtzlich sein sollte, dĂŒrfe keinen Einfluss auf sein Publizieren haben. Er sah sich zum Beispiel als Teil einer Elite und möchte bestimmte seiner Werke nicht ohne seine Zustimmung einem von ihm als unqualifiziert angesehenen Netzpublikum zugefĂŒhrt sehen. Bei spĂ€terer Gelegenheit wird er sicherlich erklĂ€ren, wie er den Zugang zu Bibliotheken zu regulieren gedenkt.
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: Google bietet CC-Bildersuche
: Google bietet CC-Bildersuche Google hat seine Bilder-Suche ausgebaut und bietet jetzt komfortable Suchmöglichkeiten nach CC-lizenzierten Bildern. Dazu muss man bei images.google.de auf die âErweiterten Einstellungenâ klicken. Dort kann man unter dem Punkt âNutzungsrechteâ die gewĂŒnschten Nutzungsfreiheiten fĂŒr die Suche anklicken. Und dann findet man CC-lizenzierte Bilder.
Yahoo bietet diese Möglichkeit schon lĂ€nger an. Aber mit Google findet man mehr. Auf search.creativecommons.org gibt es eine Ăbersicht zu einigen Diensten, die es ermöglichen, CC-Content zu finden.
Das Creative Commons Blog berichtet: Google Image Search Implements CC License Filtering.
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: Google Chrome OS mit Security-Snakeoil
: Google Chrome OS mit Security-Snakeoil Ich habe von der AnkĂŒndigung der Datenkrake Google , ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, nur die ersten drei AbsĂ€tze gelesen. Da kommt dieser Satz:
[W]e are going back to the basics and completely redesigning the underlying security architecture of the OS so that users donât have to deal with viruses, malware and security updates.
Ja, klar. Das haben sie mit Android ja schon hervorragend hinbekommen . Mehr muss ich dazu nicht lesen.
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: Hört nicht auf die Heidelberger BocksgesÀnge
: Hört nicht auf die Heidelberger BocksgesÀnge Lesenswert setzt sich Thierry Chervel beim Perlentaucher mit dem Heidelberger Appell auseinender: Hört nicht auf die Heidelberger BocksgesÀnge.
Schön und gut. Er hat recht, er ist von Google nicht gefragt worden â er kann nur seine von Google vorausgesetzte Erlaubnis zurĂŒckziehen. Aber eins kann er auf Teufel komm raus sowieso nicht, auch wenn ihm irgendeines seiner frĂŒheren Werke peinlich sein sollte: er kann seine BĂŒcher nicht entöffentlichen. Das Problem hat er auch ohne Google. Er kann nicht zur Deutschen Bibliothek gehen und sie auffordern, missliche Jugendschriften aus ihren Depots zu entfernen. Er hat dieses Recht schlicht nicht. Das Buch in der Deutschen Bibliothek gehört ihm nicht. Nicht einmal das Werk, die bloĂe, vom Papier gelöste Zeichenfolge, âgehörtâ ihm. Darum ist der Begriff des âgeistigen Eigentumsâ Unsinn. Das Geistige, und das gilt auch fĂŒr seine dĂŒmmeren Manifestationen, die ihre Urheber gern vergessen möchten, gehört letztlich der Allgemeinheit. Das Urheberrecht kommt aus dem Interesse der Allgemeinheit, den Schöpfern geistiger Werke eine Existenz zu ermöglichen. Man fragt sich also, ob Googles pragmatisches Vorgehen wirklich eine so perfide Tat ist.
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: Netzpolitik-Podcast 079: Open Access und der Heidelberger Appell
: Netzpolitik-Podcast 079: Open Access und der Heidelberger Appell Der Netzpolitik-Podcast ist ein Interview mit Informationswissenschafts-Professor Rainer Kuhlen, der auch gleichzeitig einer der Sprecher vom AktionsbĂŒndnis Urheberrecht fĂŒr Bildung und Wissenschaft ist, zum Heidelberger Appell und Open Acces im Allgemeinen. Das Ziel vom AktionsbĂŒndnis ist es, ein Klima zu schaffen, wo Wissenschaftler, aber auch Studenten, alle Informationen, die er oder sie braucht, zu jeder Zeit an jedem Ort freizĂŒgig zur VerfĂŒgung gestellt werden. In dem knapp 20 Minuten langen GesprĂ€ch unterhalten wir uns ĂŒber das AktionsbĂŒndnis und die damit verbundenen Forderungen im Rahmen der Urheberrechtsdebatte und was das mit Open Access zu tun hat. Und selbstverstĂ€ndlich geht es ausfĂŒhrlich um den âHeidelberger Appellâ und Google Book Search und was vor allem deutsche Literaturwissenschaftler und alte Zeitungen am Netz und den neuen Chancen auszusetzen zu haben.
Was will der Heidelberger Appell und was ist daran falsch? Welches Urheberrecht braucht die Wissenschaft und was ist eigentlich Open Access? Ist Google Book Search super oder brauchen wir europÀische Alternativen?
Rainer Kuhlen stand schon lange auf meiner Interview-Liste. Nicht zuletzt, weil ich in den vergangen neun Jahren viel von ihm rund um das Urheberrecht im digitalen Zeitalter gelernt habe. Insofern ist es sicher nicht der letzte Netzpolitik-Podcast mit ihm, sondern es geht aktuell um die gerade laufende Debatte rund um den Heidelberger Appell. Und irgendwann dann mal ausfĂŒhrlicher um Informationsethik und viele andere Teilbereiche.
Hier ist die MP3. Viel Spass beim hören.
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: Open Access in der Taz
: Open Access in der Taz In der Taz versucht sich Rudolf Walther an einer fundamentalen Kritik an der Digitalisierung von BĂŒchern durch Google: Open Enteignung. Leider verwechselt der Autor dabei so einiges und schafft es zum Schluss sogar, die Bestrebungen von Google und der Open Access Bewegung mit den Piraten vor Somalia in Verbindung zu bringen:
Die Google-Piraterie und der âOpen-accesâ-Schwindel sind gefĂ€hrlicher als die Piraterie entlang der somalischen KĂŒste.
Richtig lustig wird es, wenn der Autor (anscheinend ohne jegliche Ahnung von der Open-Access Thematik) solche StilblĂŒten von sich gibt:
Im Jahr 2005 kostete es die UniversitĂ€t Yale noch 4.648 Dollar, ihren Forschern einen einzigen Artikel aus einer digital erscheinenden hochspezialisierten biomedizinischen Zeitschrift zugĂ€nglich zu machen. Ein Jahr spĂ€ter verlangten die Quasi-Monopolisten 31.625 Dollar pro Artikel. Das entspricht dem Gegenwert von etwa sieben Jahresabonnements fĂŒr konventionell gedruckte biomedizinische Zeitschriften. Billiger ist âOpen accessâ also mitnichten â nur schneller. Es wird jedoch verschleiert, wer die Beschleunigung bezahlt. In Yale war es die reiche private Stiftung, hierzulande wĂ€ren es die Steuerzahler, die Bibliotheken finanzieren. Selbst die amerikanische UniversitĂ€t warf angesichts der hohen Kosten fĂŒr âOpen accessâ-Publikationen das Handtuch.
Der Autor beschreibt das Gegenteil von Open Access und bringt das als Argument in seine Meinung rein. Da kann man nur noch mit dem Kopf schĂŒtteln. Lange nicht mehr so einen Mist zum Thema Open Access gelesen.
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: Google: European Public Policy Blog
: Google: European Public Policy Blog Google hat jetzt auch ein âEuropean Public Policy Blogâ.
Googleâs European policy team represents our messages and opinions in Brussels and around Europe, engaging with policymakers and the press on issues that affect the Internet and its role in modern society. You can expect to see us post about the benefits of the open internet, open standards, freedom of speech, innovation, competition, user information and user choice, along with variety of pressing policy topics ranging from privacy, copyright and trademark protection, content regulation, and broadband policy.
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: Google weiĂ, wo du bist
: Google weiĂ, wo du bist Ein sehr ausfĂŒhrlicher Artikel zu Googles Mobil-Strategien findet sich mit den richtigen Fragestellungen in der gedruckten Zeit und nun auch bei Zeit-Online: Google weiĂ, wo du bist.
Aber was wird wozu? Was darf gespeichert, wann muss gelöscht werden? In welchem Land liegen die Daten ĂŒberhaupt? Und welche Regeln gelten dort? Googles Rechenzentren und die darin gespeicherten Informationen stehen an vielen Orten der Welt, auch in den USA. Sie unterliegen dort somit dem Patriot Act, jenem Gesetz, das der Regierung weitreichende Ăberwachungsbefugnisse zur Terrorabwehr gibt. Google trĂ€gt zu dieser Undurchsichtigkeit bei, weil das Unternehmen gegenĂŒber seinen Nutzern oft im UngefĂ€hren darĂŒber bleibt, was es mit den Daten wirklich anstellt. Als Trost bleibt: Bisher ist der Internetkonzern Ă€uĂerst vorsichtig mit Daten umgegangen. Kein gröĂerer Datenskandal hat sich in den vergangenen zehn Jahren in Mountain View ereignet â anders als bei manchem deutschen Konzern. Und insofern entwickelt sich Google zwar immer mehr zum Spion, ist aber bisher stets ein verschwiegener Spion geblieben.
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: J!Cast 71: Google sucht Bilder
: J!Cast 71: Google sucht Bilder Der J!Cast 71 â Podcast behandelt die urheberrechtlichen Problemstellungen rund um die Google-Bildersuche: Google sucht Bilder.
Immer hĂ€ufiger gerĂ€t Google mit seinen neuen âtechnischen Errungenschaftenâ in juristische Streitigkeiten. Zuletzt ergingen zwei Urteile des Landegerichts Hamburg gegen das Unternehmen in Sachen Google-Bildersuche, in denen das Gericht Google Deutschland verboten hat, Bilder als Thumbnails in der Suchergebnisliste aufzufĂŒhren. In einem Parallelverfahren urteilte das Gericht zugleich gegen die Deutsche Telekom, Hansenet und Freenet, die als Provider auf ihren Websites eine Schnittstelle zur Google-Bildersuche zur VerfĂŒgung stellen. Der Betreiber der weltweit bekanntesten Internetsuchmaschine hat Berufung gegen die Entscheidungen eingelegt und bestreitet die geltend gemachten Urheberrechtsverletzungen. Was sind jedoch die HintergrĂŒnde dieser Entscheidungen? Ist in der Google-Bildersuche tatsĂ€chlich eine Urheberrechtsverletzung zu sehen? Oder hat das Unternehmen Google vielleicht doch die besseren Argumente auf seiner Seite?
Antworten auf diese Fragen hat Eva Schröder im GesprÀch mit Hannes Obex, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITM, gefunden.
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: Google Earth sperren wegen Terrorgefahr?
: Google Earth sperren wegen Terrorgefahr? Heise meldet:
Ein Jurist aus der Millionenstadt Mumbai, die Ende November von einer radikal-islamistischen Terrorgruppe angegriffen worden war, hat das höchste Gericht der Stadt aufgefordert, umgehend den Zugriff auf Geoinformationsseiten wie Google Earth und Wikimapia zu sperren. Der Anwalt startete beim Bombay High Court eine sogenannte Public Interest Litigation (PIL), ein Gerichtsverfahren, das BĂŒrgern des Landes die Möglichkeit bietet, staatliche Stellen zu verklagen. Der Jurist wirft der Regierung vor, gegen nationale Sicherheitsvorschriften zu verstoĂen, weil ĂŒber die fraglichen Websites detaillierte Informationen zu möglichen Anschlagszielen abrufbar seien.
Dazu ein treffender Kommentar vom Sicherheitsexperten Bruce Schneier:
Of course the terrorists used Google Earth. They also used boats, and ate at restaurants. Donât even get me started about the fact that they breathed air and drank water. (âŠ) Yes, the bad guys use it: bank robbers use cars to get away, drug smugglers use radios to communicate, child pornographers use eâmail. But the good guys use it, too, and the good uses far outweigh the bad uses.
So eine Sperrung wÀre in diesem Fall ohnehin wirkungslos gewesen, weil die Angreifer ja vorher die Ziele auch vor Ort genau auskundschaftet hatten.
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: Datenprostitution mit Google
: Datenprostitution mit Google Das Wort âDatenprostitutionâ kannte ich noch gar nicht. Hendrik Speck, Professor fĂŒr Informatik an der FH Kaiserslautern, verwendet es in Zusammenhang mit Google in einem Interview mit SWR.de ĂŒber âSpioniert uns Google aus?â
Marie-Christine Werner: Herr Prof. Speck, was macht Google so problematisch?
Hendrik Speck: Problematisch ist der Erfolg dieser Suchmaschine. Google bietet sehr hochwertige und qualifizierte Dienste an, die von Millionen von Nutzern verwendet werden. Der GroĂteil dieser vermeintlich kostenlosen Dienste basieren im Grunde auf einer Art Datenprostitution. Das heiĂt: Im Austausch fĂŒr die gesuchten Informationen geben die Google-Nutzer einen GroĂteil Ihrer PrivatsphĂ€re auf. Bedenklich finde ich auch, dass sich durch diese PopularitĂ€t die Daten der Nutzer bei einem privaten auslĂ€ndischen Datenbetreiber anhĂ€ufen, ĂŒber die sie nach deutschen Gesetzen keine Kontrolle mehr haben.
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: Google zensiert Musik-Blogs?
: Google zensiert Musik-Blogs? Google zensiert wohl Musik-Blogs. Das berichtet das empfehlenswerte Musik-Blog Palms Out Sounds, die Opfer von Löschungen wurden. Dabei ging es nicht um Content, der auf Blogger.com (aka Blogspot) gehostet war, sondern schlicht um Links:
This first started a couple of months ago, but only hit Palms Out about a month ago. Without warning, Google removed three old posts from the blog, and offered no explanation. They then followed by removing Remix Sunday 131, and 132- and offered a brief explanation. Keep in mind, there is no actual copyrighted content uploaded by Palms Out that is hosted on any of Googleâs servers, only hyperlinks.
Palms Out Sounds erklĂ€rt, dass man die Erlaubnis zum posten der Links hatte. Auf Anfrage rĂŒckt Google bisher keine Informationen raus, warum die Postings mit Verweis auf die US-Copyright-Gesetzgebung gelöscht wurden.
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: Spiegel Online jetzt ohne Google Analytics, aber weiterhin mit Drittparteien-Datensammlung
: Spiegel Online jetzt ohne Google Analytics, aber weiterhin mit Drittparteien-Datensammlung Das schreibt der Spiegel vor ein paar Tagen, komischerweise nur in der englischen Version der Webseite:
Google Analytics is a free program for web site owners to keep track of usage patterns on their site. The data is also saved by Google. Some sites donât even mention this to their users. âAnalytics is Googleâs most dangerous opportunity to spy,â says Reischl. According to some estimates the software is integrated into 80 percent of frequently visited German-language Internet sites.
SPIEGEL ONLINE no longer uses Google Analytics.
So weit, so gut. Was die Spiegel-Redaktion verschweigt, ist dass diese Entscheidung nicht freiwillig und nett war, sondern von den Datenschutzbeauftragten nach einer PrĂŒfung von Google Analytics quasi erzwungen wurde.
Dann allerdings werden sie recht groĂspurig:
âWe want to ensure that data on our usersâ browsing patterns donât leave our site,â says Wolfgang BĂŒchner, one of SPIEGEL ONLINEâs two chief editors.
Aha? Die Daten der Besucher von Spiegel.de sollen nicht an andere Parteien weitergegeben werden? Was ist dann mit den Elementen, die von ivwbox.de und adserv.quality-channel.de geladen werden? AdBlockPlus zeigt es:
Naaa, lieber Spiegel?
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: Technorati vs Google Blogsearch
: Technorati vs Google Blogsearch Wenn man die letzten Jahre ĂŒber schauen wollte, was wann und wo in Blogs geschrieben wurde, ging man zu Technorati. Der Anspruch der Plattform war und ist, die meisten Blogs in eine Suchmaschine zu syndizieren. Dabei gab es immer wieder Phasen, wo Technorati eine gewisse Art von âSchluckaufâ hatte und kaum funktionierte. Das war meist temporĂ€r und man blieb trotzdem bei Technorati, weil die Ergebnisse einfach von allen Plattformen am vielseitigsten war. Das hat sich mittlerweile geĂ€ndert. Vergleiche ich meine RSS-Feeds fĂŒr bestimmte URLs, bzw. Stichwörter, schlĂ€gt Googleâs Blogsearch mittlerweile Technorati um LĂ€ngen und zeigt viel mehr Links an. Vor allem hat sich eine Sache geĂ€ndert: FrĂŒher zeigte Technorati mehr oder weniger als einzige Plattform auch Links innerhalb des Templates und nicht unbedingt nur in Blog-Artikeln an. Das hat man jetzt wohl rausgeschmissen und auf einmal bietet Google dies an. Hab ich irgendwas in den letzten zwei Wochen verpasst? Dachte zuerst, meine RSS-Feeds hĂ€tten sich vertauscht.
Mal schauen, wie das weiterlĂ€uft und ob Technorati irgendwann mal wieder funktioniert oder es bessere Alternativen zu Googleâs Blogsearch gibt.
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: System Google: âich bin erschĂŒttertâ
: System Google: âich bin erschĂŒttertâ Felix Schwenzel war gestern auf einer Podiumsdiskussion zum âSystem Googleâ in der Akademie der KĂŒnste in Berlin. Und anscheinend hab ich da nichts verpasst, wie man seiner ausfĂŒhrlichen Rezension der Veranstaltung entnehmen kann.
Kurzfazit: âich bin mir noch nicht ganz klar, warum, aber ich bin erschĂŒttert.â
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: Chrome fĂŒr den Bundestag
: Chrome fĂŒr den Bundestag Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages erklĂ€rt heute (PDF) den neuen Google-Browser Chrome. Bin aber etwas verwundert, dass der Bericht fast keinen Hinweis auf Kritik enthĂ€lt und den Release eher vor dem Markthintergrund erklĂ€rt.
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: RĂŒckblick auf 20 Jahre Google
: RĂŒckblick auf 20 Jahre Google Philipp Lenssen hat auf blogoscoped.com einen fiktionalen RĂŒckblick auf 20 Jahre Google geschrieben: Google Turns 20 (fiction)
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: Google: Nur noch 150% Vorratsdatenspeicherung
: Google: Nur noch 150% Vorratsdatenspeicherung Google verkĂŒndet heute, dass man die Speicherdauer von IP-Adressen verkĂŒrzen möchte. Von 18 Monaten geht es runter auf 9 Monate. Das ist nur noch 1,5 Mal solange, wie die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland zeitlich geplant ist. Noch kĂŒrzer möchte man aber nicht speichern, weil sonst die QualitĂ€t nicht mehr gesichert sei. Unklar ist, warum andere Suchmaschinen wie Metager das ohne Speicherung von personenbezogenen Daten problemlos hinbekommen.
Mehr dazu in der Futurezone: Google antwortet EU-DatenschĂŒtzern.
Im April hatten die DatenschĂŒtzer ein kritisches Positionspapier zu Google veröffentlicht. EU-DatenschĂŒtzer hatten, beispielsweise anlĂ€sslich einer Anhörung im EU-Parlament im JĂ€nner 2008 zum Thema Google, auch immer wieder kritisiert, dass der Suchmaschinenbetreiber die IP-Adressen seiner Nutzer nicht als personenbezogene Daten betrachtet. Genau diese Auffassung hat Google Anfang Juli im Prozess, den der US-Medienkonzern Viacom gegen die Google-Tochter YouTube fĂŒhrt, in arge BedrĂ€ngnis gebracht. Ein New Yorker Gericht zwang Google, die IP-Adressen seiner User an Viacom herauszugeben â diese seien ja schlieĂlich keine schĂŒtzenswerten personenbezogenen Daten. Viacom und Google, die beide das Vertrauen ihrer Kunden zu verlieren hatten, einigten sich schlieĂlich auf die Anonymisierung der ĂŒbertragenen Logfiles.
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: Keine Angst vor Google
: Keine Angst vor Google Der Taz-Redakteur Tarik Ahmia argumentiert, dass Google nicht âder neue Feindâ sei: Keine Angst vor Google.
In diesem Geben und Nehmen ist Google geradewegs zu einem seriösen Umgang mit den Kundendaten verdammt. Der Verlust des Vertrauens seiner Kunden wĂ€re der Google-GAU: WĂŒrden FĂ€lle bekannt, in denen Google Schindluder mit den Daten seiner Kunden betreibt, ist der nĂ€chste, vertrauensvollere Google-Konkurrent nur einen Mausklick entfernt. Googles Firmenmaxime âDont be evilâ ist deshalb nicht nur ein Marketingspruch, sondern ist ĂŒberlebenswichtig fĂŒr das gesamte GeschĂ€ftsmodell des Konzerns. Die Welt der Internet-Ăkonomie in althergebrachte Kategorien der DatenschĂŒtzer einzuteilen â hier die rechtschaffenen Datenbewahrer, dort die skrupellosen Datensauger â greift deshalb auch zu kurz. Diese Welt ist komplexer geworden, und sie braucht ein neues VerstĂ€ndnis von Datenschutz, das dem Prinzip von Geben und Nehmen Rechnung trĂ€gt. Allein das Sammeln von Nutzerdaten lĂ€sst sich heute nicht mehr automatisch mit unlauteren Zielen eines Unternehmens gleichsetzen.
Er beschreibt anschaulich, dass die Nutzer selber darauf achten mĂŒssen, was sie wie und wo im Netz publizieren. Einen wichtigen Punkt ĂŒbersieht er aber leider in seiner Argumentation: Google ist ein Unternehmen, was staatlichen Regulierungen unterliegt. Durch die DatenanhĂ€ufung werden bei Sicherheitsbehörden Begehrlichkeiten geweckt, auf die Datenberge zugreifen zu können.
