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: Die Brexit-Puppenspieler: Online-Projekt zeigt Hintergründe auf
Der Abgeordnete Jacob Rees-Mogg ist einer der Drahtzieher hinter dem britischen EU-Austritt : Die Brexit-Puppenspieler: Online-Projekt zeigt Hintergründe auf Großbritannien macht Ernst. In nur vier Monaten verlässt das Land die Europäische Union und kappt damit seine enge Bindung an den Kontinent. Wie es überhaupt soweit kommen konnte, zeigt ein Online-Projekt der grünen EU-Abgeordneten Molly Scott Cato. The Brexit Syndicate zeigt auf, wie eine kleine Kabale an Superreichen, konservativen Abgeordneten und rechten Thinktanks seit Jahren hinter den Kulissen den EU-Austritt vorbereitet und steuert. Ein Schwerpunkt ist das Thema Wahl-Beeinflussung, Stichwort Cambridge Analytica.
The Brexit Syndicate nimmt die Konservativen von Premierministerin Theresa May ins Visier:
In ihrem Unterfangen scheinen [die Konservativen] von extremen Gruppen unterwandert worden zu sein, die einen immensen Einfluss auf die Regierungspolitik haben, zum Nachteil eines großen Teils der Bürger und Interessensverteter. Diese Website zeigt die Geschichte dieser Gruppen und der „Bürger von Nirgendwo“, die unser politisches System zu ihrem Vorteil und zum Nachteil eines großen Teils der britischen Bevölkerung ausnutzen.
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: EU-Kommission: 80 Prozent der Europäer wollen wissen, wer für politische Werbung im Netz zahlt
Wer hat für diese Werbung gezahlt? Im Netz ist das oft völlig unklar. : EU-Kommission: 80 Prozent der Europäer wollen wissen, wer für politische Werbung im Netz zahlt EU-Kommissarin Věra Jourová verrät erste Zahlen aus der nächsten Eurobarometer-Studie. Demnach fürchten viele Europäer Desinformationskampagnen bei den nächsten Wahlen. Die Kommissarin deutet strengere Transparenzregeln bei politischer Werbung für Google und Facebook an.
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: Neues aus dem Fernsehrat (29): Von „funk“ für die Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien lernen [Update]
: Neues aus dem Fernsehrat (29): Von „funk“ für die Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien lernen [Update] Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot funk feierte im Oktober dieses Jahres zweiten Geburtstag. Als reines Online-Angebot ist es in vielerlei Hinsicht wegweisend für Öffentlich-Rechtliche im Netz. Potentiale jenseits von YouTube und Facebook werden jedoch bislang nicht genutzt.
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: Die echten Sieger der US-Wahlen: Google und Facebook
Politik ist in den USA ein Produkt. Selbst Politiker wie Trump sind für Facebook und Google am Ende des Tages schlicht Kunden. : Die echten Sieger der US-Wahlen: Google und Facebook Die US-Wahlen zur Halbzeit der Amtsperiode von Donald Trump sind vorbei. Neben Zugewinnen für die Demokraten im Repräsentantenhaus und der Republikaner im Senat, gibt es auch andere Gewinner: Die Online-Werbebranche und ihre Quasi-Oligopolisten Google und Facebook. Beide Firmen verdienten im Vorlauf der Wahl in den USA gemeinsam mehr als 430 Millionen US-Dollar mit politischer Werbung, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Überall in den USA buchten Kandidaten und Kampagnen bei den Konzernen Werbung, meldet Bloomberg:
Der texanische Demokrat Beto O’Rourke war der größte politische Werbende auf Facebook. Er platzierte sieben Millionen Dollar an Einschaltungen, laut einer Aufstellung des Social-Media-Giganten. Das Make-America-Great-Again-Komitee von Präsident Donald Trump war der zweitgrößte Werbende, mit 3,4 Millionen Dollar. Die Präsidentschaftskampagne von Trump gab nach den Angaben weiter 2,6 Millionen Dollar aus.
Die Zahlen machen deutlich, warum es der US-Politik so schwer fällt, der Marktmacht und dem politischen Einfluss der großen Internetkonzerne Einhalt zu gebieten. Denn Online-Werbung ist inzwischen ein entscheidender Faktor bei Wahlen und bringt den Konzernen keine kleinen Beträge. Die Abgeordneten sind für Google und Facebook nicht nur Gesetzgeber, sie sind auch Kunden.
Auch im Bundestagswahlkampf 2017 nutzten alle größeren deutschen Parteien Facebook und andere Social-Media-Dienste für zielgerichtete politische Werbung. Auf diese Weise tragen die Parteien auch hierzulande den Rechtsbruch mit, der Facebooks Werbesystem zugrunde liegt, kritisierte damals der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar.
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: Sozialdemokrat und Wirtschaftsfreund: Olaf Scholz bremst EU-Digitalsteuer
Steuergegner Olaf Scholz : Sozialdemokrat und Wirtschaftsfreund: Olaf Scholz bremst EU-Digitalsteuer Bundesfinanzminister Olaf Scholz torpediert in Brüssel die Pläne für eine faire Besteuerung der Internetkonzerne. Sein Argument: Das könnte der Wirtschaft schaden. Der Sozialdemokrat könnte der Digitalsteuer damit den Todesstoß versetzt haben.
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: NPP155: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf“ – Julia Reda über den Kampf für ein neues Urheberrecht
Julia Reda bei einer Debatte zum Urheberrecht im EU-Parlament : NPP155: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf“ – Julia Reda über den Kampf für ein neues Urheberrecht Niemand hat so hart für ein modernes Urheberrecht gestritten wie die EU-Abgeordnete Julia Reda. Trotz ihrer Bemühungen drohen die Einführung von Uploadfiltern und einem europaweiten Leistungsschutzrecht. Am Rande unserer Konferenz erzählte die Piratin aus vier Jahren im EU-Parlament und sagt, warum es sich weiter zu kämpfen lohnt.
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: Doku-Tipp: Facebook außer Kontrolle
Facebook (Symbolbild). : Doku-Tipp: Facebook außer Kontrolle 2018 ist das Jahr der Facebook-Skandale. Wie nie zuvor stand die US-Plattform in diesem Jahr in der Kritik. Welche Rolle spielten die Facebook-Algorithmen bei der US-Wahl und dem britischen Brexit-Referendum? Wie sicher sind die Nutzerdaten vor Hacks? Wie beeinflussten Fake News und Hassrede auf Facebook den Massenmord an den Rohingya in Myanmar? Nur drei Fragen, die in den letzten Monaten heiß in den Medien diskutiert wurden. Jetzt widmet sich die ARD in der 70-minütigen Dokumentation „Facebook außer Kontrolle?“ dem Thema.
In der internationalen Koproduktion über den Daten- und Machtmissbrauch bei Facebook kommen unter anderem die netzpolitik.org-Autorin Constanze Kurz, Datenschutzaktivist Max Schrems und der ägyptische Aktivist Wael Ghonim zu Wort. Das verdeutlicht: Die gemeinsam vom US-Sender PBS und dem NDR produzierte Dokumentation nimmt sowohl die internationale als auch die deutsche Situation in den Blick. Außerdem ist es den Filmemachern gelungen, mit Facebook-Mitarbeitern zu sprechen, heißt es in der Ankündigung:
Mit Dutzenden Insider-Interviews mit Facebook Managern und mit bislang unveröffentlichtem Archivmaterial zeichnet die Dokumentation nach, wie Facebook mit Vorfällen und Vorwürfen von Daten- und Machtmissbrauch umging, während es rasant die Welt eroberte. Welche Debatten wurden geführt, welche Maßnahmen ergriffen, welche Konsequenzen gezogen?
Mehr Informationen über Facebooks Umgang mit Hassrede, Meinungsfreiheit und Verantwortung gibt es auch in Folge 154 des netzpolitik.org-Podcasts mit Hans Block, einem der Regisseure der Dokumentation „The Cleaners“.
Die ARD-Dokumentation ist ab sofort bis zum 1.März 2019 in der Mediathek verfügbar.
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: Fanpage-Urteil: Auch Verbraucherzentrale Sachsen klagt gegen Facebook
: Fanpage-Urteil: Auch Verbraucherzentrale Sachsen klagt gegen Facebook Nach der Grünen Bundestagsfraktion hat nun auch die Verbraucherzentrale Sachsen Klage gegen Facebook erhoben. Auslöser für die Auseinandersetzung um Fanpages ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes: Betreiber*innen von Facebook-Seiten sind demnach mitverantwortlich für das, was auf ihren Seiten mit den Daten ihrer Besucher*innen geschieht. Weil der Datenkonzern es den Anbieter*innen von Fanpages nicht ermögliche, ihre Seiten im Einklang mit der Datenschutzgrundverordnung zu betreiben, zieht der Verband vor Gericht. Facebook hatte zwar Seitenbetreiber*innen einen Ergänzungsvertrag zur Verfügung gestellt, mit dem die datenschutzrechtliche Verantwortung geklärt werden soll. Die Betreiber*innen von Fanpages können aber immer noch nicht nachvollziehen, wie Facebook auf ihren Seiten Daten sammelt – oder dies gar abstellen.
Aus der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen:
Das Problem ist die fehlende Rechtsklarheit für Verbraucher. Nach Auffassung der Verbraucherschützer muss Facebook in einer Vereinbarung mit dem Verbraucher klarstellen, wer die Verantwortung für die Einhaltung des Datenschutzrechts auf den Profilen trägt. „Jeder Nutzer hat das Recht zu wissen, was mit seinen Daten passiert und wer dafür verantwortlich ist. Es kann nicht sein, dass sich Facebook seiner Verantwortung entzieht“, so Rechtsexperte Michael Hummel von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Erst im Juni hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die Inhaber von Facebook-Profilen unter Umständen gemeinsam mit Facebook für die Einhaltung von Datenschutzvorschriften verantwortlich sind. Der Konzern hatte daraufhin angekündigt, dieser Verpflichtung nachzukommen. Passiert ist seitdem nichts – trotz Mahnungen von Daten- und Verbraucherschützern. „Mittlerweile hat uns Facebook durch seine Anwälte mitteilen lassen, dass man keine Verletzung von Verbraucherrechten erkennen könne. Mit der Klage soll Facebook nun seine Pflichten erfüllen und Verbraucher weitestgehend aus der Verantwortung nehmen“, so Michael Hummel.
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: Facebook im Bundestag: Mehr als 300.000 deutsche Nutzer unter erbeuteten Profilen bei Daten-Leck [UPDATE]
Bundestags-Ausschusses Digitale Agenda. : Facebook im Bundestag: Mehr als 300.000 deutsche Nutzer unter erbeuteten Profilen bei Daten-Leck [UPDATE] Hunderttausende deutsche Nutzer*innen sind vom neuesten Datenleck bei Facebook betroffen, Unbekannte haben ihre Daten erbeutet. Das sagte ein Vertreter des Datenkonzerns gestern im Digitalausschuss des Bundestages. Die Öffentlichkeit durfte nur indirekt teilnehmen.
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: Wahlbeeinflussung in Europa: Fake News, Facebook und die Russen
Ex-NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bei der Konferenz über Wahlbeeinflussung in Brüssel : Wahlbeeinflussung in Europa: Fake News, Facebook und die Russen Sieben Monate vor der Europawahl 2019 debattiert eine hochrangige Konferenz in Brüssel, wie der Wahlvorgang vor Einflussnahme und Manipulation geschützt werden kann. Zu hören ist einiges an Cyber-Säbelrasseln, aber wenig von konkreten Gegenmaßnahmen. Dabei sprechen Experten in Brüssel die heiklen Fragen an.
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Facebook-Datenleck: Drei Fehler, 30 Millionen erbeutete Profile
Erst nach drei Monaten drehte Facebook den Hahn zu. Mindestens ein Hackangriff war erfolgreich. Facebook-Datenleck: Drei Fehler, 30 Millionen erbeutete Profile Das kürzlich bekannt gewordene Datenleck bei Facebook ist weniger breit aber tiefgreifender als das Unternehmen zunächst ankündigte. Mehrere Wochen lang konnten Unbefugte teils hochsensible Daten von 30 Millionen Nutzer*innen sammeln. Weitere unbemerkte Angriffe sind nicht ausgeschlossen. Eine Zusammenfassung.
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: EU-Abgeordnete fordern von Facebook und Co. umfassende Transparenz bei politischer Werbung im Netz
Im Vordergrund: Der Vorsitzende des Innenausschusses, Claude Moraes. Im Hintergrund unverkennbar: Cambridge-Analytica-Whistleblower Christopher Wylie : EU-Abgeordnete fordern von Facebook und Co. umfassende Transparenz bei politischer Werbung im Netz Das Europaparlament formuliert eine scharfe Antwort auf den Cambridge-Analytica-Skandal: Es ruft die Mitgliedsstaaten dazu auf, strenge Regeln gegen unkontrollierte Einflussnahme in sozialen Medien zu setzen. Die EU-Staaten stellten sich bei dem Thema bisher taub.
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: Fanpage-Urteil: Grüne verklagen Facebook
Facebook (Symbolbild). : Fanpage-Urteil: Grüne verklagen Facebook Facebook ignoriert ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs und schlampt weiterhin beim Datenschutz. Die Grünen wollen das Unternehmen nun mit einer Klage dazu zwingen, ein rechtskonformes Betreiben von Facebook-Fanpages zu ermöglichen.
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: Facebook und Airbus lobbyieren gemeinsam in Brüssel für Drohnen
Die Airbus-Drohne Zephyr eignet sich nach Herstellerangaben für den militärischen Einsatz : Facebook und Airbus lobbyieren gemeinsam in Brüssel für Drohnen Facebook möchte mit unbemannten Stratosphäre-Drohnen Internet in entlegenste Erdteile strahlen. Sein eigenes Drohnenprojekt Aquila stellte der Konzern vor kurzem ein. Doch Facebook gibt nicht auf und spricht nun mit der EU-Kommission über die Airbus-Drohne Zephyr, wie nun veröffentlichte Dokumente zeigen.
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: Facebook and Airbus jointly lobby EU Commission on drones, email shows
The Airbus Zepyhr drone can stay airborne for 25 days : Facebook and Airbus jointly lobby EU Commission on drones, email shows The social media giant has evidently not buried its plans for high altitude connectivity. Facebook and Airbus discussed Zepyhr drones at a meeting with a senior official in Brussels.
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: Facebook nutzt eure Telefonnummern für Werbung, auch wenn ihr sie nur zu Sicherheitszwecken angegeben habt
Über die Profile seiner Nutzer*innen hinaus sammelt Facebook heimlich Schatteninformationen. : Facebook nutzt eure Telefonnummern für Werbung, auch wenn ihr sie nur zu Sicherheitszwecken angegeben habt Facebook nutzt offenbar auch jene Telefonnummern und Email-Adressen für gezielte Werbeanzeigen, die Nutzer*innen nur zu Sicherheitszwecken oder gar nicht selbst an die Plattform gegeben haben. Das Unternehmen hat so einen Weg gefunden, Privatsphäre-Einstellungen zu umgehen.
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: Max Schrems: Wir brauchen einen „Kulturwandel“ bei EU-Datenschutzbehörden
Datenschützer Max Schrems bei "Das ist Netzpolitik!" in Berlin. : Max Schrems: Wir brauchen einen „Kulturwandel“ bei EU-Datenschutzbehörden Der österreichische Jurist Max Schrems ist ein Vorkämpfer für die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer von Facebook, Google und Co. Die neuen EU-Datenschutzregeln gaben ihm und seinen Mitstreitern ein scharfes Schwert für Klagen in die Hand. Nun liege es in der Hand der Behörden und Gerichte, unsere Rechte auch durchzusetzen, sagte Schrems bei der „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz in Berlin.
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: Von Datenhändlern und Datengerechtigkeit: Frederike Kaltheuner im Interview
Keine Digitalisierung ohne Datenschatten. Die Firmen, die mit unseren Informationen handeln, bleiben oft im Verborgenen. : Von Datenhändlern und Datengerechtigkeit: Frederike Kaltheuner im Interview Gerade im Angesicht der globalen Ungleichheit sollten wir in Europa unsere Datenrechte nicht kaputtreden, findet Frederike Kaltheuner. Im Interview erklärt die Privacy-Aktivistin, was der Fall Cambridge Analytica verändert hat, wie Großbritannien es mit der DSGVO hält und was sie sich unter Datengerechtigkeit vorstellt.
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: Meinungsfreiheit: Warum Facebook (zu Recht) nicht an Grundrechte gebunden ist
Die Meinungsfreiheit muss auch auf Plattformen wie Facebook sichergestellt werden : Meinungsfreiheit: Warum Facebook (zu Recht) nicht an Grundrechte gebunden ist Die großen Social-Media-Plattformen sind praktisch unverzichtbar geworden für den öffentlichen Diskurs. Facebook entscheidet nach eigener Maßgabe, was es veröffentlicht und was nicht. Dennoch sollten wir nicht den Irrtum begehen, sie auf die Ebene der Staatsgewalt zu befördern.