Events

  • : Heute Abend: „Geistiges Eigentum im Web 2.0“
    Heute Abend: „Geistiges Eigentum im Web 2.0“

    Heute Abend gibt es ab 20:00 Uhr in der Literaturwerkstatt Berlin eine Diskussion über „Geistiges Eigentum im Web 2.0“.

    Es diskutieren Kathrin Passig Autorin und Internetaktivistin, Berlin Mathias Schindler Projektmanager Wikimedia Deutschland René Strien Verlegerischer Geschäftsführer Aufbau Verlag, Berlin Alexander Unverzagt Medienanwalt, Hamburg
    Moderation Ilja Braun Journalist und Redakteur iRights.info, Köln

    21. April 2010 6
  • : re:publica 2010: Danke!
    re:publica 2010: Danke!

    Die re:publica 2010 ist vorbei und die Zeit der Nachbereitung ist gekommen. Es gibt unzählige Blog-Postings, die wir erstmal durchlesen müssen und noch mehr Feedback, was gut gelaufen ist und was wir noch verbessern könnten. Es ist zumindest ein schönes Gefühl, wenn man monatelang auf ein Ziel hinarbeitet, alles plant und dann am Ende alles mindestens so gut klappt, wie man das die ganze Zeit gehofft hat. Die re:publica 2010 war auch eine Konferenz der Superlative: Mehr als 2500 Teilnehmer_innen, mehr als 265 Sprecher_innen aus 30 Ländern und mehr Medienberichterstattung als je zuvor. Vor allem freue ich mich, dass auch viele netzpolitische Themen in der Berichterstattung prominent vor kamen, zu allererst die Netzneutralität- und auch die Open Government – Themen. Mal schauen, ob wir nächstes Jahr noch eine Steigerung hinbekommen.

    Da kann man zum Schluss nur Danke sagen an alle Beteiligten! Danke fürs Mitorganisieren, Danke fürs Teilnehmen, Danke für die viele Beteiligung durch eigene Vorträge / Workshops, Danke für die Berichterstattung durch Postings, Artikel, Tweets und Fotos und Danke für das viele und großartige Feedback, was uns am Freitag sehr glücklich gemacht hat.

    Mein nächstes Projekt ist übrigens, endlich mal Bohemian Rhapsody wieder aus dem Kopf zu bekommen (Ab Minute 3):

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Teil zwei des Danke schön findet sich drüben auf Spreeblick.

    Vermerk fürs kommende Jahr: Unbedingt Vulkanausbrüche in fremden Ländern einplanen. Einige unserer internationalen Gäste haben dadurch eine Woche Berlin-Aufenthalt gewonnen (Glück im Unglück. Wir haben mehr Zeit für ausführliche Podcast-Interviews). Andere erleben gerade eine spannende Europa-Rundreise auf der Suche nach einem Rückflug.

    19. April 2010 18
  • : Peter Kruse: Ist die Nutzung des Internets eine Glaubensfrage?
    Peter Kruse: Ist die Nutzung des Internets eine Glaubensfrage?

    Der Vortrag von Peter Kruse über „What’s Next – Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren“ war heute sicher einer der Höhepunkte des ersten Tages auf der re:publica. Unsere Video-Dokumentation dauert noch an, aber wir sind froh, dass der Vortrag von Ulrike Reinhard aufgezeichnet wurde. Hier ist er:

    Hier klicken, um den Inhalt von blip.tv anzuzeigen.

    Und hier sind die Folien:

    15. April 2010 31
  • : re:publica 2010 hat begonnen
    re:publica 2010 hat begonnen

    Die nächsten drei Tage findet die re:publica 2010 in Berlin statt. Unsere Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft bietet meh als 160 Stunden Programm mit 164 Vorträgen und Workshops mit 250 Sprecherinnen und Sprecher aus 30 Staaten.Und es ist jede Menge Netzpolitik dabei: Am Donnerstag gibt es eine Subkonferenz zu Netzneutralität, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven, sowie national und international beleuchtet. Einer der vielen Höhepunkt ist sicherlich der Vortrag von Tim Wu über „Net Neutrality an Free Speech“ am Donnerstag um 16 Uhr im Friedrichstadtpalast. Das komplette Programm findet sich hier. Von den Bühnen im Friedrichstadtpalast, Quatsch Comedy Club und Kalkscheune Großer Saal wird es Live-Streams geben.

    14. April 2010 11
  • : Noch zwei Wochen bis zur re:publica 2010
    Noch zwei Wochen bis zur re:publica 2010

    Im Moment geht ein Teil meiner Zeit dabei drauf, die kommende re:publica 2010 zu organisieren. Die re:publica ist unsere jährliche Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, die vom 14.–16. April zum vierten Mal in Berlin stattfindet. Dieses Jahr erwarten wir rund 2500 Besucher im Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club. Das Programm hat mittlerweile ein spätes Beta-Stadium erreicht, auch wenn wir noch fleissig Referenten hinterherlaufen müssen, um z.B. Fotos einzusammeln. Insgesamt gibt es mehr als 150 Stunden Programm an den drei Tagen auf bis zu acht Bühnen gleichzeit. Und es ist diesmal recht viel Netzpolitik dabei, u.a. eine ganze Subkonferenz zum Thema Netzneutralität, ein kleiner Schwerpunkt-Track auf Opendata und eine weitere Subkonferenz zum Thema Online-Campaigning, die re:campaign..

    Tickets gibts noch zum Preis von 90 Euro, solange der Vorrat reicht. Wem das zuviel ist: Wir suchen noch Helfer für die Durchführung.

    30. März 2010 8
  • : Befreie deine Dokumente: Document Freedom Day am 31. März 2010
    Befreie deine Dokumente: Document Freedom Day am 31. März 2010

    Fotos, Texte, Musik – alles bewahren wir digital auf. Aber wie lange werden wir diese Dateien öffnen können? Werden die Formate auch in fünf oder zehn Jahren noch unterstützt werden, oder enden unsere Archive und Musiksammlungen als digitaler Sondermüll?

    Die Lösung sind freie Dokumentenformate wie ODF und Ogg-Vorbis, basierend auf Offenen Standards. Um darauf aufmerksam zu machen, findet am 31. März – heute in einer Woche – der weltweite Document Freedom Day statt. Rund um den Globus werden Gruppen aus der Freie Software-Szene auf Offene Standards aufmerksam machen.

    Im deutschsprachigen Raum sind Aktionen in Berlin, Köln, Wien und Offenburg und  geplant. In Berlin und Köln übergeben Fellowship-Gruppen der FSFE Auszeichnungen an Deutschlandradio und Radio Orange. Beide Sender bieten ihre Streams im freien Format Ogg-Vorbis an.

    Lust zum Mitmachen? Dann schaut auf der DFD2010-Seite vorbei, tragt euer Team ein und überlegt euch eine gute Aktion! Einige Ideen gibt es hier.

    Einige Aktionen haben schon stattgefunden. In Rumänie machen einige sehr aktive Gruppen Behörden darauf aufmerksam, daß Bürger viele offizielle Dokumente nicht mit Freier Software lesen können:

    24. März 2010 6
  • : ACTA-Text ist raus
    ACTA-Text ist raus

    Der komplette Text des umstrittenen „Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ (ACTA), das bis heute komplett geheim verhandelt wird, ist nun geleakt. Jedenfalls die Version von Januar, was zwei Verhandlungsrunden her ist.

    Michael Geist seziert anhand des Leaks ein kleines Detail des Dezember-Textes, in dem es um die Durchsuchung von Reisenden auf urheberrechtsgeschützte Werke geht (auch bekannt als „three iPods and you’re out“).

    Den Rest der 56 Seiten Verhandlungstext (pdf) müssen wir wieder selber lesen und verdauen.

    Das Europaparlament hatte vor kurzem der EU-Kommission ein Ultimatum bis zum 12. April gesetzt, die aktuellen und relevanten Dokumente herauszurücken – dazu gehört auch das Verhandlungsmandat der Kommission. Mal sehen, ob es nun bald die aktuellen Dokumente gibt. Die Anhörung der Kommission am Montag hat nicht gerade den Eindruck voller Transparenz hinterlassen.

    24. März 2010 15
  • : Rückbau der Netzsperren, neuer JMStV-Entwurf und Datenschutz als Idelogie
    Rückbau der Netzsperren, neuer JMStV-Entwurf und Datenschutz als Idelogie

    Vielleicht ist es doch nicht clever, nachträglich noch weiter in den Leseempfehlungen von gestern Mittag rumzumalen. Wäre auch viel zu schade, wenn folgende drei Hinweise dort untergehen:

    #1_ Der ein oder andere hat es bereits mitbekommen, gestern haben auch die Grünen auf Fraktionsebene über das Netz gesprochen. Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Blogbeitrag von Malte Spitz (Mitglied im Bundesvorstand), der nachgefragt hat, wie es um den Rückbau der Infrastruktur für Netzsperren bestellt ist, und was der Spaß gekostet hat.

    Fünf große Anbieter haben diesen Vertrag unterzeichnet. Auf Rückfrage meinerseits was sie gerade machen bzw. seit Unterzeichnung der Verträge gemacht haben, gab es folgende Antworten die ich hier dokumentieren darf. Die Anbieter Vodafone und HanseNet habe ich nicht angeschrieben.

    Aber lest selbst

    #2_ Rechtzeitig zum vom mir despektierlich als Schaulaufen bezeichneten prominent besetzten Panel „Diskussion zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ morgen nachher auf dem Politcamp Berlin hat die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz – wie angekündigt – einen weiteren Arbeitsentwurf des JMStV (Stand: 12. März) (PDF) veröffentlich. Laut Alvar Freude hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert (via Alvar)

    #3_ Christian Hellers Aufsatz „Die Ideologie Datenschutz“ bei Carta dürfte bei Datenschützern der alten Schule auf eher wenig Zustimmung treffen. Ich halte Christians Thesen allerdings für intelligent genug, um sich mit ihnen einmal in aller Ruhe auseinanderzusetzen. Zur besseren Einordnug sollte man vorher Christians Vortrag „Was kommt nach der Privatheit?“ kennen oder zumindest dieses – redaktionell stark eingekürzte! – iX-Editorial (PDF) überfliegen.

    20. März 2010 8
  • : Leben im Schwarm –Wie das Internet uns verändert
    Leben im Schwarm –Wie das Internet uns verändert

    Morgen findet in der NRW-Landesvertretug in Berlin die Veranstaltung „4. Kölner Mediensymposium – Der Hauptstadtdialog“ statt. Ausrichter des Mediensymposiums mit dem Schwerpunkt “Leben im Schwarm – Wie das Internet uns verändert“ sind der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW und die Kölner Forschungsstelle für Medienrecht. Ich bin da für ein 20-Minuten langes Streitgespräch über „Ich blogge, also bin ich. Demokratische Willensbildung oder pubertätsübliche Zeitverschwendung?“ geladen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob in der kurzen Zeit mit Prof. Dr. Christoph Neuberger wirklich Streit aufkommen kann.

    Carta will die Veranstaltung im Netz streamen. Das kann man sich ab 14 Uhr dann auch hier anschauen:

    14. März 2010 5
  • : Beta-Programm der re:publica’2010 ist online
    Beta-Programm der re:publica’2010 ist online

    Wir haben heute eine Beta-Programm-Version unserer re:publica’2010 veröffentlicht. Die re:publica ist eine Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, die vom 14.–16. April zum vierten Mal stattfindet. Veranstaltet wird die re:publica’2010 von newthinking communications und Spreeblick. Während im vergangenen Jahr 1600 Menschen kamen, rechnen wir dieses Jahr mit bis zu 2500 Teilnehmern. Die Veranstaltung findet parallel im Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club statt.

    Das Thema der re:publica’2010 ist „nowHere“. Damit meinen wir einerseits die Echtzeitkommunikation, andererseits wird die re:publica 2010 deutlich internationaler und wir bringen zahlreiche spannende Projekte und Blogger aus anderen Ländern und Kulturkreisen auf die Bühne.

    Das aktuelle Programm ist eine Beta-Version. Nicht alle der über 150 Referenten und Referentinnen haben bisher ein fertiges Abstract geschickt und es finden sicherlich noch Verschiebungen von einzelnen Slots statt. Ich freue mich auch schon auf den Abend, wo ich nicht mehr vorm schlafen gehen gedanklich noch Slots hin- und herschiebe.

    Aus Netzpolitik-Sicht gibt es einige Highlights. Eine komplette Subkonferenz rund um das Thema Netzneutralität veranstalten wir am Donnerstag, den 15. April. Diese wird freundlicherweise komplett von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und wird wohl die erste Konferenz sein, die in Deutschland das Thema Netzneutralität aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Ebenfalls am Donnerstag ist ein einzelner Track den Makers gewidmet. Da kann man basteln lernen. Am Freitag, den 16. April haben wir einen kleinen Schwerpunkt auf das Thema Opendata und OpenGovernment.

    3. März 2010 7
  • : Morgen: Urteilsverkündung Vorratsdatenspeicherung
    Morgen: Urteilsverkündung Vorratsdatenspeicherung

    Morgen ist der Tag, auf den viele Menschen seit Jahren hin gearbeitet haben: Das Bundesverfassungsgericht verkündet seine Entscheidung über die Vorratsdatenspeicherung. Es gibt wohl kein anderes Gesetz, was wir seit Gründung dieses Blogs so intensiv begleitet haben, wie die Vorratsdatenspeicherung. Insofern ist natürlich die große Hoffnung da, dass das Bundesverfassungsgericht die Protokollierung unserer Verbindungsdaten Morgen beerdigt.

    Aber es gibt vier mögliche Szenarien, was Morgen verkündet wird:

    1. Das Bundesverfassungsgericht erklärt die Beschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung selbst für unzulässig („nur die Instanzgerichte können den Europäischen Gerichtshof befassen“) und beschränkt lediglich die Datennutzung auf schwere Straftaten, stellt höhere Datensicherheitsanforderungen usw.

    2. Das Bundesverfassungsgericht erklärt die Beschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung selbst als unbegründet („die Vorratsdatenspeicherung ist unter hohen Voraussetzungen verhältnismäßig“) und beschränkt nur die Datennutzung auf schwere Straftaten, stellt höhere Datensicherheitsanforderungen usw.

    3. Das Bundesverfassungsgericht legt die Frage, ob die Vorratsdatenspeicherung zulässig ist, dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vor und beschränkt bis zur Entscheidung die Datennutzung auf schwere Straftaten, stellt höhere Datensicherheitsanforderungen usw.

    4. Das Bundesverfassungsgericht erklärt die Vorratsdatenspeicherung selbst für verfassungswidrig.

    Wir würden natürlich sofort die Option 4 wählen.

    Die Urteilsverkündung ist morgen um 10 Uhr in Karlsruhe. Phoenix sendet live und zumindest Florian ist von unserem Team vor Ort. Wir werden hier bei netzpolitik.org ab 9:45 Uhr Live-bloggen und alle Berichte und Analysen zusammenfassen.

    1. März 2010 32
  • : Leistungsschutzrecht politisch bereits halbtot
    Leistungsschutzrecht politisch bereits halbtot

    Bei einer Diskussionsveranstaltung am 25. Februar auf Einladung des Providerverbandes Eco mit Vertretern von Google, Axel Springer und 1&1 in der Britischen Botschaft in Berlin äußerte sich der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag Siegfried Kauder: ein Leistungsschutzrecht sei offenbar nicht notwendig. Er sehe zwar die Probleme der Verlage im Netz, aber: „Sind wir aufgerufen, da was zu regulieren?“

    Die Debatte finde derzeit zurecht zwischen denen statt, denen es im Netz gut geht, und denen, bei denen die Einnahmen nicht ausreichten. „Compliance heisst das neue Wort – und dafür braucht es kein Gesetz.“ Kauder zu Christoph Keese von Axel Springer: „Fühlen Sie sich bitte nicht zu sehr auf der sicheren Seite, nur weil es im Koalitionsvertrag steht.“ Es sei nicht so, dass derjenige schon gewonnen habe, der die besseren Lobbyisten ins Feld führe.

    Diese klare Ansage ist ein harter Rückschlag für Springers Bemühungen. Zuständig für das Urheberrecht ist der Rechtsausschuss des Bundestages, dem CDU-Politiker Kauder vorsitzt.

    Der am Montag in der ‚Zensursula’-Anhörung wegen seiner Fragen an Franziska Heine noch scharf kritisierte Kauder sagte zudem, dass er sich dafür einsetze, Politik zu entschleunigen. Denn derzeit sei es so: ‚Wir führen Phantomdiskussionen mit Experten im Bundestag’, lang nachdem der Entwurf schon auf dem Tisch legen würde. Was kaum zu übersehen ist.

    26. Februar 2010 22
  • : European Citizens’ Initiative: Hohe Hürden gegen Bürgerbeteiligung in der EU
    European Citizens’ Initiative: Hohe Hürden gegen Bürgerbeteiligung in der EU

    Die Europäische Bürgerinitiative (European Citizens’ Initiative – ECI) soll EU-Bürgern künftig die Möglichkeit geben, die Politik der EU mit Unterschriftensammlungen direkt zu beeinflussen. Allerdings sieht es im Moment so aus, als ob der viel gepriesene demokratische Meilenstein der EU eher ein nutzloses Kieselsteinchen wird. EU-Kommission und Mitgliedsstaaten sind dabei, die Anforderungen so hoch zu schrauben, dass es wahrscheinlich nur wenige Bürgerinitiativen schaffen werden, die hohen Hürden zu nehmen. Das gilt auch für die Online-Sammlung von Unterschriften. Nach den in der EU derzeit diskutierten Kriterien wäre die in Deutschland so erfolgreiche Online-Petition gegen Netzsperren gescheitert.

    Bei einer Anhörung der EU-Kommission zur ECI am Montag in Brüssel waren sich zwar alle darin einig, dass es für Bürgerinitiativen die Möglichkeit zur elektronischen Sammlung von Unterschriften geben soll. Gleichzeitig war aber viel von „Missbrauchsgefahr“ die Rede. Einige Regierungen und selbst Vertreter der Zivilgesellschaft fordern sogar die verpflichtende Benutzung elektronischer Ausweise. Die österreichische Regierung beispielsweise pocht in ihrer Stellungnahmen zur ECI auf „geeignete Sicherheitsvorkehrungen“, um Missbrauch oder Mehrfachunterschriften zu verhindern. Sie propagiert die „Smart Card“, eine Art elektronischer Pass für Online-Abstimmungen, den es in ähnlicher Form auch in Estland gibt und der dort bereits für Online-Wahlen benutzt wird.

    Dabei ist die Europäische Bürgerinitiative weder eine Wahl noch eine verbindliche Volksabstimmung, sondern nur ein Aufforderungsrecht. Mit der ECI können Bürger und Bürgerinnen die Kommission künftig auffordern, politisch aktiv zu werden und einen Vorschlag für eine neue Richtlinie, also ein EU-Gesetz, vorzulegen (mehr zur aktuellen Debatte um die ECI habe ich hier auf Englisch zusammengefasst). Die Bürger können aber nicht selbst über die Richtlinie entscheiden, das bleibt vielmehr dem Ministerrat und dem Europäischen Parlament überlassen. Mehr noch, die Kommission ist nicht einmal dazu verpflichtet, der Aufforderung einer Initiative zu folgen, sondern kann sie auch aus rechtlichen oder politischen Gründen zurückweisen. Die ECI ist also kaum mehr als eine Art Petitionsrecht – und trotzdem werden die Anforderungen so hoch geschraubt wie bei einem verbindlichen Referendum oder einer Online-Wahl.

    24. Februar 2010 23
  • : Google Streetcar zurück überwachen
    Google Streetcar zurück überwachen

    Berlin, Germany | Google Car Tracking | F.A.T. Lab_1265542951702Die Künstlergruppe Free Art and Technology (F.A.T.) Lab hat sich auf der Transmediale kreativ mit Google-Kritik auseinander gesetzt. Dabei ist auch diese Aktion entstanden, wo man in Berlin einem Google Streetcar einen GPS-Tracker angehängt hat und die Fahrt mit Google-Maps auf einer Karte dokumentiert hat.

    F.A.T. Lab has tracked down the Google streetcar with a GPS tracker. Come help us find and tell your friends about the evils being committed by Google’s streetviews car and crew.

    Bei F.A.T. Lab im Blog gibts noch mehr nette Aktionen.

    Update: Hätte man sich denken können, war eine Kunst-Aktion und nicht real.

    7. Februar 2010 26
  • : Dorkbot.bln
    Dorkbot.bln

    Im Rahmen der Transmediale gibt es am morgigen Montag in der C‑Base das jährliche Dorkbot.bln – Event mit dem Untertiel „Doing strange things with electricity“.

    Das sind die Themen:

    TALKAOKE (The People Speak, London); C‑BASE 3D-PRINTER (c‑lab team); SCREAM_PONG (libavg-Team);C‑ROVE (Insp. Benone & Mars, c‑base Open Moon Project); OpenDorks

    Beginn ist 20 Uhr. Eintritt ist 5 Euro, wenn man keinen Transmediale-Pass hat.

    31. Januar 2010 1
  • : Dokumentarfilm und Toolkit „10 Tactics for Turning Information into Action“
    Dokumentarfilm und Toolkit „10 Tactics for Turning Information into Action“

    Zur Zeit finden rund um die Welt Launch Events des Dokumentarfilms und Toolkits „10 Tactics for Turning Information into Action“, produziert von Tactical Technology Collective. Am Dienstag, 19. Januar 2010 um 19:30 gibt es ein Screening des Films im newthinking store in Berlin. 10 Tactics

    10 Tactics untersucht wie Aktivisten und NGOs in verschiedenen Regionen der Welt Information und digitale Technologien nutzen um positive Veränderungen zu bewirken. In 35 Interviews erzählen Aktivisten aus insgesamt 24 Ländern über ihre Erfahrungen damit, Menschen für eine Kampagne zu mobilisieren, den Einsatz von Video und Story-Telling, über Möglichkeiten der Visualisierung von Informationen, Arbeit mit Netzwerken und partizipativen Ansätzen, Umgang mit komplexen Daten, oder die Verbreitung von Information bei eingeschränkter Meinungsfreiheit. Viele der Interviews wurden auf dem Information Activism Camp im Februar/März 2009 gedreht.

    Begleitend zum Film gibt es ein Toolkit, welches zu jedem Themenbereich Tips und Techniken für die Planung eigener Kampagnen und Info-Activism Aktivitäten auf Basis des Films aufbereitet. Die ersten Kapitel des Films und entsprechenden Karten des Toolkits kann man sich bereits auf der 10 Tactics Website anschauen.
    Toolkits zum Film inkl. DVD, sowie weitere Publikationen von Tactical Tech zur taktischen Nutzung von Technologien in Kampagnen und Info-Activism (Message-in-a-Box, Mobiles-in-a-Box, Security-in-a-Box, Mapping for Advocacy) werden an dem Abend erhältlich sein.

    13. Januar 2010 6
  • : Call for Papers für re:publica´10
    Call for Papers für re:publica´10

    Hier noch mal ein kleiner Hinweis auf den laufenden Call for Papers für die re:publica´10. Dieser endet Ende Januar. Für Einreichungen gibt es ein Formular. Vorschläge für Speaker und Themen können gerne in den Kommentaren im re:publica-Blog veröffentlicht werden.

    5. Januar 2010
  • : „Hack the Government“: Opendata-Hackday im April (Update)
    „Hack the Government“: Opendata-Hackday im April (Update)

    Update: Der Veranstalter hat gerade mitgeteilt, dass sich das Datum doch noch einmal verschoben hat – auf den 17. und 18. April.

    Das OpenData Network hat heute ein zweitägiges BarCamp angekündigt, dass sich ganz um die Entwicklung von Anwendungen mit offenen Daten drehen wird:

    Ziel der Veranstaltung ist es zu zeigen, dass sich innerhalb kurzer Zeit und mit wenig Geld viele kreative und innovative Anwendungen programmieren lassen, mit Daten der öffentlichen Verwaltung auf eine neue Art und Weiße zugänglich machen und so einen echten Nutzen für Bürgerinnen und Bürger haben.

    Dafür wollen die Veranstalter „Hacker, Programmierer, Designer, Journalisten und andere Nerds“ zusammenbringen. Stattfinden soll das BarCamp am 24. und 25. 17. und 18. April in Berlin. Organisiert wird es in Partnerschaft mit den Niederländern von HackdeOverheid „und hoffentlich in Zusammenarbeit mit vielen anderen“.

    Ähnliche Veranstaltungen unter dem Motto „Hack the Government“ gab es schon in verschiedenen anderen Ländern. Auch die Social Innovation Camps arbeiten mit einem ähnlichen Konzept.

    14. Dezember 2009 1
  • : Play09 Creative Gaming Festival
    Play09 Creative Gaming Festival

    In Potsdam findet derzeit ein „Festival für kreatives Computerspielen“ statt. Play09 dreht sich um Machinima, das Erstellen eigener Computerspielwelten und Balletttanzen in Ballerspielen.

    Es geht bei „Creative Gaming“ darum, Computerspiele anders zu nutzen, als eigentlich von den Entwicklern vorgesehen. „Aufzeigen, woraus Computerspiele noch bestehen, außer sie zu spielen“ will Tina Ziegler von der Initiative Creative Gaming. Etwa, indem die Medienpädagogen Schüler „in einem Ballerspiel Ballett tanzen“ lassen.

    Solche aufgenommenen Filmsequenzen aus Computerspielen haben sich als „Machinima“ zu einer aufstrebenden Kunstform entwickelt. Besucher der Play09 können an Work-Stations eigene Filme drehen. Aber die Mitglieder der Initiative Creative Gaming wollen über das Umdeuten bestehender Spiele hinaus.

    4. Dezember 2009 2