Kultur

Google Streetcar zurück überwachen

Berlin, Germany | Google Car Tracking | F.A.T. Lab_1265542951702Die Künstlergruppe Free Art and Technology (F.A.T.) Lab hat sich auf der Transmediale kreativ mit Google-Kritik auseinander gesetzt. Dabei ist auch diese Aktion entstanden, wo man in Berlin einem Google Streetcar einen GPS-Tracker angehängt hat und die Fahrt mit Google-Maps auf einer Karte dokumentiert hat.


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F.A.T. Lab has tracked down the Google streetcar with a GPS tracker. Come help us find and tell your friends about the evils being committed by Google’s streetviews car and crew.

Bei F.A.T. Lab im Blog gibts noch mehr nette Aktionen.

Update: Hätte man sich denken können, war eine Kunst-Aktion und nicht real.

26 Kommentare
  1. Im Prinzip eine spaßige Idee, aber wenn man sich auf der Website umschaut, bekommt man den Eindruck, dass es sich bei diesen „Künstlern“ nur um googlefeindliche Spinner handelt. Da ist auch ein Video, auf dem welche von denen dem Street-View-Auto den Stinkefinger zeigen und „fuck Google“ rufen :-/

  2. Könnte denen mal einer den Unterschied zwischen Panoramafreiheit und Stalking erklären? Bei aller Feindschaft zu Google und seiner Datensammelei – solche Künstler muss man nicht unterstützen geschweige denn bekannt machen.

  3. uuuhh google fotografiert straßen bööse…

    ich kann die Aufgeregtheit nicht verstehen, vor allem in Großstätden ist es ziemlich lächerlich.

    Vorallem wenn man bedenkt das städte auch mal gerne aus dem flugzeug fotografiert werden, auf den aufnahmen kann man meistens genausoviel sehen wie auf denen von streetview und noch einiges mehr…man schaue sich nur mal an was bei bing maps demnächst (?) vorhanden sein soll.
    richtig das selbe wie bei streetview (nun ohne das MS dabei eigene karten erstellt), nur ohne das die jemals irgentwo langefahren sind, die haben einfach bilder die sowieso schon vorhanden warengut verknüpft.

  4. Wieso nur erinnern die mich an Linksextremisten, die ein fiktives Nazi-Regime bekämpfen? Die Steine kommen sicher auch bald.

    „The evils committed by Google“ – dass ich nicht lache!

    -„Dosses questions“-

  5. Die Idee Google Autos zu tracken finde ich sogar ganz nett, die Leute an sich scheinen komisch. Anstatt überall nur Fuck Google zu rufen. Und die Herren auf dem Video schaden ihrer eigenen Reputation durch solche Aktionen mehr als dies durch den Google Wagen wohl jemals möglich wäre. Vor allem weil der ihre Gesichter unkenntlich macht (wenngleich das auch nicht ausreichend ist, sofern andere Merkmale zur Identifikation reichen).

  6. Ich fände es das mindeste, dass google selbst die GPS Logs veröffentlicht, damit man als Betroffener überhaupt weiss, dass man da demnächst online gestellt wird.

    Aber bei google gibt es nur ganz vage Fahrtenpläne an die sich die Fahrer am Ende garnicht halten. Ich habe schon zweimal ein Auto in meinem Ort fahren sehen, aber laut Plan sollte es da garnicht sein. Wie soll ich da rechtzeitig meinen Rasen mähen und den Carport aufräumen?? Echt peinlich.

  7. na³! hier sieht’s ja aus, als hätte google sich eine eigene 50¢ army zugelegt!

    vor allem stephan hat den ablauf ja ganz genau durchschaut.
    sch³! keine sorge. stinkefinger und haarige beine werden von google sicher auch noch unkenntlich gemacht, ob sie nun den akteuren auf der straße, dir im fenster zu selbiger oder wirklich, wie einfach mal dreist so herumbehauptet, jemandem von fffff.at gehören.

    außer bender sollten alle hier mal ihren humor suchen gehen.

    scnr
    ;¬)

  8. Mit dem Zeugs den die auf ihre seite veröffentlichen machen sie sich transparenter als wenn sie sich von Google ablichten lassen.

    DIe Leute ohne Hose und Stinkefinger werden ewig im Netz zusehen sein…. aber anscheinend gehts den nur über Google Belustigung und nicht um ihre Privatsphäre wie sie angeben.

  9. Oha, ein ganz toller fake. Bin grad erst durch http://www.bildblog.de/16083/a-streetviewcar-named-desire/ darauf aufmerksam geworden, da ich in streetview- Moment- Aufnahmen von öffentlichen Straßen aus jetzt nicht wirklich eine große Bedrohung sehe. Ist aber schon bezeichnend, dass die neben google analytics und youtube dann auch gleich noch google maps nutzen.
    Was kommt als nächstes, eine Protestaktion auf facebook gegen die Weitergabe von Profildaten, natürlich mit ausführlichem eigenen Profil? Eine iPhone-App im App-Store gegen die strengen Kriterien und die Bevormundung durch Apple?

  10. Keine Entschuldigung im Update für die schlechte Recherche und die Ente?? Einfach nur „hätte man sich denken können“? Und warum habt ihrs euch dann nicht gedacht? Find ich grad für ein Blog wie Netzpolitik extrem schwach, nicht ehrlicher dazu zu stehen, dass man hier einer Künstler-Aktion aufgesessen ist.

  11. @karl:

    Könnte denen mal einer den Unterschied zwischen Panoramafreiheit und Stalking erklären?

    Das wird nicht nötig sein. Ok, wenn sich niemand anderes findet, erkläre ich dir den Unterschied zwischen Panoramafreiheit und Stalking selbstverständlich gerne.

    Die Panaromafreiheit (nach dem § 20 KUG von 1907) erlaubt in Deutschland Aufnahmen von Objekten und Gegenständen, die sich „bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden“. Das ist aber nicht alles. Der Aufnahmestandpunkt muss zudem allgemein ohne Hilfsmittel zugänglich sein.

    Google setzt mit seinem Kameraturm allerdings gezielt ein solches Hilfsmittel ein. Mit einer Höhe von ~2.50m ist der Aufbau zudem geeignet (und wohl auch dafür konzipiert) über (Sicht-)Hindernisse zu fotografieren.

    Er erschließt also Blickwinkel und Perspektiven aus dem Bereich der Privatsphäre, die durch die Panoramafreiheit explizit nicht gedeckt sind, wohl aber §201a des StGB („Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“ tangieren. Letzteres bezeichnet man u.a. als Stalking.

    Bitte, ich helfe gern.

  12. Update: Hätte man sich denken können, war eine Kunst-Aktion und nicht real.

    Schwach … ein Ausrutscher oder sind die übrigen Inhalte bei Netzpolitik auch derart mangelhaft recherchiert?

    Journalistisch unprofessionell ist darüber hinaus, dass der Blogeintrag abgesehen von einem diskreten Hinweis am Artikelende unverändert online ist. Professionell wäre IMHO, wenn der Blogeintrag durch einen deutlichen Hinweis sowie eine Entschuldigung ersetzt würde.

    1. @Martin et al: Gerne recherchieren wir Stories nach. Was fehlt ist meist die Ressource Zeit, denn hier wird niemand für „professionelle journalistische Aufgaben“ bezahlt. Insofern können solche Fehler mal auftreten, zumal ich mit dem posten gewartet habe, bis die Story schon in vielen anderen, teilweise größeren Medien veröffentlicht war. Natürlich hätte ich hinterher telefonieren können und versuchen können, die Story zu verifizieren und ich hätte auch meinem Instinkt folgen können, dass da vielleicht was icht stimmt. Aber manchmal hab ich Sonntag Nachmittags auch was anderes vor und verlass mich darauf, dass eine Story real sein könnte, wenn sie schon überall in meinem RSS-Reader auftaucht. Und wenn ich herausfinde, dass etwas nicht stimmt, dann schreib ich es dazu.

  13. @Markus: Vielen Dank für Deine Klarstellung. Ich hatte bislang offensichtlich eine falsche Erwartung bezüglich der Qualität der Inhalte auf dieser Website.

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