Off/On – der Podcast von netzpolitik.org
Wir sind netzpolitik.org, das Medium für digitale Freiheitsrechte. In unserem Podcast „Off/On“ wechseln sich zwei Formate ab: Bei „Off The Record“ führen wir euch in den Maschinenraum von netzpolitik.org. Wir erzählen, wie unsere Recherchen entstehen, und machen transparent, wie wir arbeiten. Bei „On The Record“ interviewen wir Menschen, die unsere digitale Gesellschaft prägen. Schickt uns gerne eure Fragen, Grüße, Ideen und Themenwünsche an podcast@netzpolitik.org.
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: NPP091: Netzpolitische Wochenschau KW 23 + 24
: NPP091: Netzpolitische Wochenschau KW 23 + 24 (Update: Jetzt stimmt wieder alles und die richtigen Dateien sind auf dem Server)
Die Netzpolitische Wochenschau Folge 091 gibt diesmal einen Überblick über die vergangenen beiden Kalenderwochen. Der Podcast ist wie immer abrufbar als MP3 oder OGG. Erkältungsbedingt ist der Podcast diesmal nur rund eine halbe Stunde lang.
Und das sind die Themen:
- Netzpolitik als Verhandlungsmasse: Die Futurezone wird in Österreich Verlegerinteressen geopfert
Ausblick:
- Thomas de Maizere hält auch eine Berliner Rede.
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: NPP090: Netzpolitische Wochenschau KW 22
: NPP090: Netzpolitische Wochenschau KW 22 Der Netzpolitik-Podcast Folge 90 ist die Netzpolitische Wochenschau für die Kalenderwoche 22. Wie immer gibt es den Überblick über die wichtigsten Geschichten und Termine der vergangenen Woche. Diese Woche ist der Podcast rund 34 Minuten lang und steht als MP3 und OGG auf dem Server.
Und das sind die Themen:
- Der Bundespräsident verlässt das sinkende Schiff. Sind Blogger daran Schuld und wer ist „not my president“?
- Ilse Aigner verlässt Facebook. Reicht das aus?
- Der elektronische Personalausweis erscheint zum 1. November. Wir empfehlen: „Kauf keine Version 1.0“.
Termine der kommenden Woche:
Montag: Internet Governance Forum Deutschland
Montag: Unterausschuss Neue Medien tagt zu Social Networks und Ubiquitäres Computing
Montag: 19h Berliner Rede zum Urheberrecht
Mittwoch bis Samstag: Linuxtag in Berlin
Donnerstag D21-Jahreskongress in Hannoverflattr
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: NPP089: Netzpolitische Wochenschau KW 20 + 21
: NPP089: Netzpolitische Wochenschau KW 20 + 21 Der Netzpolitik-Podcast Folge 089 ist die Netzpolitische Wochenschau auf die vergangenen beiden Kalenderwochen 20 und 21. Wie immer gibt es in der Wochenschau die Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und Hintergründe zu den Geschichten der Woche. Die Folge 089 ist rund 50 Minuten lang steht als MP3 und OGG auf dem Server.
Und das sind die Themen:
- Ausblick: Montag um 16 Uhr ist eine Podiumsdiskussion zu Netzpolitik an der Uni Saarbrücken.
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: NPP 088: Marvin Ammori über Netzneutralität
: NPP 088: Marvin Ammori über Netzneutralität Der Netzpolitik-Podcast Folge 088 ist ein Interview mit Marvin Ammori über Netzneutralität und die Debatte in den USA. Marvon Ammori ist Jura-Professor und war in den letzten Jahren bei Free Press aktiv, einer Organisation, die u.a. die Kampagne savetheinternet.com koordiniert hat. Als rechtlicher Berater hat Marvin auch die Klage gegen den Provider Comcast vor der US-Regulierungsbehörde FCC mitgeführt, als Comcast damit begann, p2p zu drosseln. Die Klage war erfolgreich, wurde aber vor rund einem Monat von einem anderen Gericht zurück genommen, weil laut diesem Gericht die Regulierungsbehörde gar nicht zuständig war.
Das ca. einstündige Gespräch dreht sich um die US-Debatte rund um die Netzneutralität, welche Erfahrung Marvin und Free Press dort gemacht haben und was wir für die europäische Debatte daraus lernen können. Wir diskutieren auch über den Comcast-Fall und Marvon erklärt viele Einzelheiten, die man in den Presse nicht mitbekommen hat.
Der Podcast ist als MP3 und OGG erhältlich (Ich habe etwas zu laut aufgenommen und wir haben das dann hinterher etwas leiser gerechnet)
Marvon Ammori hat auf der re:publica 2010 über „The fight on net neutrality in the USA“ gesprochen. Davon gibt es ein Video:
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: Netzpolitik-Podcast 087: Netzpolitische Wochenschau KW 19
: Netzpolitik-Podcast 087: Netzpolitische Wochenschau KW 19 Hier ist die “Netzpolitische Wochenschau” für die Kalenderwoche 19 als MP3 und OGG.
- Medienrat: Mehr Oldie-Sender für Berlin?
- Netzpolitischer Dialog: Staatliche Angebote im Internet
- BGH schränkt Folgen der Störerhaftung für WLAN-Betreiber ein
- US-Astroturfing: Netzneutralität ist wie chinesische Zensur
- Arbeitsgruppen in der Enquete-Kommission
- freifunk.net: Wireless Community Weekend 2010
- Veranstaltungsdoku: Freies WLAN für Berlin – Freifunk für Berlin
- Zeitungsverleger werfen iRights.info Urheberrechtsverletzung vor
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: Netzpolitik-Podcast 086: Netzpolitische Wochenschau KW 18
: Netzpolitik-Podcast 086: Netzpolitische Wochenschau KW 18 -
: Netzpolitik-Podcast 085: Netzpolitische Wochenschau KW 17
: Netzpolitik-Podcast 085: Netzpolitische Wochenschau KW 17 Der Netzpolitik-Podcast 085 ist die „Netzpolitische Wochenschau für die Kalenderwoche 17“ und erscheint diese Woche einen Tag früher, weil ich am Freitag nach Nürnberg fahre. Das gibts als MP3 und OGG (Jeweils rund 30 MB).
Und das sind die Themen:
- Berichte von der ver.di-”5 vor 12″-Pressekonferenz
- Justizministerin distanziert sich von 2‑Strikes-Forderungen
- Börsenverein: Wenn Lobbying mal die Wahrheit dehnt
- Thomas de Maiziere im Taz-Interview
- Junge Union: Löschen statt Sperren ist der richtige Weg
- #Censilia-Debatte im EP heute
- Bundesverdienstkreuz für Georg Greve
- BGH: Keine Urheberrechtsverletzung durch Bildersuche bei Google
- Telemedicus-Analyse zum BGH-Urteil
- Chaosradio: Der Datenbrief – Ein “Kontoauszug” für eure Daten
- Alternativer Medienpreis für netzpolitik.org
- Open Democracy Camp Berlin am 8. & 9. Mai
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: Netzpolitik-Podcast 084: Netzpolitische Wochenschau KW 16
: Netzpolitik-Podcast 084: Netzpolitische Wochenschau KW 16 Was wir schon länger auf der To-Do-Liste hatten, haben wir jetzt mal ausprobiert. Zusammen mit Matthias Mehldau (@Wetterfrosch) hab ich eine Netzpolitische Wochenschau als Rückblick auf die vergangene Woche 16 aufgenommen. Das Ergebnis ist rund 45 Minuten lang und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
Die Sendung hat noch kein richtiges Konzept und soll unregelmäßig regelmäßig erscheinen. Im Optimalfall jeden Freitag, wenn wir beide in Berlin sind und Zeit haben. Diese Themen der vergangenen Woche haben wir in dieser Folge angesprochen:
- Markus zu seiner Wahl in den Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg
- Absurdistan: ARD startet Löschaktion für Online-Inhalte
- Wikipedia – Rundfunkstaatsvertrag
- SPD-Netzwerk zu „Das Internet – Fluch oder Segen für die Demokratie?“
- Aufruf: Was sagen eigentlich die Provider zum JMStV?
- ver.di startet Bündnis mit Rechteindustrie
- 5 vor 12: ver.di beantwortet unsere Fragen
- Google visualisiert Löschanfragen – Deutschland auf Platz #2
- SPD-Regierung Rheinland-Pfalz bringt Online-Durchsuchung, Quellen-TKÜ und Rasterfahndung auf den Weg
- Die Audio-Aufnahmen der re:publica 2010
- Youtube-Kanal der re:publica 2010
- Interviews von dctp.tv auf der re:publica 2010 (RSS-Link)
- cleanternet.org
- Innenminister stellt “löschen statt sperren” in Frage
- ARTE: Von Bloggern und Internet-Freaks (Nur noch wenige Tage online!)
Über Feedback freuen wir uns natürlich. Wir haben im Internet ausreichend Platz bereit gestellt, damit Kommentare geschrieben werden können.
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: Netzpolitik-Podcast 083: Evgeny Morozov
: Netzpolitik-Podcast 083: Evgeny Morozov
Der Netzpolitik-Podcast Folge 083 ist ein Gespräch mit in Belarus geborenen und nun in den US lebenden Forscher und Blogger Evgeny Morozov über die Demokratisierungspotentiale von sozialen Medien in autoritären Regimen. Am Mittwoch, den 14.4.2010 hält er eine der Keynotes auf der re:publica 2010 über „A Twitter Revolution without revoluationaries? What we know and what we don’t know about the impact of the Internet on authoritarian states.“ Eine These von Morozov ist, dass die Digitalisierung in repressiven Staaten vor allem den Regimen hilft, denn diese können ihre Bevölkerung besser überwachen und kontrollieren. Darüber und über viele andere Dinge habe ich mich am Sonntag Abend zusammen mit Falk Lüke rund 70 Minuten lang mit Morozov unterhalten und näher beleuchtet, welche Auswirkungen soziale Medien und das Internet auf Gesellschaften wie Weißrussland, Iran oder China haben. Evgeny Morozov bloggt bei foreignpolicy.com und schreibt regelmäßig Kolumnen für viele große Zeitungen.
Das Interview steht als MP3 (62 MB) und OGG (46 MB) auf dem Server.
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: Netzpolitik-Podcast 082: Michael Carroll über Copyright Neutrality, REL u. a.
: Netzpolitik-Podcast 082: Michael Carroll über Copyright Neutrality, REL u. a. Beim Kongress der Medienwoche der diesjährigen IFA in Berlin hat CC-Mitbegründer und ‑Vorstandsmitglied Michael Carroll eine Keynote mit dem Titel „Creative Commons as Conversational Copyright“ gehalten. Sie sollte die Einleitung zu einer Paneldiskussion sein, die mit Prof. Dieter Gorny (BVMI), Annette Kroeber-Riel (Google Deutschland), Dr. Matthias Leonardy (GVU), Martin Moszkowicz (Constantin Film), Alexander Skipis (Börsenverein des deutschen Buchhandels), Oliver J. Süme (eco ISP-Verband) und Jens Seipenbusch (Piratenpartei) eigentlich sehr vielversprechend besetzt war. Leider erweckte die Runde dann weitgehend den Eindruck, man habe sich per Zeitmaschine in die 90er des letzten Jahrhunderts zurück begeben. Vielleicht lag das daran, dass Michael nicht als Panelteilnehmer vorgesehen war.
Beim anschließenden Interview erzählte mir Michael u. a. etwas mehr darüber, was er mit „Conversational Copyright“ meint, was unter „Copyright Neutrality“ zu verstehen ist, was es mit der Metadatensprache REL auf sich hat, wieso das Fair-Use-Prinzip des US-amerikanischen Urheberrechts mit Vorsicht zu genießen ist und was eine Kultur-Flatrate für Creative Commons als Lizenzmodell bedeuten würde. Die Fragen habe ich auf Deutsch reingeschnitten und das Interview dauert ca. 15 Minuten. Die MP3-Datei ist etwas über 13 MB groß.
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: Netzpolitik-Podcast 081: Netzneutralität und Netzwerkmanagement
: Netzpolitik-Podcast 081: Netzneutralität und Netzwerkmanagement Der Netzpolitik-Podcast Folge 081 ist ein Interview mit dem Netzwerk-Spezialisten Michael Horn vom Chaos Computer Club. Der Schwerpunkt dieses knapp 52 Minuten langen Gespräches liegt auf den technischen Aspekte von Netzneutralität. Da geistern immer Fachbegriffen wie Netzwerkmanagement, Deep-Packet-Inspection und Quality of Service durch die Debatte. Da in der Regel Technik-fremde Menschen von diesem Teil der Debatte abgeschreckt werden und große Telekommunikationsunternehmen diese Wissenslücken von Politikern in ihrem Lobbying gegen Netzneutralitäs-Regeln ausnutzen, haben wir das mal ausführlich erklärt.
Aber es geht nicht nur um Technik in diesem Podcast. Wir unterhalten uns auch über die politischen Aspekte der Netzneutralität und gehen etwas in die Geschichte der Debatte hinein. Der Netzpolitik-Podcast 081 ist ca. 50 MB gross und liegt als MP3 auf dem Server. Viel Spass beim hören.
Dieser Podcast ergänzt den Netzpolitik-Podcast 074, der sich nicht-technisch um Netzneutralität drehte.
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: Netzpolitik-Podcast 080: Frank Rieger über die Vorratsdatenspeicherung
: Netzpolitik-Podcast 080: Frank Rieger über die Vorratsdatenspeicherung Der Netzpolitik-Podcast Folge 080 ist ein Interview mit Frank Rieger vom Chaos Computer Club. Frank hat mit Constanze Kurz und einigen anderen Co-Autoren auf Einladung des Bundesverfassungsgericht ein Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung geschrieben. Das Bundesverfassungsgericht holt sich momentan Gutachten von Experten ein, um auf deren Basis über die Vorratsdatenspeicherung entscheiden zu können. Viele unserer Leser und Leserinnen sind Teil der Klage, weil sich mehr als 34.000 Menschen der größten Massenklage aller Zeiten angeschlossen haben.
Der Chaos Computer Club hat am Montag das Gutachten veröffentlicht. Auf 59 Seiten kann man in allgemeinverständlicher Sprache die technischen Hintergründe der Vorratsdatenspeicherung nachlesen und ihre Folgen für unsere Privatsphäre und den Datenschutz nachvollziehen. Man kann aber auch den 43 Minuten langen Podcast hören, wo wir das Gutachten und seine vielen Unterthemen ausführlich besprochen haben.
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: Netzpolitik-Podcast 079: Open Access und der Heidelberger Appell
: Netzpolitik-Podcast 079: Open Access und der Heidelberger Appell Der Netzpolitik-Podcast ist ein Interview mit Informationswissenschafts-Professor Rainer Kuhlen, der auch gleichzeitig einer der Sprecher vom Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft ist, zum Heidelberger Appell und Open Acces im Allgemeinen. Das Ziel vom Aktionsbündnis ist es, ein Klima zu schaffen, wo Wissenschaftler, aber auch Studenten, alle Informationen, die er oder sie braucht, zu jeder Zeit an jedem Ort freizügig zur Verfügung gestellt werden. In dem knapp 20 Minuten langen Gespräch unterhalten wir uns über das Aktionsbündnis und die damit verbundenen Forderungen im Rahmen der Urheberrechtsdebatte und was das mit Open Access zu tun hat. Und selbstverständlich geht es ausführlich um den „Heidelberger Appell“ und Google Book Search und was vor allem deutsche Literaturwissenschaftler und alte Zeitungen am Netz und den neuen Chancen auszusetzen zu haben.
Was will der Heidelberger Appell und was ist daran falsch? Welches Urheberrecht braucht die Wissenschaft und was ist eigentlich Open Access? Ist Google Book Search super oder brauchen wir europäische Alternativen?
Rainer Kuhlen stand schon lange auf meiner Interview-Liste. Nicht zuletzt, weil ich in den vergangen neun Jahren viel von ihm rund um das Urheberrecht im digitalen Zeitalter gelernt habe. Insofern ist es sicher nicht der letzte Netzpolitik-Podcast mit ihm, sondern es geht aktuell um die gerade laufende Debatte rund um den Heidelberger Appell. Und irgendwann dann mal ausführlicher um Informationsethik und viele andere Teilbereiche.
Hier ist die MP3. Viel Spass beim hören.
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: Netzpolitik-Podcast 078: Thomas Rid über War 2.0
: Netzpolitik-Podcast 078: Thomas Rid über War 2.0
Der Netzpolitik-Podcast ist ein Interview mit dem Wissenschaftler Thomas Rid über sein gerade erschienenes Buch „War 2.0: Irregular Warfare in the Information Age“. In dem knapp 35 Minutenlangen Gespräch unterhalten wir uns darüber, wie soziale Medien in Streitkräften zur Anwendung kommen und wie ihre nichtstaatlichen Gegner sie nutzen.Es geht dabei um Soldatenblogs, wie sich Soldaten mittels Social Networks vernetzen und welche Herausforderungen für die traditionellen hierarchischen Organisationsstrukturen durch die Nutzung von sozialen Medien entstehen. Ab Minute 20 unterhalten wir uns über die Gegner am Beispiel von Hisbollah und Al Quaida. Hier gibt es zwei unterschiedliche Strategien. Während die Hisbollah eher eine Massenbewegung ist, die auf Merchandising und traditionelle Medien setzt, nutzt al Quaida eher Mechanismen des Open-Source-Campaignings.
Im Buch „War 2.0″ wird die These vertreten, dass es zwei eng miteinander verbundene Trends gibt, die moderne Streitkräfte unter immensen Anpassungsdruck setzen: Die steigende Zahl von Aufständen und die zunehmende Bedeutung des Internet. Im Cyberspace wie im Krieg hat die öffentliche Dimension in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Das Buch untersucht die unterschiedlichen Wege, wie Aufständische und ihre Gegner irreguläre Konflikte an neue Medienplattformen angepasst haben. Es analysiert die PR-Politik der US-Landstreitkräfte, der britischen Armee und der israelischen Verteidigungskräfte. Dabei werden die medienbasierten Methoden dieser konventionellen Streitkräfte mit denen ihrer erfolgreicheren, nichtstaatlichen Gegner verglichen. Außerdem wird gezeigt, wie Al Kaida, die Taliban oder die Hisbollah das Internet nicht nur für Propaganda nutzen, sondern auch, um Anhänger zu mobilisieren und Aufstände in Gang zu setzen.
Zum Abschluß stellten wir noch die Frage, ob in Deutschland auch Blogs und soziale Medien von Soldaten der Bundeswehr genutzt werden. Hier kenne ich keine Beispiele. Über Links würde ich mich daher freuen.
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: Netzpolitik-Podcast 077: Gesine Schwan über Demokratie
: Netzpolitik-Podcast 077: Gesine Schwan über Demokratie
Der Netzpolitik-Podcast 077 ist ein Gespräch mit Gesine Schwan, die aktuell für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert. In dem knapp 55 Minuten Podcast unterhalten wir uns über Demokratie und Partizipation im Allgemeinen und schneiden verschiedene Unterthemen an. Gesine Schwan erzählt, warum sie für das Amt kandidiert und wie sie die Rolle der Bundespräsidentin ausgestalten will. Ein Schwerpunkt soll sein, den Bürgern wieder mehr Glauben an die Demokratie zu vermitteln. Insofern reden wir auch darüber, wie zivilgesellschaftliches Engagament gestärkt werden kann. Ein bisschen schneiden wir gegen Ende auch Internetthemen an. Vor dem Interview hatte ich auf Twitter nach möglichen Themen und Fragen aufgerufen und einige der Fragen dann in das Gespräch integriert.
Wenn ich den Bundespräsidenten wählen könnte, würde ich mich bei den aktuellen Kandidaten für Gesine Schwan entscheiden. Aber leider wird der Bundespräsident nicht von den Bürgern gewählt, sondern von der Bundesversammlung. Warum das Procedere historisch so gemacht wurde, ist auch Thema im Podcast.
Gesine Schwan bloggt auch selbst, was aber auf ihrer Webseite etwas untergeht, weil man dem Blog aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen keinen RSS-Feed geschenkt hat.
(Quelle des Bildes: CC-BY-SA frans.huegel für Wikipedia)
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: Netzpolitik-Podcast 076: 3‑Strikes in Frankreich (abgelehnt)
: Netzpolitik-Podcast 076: 3‑Strikes in Frankreich (abgelehnt) Der Netzpolitik-Podcast Folge 076 ist ein Interview mit Jeremie Zimmermann von La Quadrature du Net über das Graduate Response (3‑Strikes and you’re out) Gesetz in Frankreich. Dies wurde letzte Woche im Parlament beschlossen, als 16 Abgeordnete noch vor Ort waren. In dem knapp 15 Minuten langen Gespräch unterhalten wir uns über das Gesetz, die Kritik daran, die Blackout-Kampagne, die parlamentarischen Prozesse in Frankreich und was die nächsten Schritte sind. Als wir das Interview am Dienstag Abend aufzeichneten, hoffte Jeremie noch auf das französische Verfassungsgericht.
Heute gab es eine Abstimmung in der Nationalversammlung, was nur noch eine reine Formalie zu sein schien. Und überraschenderweise wurde das Gesetz heute abgelehnt, womit niemand mehr gerechnet hat! Die erste Nachricht tickerte gerade auf französisch, eine englische Übersetzung wird noch folgen. Danke an Julian Frisch für die schnell Übersetzung:
La Quadrature du Net: HADOPI, French „three strikes“ law rejected!
„Paris, 9 April 2009 – In einem überraschenden Sinneswandel, während der abschließenden Diskussion im Vermittlungsausschuss über das HADOPI-Gesetz, hat die Nationalversammlung den Text abgelehnt. Die Stimme der Bürger und zahlreicher Kritiker die sich gegen diesen gefährlichen und absurden Text erhoben haben, wurde letztendlich gehört. Vor einer zerfallenden Mehrheit, Opfer ihrer Zweifel, wurde der Text in der offenen Abstimmung entgegen aller Erwartungen endgültig abgelehnt,
«Das war ein hervorragender Sieg für die Bürger. Diese Abstimmung zeigt, dass es noch möglich ist, in diesem Frankreich, die Stimme der Bürger hörbar zu mchen. Das ist ein fantastisches Beispiel für die Verwendung des Internets gegen die, die es kontrollieren wollen. Die individuellen Freiheiten werden nun nicht zugunsten organisierter Interessen einiger überholter Industrien geopfert werden. Das HADOPI-Gesetz wurde früher als erwartet beerdigt» erklärt Jérémie Zimmermann, Mitbegründer und Sprecher von „La Quadrature du Net“.
Ich hab mir gleich einen aktuellen Kommentar von Jeremie Zimmermann zum Erfolg geholt:
„This vote shows that even in the majority party of Nicolas Sarkozy there wasn’t even supporters for this absurd and dangerous law that is rejected by everybody. But the rejection of this law is not the end of the will of the gov to control the internet. We must remain vigilant “
Übersetzung: „Das Abstimmungsergebnis zeigt, das sogar in der Regierungspartei von Nicolas Sarkozy dieses absurede und gefährliche Gesetz abgelehnt wurde. Aber die Ablehnung dieses Gesetzes ist nicht das Ende in den Bemühungen der Regierung, das Internet kontrollieren zu wollen. Wir müssen weiter wachsam bleiben.“Andere französische Quelle: Piratage – Hadopi : gros bug à l’Assemblée !.
Die Futurezone berichtet jetzt: F: Nationalversammlung kippt HADOPI.
Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag in einem Überraschungscoup der Opposition mit den Stimmen der Sozialdemokraten, der Grünen und der bürgerlichen Zentrumspartei den Kompromisstext zum Internet-Sperrgesetz „Loi HADOPI“ abgelehnt. Wie Reuters und die Tageszeitung „Le Monde“ berichteten, konnte das geschehen, weil offenbar nicht genügend Abgeordnete der rechtskonservativen Regierungspartei UMP anwesend waren, die das Gesetz auf den Weg gebracht hatte. Zudem hatte sich die Zentrumspartei Nouveau Centre von ihrer bisher neutralen Position zurückgezogen und sich den Gegnern des Gesetzes angeschlossen, mit dem eine Behörde namens HADOPI geschaffen werden soll, die Internet-Nutzern nach zweimaliger Verwarnung wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverstöße für bis zu ein Jahr den Anschluss kappen soll. Eigentlich hätte das Gesetz, das am Donnerstagvormittag den Senat passiert hatte, nach dem Votum in der Nationalversammlung vom Obersten Gerichtshof auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft werden sollen.
Jeremie war auch schon bei Netzpolitik-Podcast 072 zu Gast, wo wir uns ausführlich über „La Quadrature du Net“ unterhalten haben.
Update: Es ist zu erwarten, dass die Regierungspartei UMP das Gesetz demnächst wieder auf die Tagesordnung setzt und dann auch alle Abgeordneten mobilisiert. Diesmal waren zuviele Abgeordnete schon im Oster-Urlaub. Trotzdem ist das ein schöner Erfolg, der in Frankreich und weltweit wieder viel Aufmerksamkeit für das absurde Gesetzesvorhaben bringen wird.
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: Netzpolitik-Podcast 075: Die Kulturflatrate
: Netzpolitik-Podcast 075: Die Kulturflatrate Der Netzpolitik-Podcast Folge 075 ist ein zweistündiges Gespräch mit dem Medienforscher Dr. Volker Grassmuck über die Kulturflatrate. Kaum ein Thema ist derzeit umstrittener als die Kulturflatrate. Die einen sehen es als die einzig machbare Alternative, um das Wettrüsten im Kampf um das Urheberrecht durch Risikotechnologien wie Netzfilter und DRM zu beenden und die Offenheit des Internets zu erhalten.- Für die anderen ist es eine Zwangsabgabe und/oder die Einführung des Kommunismus. Dabei gibt es viele Vorurteile und Missverständnisse, was die Kulturflatrate sein soll.
In dem langen Gespräch gehe ich mit Volker Grassmuck auf viele Vorteile und Missverständnisse ein. Er erzählt, was die Idee ist, welche Probleme damit gelöst werden könnten und vor allem wie man das technisch lösen kann. Für das Interview hab ich vorher auf Twitter nach möglichen Fragen gefragt und diese haben wir alle in das Gespräch aufgenommen. Insofern ist der Podcast fast schon ein Referenzmedium zur Debatte rund um die Kulturflatrate geworden.
Wie wird der Schlüssel errechnet? Wer bekommt das ganze Geld? Welche Probleme löst die Kulturflatrate, welche Probleme kann auch die Kulturflatrate nicht lösen? Wollen wir als Gesellschaft Kultur fördern? Sollen Tauschbörsen weiterhin bekämpft und eine ganze Generation kriminalisiert werden? Ist das nicht alles eine GEZ oder Zwangssteuer? Sind überhaupt noch Geschäftsmodelle wie iTunes oder Musikflatrates möglich? Ist die Kulturflatrate auch die Rettung für Journalismus und werden damit auch Blogs vergütet? Wer zieht das Geld ein und verteilt es? Wie gehen wir mit neuen Kulturproduktionsformen wie freien Communities um? Gefährdet die Kulturflatrate den Datenschutz und die Netzneutralität?
Diese und viele andere Fragen werden beantwortet. Ich hoffe, dass man mit dem Podcast ein wenig die gesellschaftliche Debatte entfachen kann, die dringend notwendig ist, Alternativen zum Wettrüsten und dem Abbau von Grundrechten im Netz zu schaffen. Letztere sind durch eine immer stärkere Verfolgung von Urheberrechtsdelikten in Gefahr, wie vor allem die Diskussionen auf europäischer Ebene zeigen. Und wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte, wie man zukünftig Kultur fördern will. Die Kulturflatrate könnte ein neuer Sozialvertrag sein, der dies unterstützt: Kompensation ohne Kontrolle und dabei die gesellschaftlichen und technologischen Realitäten akzeptieren: Das nicht-kommerzielle Teilen von Kultur legalisieren und die Künstler dabei vergüten.
Hier ist die MP3 und hier die OGG.
Im Netzpolitik-Wiki hab ich eine neue Seite „Kulturflatrate-FAQ“ angelegt. Wer Lust hat, kann gerne die Fragen und Antworten aus dem Gespräch in das Wiki packen.
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: Netzpolitik-Podcast 074: Netzneutralität
: Netzpolitik-Podcast 074: Netzneutralität Der Netzpolitik-Podcast Folge 074 ist ein Interview mit dem Forscher Simon Schlauri aus Zürich. Er habilitiert dort über Netzneutralität. Das ist eines der wichtigsten und gleichzeitig am wenigsten diskutierten netzpolitischen Themen der kommenden Jahre.
Wenn man von Netzneutralität spricht, meint man in der Regel einen von den drei folgenden Fällen:
- 1. Diskriminierungsfreier Zugang. Internet-Service-Betreiber sollen verpflichtet werden, Inhaltebetreiber nicht diskriminierend zu behandeln. Haben wirklich alle dieselben Zugangsrechte? Brauchen wir eine Informationspflicht? Darf man bestimmte Protokolle sperren oder drosseln?
- 2. Doppelter Markt. Internet-Service-Betreiber wollen von Inhalteanbietern für den Zugang zum Kunden Geld haben. Gleichzeitig erhalten sie Geld von den Kunden für den Internetzugang.
- 3. Netzwerkmanagement (Quality of Service). Hier geht es Gleichbehandlung von Datenströmen. Simon meint, diese Frage wäre eher ungefährlich für Innovation. Ich halte vor allem den Einsatz von Deep Packet Inspection als Technologie dafür sehr riskant. Insgesamt hab ich mir bei diesem Punkt noch keine abschließende Meinung gebildet. Das kann gerne in den Kommentaren diskutiert werden.
Wir vergleichen die Diskussion in den USA mit dem politischen Geschehen in Europa. Und diskutieren die einzelnen drei Punkte ausführlich aus. Dabei werden viele Beispiele genannt, damit man das komplexe Thema besser verstehen kann. Was bedeutet Netzneutralität für Innovation und die Offenheit des Internets? Ost sie in Gefahr? Wie kann man regulativ die Netzneutralität sichern? Und will man das?
Das Interview ist ca. 30 Minuten lang und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
Auf europpäischer Ebene wird im Moment die Netzneutralität im Rahmen des EU-Telekom-Pakets diskutiert. Hier machen US-Telekommunikationsunternehmen wie AT&T massiv Lobbying in ihrem Sinne. Das ist nicht unbedingt das, was unsere Interessen als Bürger und Unternehmen in Europa unterstützt. Über die weiteren Entwicklungen im Rahmen des Telekom-Paketes halten wir Euch hier im Blog auf dem Laufenden
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: Netzpolitik-Podcast 073: Philippe Aigrain über die Kulturflatrate
: Netzpolitik-Podcast 073: Philippe Aigrain über die Kulturflatrate Die Idee der Kulturflatrate ist jetzt schon einige Jahre alt und taucht doch immer häufiger in der Diskussion auf. Dabei gibt es viele Vorurteile und gefestigte Meinungen dagegen – vor allem basierend auf diesen Vorurteilen. Der Franzose Philippe Aigrain beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den Möglichkeiten der Kulturflatrate und hat ein Buch darüber geschrieben: Das heißt “Internet & Creation“ und ist bisher leider erst in französisch erschienen. Aber eine englischsprachige Übersetzung ist in Arbeit. Hier gibt es eine kurze Zusammenfassung auf englisch.
Ich hab mich mit Philippe Aigrain über das Thema Kulturflatrate unterhalten und er erklärt ausführlich in dem Interview, warum man über das Thema nachdenken sollte. Er stellt dabei heraus, dass man weniger über die Legalisierung von Downloads diskutieren sollte. Viel wichtiger für eine Gesellschaft sei doch der Akt des Teilens und der Verbreitung von Kultur. Also des „sharens“. Auch hebt er hervor, dass eine Kulturflatrate ein Sozialvertrag sei. Das wird bei vielen Argumenten gegen die Kulturflatrate gerne vergessen. Beliebt ist ja das Argument, dass Musiker (bzw. Kulturschaffende im Allgemeinen) sich einer kompletten Ökonomisierung unterwerfen sollen und der Markt schon alles richtet. Davon bin ich nicht unbedingt überzeugt. Auch ist die Kulturflatrate kein sozialistischer Ersatz für einen Markt, wie auch gerne behauptet wird. Sondern nur eine Grundbasis und Grundfinanzierung des Schaffens von Kultur, auf der man neue Geschäftsmodelle aufbauen kann.
Für etwas mehr Hintergrund zum Thema ist dieses Interview sehr gut geeignet. Leider hatten wir nur 25 Minuten Zeit, sonst hätte ich weitere Fragen gestellt, damit Philippe noch mehr Vorurteile widerlegen kann. Aber ich werde zu dem Thema nochmal ein ausführlicheres Interview machen.
Das Gespräch ist in englisch und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
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: Netzpolitik-Podcast 072: La Quadrature du Net
: Netzpolitik-Podcast 072: La Quadrature du Net Der Netzpolitik-Podcast Folge 072 ist ein Interview mit Jeremie Zimmermann von La Quadrature du Net. Die französische Aktivisten-Gruppe ist in Frankreich und auf EU-Ebene sehr aktiv in der Debatte rund um Internetsperrungen bei Urheberrechtsverletzungen.
In dem rund 40 Minuten langen Gespräch geht es erstmal um die französischen Pläne rund um Internetsperrungen und wie diese konkret aussehen. Ein weiteres großes Thema ist die Debatte rund um das EU-Telekom-Paket und wie dort digitale Bürgerrechte gefährdet sind und verteidigt werden. Wir unterhalten uns konkret auch über die Entwicklungen vor der zweiten Lesung im EU-Parlament, die vermutlich im April kommen wird. Wir geben dabei Tipps und Anleitungen, wie man sich in die europäische Kampagne einbringen kann. Und wie die Kampagne mit Hilfe von Wikis, Blogs und anderen Werkzeugen, wie einem Political Memory, funktioniert. Ein wenig unterhalten wir uns auch noch über die Digital Rights Community in Frankreich. Das hätte ich gerne noch weiter gemacht, aber irgendwann war keine Zeit mehr.
Als Ergänzung des Podcasts dient auch die Aufzeichnung unseres gemeinsamen Talks auf dem 25c3 über „Campaigning on Telecoms Package“.
Der Podcast ist in englisch und liegt als MP3 und OGG Vorbis auf dem Server.