Off/On – der Podcast von netzpolitik.org
Wir sind netzpolitik.org, das Medium für digitale Freiheitsrechte. In unserem Podcast „Off/On“ wechseln sich zwei Formate ab: Bei „Off The Record“ führen wir euch in den Maschinenraum von netzpolitik.org. Wir erzählen, wie unsere Recherchen entstehen, und machen transparent, wie wir arbeiten. Bei „On The Record“ interviewen wir Menschen, die unsere digitale Gesellschaft prägen. Schickt uns gerne eure Fragen, Grüße, Ideen und Themenwünsche an podcast@netzpolitik.org.
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Netzpolitik Podcast 127: Edward Hasbrouck über Reisefreiheit, Passagierdaten, Verdachts-Generierung und Gegenwehr
Netzpolitik Podcast 127: Edward Hasbrouck über Reisefreiheit, Passagierdaten, Verdachts-Generierung und Gegenwehr Edward Hasbrouck ist Weltreisender, Travel-Experte und Autor. Im Identity Project (Papers, Please!) kämpft er für Reisefreiheit – und damit gegen Ausweis-Pflicht und Passagierdaten-Austausch (Passenger Name Record, PNR). Finanziert wird er dabei unter anderem von John Gilmore, Mitgründer der Electronic Frontier Foundation und der Cypherpunks, der gegen die Ausweispflicht bei US-Flügen klagte.
Hasbrouck war letzte Woche in Brüssel auf der Computers, Privacy & Data Protection (CPDP) und auf dem Privacy Camp. Wir haben die Gelegenheit genutzt und ein Audio-Interview mit ihm geführt (auf englisch).
Anderthalb Stunden lang sprechen wir über die Wichtigkeit der Reisefreiheit, welche Daten ein PNR-Eintrag beinhaltet und warum diese sehr aussagekräftig sind, wie Algorithmen auf Basis dieser Vorratsdaten Verdächtige generieren und dass Firmen diese Daten gerne zu Werbezwecken nutzen würden, wenn sie sie schon speichern müssen: Dann könnte der Flug zur Beerdigung eines Angehörigen auf einmal dreimal so teuer sein wie der Listenpreis. Natürlich besprechen wir auch Gegenmaßnahmen: die eigenen PNR-Daten anfragen, sich beim Reisebüro oder der Fluglinie für Datenschutz einsetzen und Abgeordnete kontaktieren.
Die Verpflichtung zur Speicherung, Weitergabe und Rasterung von PNR-Daten wird seit Monaten vorangetrieben, seit einer UN-Resolution und dem Anschlag auf Charlie Hebdo noch vehementer. Wenn wir diese Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten noch verhindern wollen, kommt es wahrscheinlich auf die nächsten Monate an. Diese Podcast-Episode eignet sich als Einstieg in das wichtige Thema.
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Netzpolitik Podcast 126: Phil Zimmermann über Verschlüsselung, Geheimdienst-Überwachung und Krypto-Kriege
Phil Zimmermann. Bild: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/User:Matt_Crypto">Matt Crypto</a>. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">BY-SA 3.0</a>. Netzpolitik Podcast 126: Phil Zimmermann über Verschlüsselung, Geheimdienst-Überwachung und Krypto-Kriege Phil Zimmermann ist wohl am bekanntesten für die Entwicklung der Verschlüsselungs-Software Pretty Good Privacy (PGP) und seine Rolle in den daraufhin einsetzenden Auseinandersetzungen um das Recht auf Verschlüsselung in den Neunziger Jahren („Crypto wars“). Seitdem hat er unter anderem die Audio-Verschlüsselung ZRTP entwickelt und die Verschlüsselungs-Firma Silent Circle mitgegründet.
Letzte Woche hat er in Brüssel auf der Konferenz Computers, Privacy & Data Protection (CPDP) gesprochen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und ein kurzes Audio-Interview mit ihm geführt.
Eine knappe halbe Stunde sprechen wir auf englisch über PGP und die Crypto wars in den Neunzigern, was sich mit Snowdens Enthüllungen geändert hat, warum er als US-Bürger mehr Angst vor der NSA als ausländischen Geheimdiensten hat und warum er – trotz gegenteiliger Rufe – keine Gefahr von neuen Krypto-Kriegen sieht. Seine neue Firma, Silent Circle, ist ebenfalls Thema, inklusive ihrer Kunden.
Direktlink zu MP3 und OGG. Danke an Florian für’s Schneiden.
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: NPP125: Die Yes Men im Netzpolitik-Interview
: NPP125: Die Yes Men im Netzpolitik-Interview
Auf der vergangenen re:publica´14 hatten wir die Yes Men als Keynote-Speaker eingeladen. Die Chance habe ich genutzt, um Andy Bichlbaum einen Tag vorher zu interviewen – und das Interview dann im Orga-Stress wieder zu vergessen. Da die Inhalte aber zeitlos sind und soviel Zeit auch nicht vergangen ist, gibt es jetzt hier das Gespräch in der Folge 125 des Netzpolitik-Podcast als MP3 und OGG.Falls jemand Zeit und Lust hat: Toll wäre natürlich ein Transcript des Interviews unter einer CC-BY-SA-Lizenz (Hier ist ein Pad).
Und hier sind die Shownotes:
01:39: Die Idee hinter den Yes Men
· “give mainstream journalist the excuse to cover important issues”: Den Mainstream-Journalisten eine Entschuldigung dafür geben, über wichtige Themen zu berichten
· meistens: Infiltrierung von Konferenzen im Namen ‘böser’ Korporationen, Veröffentlichung von falschen Pressemitteilungen02:50: letzter Coup: Als Vertreter des Department of Energy auf dem Homeland Security Congress in Washington DC
· Bekanntmachung: vollständig auf erneuerbare Energien umstellen bis 2030
· Kongress applaudierte, wurden von einem Comedian zu einem Kreistanz angeleitet
· Fazit: Nur wenige wollen wirklich, dass die Welt zugrunde geht; man muss nur die Leute mit Macht in die richtige Richtung schubsen7:46: Wie sie es geschafft haben, auf die Konferenz eingeladen zu werden
o als PR-Agentur ausgegeben und wichtige Person (Colin Powell) für die Konferenz versprochen, lief nicht ohne Hindernisse09:50: das Ergebnis der Aktion
o keine Auflösung des Fakes; auf Colin Powell warten lassen
o wird wahrscheinlich in ‚dieser‘ Woche von der Presse aufgegriffen11:00: Wie es zu den Yes Men kam / Inspiration
· Seattle Protests against WTO in 1999, Wunsch, Teil davon zu sein
· Fake WTO Website
o über Pressemitteilung der WTO zur Distanzierung von der Fake-Website gab es kleine Blogartikel, klicks etc und die Weiterleitung von Suchmaschinen auf die falsche statt auf die echte Seite
o offizielle E‑mails an die WTO sind bei ihnen eingetroffen, schließlich eine Einladung an den Vorsitzenden der WTO auf eine Konferenz15:56: Sie hacken das Mediensystem mithilfe des Mediensystems, wie denken Journalisten über die Yes Men
· manchmal fallen Journalisten auf ihre gefälschten Pressemitteilungen herein
o bsp. General Electric
· aber die meisten verstehen, dass die Arbeit der Yes Men eine Art Kollaboration mit ihrer Arbeit darstellt: Die Wahrheit herausfinden18:26: Ihr werdet zu Vorbildern für eine Generation von Medien-Aktivisten, wer waren eure Vorbilder?
· bsp. Daniel Defoe 17th ct. fake Pamphlet (alle Protestanten exekutieren statt sie nur in ihrem täglichen Dasein einzuschränken)
· schon immer haben Leute versucht, mit witzigen/trickreichen Methoden das System zu hacken
· Kommunikationsguerilla in Deutschland (Quarantäne einer Armee)21:56: wäre was ihr tut auch ohne Internet möglich?
· natürlich ist was wir machen auf das Internet zugeschnitten, es würde aber auch ohne gehen wie schon so viele Generationen vor uns gezeigt haben
· das Internet wird völlig überbewertet
· bsp. Facebook-Revolution: nur ein geringfügiger Teil der Bevölkerung hatte überhaupt Twitter oder Facebook in Ägypten22:59: Aber zur Koordinierung auf dem Tahir Platz hatten Smartphones riesige Bedeutung
· gedrucktes war wichtiger, Flyer etc, Internet eher zur Kommunikation nach außen, Twitter als Nachrichtenquelle für den Rest der Welt24:09: Meinung zu Snowden Enthüllungen
· Großartig was Snowden gemacht hat, schockierend aber nicht unerwartet, was er enthüllt hat24:54 ob er sich als Aktivist besonders überwacht fühlt
· ist nicht so wichtig, sind eher Clowns, mehr Überwachung ist eine Art Kompliment
· Aktivisten schon immer überwacht, unter viel schlimmeren (mörderischen) Umständen
· ist jetzt nicht mehr so bedrohlich, nicht auf demselben Level wie besonders relevante Personen (Snowden, Assange);
· zu viel Paranoia ist nicht gut, bislang gab es noch keinen Infiltrierer ihrer Aktionen28:33: ob es häufig strafrechtliche Drohungen für die Aktionen gibt?
· keine ernsthaften, ein paar weniger schlimme Briefe wegen Missbrauch von Logos etc-
· diese Briefe kann man veröffentlichen und sagen, dass die Firma sich bedroht fühlt (obwohl das nicht so ist, sie müssen diesen Brief wegen Urheberrechtsverletzung aber schreiben weil sie sonst ihre Rechte verlieren)
· einmal verklagt von der US Chamber of Commerce, nach einiger Zeit wurde die Klage dann aber einfach fallen gelassen31:54: seit 15 Jahren tätig, Tipps für jüngere Medienaktivisten?
· Arbeit an einem Activist Cookbook online, im Aufbau befindliche Datenbank, es soll eine gesamte Plattform entstehen (action switchboard) -
: NPP 124: Andrei Soldatov über Internet, Medien und Journalismus in Russland: „Die Lage ist verzweifelt“
: NPP 124: Andrei Soldatov über Internet, Medien und Journalismus in Russland: „Die Lage ist verzweifelt“
Auf netzpolitik.org haben wir schon öfters über Enthüllungen von Andrei Soldatov, russischer investigativer Journalist und Geheimdienstexperte, berichtet. Geheimdienste, Überwachung, Zensur – seit Jahren berichtet der „Glenn Greenwald Russlands“ scheinbar furchtlos über sensible Themen aus einem Land ohne wirkliche Pressefreiheit.Vergangene Woche hielt er einen Vortrag auf der re:publica: Russia’s offensive on the Internet. Wir haben die Gelegenheit genutzt und schon vorher ein Audio-Interview mit ihm geführt.
Eine Stunde lang sprechen wir über netzpolitisch relevante Themen aus der Perspektive Russlands, warum russische Geheimdienste heute mächtiger sind als zu Sowjetzeiten und warum er manche Reportagen erst in Russland veröffentlichen kann, wenn diese im Ausland schon ein Erfolg sind. Immer wieder spricht er dabei von einem Klima der Angst und Selbstzensur in Medien und Netz-Öffentlichkeit.
Achja, Snowden, seine Situation in Moskau und sein Verhältnis zu Putin und russischen Medien sind natürlich auch Thema.
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: NPP123: Highlights und Geheimtipps der re:publica´14
: NPP123: Highlights und Geheimtipps der re:publica´14
Kommende Woche findet vom 6. – 8. Mai 2014 die achte re:publica in der Station in Berlin statt. Das Programm bietet über 350 Vorträge und Diskussionen von mehr als 600 Sprecherinnen und Sprecher auf bis zu 18 Bühnen parallel und einer Reihe von weiteren Side-Events. Zusammen mit Charlotte Obermeier und Katharina Meyer aus dem #rp14-Programmteam habe ich 30 Minuten lang über unsere Highlights und Geheimtipps aus dem Programm geredet. Wir haben sicherlich viel vergessen, aber wer sich für die re:publica interessiert und etwas von der Programmvielfalt erschlagen wird, findet in unserem Podcast einen kleinen Wegweiser durch die drei Tage.
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: NPP122: Vom Ende der Hobby-Lobby: Reflexionen zum Stand der Netzbewegung 2014
: NPP122: Vom Ende der Hobby-Lobby: Reflexionen zum Stand der Netzbewegung 2014 Leonhard Dobusch, regelmäßiger Blogger hier auf netzpolitik.org, forscht an der FU Berlin u.a. auch zu sozialen Bewegungen. Das war wohl mit ein Grund, warum er vor einiger Zeit von der Stiftung Bridge angefragt wurde, ob er nicht eine kurze Analyse zum Stand der digitalen Bürgerrechtsbewegung in Deutschland verfassen könne, und zwar als Grundlage für einen internen Workshop der auf dieses Thema spezialisierten Treuhandstiftung unter dem Dach der Bewegungsstiftung. Das Ergebnis ist nun in Form eines FU Berlin Diskussionsbeitrags (PDF) auch öffentlich zugänglich und ein guter Anlass, über das Thema im Rahmen eines Netzpolitik-Podcasts zu reflektieren.
Die Analyse selbst hat auf Grund kurzer Frist und knappen Ressourcen eher Überblickscharakter und einen klaren Fokus auf die organisierte Zivilgesellschaft; das ganze Thema Piratenpartei sowie die gerade im Netzbereich wichtigen „freischwebenden Radikale“, Blogosphäre etc. bleiben außen vor. Hauptanlass für die Kurzstudie war die Beobachtung auf Seiten der Stiftung Bridge, dass trotz der weitverbreiteten Wahrnehmung der NSA-Affäre als „Tschernobyl“ oder „Fukushima“ der Netzbewegung eine vergleichbare Mobilisierung ausgeblieben ist.
Leonhards Diagnose ist, dass die organisierte digitale Bürgerrechtsbewegung zwar in die Jahre gekommen, organisatorisch aber kaum gealtert ist. Obwohl ihre Themen dank Internet längst im Alltag der breiten Masse der Bevölkerung angekommen ist, lässt sich ein verschwindend geringer Organisierungs- und Professionalisierungsgrad beobachten. Abgesehen vom Sonderfall Wikimedia haben überhaupt nur Digitalcourage und Digitale Gesellschaft e. V. überhaupt hauptamtliche MitarbeiterInnen, zusammen weniger als acht Vollzeitstellen. Während alle klar netzpolitisch ausgerichteten Vereine zusammen auf weniger als 20.000 (Förder-)Mitglieder kommen, haben die großen Umweltschutzorganisationen BUND, Nabu, WWF und Greenpeace jeweils rund 500.000 Mitglieder. Alleine in der Bundesgeschäftsstelle des BUND arbeiten 75 Menschen (33 davon Vollzeit).
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: Eleanor Saitta auf der OHM2013: „Unpolitisches Hacken gibt es nicht. Wer unpolitisch ist, hilft dem Feind.“
: Eleanor Saitta auf der OHM2013: „Unpolitisches Hacken gibt es nicht. Wer unpolitisch ist, hilft dem Feind.“ Die Hacker-Kultur ist spätestens seit Snowden an einem Scheideweg: Entweder arbeitet man für die freie Entfaltung aller Individuen und nach der Hacker-Ethik – oder man hilft Überwachungsinstitutionen. Diesen Gegensatz macht Eleanor Saitta in einer Keynote-Rede auf dem Hacker-Camp OHM2013 auf. Ihre These: Unpolitisches Hacken gibt es nicht.
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: NPP121: Rabble über die politischen und aktivistischen Ursprünge von Twitter
: NPP121: Rabble über die politischen und aktivistischen Ursprünge von Twitter Die ursprünglichen Entwickler von Twitter entwickelten den Dienst mit der Erfahrung von technischen Tools zur Unterstützung politischer Protestbewegungen. Das erzählt rabble, leitender Entwickler der ursprünglichen Firma hinter Twitter, im Netzpolitik-Podcast. Viele Entscheidungen der Marketing- und Business-Abteilung der heutigen Firma kritisiert er – und kündigt weitere Enthüllungen an.
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: NPP120: Ron Deibert über die Arbeit des Citizenlab
: NPP120: Ron Deibert über die Arbeit des Citizenlab Vergangene Woche war ich auf Einladung des Citizenlab in Toronto in Kanada, um an ihrem Cyberdialogue zum Thema „Governance without Government in Cyberspace?“ teilzunehmen. Über Aktivitäten des Citizenlab haben wir hier bereits oft berichtet. Sehr interessant sind die vielen Reports über Zensur- und Überwachungsinfrastrukturen in repressiven Regimen und in letzter Zeit vermehrt die investigativen Recherchen zur Nutzung von (Staats-)Trojanern in verschiedenen Kontexten. Das spannende am Citizenlab ist, dass dort nicht wie in vielen anderen Netzpolitik-Forschungszentren überwiegend Juristen beschäftigt sind, sondern Politikwissenschaftler und Hacker. Ich hätte übrigens auch gerne was vergleichbares wie das Citizenlab in Deutschland. Gibts leider nicht.
Im Anschluss der Konferenz hab ich mit Ron Deibert einen rund 30 Minuten langen Netzpolitik-Podcast aufgezeichnet. Ron ist Professor für Politikwissenschaften und Direktor des Canada Centre for Global Security Studies und des Citizen Lab at the Munk School of Global Affairs an der Universität Toronto. Hier ist die MP3. Das Interview ist auf englisch.
Zur groben Orientierung sind hier die Themen aufgelistet:
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: NPP119 – Zur netzpolitischen Dimension von Maschek: Illegal erfolgreiches Remix-Kabarett
: NPP119 – Zur netzpolitischen Dimension von Maschek: Illegal erfolgreiches Remix-Kabarett Am Rande einer parlamentarischen Enquete der österreichischen Grünen zum Thema Urheberrecht habe ich ein kurzes Interview mit Robert Stachel, Mitglied der Satire- und Kabarett-Gruppe Maschek. geführt. Wikipedia beschreibt das Konzept von Maschek. wie folgt:
„Das Konzept von ‚Maschek.’ besteht aus der Live-Synchronisation von zusammengeschnittenen Fernseh-Passagen. Ihre Neuvertonungen geben dem Videomaterial eine völlig neue Handlung, verwandeln die originären Inhalte in eine absurde Fernsehsatire. Opfer dieser Satire sind häufig Prominente wie Papst Benedikt XVI., Heinz Fischer, Wolfgang Schüssel, Alfred Gusenbauer, Karl-Heinz Grasser, Angela Merkel, Maria Fekter, Arnold Schwarzenegger, Werner Faymann oder der 1994 verstorbene Fernsehclown Arminio Rothstein alias Clown Habakuk.“
In Österreich sind Maschek. mit diesem Konzept so erfolgreich, dass sie mittlerweile von ihrem Bühnenprogramm leben können. Außerdem sind sie ständiger Bestandteil verschiedener Fernsehformate wie beispielsweise „Willkommen Österreich“ des Duos Stermann & Grissemann.
In dem Interview berichtet Stachel von den urheberrechtlichen Herausforderungen, die mit der kabarettistischen Neusynchronisation von Filminhalten verbunden sind. Einerseits gestaltet sich die Klärung von Rechten selbst für die bloße Verwendung im Rahmen der Bühnenfauftritte von Maschek. bisweilen schwierig, vor allem wenn es sich um Amateurinhalte („Found Footage“, z.B. von YouTube) handelt. Andererseits bereitet es Maschek. Probleme, Videos von ihren kreativen Fortschöpfungen online zugänglich zu machen. Genau diese möglichst einfache Verbreitung ihrer Videos im Netz ist für Maschek. aber entscheidend:
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: US-Sicherheitsfirma vermutet chinesische Militäreinheit hinter bekannter Hackergruppe, Chinas Verteidigungsministerium dementiert
: US-Sicherheitsfirma vermutet chinesische Militäreinheit hinter bekannter Hackergruppe, Chinas Verteidigungsministerium dementiert Die US-Sicherheitsfirma Mandiant veröffentlichte vor wenigen Tagen den Bericht „APT1: Exposing One of China’s Cyber Espionage Units“. Das Unternehmen untersuchte seit 2006 Angriffe auf Computersysteme von US-Unternehmen und Behörden, die der chinesischen Hackergruppe Advanced Persistent Threat Group 1 (APT1; auch ‚Comment Crew’ oder ‚Shanghai Group’ genannt) zugeschrieben werden. In dem jetzigen Bericht heißt es, es gebe auffällige Übereinstimmungen zwischen dieser Hackergruppe und der chinesischen Militäreinheit 61398, deren Aufgabe Staatsgeheimnis ist. Bei heise online heißt es:
Bei der Zurückverfolgung der Angriffe stellte sich heraus, dass APT1 in den vergangenen zwei Jahren mit knapp 1000 Command and Control Servern tätig war und die genutzten IPs mehrheitlich für chinesische Organisationen registriert sind. In 97 Prozent der Fälle gehen Angriffe von Rechnern aus, die mit den Spracheinstellungen „Chinese (Simplified) – US Keyboard“ arbeiten. Die Gruppe umfasse mindestens mehrere Dutzend, wenn nicht sogar hunderte Mitarbeiter – darunter müssten sich unter anderem Schadsoftware-Autoren, Industrieexperten, Linguisten und Übersetzer befinden. Den Hackern stehen bis zu 40 verschiedene Schädlings-Familien für ihre Operationen zur Verfügung. Zwei der entdeckten Werkzeuge – GETMAIL und MAPIGET – seien sogar nur bei dieser Gruppe zu finden.
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: NPP118: Alexander Sander (NoPNR) über Flugdaten-Vorratsdatenspeicherung
: NPP118: Alexander Sander (NoPNR) über Flugdaten-Vorratsdatenspeicherung Es gibt endlich mal wieder einen neuen Netzpolitik-Podcast (und im neuen Jahr dann hoffentlich wieder viel mehr). Ich hab mich im September mit Alexander Sander, der hier auch mitbloggt und einer der Köpfe hinter NoPNR ist, über die EU-Flugdaten-Vorrratsdatenspeicherung unterhalten. Das wollte ich schon viel früher bloggen, aber die Datei schlummerte aufgrund vieler anderer Baustellen bis eben in meinem MP3-Rekorder. Dort habe ich sie jetzt befreit. Wir reden über die Hintergründe und Begehrlichkeiten gegenüber unseren Fluggastdaten, wer darauf Zugriff hat (und haben könnte), worum es da geht und warum man das Vorhaben unbedingt verhindern sollte.
Das 18 Minuten lange Gespräch liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
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: Netzpolitik.TV 079: Acht Jahre netzpolitik.org
: Netzpolitik.TV 079: Acht Jahre netzpolitik.org Am 7.8. feierten wir vorab in der c‑base in Berlin das achtjährige Bestehen von netzpolitik.org. Der richtige Geburtstag war zwar der vergangene Freitag, der 10.8., aber unser netzpolitischer Abend findet nun mal immer am ersten Dienstag im Monat statt. Da der Livestream wegen einem spontanen Update auf dem Aufnahmerechner ausgefallen war, haben wir uns nochmal hingesetzt und den Vortrag über die Geschichte gesondert aufgenommen. Wäre ja sonst schade um die 70 Folien, die extra für den Abend zusammen geklickt wurden.
Das wurde 20 Minuten länger, ist vielleicht nicht ganz so kurzweilig wie live, weil die Interaktion mit dem Publikum fehlte, ist etwas improvisiert, dafür erhält man trotzdem viele Einblicke, wie wir hier arbeiten, was wir noch vorhaben und vor allem was wir in der Vergangenheit gemacht haben.
Hier ist das Ergebnis in 55 Minuten:
Und hier sind wahrscheinlich alle Verweise, die in dem Video erwähnt werden:
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: NPP117: Mitschnitt von „Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami“
: NPP117: Mitschnitt von „Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami“ Wir machen einen live-Audiostream der heutigen Konferenz zu Überwachunstechnologien; Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami.
Hier gehts zum Stream als MP3 oder OGG. Der Hashtag zur Veranstaltung lautet #rav42.
Das Programm bis 19h:
11.00 – 13.00 Uhr – Mitschnitt als OGG (76 MB) und MP3 (122 MB)
Podium 1: Das Handy als polizeiliches Werkzeug zur Strafverfolgung und „Crowd Control“
* Funkzellenauswertung zur Strafverfolgung in Dresden (Peer Stolle, Rechtsanwalt)
* Aufspüren von DemonstrantInnen in Echtzeit im Iran (Erich Moechel, Internetreporter)
* Die Verwaltung des digitalen Tsunami: Die Rolle der EU-Sicherheitsforschung (Eric Töpfer, Statewatch/ CILIP)
Moderation: N.N.14.00 – 16.00 Uhr – Mitschnitt als OGG (59 MB) und MP3 (99 MB)
Podium 2: Mathematik gegen Dissens – Computergestützte Repression -
: NPP116: Jeremie Zimmermann über ACTA, Netzneutralität & Hadopi
: NPP116: Jeremie Zimmermann über ACTA, Netzneutralität & Hadopi Der Netzpolitik-Podcast Folge 116 ist ein rund 53 Minuten langes Gespräch mit Jeremie Zimmermann über La Quadrature du Net, ACTA, Netzneutralität, Netzzensur, sowie die Hadopi-Gesetzgebung und die Vorratsdatenspeicherungsdebatte in Frankreich.
Der Podcast ist in englisch und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
Und das sind die einzelnen Punkte:
0:00 Begrüßung
0:30 Vorstellung
1:06 Geschichte von La Quadrature du Net
– HADOPI-Leak
– Angriff auf das freie Internet
2:15 Organisationsstruktur -
: NPP115: Alexander Morlang – Piraten im Abgeordnetenhaus
: NPP115: Alexander Morlang – Piraten im Abgeordnetenhaus
Alexander Morlang ist einer der 15 Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus und Vorsitzender des Ausschusses für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit (Im Volksmund auch „Piraten-Ausschuß“ genannt, „Netzpolitik-Ausschuß wäre aber wohl passender). Im Netzpolitik-Podcast erzählt Alexander Morlang ausführlich über seine Erfahrungen als Pirat, die ersten Tage im Berliner Abgeordnetenhaus und die Anforderungen der selbstverschriebenen Basisdemokratie. Er twittert als @alx42 und will zukünftig hier mehr bloggen.
Das Interview dauert 1:50h und ist als mp3 (100MB) und ogg (66 MB) erhältlich.
Zur Orientierung:
Anfang: Background Jugend im CCC, Hamburger „Wahlstift“
Ab Minute 5:30 Persönliche Vorgeschichte
Ab 8:30 Exkursion zum Thema FREIFUNK
Ab 16:00 Wie funktioniert Liquid Feedback
- Wie geht man mit dem Versprechen der Basisdemokratie um
- Papier des wissenschaftl. Dienstes über Online-Parteitage (25:48)
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: NPP114: Cory Doctorow – For the win
: NPP114: Cory Doctorow – For the win Der Netzpolitik-Podcast 114 ist ein Gespräch mit Cory Doctorow über sein aktuelles Buch For the Win
(Partnerlink), MP3-Player zum Schwimmen und aktuelle Netzpolitik-Debatten. Aufgrund akuter Übernächtigung war mein Englisch heute nicht das Beste, dafür spricht Cory die Sprache umso besser – und ich hab eh nur Fragen gestellt. Das Gespräch ist rund 32 Minuten lang und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
Hier ist eine Zeitleiste mit den Themen.
00:00 Worum geht es in „For the Win“?
– Thema & Intention01:27 Idee und Inspiration zum Buch
– politische Aspekte -
: NPP113: Blogging is a risky business – die äthiopische Blogosphäre
: NPP113: Blogging is a risky business – die äthiopische Blogosphäre Äthiopien hat vermutlich die kleinste Blogosphäre auf dem afrikanischen Kontinent: Etwa 20 Blogs buhlen um die Gunst der Leserinnen und Leser. Sie bieten eine alternative Informationsquelle zu den vom Staat an der kurzen Leine gehaltenen Print- und Rundfunkmedien. Nicht nur politisch ist bloggen in Äthiopien alles andere als ungefährlich, auch technisch stellt das langsame Netz und die niedrige Internetdurchdringung von 0,5 Prozent die Bloggerinnen und Blogger vor Herausforderungen.
Wir haben Anfang September 2011 drei der wichtigsten Blogger des Landes getroffen:
- Abel Asrat (Freedombloggers), der vor allem auch auf Facebook aktiv ist
- Markos Lemma, der das tech-orientierte Blog Eweket betreibt
- Arefaynie, der das Kultur- und Kunstblog „Addis Journal“ macht und der bekannteste Blogger aus Äthiopien ist.
Das Gespräch, das – wie man deutlich hören kann – in einem Serverraum stattfand, beleuchtet Besonderheiten des Bloggens in Äthiopien, die Vernetzung untereinander, das Verhältnis von klassischen Medien zu den Blogs und die Beziehungen zwischen inneräthiopischer Blogosphäre und der Diaspora. Dabei beschreiben die Blogger vorsichtig die Gefahren, die mit den Veröffentlichungen verbunden sind und zeigen sich zuversichtlich, dass die äthiopische Blogosphäre demnächst wachsen wird. Betont wurde im Gespräch auch die Wichtigkeit einer Vernetzung mit Bloggerinnen und Bloggern in Europa. Scheut Euch also nicht, Kontakt aufzunehmen.
Das Gespräch wurde auf Englisch geführt. Hier ist die MP3.
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: NPP112: Netzpolitische Koalitionsverhandlungen in Berlin
: NPP112: Netzpolitische Koalitionsverhandlungen in Berlin Update: Es gibt einen Mitschnitt der „netzpolitischen Koalitionsverhandlungen in Berlin“ (MP3, gut 60MB).
Heute findet in der Vertretung des Landes Niedersachsen, Berlin der Kongress des SuMa e.V. statt.
Ab 17:15h gibt es dort ein Panel mit dem Titel „Die netzpolitischen Koalitionsverhandlungen in Berlin“ mit
Thomas Heilmann (CDU, stellvertretender Landesvorsitz.)
Jonas Westphal (SPD)
Stefan Gelbhaar (Grüne)
Sebastian Koch (Die Linke)
undChristopher LauerAlexander Morlang (Piratenpartei)
moderiert von Mathias Schindler, Wikimedia Deutschland e.V. -
: NPP111: Gabriella Coleman über Anonymous
: NPP111: Gabriella Coleman über Anonymous Der Netzpolitik-Podcast Folge 111 ist ein rund 40 Minuten langes Gespräch mit der US-Anthropologin Gabriella Coleman, die sich auf die Erforschung von Hacker-Communities spezialisiert hat. In diesem Podcast sprechen wir über das Phänomen Anonymous mit seinen vielfältigen Ausprägungen und darüber, inwiefern sich damit eine neue Form von politischem Aktivismus entwickelt. Wer sich für das Thema interessiert, sollte ihrem Twitter-Account folgen. Den Podcast gibt es als OGG (36MB) und MP3 (56 MB). Die Sprache ist englisch.
Und hier ist ein Überblick der Themen, die wir ansprechen:
00:23 Vorstellung
02:40 Was ist/sind Anonymous?
– Ursprung
– Veränderung im Selbstverständnis
– Guy Fawkes Symbolik, Memes
07:18 Scientology vs Anonymous
