Linkschleuder
Linktipps der Redaktion
-
: Radiobeitrag: Forschungsprojekt über Selbstdarstellung im Internet
Rego Korosi via Flickr, Lizenz: CC BY-SA 2.0 : Radiobeitrag: Forschungsprojekt über Selbstdarstellung im Internet In einem kurzen Hörbeitrag „Forschungsprojekt: Youtube und Ich“ von WDR 3 geht es um YouTube als kulturellen Raum im Internet.
An der TU Berlin haben sich Soziologen mit den „Audiovisuellen Kulturen der Selbstthematisierung“ beschäftigt und fragen nach der Selbstdarstellung im digitalen Zeitalter. Auf Youtube sammeln sie sich: Die Stars von morgen, Amateure, Selbstdarsteller, Meinungsmacher und erzählen von sich und ihrer Welt. Was bewegt sie, sich selbst im Internet zu präsentieren? Ist Youtube eine neue Form der Öffentlichkeit, in der jeder seine Meinung und seine Themen platzieren kann? Der Soziologe Boris Traue hat sich mit diesen Fragen beschäftigt, Interviews mit Youtubern geführt und deren Videos analysiert.
Mehr rund um das Forschungsprojekt über Videoamateure im Netz gibt es auf der Webseite videosoziologie.net.
-
: Ex-Verfassungsrichter Papier: Auslandsaufklärung des BND „ist vom Grundgesetz nicht gedeckt“
: Ex-Verfassungsrichter Papier: Auslandsaufklärung des BND „ist vom Grundgesetz nicht gedeckt“ Im Mai berichteten wir von der ersten Anhörung im NSA-Untersuchungsausschuss, in der die Crème de la Crème der deutschen Verfassungsrichter das Parlament belehrte: „Die gesamte deutsche Auslandsaufklärung ist rechtswidrig.“ Passiert ist seitdem… nichts. In einem Interview mit Georg Mascolo und Frederik Obermaier legt der frühere Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier jetzt nach: „Das ist vom Grundgesetz nicht gedeckt“
jetzt.de: Weltweit spionieren die Geheimdienste längst nicht mehr nur Politiker, Generäle und Wirtschaftsgrößen aus, sondern auch die Bevölkerung anderer Staaten. Ist das zulässig?
Papier: Gemessen am deutschen Grundgesetz würde ich sagen: nein. Die Spähprogramme von NSA und Co., die in den letzten Monaten bekannt geworden sind, ähneln schon sehr der in Deutschland und auf EU-Ebene diskutierten flächendeckenden, vorsorglichen, anlasslosen Erhebung und Speicherung aller Telekommunikationsverbindungen …
jetzt.de: … der sogenannten Vorratsdatenspeicherung …
Papier: … die nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts in dieser Weite gegen deutsches Verfassungsrecht verstößt. Denn der Bürger darf nicht total erfasst und registriert werden. Dieses Verbot, so das Bundesverfassungsgericht, gehört zur verfassungsrechtlichen Identität der Bundesrepublik Deutschland. Das bindet die staatlichen Organe Deutschlands unmittelbar. Fremde Mächte sind allerdings an deutsche Grundrechte nicht gebunden. Den deutschen Staat trifft aber eine Pflicht zum Schutz vor ausländischen Verletzungen.
jetzt.de: Der BND hat in Afghanistan ausweislich der Snowden-Dokumente in einem einzigen Monat 500 Millionen Metadaten abgefangen. Das klingt nach einer sehr weit gehenden Überwachung. Ist das erlaubt?
Papier: Zur Praxis des BND kann ich aus eigener Kenntnis nichts sagen. Eine verdachtslose und flächendeckende Totalerfassung personenbezogener Daten wäre aber eindeutig nicht zulässig – dabei spielt es auch keine Rolle, ob es sich um Telekommunikationsinhalte oder um Metadaten, also Verbindungsdaten, handelt. Nur weil der BND im Ausland tätig ist, hat er damit noch lange keinen Freibrief, uneingeschränkt Grundrechte zu verletzen.
Und zum Schluss:
jetzt.de: Wenn die deutschen Geheimdienste mit den ausländischen Diensten im Alltag keine Informationen austauschen, besteht aber auch die Gefahr, dass sie in einem solchen schwerwiegenden Fall nicht gewarnt werden.
Papier: Dieses Risiko muss man eingehen. Man kann immer sagen: wenn ich nicht umfassend persönliche Daten erfasse, entgeht mir möglicherweise irgendwann eine Information. Der Preis für dieses Vorgehen aber ist unverhältnismäßig hoch: Wenn sich in der Bevölkerung ein diffuses Gefühl des Beobachtetseins, der ständigen Überwachung, ja des Gegängeltseins und des Verfolgtseins breitmacht, dann ist das demokratiegefährdend. Das ist das Ende von Freiheitlichkeit und Rechtsstaatlichkeit.
-
: Der Kampf der Musikindustrie gegen Filsharing & Co.: The Pirate Bay
: Der Kampf der Musikindustrie gegen Filsharing & Co.: The Pirate Bay Peter Tschmuck beschreibt im 5. Teil seiner Reihe „Der Kampf der Musikindustrie gegen Filsharing & Co.“ im Musikwirtschaftsforschungsblog ausführlich Aufstieg von und Gerichtsverfahren gegen The Pirate Bay:
Trotz dieses Katz- und-Maus-Spiels mit den Behörden und den Industrieverbänden, scheint The Pirate Bay immer noch eine wichtige Quelle für das Filesharing zu sein. Zum Zeitpunkt der Untersuchung (August 2014) wies die Internet-Statistik-Seite Alexa.com die Domain “thepiratebay.se” am 87. Rang der meistbesuchten Seiten weltweit aus. In den USA lag die BitTorrent-Seite auf dem 79. Rang. The Pirate Bay ist also mehr als lebendig und konnte trotz gerichtlichem Vorgehen und ISP-Sperren (noch) nicht in die Knie gezwungen werden.
-
: Marcus Wiebusch: Der Tag wird kommen
: Marcus Wiebusch: Der Tag wird kommen Wir bringen hier selten Musik-Videos, machen aber immer wieder gerne bei herausragenden Stücken eine Ausnahme. „Der Tag wird kommen“ von Marcus Wiebusch ist eine solche Ausnahme und wahrscheinlich das beste politische Lied des Jahres in deutscher Sprache. Der Song thematisiert Homophobie im Fussball und spricht damit sehr eindringlich ein wichtiges gesellschaftliches Thema an. Und es gibt auch eine netzpolitische Komponente. Ein Kurzvideo zum Song wurde über eine Crowdfunding-Plattform finanziert. Innerhalb von fünf Tagen kamen die veranschlagten 30.000 Euro zusammen, zum Ablauf der Kampagne waren es über 54.000 Euro. Das ist ein schöner Erfolg und zeigt, dass Crowdfunding im Musikbereich auch funktionieren kann.
-
: Hass im Netz: Ich bin der Troll
: Hass im Netz: Ich bin der Troll Die FAZ hat einen ihrer Kommentar-Trolle besucht und portraitiert: Hass im Netz: Ich bin der Troll. Die Idee ist nicht neu, sondern wurde bereits vor ein oder zwei Jahren von Zeit.de (?) genauso gemacht. Der FAZ ist es aber gelungen, ein besonderes Exemplar zu finden.
Ich hab ja mal die These aufgestellt, dass eher ältere frustrierte Männer mit viel Zeit ein Problem für Kommentarspalten sein könnten. Zumindest das FAZ-Beispiel bestätigt diese These mit ihrem interessanten Psychogram über die Motivation und Leidenschaft von einem Kommentator.
„Ich habe gemerkt, dass ich noch viel weiter gehen kann“, sagt er. „Ich habe nichts zu verlieren, mir kann keiner was.“ Die Provokationen werden schärfer, die Beleidigungen entgleisen: Der Bundespräsident sei ein kriegstreiberisches Arschloch, die katholische Kirche eine „Kinderficksekte“, die Bundesregierung korrupt, Veganer faschistisch. Jeden Tag spuckt Uwe Ostertag seinen Hass ins Netz. Er kämpft gegen alles und nichts. Sein größter Wunsch: „So ein richtiger Shitstorm.“ Ostertag will das, wovor sich andere fürchten. Er will Streit. Er will Prügel.
Wir haben hier leider auch immer wieder Kommentatoren, die damit auffallen, dass sie nur negative Kommentare knapp an der oder hinter der Grenze von Beleidigung und Volksverhetzung bringen. Das sind zum Glück Einzelfälle und nach einer größeren Debatte dazu löschen wir sie einfach. Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern vor allem mit einer Dialogkultur. Wir wollen, dass sich mehr Menschen in die Kommentare einbringen und ihre Meinung teilen. Nicht nur diejenigen, die am destruktivsten sind und damit das Klima vergiften.
-
: Interview: Datenanalyst Morgenroth über die Lesbarkeit von Menschen
: Interview: Datenanalyst Morgenroth über die Lesbarkeit von Menschen In einem FAZ Interview spricht Morgenroth, einstiger Datenanalyst bei Cataphora, über die Folgen umfassender Datenerhebungen und Datenanalysen.
Auszug aus dem Interview:
Interviewer: „Man kann die Welt modellieren. Wie weit ist man bei der Kreation digitaler Schattenbilder von Personen? Wie verwundbar sind wir?“
Morgenroth: „Im Falle von Cataphora standen Menschen vor Gericht und mit ihnen ihr digitales Spiegelbild, also die Summe aus all den vielen Datenfragmenten, die ein Mitarbeiter jeden Tag hinterlässt. Die Betroffenen wussten häufig nicht mehr, was sie wann und mit wem getan hatten, wenn sie vor Gericht befragt wurden. Wir wussten es aber. Vor Gericht wissen heute andere sehr viel besser über Sie Bescheid als Sie selbst. Daraus folgt eine neue Deutungshoheit über Personen.“
-
: Privacy International klagt auf Veröffentlichung des „Five Eyes“-Paktes
: Privacy International klagt auf Veröffentlichung des „Five Eyes“-Paktes Privacy International hat heute vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Klage eingereicht, um eine Offenlegung des „Five Eyes“-Abkommens zu erwirken, dass die enge Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen den Geheimdiensten der USA, Neuseelands, Australiens, Großbritanniens und Kanadas regelt.
Zuvor hatte Privacy International bereits versucht, über eine Informationsfreiheitsanfrage Details zu internationalen Geheimdienstkooperationen Großbritanniens zu erfahren. Diese wurde wie zu erwarten abgelehnt, denn der britische Freedom of Information Act macht für Informationen des GCHQ eine Ausnahme. Ähnliche Praxis gilt übrigens auch in Deutschland, wir selbst haben Erfahrungen damit gemacht, dass „gegenüber den Nachrichtendiensten des Bundes kein Anspruch auf Informationszugang“ besteht.
Privacy International argumentiert, dass dies das Recht auf Zugang zu Informationen verletzt, da in diesem Fall ein „massiver Einfluss auf Menschenrechte in Großbritannien und im Ausland“ bestehe. Rosa Curling von der den Fall vertretenden Kanzlei Leigh Day kommentiert:
Es kann nicht sein, dass ausnahmslos alle Informationen, die direkt oder indirekt von GCHQ geliefert werden, der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Gerade in Zeiten, in denen die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Aktivitäten des britischen Geheimdienstes an einem Tiefpunkt angekommen ist, ist es wesentlich, dass der EGMR feststellt, ob die Verborgenheit, in der GCHQ agiert, weiterbestehen darf.
-
: Free software, free society: Richard Stallman at TEDxGeneva 2014
: Free software, free society: Richard Stallman at TEDxGeneva 2014 Richard Stallmann erklärt in unter 15 Minuten die Bedeutung und den Sinn von Freier Software:
It is the first TEDx talk of the founder of Free Software movement. Stallman, RMS for short, has changed the world with his vision of freedom for the digital age. He launched the GNU operating system, used with Linux as a component, and inspired the development of Creative Commons licences and Wikipedia project. In this talk, Stallman describes how nonfree programs give companies control of their users and what users can do in order to recover control over their computing.
Den Vortrag gibt es hier auch als WebM.
-
: Unser Bundesüberwachungsminister Klaus-Dieter Fritsche im Portrait
: Unser Bundesüberwachungsminister Klaus-Dieter Fritsche im Portrait Die WELT hat ein sehr wohlwollendes Portrait über Klaus-Dieter Fritsche verfasst, der Staatssekretär für Geheimdienste im Kanzleramt ist: Dieser Mann kennt alle Geheimnisse der Bundesrepublik. Neben der weitgehend unkritischen Lobhudelei auf unsere Geheimdienste und den „Sekretär 007“ (Kein Scherz von uns) gibt es aber noch eine interessante Info. Demnach arbeitet die Bundesregierung weiterhin an einem Ausbau der Zusammenarbeit mit den Five Eyes, also NSA & Co:
Umso wichtiger ist die Kooperation mit internationalen Partnern. Erst vor ein paar Tagen kehrte er aus den USA zurück. Unter anderem war er dort, um sich über die Arbeit der „Five Eyes“ zu informieren – des mächtigen Nachrichtendienstverbunds, zu dem sich Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Amerika zusammengeschlossen haben. Von diesem Wissen möchte auch Deutschland stärker profitieren. Fritsche arbeitet deshalb an einer Vereinbarung über die künftige Zusammenarbeit. Er weiß, dass die deutschen Dienste zwar viel mitbekommen – am Ende aber immer nur über ein paar Puzzleteile des Weltgeschehens verfügen.
-
: Veranstaltung: DOKU.ARTS 2014 Fachtagung „Recycled Cinema“
: Veranstaltung: DOKU.ARTS 2014 Fachtagung „Recycled Cinema“ - Links Updated -
In Berlin findet am 11./12. Sept. die Fachtagung „Recycled Cinema“ statt. Thematisch geht es um das Verwenden von Archivmaterial in Dokumentarfilmen. Unter den Vortragenden werden u.a. Thomas Elsaesser und Julie Ahrens sein.
Das Programm findet ihr hier (pdf).
Die Anmeldung ist per E‑Mail unter pr[at]doku-arts.com möglich.
Aus der Ankündigung:
Im 21. Jahrhundert ist im Internet eine äußerst lebendige Szene des kreativen Umgangs mit filmischem Archivmaterial entstanden. Gleichzeitig haben sich die Restriktionen und die Lizensierungspraxis der Archive erheblich verschärft. Zum Beispiel übersteigen die Preise für Archivmaterial von ARD/ZDF mittlerweile die Produktionspreise des Materials selbst und sind für vom Fernsehen unabhängige Produzenten meist unerschwinglich.
DOKU.ARTS-Fachtagung RECYCLED CINEMA
Die im Rahmen des internationalen Festivals für Filme zur Kunst DOKU.ARTS stattfindende Tagung Recycled Cinema diskutiert die Praxis der Archivnutzung im Filmbereich und ästhetische Strategien eines „Kinos aus zweiter Hand“. Die Teilnehmer setzen sich unter anderem mit Fragen der Zukunftsfähigkeit und Zugänglichkeit unseres audiovisuellen Gedächtnisses sowie mit Perspektiven des Zitatrechts im Film auseinander. -
: Interview: Was eine polnische NGO gegen Überwachung in Polen tut
Katarzyna Szymielewicz, Foto: CC-BY-SA Stephan Röhl : Interview: Was eine polnische NGO gegen Überwachung in Polen tut Auf polen.pl findet ihr ein Interview mit Katarzyna Szymielewicz, der Gründerin der Organisation Panoptykon. Panoptykon ist eine polnische Organisation, die sich gegen moderne Überwachung einsetzt und sich stark macht für das Recht auf Privatssphäre im Internet. In dem Interview spricht Katarzyna Szymielewicz zuerst über ihren Hintergrund und was sie zum Thema Überwachung gebracht hat. Anschließend gibt sie Einblicke in die Arbeit der Organisation Panoptykon gegen Überwachung und Polen’s politische Landschaft.
Das Interview (auf Deutsch) findet ihr hier. Den Vortrag von Katarzyna Szymielewicz auf der re:publica 2014 findet ihr hier (Video auf Englisch).
Auszug aus dem Interview:
Interviewer: „Eine letzte Frage: Was steht für Euch als Nächstes an?“
Katarzyna Szymielewicz: „Wir haben die schlechte Angewohnheit, auf vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und wollen allen Erwartungen gerecht werden. Vielleicht nicht so clever, aber ich möchte vier aktuelle Projekte nennen: Zu allererst wollen wir bei der Regierung Druck machen, um Video-Überwachung in Polen zu regulieren, und wir haben das Gefühl, fast am Ziel zu sein. Es gibt mittlerweile einen Gesetzesentwurf, an dem wir zur Zeit arbeiten.
Das zweite Vorhaben ist, dass die Regierung die Geheimdienste und vor allem deren Befugnisse, Daten vorzuhalten, dringend regulieren muss. Seit vier Jahren arbeiten wir daran. Auch hier gibt es nun Entwürfe, die dem Senat vorliegen. Das dritte Feld ist weiterhin die Europäische Datenschutzrichtlinie, die im Europäischen Rat stecken geblieben ist. Im Parlament haben wir eigentlich gute Kompromisse erreicht, aber der Rat scheint nicht viel Interesse daran zu haben, die Vorlagen zu verabschieden. Das sind die drei politischen Themen.
Zu guter Letzt wollen wir unsere Bildungskapazitäten erhöhen. Wir möchten demnächst eine Akademie eröffnen, um Trainer und Multiplikatoren der informellen Bildung zu befähigen, digitale Grundrechte zu vermitteln. Das soll im Rahmen eines einjährigen Kurses geschehen.“ -
: Gläserner User: Wie Verlage ihre Leser ausspähen
: Gläserner User: Wie Verlage ihre Leser ausspähen NDR-Zapp berichtete vergangene Woche über „Gläserner User: Wie Verlage ihre Leser ausspähen“.
Journalisten beschwören gern das Bild von der Datenkrake Google und Facebook. Im Digitalen aber spionieren Verlage selbst ihre Leser mit sogenannten Trackern aus.
Wir sind ja glücklich, hier weitgehend auf Tracking verzichten zu können, um Euch vor Ausspähung schützen zu bewahren. Das ist aber nur möglich durch Eure freiwillgen Abos bzw. Spenden, damit wir weiterhin unabhängig von diesen Werbeformen sein können.
-
: Studie: Online Netzwerke senken das subjektive Wohlbefinden
: Studie: Online Netzwerke senken das subjektive Wohlbefinden
Eine wissenschaftliche Studie auf Basis einer groß angelegten Erhebung in Italien mit 50.000 Befragten ergab: Online-Netzwerke wirken sich negativ auf das persönlich wahrgenommene Wohlbefinden aus.Die beiden Forscher Fabio Sabatini und Francesco Sarracino wollten herausfinden ob und wie die Nutzung von Online-Netzwerken wie z.B. Facebook das subjektive Wohlbefinden senkt. Sie fanden unter anderem Zusammenhänge zwischen „echten“ Offline-Interaktionen und dem Level an Vertrauen gegenüber Mitmenschen mit dem wahrgenommenen Wohlbefinden. Die Nutzung sozialer Online-Netzwerke senke das Vertrauen und habe dadurch auch negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden.
Eine kurze Analyse der Studie gibt es beim MIT Technology Review. Zu den Schlussfolgerungen aus der Arbeit heißt es dort:
Sabatini and Sarracino particularly highlight the role of discrimination and hate speech on social media which they say play a significant role in trust and well-being. Better moderation could significantly improve the well-being of the people who use social networks, they conclude.
Facebook, Twitter, and others take note.
-
: Schweiz: Wie sind Abgeordnete auf Twitter vernetzt?
Screenshot via nzz.ch : Schweiz: Wie sind Abgeordnete auf Twitter vernetzt? Die Neue Züricher Zeitung hat analysiert, wie die 92 auf Twitter aktiven Parlamentarier interagieren. In einer interaktiven Graphik kann man sich anschauen, dass der am besten vernetzteste Parlamentarier Stefan Müller Altermatt 76 seiner Kollegen folgt und bemerkt, dass Parteimitglieder oft in der Blase ihrer eigenen Parteifreunde bleiben. Auch zeigt sich, dass von der Konservativen SVP und ihrer Abspaltung BDP nur 20 % der Abgeordneten auf Twitter zu finden sind, die Sozialdemokraten erreichen eine Quote von 54 %.
Uns würde eine derartige Auswertung für die Bundestags-Twitter-Landschaft interessieren. Hier ist die Quote der Twitterer mit 35 % ähnlich wie in der Schweiz, wo 37 % der Parlamentarier den Dienst nutzen. Eine Analyse der Nutzung während des Wahlkampfs 2013 gab es bereits.
-
: Onlinestudie 2014 von ARD und ZDF
Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudien 2006 bis 2014 : Onlinestudie 2014 von ARD und ZDF 79,1 % der Bevölkerung Deutschlands nutzen das Internet, durchschnittlich täglich 111 Minuten. 63 % tun das täglich. 45 % der Generation 60+ sind mittlerweile auch in der Online-Welt zu Gast. 75 % schauen zumindest gelegentlich über das Netz Videos. Die Nutzung von Video-Podcasts etwa wuchs dabei von 7 % 2013 auf 10 % in diesem Jahr an.
Diese und andere Zahlen ergeben sich aus der Onlinestudie von ARD und ZDF, für die 1814 Erwachsene befragt wurden.
-
: Montag, 8. September 2014: Weltweite Lesung für Edward Snowden
: Montag, 8. September 2014: Weltweite Lesung für Edward Snowden 
Das internationale literaturfestival berlin (ilb) ruft „alle Menschen, Institutionen, Schulen und Medien, denen Freiheit und Bürgerrechte wichtig sind“, zur Teilnahme an einer weltweiten Lesung für Edward Snowden am 8. September 2014 auf. Vorgetragen werden Texte zum Thema Überwachung. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind sind einige Lesungen geplant – hier geht’s zum Programm. -
: mlat.info: Access veröffentlicht Infoseite und Weltkarte von Rechtshilfe-Abkommen
: mlat.info: Access veröffentlicht Infoseite und Weltkarte von Rechtshilfe-Abkommen Unsere Freunde bei Access haben auf mlat.info eine interaktive Weltkarte über „Mutual Legal Assistance Treaties“ (MLATs) veröffentlicht.
Mutual Legal Assistance Treaties (MLATs) are agreements between governments that facilitate the exchange of information relevant to an investigation happening in at least one of those countries. MLATs can be bilateral (country to country), multilateral, regional (like the Organization of American States), and country to regional (the United States with all the member States of the European Union).
Mutual Legal Assistance Treaties (MLATs) have an important impact on the way that a user’s data is shared with foreign governments for criminal investigations and prosecutions. As part of Access’ mission to defend and extend the digital rights of users at risk around the world, this website makes it easy to explore the text and geographical scope of Mutual Legal Assistance Treaties (MLATs). Click on the Map to find treaties relating to a specific country, or browse the policy analysis and FAQ Page to learn a little more about the way that MLATs work in practice and why the system is so desperately in need of reform.
Für Deutschland sind derzeit zwei Rechtshilfe-Abkommen eingetragen: eins mit Kanada und eins mit Hong Kong. Ergänzungen werden unter mlats@accessnow.org gerne entgenen genommen.
-
: Die Videos vom 28. Netzpolitischen Abend der Digiges
: Die Videos vom 28. Netzpolitischen Abend der Digiges Die zwei Vorträge vom 28. Netzpolitischen Abend der Digiges am 2. September 2014 sind jetzt als Videos auf Vimeo verfügbar. Referiert haben Volker Tripp über die Alternative Digitale Agenda und Jan-Peter Kleinhans über Intransparenz bei Datenabfragen durch Sicherheitsbehörden.
Jan-Peter Kleinhans – Datenabfragen durch Sicherheitsbehörden via c‑base.
-
: The Oatmeal Comic: The State of the Music Industry
: The Oatmeal Comic: The State of the Music Industry The Oatmeal hat einen Cartoon-Serie über die Entwicklung der Musikindustrie produziert, der erklärt, warum wir dringend eine Urheberrechtsreform brauchen.
-
: Inside the Dark Web: BBC Horizon über Überwachung im Netz
: Inside the Dark Web: BBC Horizon über Überwachung im Netz Die britische Doku-TV-Serie Horizon widmet ihre aktuelle Ausgabe der Überwachung im Netz. Aus der Ankündigung:
Twenty-five years after the world wide web was created, it is now caught in the greatest controversy of its existence: surveillance.
With many concerned that governments and corporations can monitor our every move, Horizon meets the hackers and scientists whose technology is fighting back. It is a controversial technology, and some law enforcement officers believe it is leading to ‚risk-free crime’ on the ‚dark web’ – a place where almost anything can be bought, from guns and drugs to credit card details.
Featuring interviews with the inventor of the world wide web, Sir Tim Berners-Lee, and the co-founder of WikiLeaks, Julian Assange, Horizon delves inside the ‚dark web’.
Featuring interviews with inventor of the world wide web Sir Tim Berners-Lee, WikiLeaks‘ Julian Assange, computer security researcher and Tor Project developer Jacob Appelbaum, co-developer of Onion Routing Paul Syverson, inventor, cryptographer and Internet anonymity pioneer David Chaum, cryptographer and computer security expert Bruce Schneier, journalist and technology researcher Julia Angwin.
Und das Video auf YouTube: