Linkschleuder

Interview: Was eine polnische NGO gegen Überwachung in Polen tut

Katarzyna Szymielewicz, Foto: CC-BY-SA Stephan Röhl

Auf polen.pl findet ihr ein Interview mit Katarzyna Szymielewicz, der Gründerin der Organisation Panoptykon. Panoptykon ist eine polnische Organisation, die sich gegen moderne Überwachung einsetzt und sich stark macht für das Recht auf Privatssphäre im Internet. In dem Interview spricht Katarzyna Szymielewicz zuerst über ihren Hintergrund und was sie zum Thema Überwachung gebracht hat. Anschließend gibt sie Einblicke in die Arbeit der Organisation Panoptykon gegen Überwachung und Polen’s politische Landschaft.


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Das Interview (auf Deutsch) findet ihr hier. Den Vortrag von Katarzyna Szymielewicz auf der re:publica 2014 findet ihr hier (Video auf Englisch).

Auszug aus dem Interview:

Interviewer: „Eine letzte Frage: Was steht für Euch als Nächstes an?“

Katarzyna Szymielewicz: „Wir haben die schlechte Angewohnheit, auf vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und wollen allen Erwartungen gerecht werden. Vielleicht nicht so clever, aber ich möchte vier aktuelle Projekte nennen: Zu allererst wollen wir bei der Regierung Druck machen, um Video-Überwachung in Polen zu regulieren, und wir haben das Gefühl, fast am Ziel zu sein. Es gibt mittlerweile einen Gesetzesentwurf, an dem wir zur Zeit arbeiten.

Das zweite Vorhaben ist, dass die Regierung die Geheimdienste und vor allem deren Befugnisse, Daten vorzuhalten, dringend regulieren muss. Seit vier Jahren arbeiten wir daran. Auch hier gibt es nun Entwürfe, die dem Senat vorliegen. Das dritte Feld ist weiterhin die Europäische Datenschutzrichtlinie, die im Europäischen Rat stecken geblieben ist. Im Parlament haben wir eigentlich gute Kompromisse erreicht, aber der Rat scheint nicht viel Interesse daran zu haben, die Vorlagen zu verabschieden. Das sind die drei politischen Themen.
Zu guter Letzt wollen wir unsere Bildungskapazitäten erhöhen. Wir möchten demnächst eine Akademie eröffnen, um Trainer und Multiplikatoren der informellen Bildung zu befähigen, digitale Grundrechte zu vermitteln. Das soll im Rahmen eines einjährigen Kurses geschehen.“

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