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Interview: Datenanalyst Morgenroth über die Lesbarkeit von Menschen

In einem FAZ Interview spricht Morgenroth, einstiger Datenanalyst bei Cataphora, über die Folgen umfassender Datenerhebungen und Datenanalysen.


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Auszug aus dem Interview:

Interviewer: „Man kann die Welt modellieren. Wie weit ist man bei der Kreation digitaler Schattenbilder von Personen? Wie verwundbar sind wir?“

Morgenroth: „Im Falle von Cataphora standen Menschen vor Gericht und mit ihnen ihr digitales Spiegelbild, also die Summe aus all den vielen Datenfragmenten, die ein Mitarbeiter jeden Tag hinterlässt. Die Betroffenen wussten häufig nicht mehr, was sie wann und mit wem getan hatten, wenn sie vor Gericht befragt wurden. Wir wussten es aber. Vor Gericht wissen heute andere sehr viel besser über Sie Bescheid als Sie selbst. Daraus folgt eine neue Deutungshoheit über Personen.“

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