Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Menschenrechtsinstitut zur Antiterrordatei: Informationsaustausch zwischen Polizei und Nachrichtendiensten strikt begrenzen
: Menschenrechtsinstitut zur Antiterrordatei: Informationsaustausch zwischen Polizei und Nachrichtendiensten strikt begrenzen
Das Deutsche Institut für Menschenrechte veröffentlichte gestern das Policy Paper „Informationsaustausch zwischen Polizei und Nachrichtendiensten strikt begrenzen“ (PDF). Eric Töpfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts, thematisiert darin das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 24. April diesen Jahres bezüglich der Antiterrordatei (ATD).Dem Urteil zufolge ist die ATD in ihren Grundstrukturen verfassungsgemäß, die Verfassungsbeschwerde sei jedoch trotzdem teilweise begründet gewesen. So seien einige Bereiche „zu unbestimmt und unverhältnismäßig weit gefasst“. Die Zusammenarbeit von Nachrichtendiensten und Polizei zur Bekämpfung von Terrorismus sei zwar grundsätzlich zulässig, da sich Terrorismus gegen „das Gemeinwesen als Ganzes“ richte. Datenauskünfte an Polizeibehörden sollen jedoch laut Bundesverfassungsgericht stärker beschränkt werden, der Kreis der mitmachenden Behörden sei außerdem zu groß. Bis 2015 sollen die Nachbesserungen erfolgen.
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: Aaron’s Law: Reform des Computer Fraud and Abuse Acts
: Aaron’s Law: Reform des Computer Fraud and Abuse Acts Der Netzaktivist Aaron Swartz hat sich Anfang des Jahres das Leben genommen. Seit 2011 wurde gegen ihn unter dem Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) mit dem Vorwurf ermittelt, Millionen öffentlich finanzierter wissenschaftlicher Publikationen, die sich hinter einer JSTOR Paywall befanden, unrechtmäßig aus dem MIT-Netzwerk heruntergeladen zu haben. JSTOR verzichtete darauf, Anklage zu erheben, doch aufgrund des CFAA konnte die Staatsanwaltschaft den Fall weiter verfolgen. Swartz drohten bis zu 35 Jahre Haft und der finanzielle Ruin.
David Nosal wurde Ende April in sechs Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Diebstahl von Betriebsgeheimnissen und Hacking – obwohl er sich nie selbst in einem Computer gehackt hat. Nosal hatte ehemalige Kollegen überredet, teilweise auch durch Zahlungen, ihm Informationen und Kundendaten aus der Datenbank des Unternehmens zu beschaffen, in dem er zuvor gearbeitet hatte. Obwohl es diese Mitarbeiter waren, die physisch auf die Datenbank zugriffen, wurde David Nosal angeklagt gegen den CFAA verstoßen zu haben. Das Urteil soll später in diesem Jahr verkündet werden.
Der CFAA wurde 1984 verabschiedet, um es der Regierung zu erleichtern, Menschen die sich in Computer hacken um Daten zu stehlen oder die Funktionalität eines Computersystem stören oder zerstören, zu verurteilen.
The act makes it a federal offense if one “knowingly and with intent to defraud, accesses a protected computer without authorization, or exceeds authorized access, and by means of such conduct furthers the intended fraud and obtains anything of value, unless the object of the fraud and the thing obtained consists only of the use of the computer and the value of such use is not more than $5,000 in any 1‑year period.” Prison penalties are up to 5 years per violation.
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: Jung & Naiv – Folge 64: Soldateneinsatz im eigenen Land
: Jung & Naiv – Folge 64: Soldateneinsatz im eigenen Land Ich habe mich vergangene Woche mal wieder gewundert. Bundeswehrsoldaten, die Katastrophenhilfe in den Hochwassergebieten leisten: Warum darf unsere Armee das? Durfte sie das schon immer? Und viel wichtiger: Können unsere Soldaten auch, wie in der Türkei oder in Ägypten, gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden? Thomas Wiegold von Augen geradeaus! erklärt’s in Folge 64.
„Jung & Naiv“ steckt in der Beta-Phase. Der erste Anteil vom Crowdfunding ist investiert und wir probieren uns ab sofort aus: Wie und welche Technik muss und kann sein? Gefallen euch die ersten Neuerungen, das Intro, der Theme Song? Feedback? Sharing? Abonnieren? Yes, please!
www.jungundnaiv.de -
: Sammlung Wissenschaftlicher Paper zu Zensur und Kontrolle im Internet
: Sammlung Wissenschaftlicher Paper zu Zensur und Kontrolle im Internet Die Wissenschaftler Steven Murdoch (University of Cambridge) und Hal Roberts (Harvard University) haben eine kleine Sammlung wissenschaftlicher Paper zu „Internet Censorship and Control“ zusammengestellt, die sie frei zugänglich veröffentlichten. Die Themen der Paper reichen von Zensurmaßnahmen in China über die Machtverteilung in Internet Governance bis hin zur Sicherheit und Kompromittierung von Zertifizierungsstellen.
The articles presented in this collection make it clear that there is no global consensus on what mechanisms of control are best suited for managing conflicts on the Internet, just as there is none for other fields of human endeavour. That said, there is optimism that with vigilance and continuing efforts to maintain transparency the Internet can stay as a force for increasing freedom than a tool for more efficient repression.
Zu jedem der fünf Paper wird es auf Netzpolitik.org einen gesonderten Artikel geben.
- Not by Technical Means Alone: The Multidisciplinary Challenge of Studying Information Controls; Masashi Crete-Nishihata, Ronald J. Deibert, Adam Senft. [Zum NP-Artikel]
- Assessing Censorship on Microblogs in China: Discriminatory Keyword Analysis and Impact Evaluation of the ‚Real Name Registration’ Policy; King-wa Fu, Chung-hong Chan, Michael Chau. [Zum NP-Artikel]
- Censorship V3.1; Derek E. Bambauer.
- Anarchy, State, or Utopia? Checks and Balances of Power in Internet Governance; Christopher M. Riley.
- Trust Darknet: Control and Compromise in the Internet’s Certificate Authority Model; Steven B. Roosa, Stephen Schultz
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: Bradley Manning: Prozess unterbrochen, Probleme mit Beweismitteln
: Bradley Manning: Prozess unterbrochen, Probleme mit Beweismitteln Wie Detlef Borchers und Alexander Spier bei Heise Online berichten, wurde der Prozess gegen den Whistleblower Bradley Manning gestern nach acht Verhandlungstagen unterbrochen. Die Verteidigung hatte etliche Widersprüche gegen die Beweismittel der Anklage eingelegt, bis zum 26. Juni sollen beide Parteien sich nun auf eine Befragung über die Aktenlage vorbereiten.
Bradley Manning ist seit Mai 2010 in Militärgewahrsam. 22 Anklagepunkte wurden ihm im Februar 2012 verlesen, darunter Geheimnisverrat und “Kollaboration mit dem Feind”. Ihm wird vorgeworfen, geheime Dokumente an WikiLeaks weitergegeben zu haben, unter anderem das “Collateral Murder” Video und mehr als 250.000 Depeschen, die als “Cablegate” weltweit für Aufsehen sorgten. Ende April legte Bradley Manning ein Teilgeständnis ab und bekannte sich in 10 der 22 Anklagepunkte für schuldig. Er habe geheime Dokumente an unautorisierte Personen weitergegeben, wehrt sich jedoch gegen den Vorwurf, “dem Feind” geholfen zu haben.
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: USA und Russland wollen Informationen über Hacker-Angriffe teilen
: USA und Russland wollen Informationen über Hacker-Angriffe teilen Das Rote Telefon war eine ständige Fernschreiberverbindung zwischen der Sowjetunion und den USA und wurde aufgrund der Erfahrungen aus der Kubakrise 1962 eingerichtet – es sollte Missverständnisse verhindern, die schlimmstenfalls einen Atomkrieg hätten auslösen können. Nun soll das Rote Telefon zu einem weiteren Zweck genutzt werden: Auf dem G8-Gipfel in Nordirland einigten sich die US-Regierung und die Regierung Russlands darauf, regelmäßig Informationen über Hacker-Angriffe zu kommunizieren, sowohl auf dem elektronischen Weg als auch über das Rote Telefon. Diese Übereinkunft wurde nach zwei Jahre dauernden Verhandlungen getroffen, heißt es in einem Statement des Weißen Hauses. Dabei ging es vor allem darum, welche Informationen wie geteilt werden sollen.
The United States and the Russian Federation have also concluded a range of steps designed to increase transparency and reduce the possibility that a misunderstood cyber incident could create instability or a crisis in our bilateral relationship. Taken together, they represent important progress by our two nations to build confidence and strengthen our relations in cyberspace; expand our shared understanding of threats appearing to emanate from each other’s territory; and prevent unnecessary escalation of ICT security incidents.
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: Texas: Polizei braucht richterliche Anordnung um Mails zu überwachen
: Texas: Polizei braucht richterliche Anordnung um Mails zu überwachen In Texas wurde nun das Gesetz HB 2268 erlassen, demnach dürfen Strafverfolgungsbehörden nicht mehr ohne richterliche Anordnung auf Mails zugreifen und diese überwachen. Das Gesetz verspricht den Einwohnerinnen und Einwohnern von Texas einen erhöhten Datenschutzstandard für ihre Emails, schützt sie jedoch nicht gegen Untersuchungen auf Bundesebene. Der Gesetzesentwurf ist in beiden Kammern des Parlaments ohne eine Nein-Stimme angenommen worden und setzt beim Electronic Communications Privacy Act (ECPA) von 1986 an. Dieser erlaubte es Strafverfolgungsbehörden Mails zu lesen, die als „gelesen“ markiert oder älter als 180 Tage sind. Es sei mehr als lächerlich, dass Mails bei Datenschutzgesetzen außen vor blieben, schrieben gestern auch drei Mitglieder des US-Repräsentantenhauses bei Wired.
ECPA was passed in 1986. Twenty-seven years ago, most Americans did not have a home computer or an email account. They did not all carry cell phones. “Facebook” described only the hardbound photo books of university freshmen and “Twitter” was an adjective used to describe the chattering of birds — such social networking sites did not even exist. Whether they occur online or offline, our private communications should be protected.
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: EU: Anti-Terror-Koordinator will mit Apple und Amazon sprechen, um inakzeptable Webseiten abzuschalten
: EU: Anti-Terror-Koordinator will mit Apple und Amazon sprechen, um inakzeptable Webseiten abzuschalten Der Kampf gegen den Terrorismus und im speziellen die Radikalisierung stand bei der Tagung des Rates der Innen- und Justizminister am 6. und 7. Juni auf der Tagesordnung (.pdf). Erneut setzten sich einige Mitgliedstaaten für die Vorratsdatenspeicherung von Fluggastdaten ein. Auch soziale Netzwerke sollen besser überwacht werden und inakzeptable Webseiten sollen abgeschaltet werden. Darum will man auch mit Apple und Amazon reden – über was ist jedoch fraglich.
Obwohl der Innenausschuss des EU-Parlaments der Vorratsdatenspeicherung von EU-Reisedaten (EU-PNR) eine deutliche Abfuhr erteilte, entschied das Plenum den Bericht wieder in den Ausschuss zurückzuschicken, um einen neuen Kompromiss zu finden. Auch im Rat setzen sich einige Mitgliedstaaten noch immer für die Überwachung der Reisebewegungen aller Bürger ein. Aus einen internen Protokoll der Sitzung, welches Netzpolitik.org vorliegt, geht nun hervor, dass die Kommission die Mitgliedstaaten aufgefordert hat, bei ihren EU-Abgeordneten für die EU-PNR Richtlinie „zu werben“. Unterstützung erhielt sie dabei unter anderem von Frankreich und Spanien. Großbritannien forderte indes erneut eine Ausdehnung der Vorratsdatenspeicherung auf innereuropäische Flüge. Ihr könnt auf den Seiten pnr.digitalegesellschaft.de und pnr.vibe.at ebenfalls eure Abgeordneten kontaktieren – und dafür werben, dass es keine Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten geben soll.
Durch die Überwachung der Reisebewegungen will man terroristische Netzwerke und Radikalisierungstendenzen einzelner Bürger aufdecken. Bis zu 60 Einzeldaten fallen bei einem einzigen Passagier bei einem Flug an, darunter Informationen über den gesundheitlichen Zustand des Reisenden und Essenswünsche. Die Daten sollen für 5 Jahre anlasslos und ohne jeden konkreten Verdacht gespeichert werden. Einen Beweis für den Nutzen der Datensammelwut gibt es allerdings noch immer nicht.
Interessant ist jedoch, dass auch soziale Netzwerke im Kampf gegen den Terror und die Radikalisierung „besser überwacht“ werden sollen, so die Forderung des EU-Antiterrorkoordinators Gilles de Kerchove. Darüber hinaus sollen auch „illegale bzw. inakzeptable Webseiten abgeschaltet werden“. Um das durchzusetzen „müsse man u.a. mit Google, Apple, Amazon etc. sprechen“, so de Kerchove. Was aber genau er mit Apple und Amazon besprechen will und was eine inakzeptable Website ist, bleibt mehr als fraglich.
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: Jung & Naiv – Folge 63: Der Bundesregierungsprecher
: Jung & Naiv – Folge 63: Der Bundesregierungsprecher Für die neueste Folge habe ich mich mit dem Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, getroffen. In 20 kurzweiligen Minuten erklärt Steffen, was eigentlich sein Job ist, wie er ihn bekommen hat, dass er sich von mir bedrängt fühlt, warum und wie er twittert, wie er Angela Merkel getroffen hat, was nach dem Job in der Bundesregierung kommt und vieles mehr. (Fun Fact: Nach 62 Folgen ist Steffen der erste Gast gewesen, der mich nicht zurückduzen wollte. Frechheit.)
Wer die vergangenen Folgen derweil verpasst hat: Nachdem ich in Folge 57 mit Ken Jebsen gesprochen habe, feierte der Finanzdelfin meines Vertrauens, Alex Theiler, endlich seine Rückkehr. In Folge 58 ging es wieder um die kalte Wirtschaftswelt: Wie ist der Stand bei der Bankenregulierung? Haben wir das Finanzsystem schon erfolgreich reformiert? Was ist eigentlich „Eigenkapital“? Und was bedeutet „Basel III“?
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: Datenschutz in TTIP/TAFTA – wie man eine schlimme Situation noch verschlechtert
: Datenschutz in TTIP/TAFTA – wie man eine schlimme Situation noch verschlechtert Dieser Text erschien zu erst auf edri.org unter der Lizenz Creative Commons CC-BY. Übersetzt von Nicolas Fennen.
Die Financial Times und die Washington Post haben am 13. Juni berichtet, dass die Europäische Kommission – noch bevor das volle Ausmaß von PRISM bekannt wurde – den Gesetzesentwurf zur neuen Datenschutzverordnung verwässert hat um den Datenaustausch mit ausländischen Geheimdiensten zu vereinfachen.
Wären diese Richtlinien nicht abgeändert worden, wäre die Position der EU bei zukünftigen Verhandlungen mit den USA, über den Zugriff von Strafverfolgungsbehörden auf europäische Daten, erheblich stärker gewesen.
Unglücklicherweise jedoch, entgegen der besten Absichten von Kommissions Vize-Präsidentin Vivian Reding, hat der Rest der Europäischen Kommission dem Druck der amerikanischen Forderungen nachgegeben und blind die eigene Position geschwächt.
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: Google will Zahlen zu Anfragen der NSA veröffentlichen dürfen
: Google will Zahlen zu Anfragen der NSA veröffentlichen dürfen Anfang Juni wurde eine Beschwerde von Google angelehnt, 19 sogenannte National Security Letter (NSL) nicht beantworten zu wollen bzw modifizieren zu können. Mithilfe der NSL kann das FBI ohne richterlichen Beschluss Zugriff auf Kundendaten fordern und die betroffenen Unternehmen dürfen nicht darüber berichten. Gestern veröffentlichte Google einen offenen Brief an Justizminister Eric Holder sowie den Direktor des FBI, Robert Mueller. Darin fordert David Drummond, Leiter der Rechtsabteilung von Google, dass es dem Konzern erlaubt sein sollte in seinen Transparenzberichten aggregierte Zahlen über NSL sowie Anfragen nach dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) veröffentlichen zu dürfen. Eine Veröffentlichung würde zeigen, dass Google auf weitaus weniger Anfragen eingeht als gestellt werden: „Transparency here will likewise serve the public interest without harming national security.“
Auch Facebook und Microsoft unterstützen die Forderungen von Google, Facebook ruft alle Regierungen dazu auf, Programme zum Schutz der Gesellschaft transparenter zu machen.
We would welcome the opportunity to provide a transparency report that allows us to share with those who use Facebook around the world a complete picture of the government requests we receive, and how we respond. We urge the United States government to help make that possible by allowing companies to include information about the size and scope of national security requests we receive, and look forward to publishing a report that includes that information.
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: Bundestag fordert die Regierung auf, Softwarepatente streng zu begrenzen
: Bundestag fordert die Regierung auf, Softwarepatente streng zu begrenzen Am Freitag dem 7. Juni hat der Deutsche Bundestag einen interfraktionellen Antrag (englische Übersetzung des BIKT) zur Begrenzung von Softwarepatenten beschlossen. Der Bundestag fordert die Bundesregierung damit auf, die Erteilung von Patenten auf Computerprogramme zu beschränken. Software soll ausschließlich vom Urheberrecht erfasst werden, und die Rechte der Urheber sollen nicht durch Patente Dritter entwertet werden können. Patente auf Software sollen lediglich erlaubt sein, wenn ein Computerprogramm eine mechanische oder elektromechanische Komponente ersetzt. Des Weiteren hat der Bundestag klargestellt, dass die Regierung bei ihrer Umsetzung die rechtssichere Veröffentlichung von Freier Software sicherstellen muss.
„Dies ist ein wichtiger Schritt, um dem Softwarepatent-Irrsinn ein Ende zu machen. Die FSFE begrüßt diese Entscheidung. Es ist gut, dass alle im Bundestag vertretenen Parteien die weitreichenden Probleme von Softwarepatenten verstanden haben und dementsprechend handeln“, sagt Matthias Kirschner, Deutschlandkoordinator der FSFE.
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: Besuch von der Polizei nach Tweet zum Fall Mollath
: Besuch von der Polizei nach Tweet zum Fall Mollath Die Medizin-Professorin Ursula Gesser bekam gestern Besuch von zwei Polizisten, nachdem sie zuvor eine Kurznachricht bei Twitter verfasst hatte. Der Tweet lautete im Wortlaut:
Wann Mollath freikommt? Diese Frage könnte man Frau Merk am Mo. 10.06.13 um 19 Uhr im Landgasthof Hofolding stellen.
Ursula Gesser nimmt damit Bezug auf Gustl Mollath, der seit 4 Jahren in der forensischen Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses Bayreuth untergebracht ist, nachdem er zuvor wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung angeklagt wurde, jedoch wegen seines „paranoiden Gedankensystems“ für schuldunfähig erklärt wurde. Der gesamte Prozess gegen Mollath ist jedoch mit der Zeit stark in die Kritik geraten. Ein Grund dafür ist unter vielen anderen die Bayerische Justizministern Beate Merk, welche der bewussten Falschaussage verdächtigt wird.
Die Veranstaltung auf die Ursula Gesser in ihrem Tweet hingewiesen hatte, hatte mit dem Fall Mollath eigentlich überhaupt nichts zu tun. Unter dem Titel “Facebook & Co. – sicher surfen in sozialen Netzwerken“ – ein im Rückblick sehr ironischer Titel – hielt Beate Merk gestern Abend ohne weitere Vorfälle ihren Vortrag.
Weshalb Ursula Gesser nun gestern Nachmittag Besuch von der Polizei bekam ist unklar. Gesser selbst geht davon aus, dass sie eingeschüchtert werden sollte um die Veranstaltung am Abend nicht zu besuchen. Vielleicht lagen aber auch einfach nur die Nerven der Regierung blank, tritt Mollath doch heute vor den Bayerischen Landtag.
Eine ausführliche Schilderung des genauen Hergangs am gestrigen Tage kann hier auf „gutjahrs blog“ nachgelesen werden.
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: Daniel Ellsberg über Edward Snowden: „Saving us from the United Stasi of America“
: Daniel Ellsberg über Edward Snowden: „Saving us from the United Stasi of America“ 1971 veröffentlichte Daniel Ellsberg die Pentagon-Papiere, ein ehemaliges Geheimdokument des amerikanischen Verteidigungsministeriums zum Vietnamkrieg, mit dem die gezielte Irreführung der Bevölkerung durch die amerikanische Regierung aufgedeckt wurde. In einem Gastbeitrag für den Guardian unterstreicht Ellsberg die Bedeutung von Edwards Snowdons Veröffentlichungen geheimer Dokumente der NSA und bezeichnet Snowdons Veröffentlichungen als die wichtigsten in der amerikanischen Geschichte.
Ellsberg beschreibt in seinem Beitrag wie die USA sich unbemerkt immer weiter zu einem Überwachungsstaat entwickelt haben, den heute selbst die Stasi bewundern würde. Ellsberg zitiert Senator Frank Church, der 1975 folgendes über die NSA sagte:
I know the capacity that is there to make tyranny total in America, and we must see to it that this agency and all agencies that possess this technology operate within the law and under proper supervision, so that we never cross over that abyss. That is the abyss from which there is no return.
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: DRadio Wissen: Constanze Kurz über PRISM
: DRadio Wissen: Constanze Kurz über PRISM Constanze Kurz vom Chaos Computer Club spricht bei DRadio Wissen über PRISM, die bekannt gewordene Internetüberwachung durch NSA und FBI: Ein Klick sagt mehr als 1000 Worte. Constanze thematisiert, was das Neue an PRISM ist, um welche Art von Daten es sich handelt und ob es Gesetze gibt, die Bürgerinnen und Bürger vor der Datenschnüffelei schützen.
Das FBI und die NSA sollen Terroristen aufspüren und Anschlagspläne vereiteln. Dafür brauchen und bekommen sie Zugriff auf private Telefon- und Internetdaten der Bürger, allerdings in einem Ausmaß, wie es erst jetzt langsam bekannt wird. […] Nun hat sich auch herausgestellt, dass der US-Staat tief in die Privatsphäre von Nicht-US-Bürgern im Ausland eindringt. So sind auch Deutsche vom NSA-Skandal betroffen, die bislang nicht wussten, was das US-Gesetz „Zum Sammeln von Informationen über Ausländer“ bedeutet, aber in die USA telefonieren oder Kunden bei Google, Facebook, Skype, Apple sind.
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: ‚Cyberwar’: Vanity Fair über Hacks und Angriffe der letzen Jahre
: ‚Cyberwar’: Vanity Fair über Hacks und Angriffe der letzen Jahre Kriegsführung im ‚Cyberspace’ wird zunehmend thematisiert, nicht zuletzt von der NATO. Noch immer gibt es keine Einigung darüber, was ein Cyberwar ist, wann er beginnt und welche Regeln gelten. Vanity Fair hat nun einen detaillierten Artikel über die Hacks und Angriffe der letzten Jahre veröffentlicht. Neben der Frage, was beispielsweise die Syrian Electronic Army ist und will, geht es auch um grundlegendere Fragen: Sollte es der US-Regierung erlaubt sein, Sicherheitslücken in Windows auszunutzen? Und wer in einem Nationalstaat reagiert wie, wenn Banksysteme angegriffen werden?
Washington and Tehran are ramping up their cyber-arsenals, built on a black-market digital arms bazaar, enmeshing such high-tech giants as Microsoft, Google, and Apple. With the help of highly placed government and private-sector sources, Michael Joseph Gross describes the outbreak of the conflict, its escalation, and its startling paradox: that America’s bid to stop nuclear proliferation may have unleashed a greater threat.
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: Saudi-Arabien: VoIP-Software Viber verboten
: Saudi-Arabien: VoIP-Software Viber verboten Wie Reuters heute berichtet, wurde in Saudi-Arabien die Nutzung der Voice over IP Software Viber untersagt. Die saudische Communications and Information Technology Commission (CITC) schrieb dazu:
The Viber application has been suspended … and the (regulator) affirms it will take appropriate action against any other applications or services if they fail to comply with regulatory requirements and rules in force in the kingdom
Mit Viber können Nutzerinnen und Nutzer kostenlos telefonieren, chatten und Dateien teilen. Die CITC führt nicht weiter aus, welche Anforderungen nicht erfüllt wurden, doch laut Reuters geht es dem Königreich um mehr Kontrolle über das Internet.
Im März wurde wohl eine vage formulierte Warnung herausgegeben, dass Programme wie Viber, Whatsapp und Skype Gesetze brechen könnten, jedoch ohne zu spezifizieren, wie. Lokale Medien berichteten zu dieser Zeit, dass die drei größten Internet Service Provider (ISP) des Landes gegenüber der CITC angeben sollten, ob solche Dienste überwacht oder geblockt werden könnten.
Reuters hat beim CITC nachgefragt, dort jedoch weder jetzt noch im März eine Antwort erhalten. Auch The Verge hat nachgefragt, bei Microsoft und Whatsapp, und auch hier wurde nichts konkretes bekannt. Laut The Verge stehen die Dienste wohl vor der Entscheidung, entweder den saudischen Behörden den Zugang zu geben den sie verlangen, oder ein Verbot zu riskieren.
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: DRadio Wissen: Bedeutung von Social Media für die Proteste in der Türkei
: DRadio Wissen: Bedeutung von Social Media für die Proteste in der Türkei Konstantin Zurawski spricht in der heutigen Webschau des Deutschlandradio Wissen über die Proteste in der Türkei und die Bedeutung von Social Media, während klassische Medien kaum über die Demonstrationen berichten.
Fast jeder, der Mitglied in einem sozialen Netzwerk ist, dürfte derzeit Bilder und Videos von den Demonstrationen in der Türkei in seinem Newsstream finden. Auch Konstantin Zurawski geht das nicht anders. Er hat vor ein paar Jahren auf einer Summer School in Istanbul Tonguc Ibrahim Sezen kennengelernt. Bisher war sein Facebook-Freund nicht sehr aktiv. Doch seit dem aufflammen der Proteste in Istanbul postet Tonguc regelmäßig Bilder, die hautnah zeigen, was los ist.
Dazu auch die Berichte (Zeit Online, Spiegel Online, FAZ) über 25 Menschen, die wegen Verbreitung „beleidigender Informationen“ über Twitter festgenommen wurden.
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: ARM präsentiert Anti-Piraterie Videochip für Smartphones
: ARM präsentiert Anti-Piraterie Videochip für Smartphones „Digital Rights Management“ (DRM) scheint in den Augen der Unterhaltungsindustrie immer noch der richtige Weg zu sein, die Piraterie an ihrer Inhalte zu bekämpfen. Auch wenn DRM bereits im Bereich der digitalen Musik gescheitert ist, werden DRM-Techniken weiterhin eingesetzt wie beispielsweise bei E‑Books oder der möglichen Einführung von DRM in HTML5 (wir berichteten). Und nun scheint sich ein weiteres Einsatzfeld von DRM entwickelt zu haben: die direkte Implementierung von DRM in Prozessoren. Die britische Firma ARM hat auf der diesjährigen IT-Messe Computex seinen Video-Prozessor Mali-V500 für Smartphones mit Hardware-DRM vorgestellt.
Der Video-Prozessor ist damit der erste für Smartphones, welcher das Abspielen von Videos sichern und so illegalen Kopien vorbeugen soll. Cris Porthouse von ARM sagt dazu in seinem Blog:
In order to protect their multi-billion dollar investments, studios and content owners are demanding hardware-backed security across all devices that play their premium content […]. This means that in order to support premium content mobile and other consumer embedded devices must support hardware-backed protection of content from download to display.
