Wie Reuters heute berichtet, wurde in Saudi-Arabien die Nutzung der Voice over IP Software Viber untersagt. Die saudische Communications and Information Technology Commission (CITC) schrieb dazu:
The Viber application has been suspended … and the (regulator) affirms it will take appropriate action against any other applications or services if they fail to comply with regulatory requirements and rules in force in the kingdom
Mit Viber können Nutzerinnen und Nutzer kostenlos telefonieren, chatten und Dateien teilen. Die CITC führt nicht weiter aus, welche Anforderungen nicht erfüllt wurden, doch laut Reuters geht es dem Königreich um mehr Kontrolle über das Internet.
Im März wurde wohl eine vage formulierte Warnung herausgegeben, dass Programme wie Viber, Whatsapp und Skype Gesetze brechen könnten, jedoch ohne zu spezifizieren, wie. Lokale Medien berichteten zu dieser Zeit, dass die drei größten Internet Service Provider (ISP) des Landes gegenüber der CITC angeben sollten, ob solche Dienste überwacht oder geblockt werden könnten.
Reuters hat beim CITC nachgefragt, dort jedoch weder jetzt noch im März eine Antwort erhalten. Auch The Verge hat nachgefragt, bei Microsoft und Whatsapp, und auch hier wurde nichts konkretes bekannt. Laut The Verge stehen die Dienste wohl vor der Entscheidung, entweder den saudischen Behörden den Zugang zu geben den sie verlangen, oder ein Verbot zu riskieren.