Markus Reuter

Markus Reuter

Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky.

Kontakt: E-Mail (OpenPGP)

  • : Panama Papers: Neue EU-Richtlinie bedroht Pressefreiheit (Update)
    Geschäftsgeheimnis Briefkastenfirma: Hier die Steueroase British Virgin Islands. Foto: CC-BY-NC-ND 2.0 <a href="https://www.flickr.com/photos/k1rsch/13672857683/sizes/l"> k1rsch</a>
    Panama Papers: Neue EU-Richtlinie bedroht Pressefreiheit (Update)

    Am 14. April stimmt das Europaparlament über die EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen ab. Und die hat es in sich: Sie könnte Leaks, Recherchen und Veröffentlichungen wie die Panama Papers in Zukunft deutlich erschweren. Journalisten sehen die Richtlinie als Bedrohung, für Whistleblower ist sie gefährlich und Gewerkschaften fürchten um die Rechte von Arbeitnehmern.

    7. April 2016 41
  • : Mausrede des Tages: Die FDP auf Twitter
    Mausrede des Tages: Die FDP auf Twitter

    Die Mausrede des Tages kommt heute von der FDP. Der offizielle Twitter-Account der Partei kritisierte die Flüchtlingspolitik von CSU und ÖVP mit den Worten:
    @DoroBaer @sebastiankurz Was braucht er heute, um einer humanen europäischen Flüchtlingspolitik in den Rücken zu fallen? Güterwaggons?
    Weil das natürlich Gedanken an etwas unpassende Vergleiche weckt, löschte die FDP den Tweet und kam mit folgender Mausrede um die Ecke:
    Der gelöschte Tweet zu Flüchtlingen wurde versehentlich von einem Dienstleister erstellt.

    6. April 2016 16
  • : WhatsApp kann jetzt Verschlüsselung auf allen Geräten
    Sobald ein Kontakt als Verschlüsselungsfähig erkannt wird, ist nur noch verschlüsselte Kommunikation möglich. Screenshot: Open Whisper Systems
    WhatsApp kann jetzt Verschlüsselung auf allen Geräten

    Vor gut 15 Monaten verkündete Open Whisper Systems die Zusammenarbeit mit WhatsApp. Ziel dieser Zusammenarbeit war und ist die Implementierung des Signal Protocols und damit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im weitverbreitesten Instant Messenger. Heute verkündet Open Whisper Systems, dass jetzt die Verschlüsselung auf allen Clients für Chats, Gruppenchats, Anhänge, Sprachnachrichten und Anrufe funktioniere:
    Over the past year, we’ve been progressively rolling out Signal Protocol support for all WhatsApp communication across all WhatsApp clients.

    5. April 2016 53
  • : Ungarn will Verschlüsselung verbieten
    Ungarn will Verschlüsselung verbieten

    Victor Orbáns regierende Fidesz-Partei will laut einem Bericht des Budapest Beacon Verschlüsselungssoftware verbieten. So sagte Orbáns Partei-Vize Gergely Gulyás:
    We would ban communication devices that [law enforcement agencies] are not able to surveil despite having the legal authority to do so
    Ungarns Exekutive hat schon heute weitreichende Überwachungsbefugnisse, die in Teilen vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte für rechtswidrig erklärt wurden.

    5. April 2016 16
  • : Fluggastdatenspeicherung: Noch nicht beschlossen, aber Pilotprojekte laufen schon
    Auch Essensauswahl wird gespeichert. Foto: CC-BY 2.0 <a href="https://www.flickr.com/photos/lwy/6833034606/sizes/l"> LWYang</a>
    Fluggastdatenspeicherung: Noch nicht beschlossen, aber Pilotprojekte laufen schon

    Die Vorratsdatenspeicherung für Fluggastdaten (PNR) ist noch nicht vom EU-Parlament beschlossen, der Europäische Gerichtshof (EuGH) verhandelt heute über die Zulässigkeit des PNR-Abkommens zwischen Kanada und der EU – aber die EU-Kommission hat schon millionenschwere Pilotprojekte für den Datenaustausch aufgesetzt, berichtet Zeit Online:
    Möglicherweise wird die PNR-Richtlinie im April endgültig beschlossen, möglicherweise aber auch nicht.

    5. April 2016
  • : Die Panama Papers – ein Überblick
    Finanzdistrikt Panama City. Foto: CC-BY-NC 2.0 <a href="https://www.flickr.com/photos/marcelomejiagaviria/5367262897/sizes/l">Marcelo Mejía</a>
    Die Panama Papers – ein Überblick

    Die Panama Papers sind der größte Daten-Leak, der je von Journalisten bearbeitet wurde. 400 Journalisten von 100 Medien in 78 Ländern sind an der Aufarbeitung beteiligt. Federführung hat die Süddeutsche Zeitung, an die der Informant mit dem 2,6 Terrabyte großen Datensatz herangetreten war, der aus den Archiven des Offshore-Dienstleisters Mossack Fonseca stammt.

    4. April 2016 77
  • : Der Hacker der lateinamerikanischen Rechten
    Cover: Bloomberg Businessweek
    Der Hacker der lateinamerikanischen Rechten

    Andrés Sepúlveda, ein kolumbianischen Hacker, der in Wahlkämpfen für die politische Rechte Lateinamerikas arbeitete, hat ausgepackt. Die spannende Bloomberg-Reportage mit dem Titel „How to Hack an Election“ gibt Einblicke in die schmutzigen Tricks lateinamerikanischer Wahlkämpfe der letzten Jahre.
    Sepúlveda war nach eigener Aussage in Wahlkämpfe in Nicaragua, Panama, Honduras, El Salvador, Kolumbien, Mexiko, Costa Rica, Guatemala und Venezuela verstrickt.

    1. April 2016 2
  • : BND-Reform: „Spiel auf Zeit inakzeptabel“
    Die neue BND-Zentrale in Berlin lädt zum Besuch. Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/thornet/14837869483/sizes/o/">thornet_ (Flickr)</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>]
    BND-Reform: „Spiel auf Zeit inakzeptabel“

    Der Bundesnachrichtendienst (BND) wird heute 60 Jahre alt. Eine Reform des Auslandsgeheimdienstes hat das Bundeskanzleramt jedoch unlängst auf Eis gelegt, wie die Welt am Sonntag berichtete.
    Das stößt auch beim Koalitionspartner SPD auf Unverständnis. Christian Flisek (SPD) sagt gegenüber netzpolitik.

    1. April 2016 3
  • : Report: Social Media Unternehmen löschen wegen Nacktheit und falschen Namen
    Bei Facebook werden auch wissenschaftliche Darstellungen von Nacktheit gelöscht. Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anterior_view_of_human_female_and_male,_with_labels_2.png">CC0 1.0 / public domain</a>
    Report: Social Media Unternehmen löschen wegen Nacktheit und falschen Namen

    Die Webseite onlinecensorship.org will Social Media Unternehmen zu mehr Transparenz bei ihren Löschentscheidungen bewegen. Auf der Seite, die von EFF und Visualizing Impact initiiert wurde, können Nutzerinnen und Nutzer melden, wenn ihre Inhalte von einem Unternehmen gelöscht werden.
    Nun hat onlinecensorship.

    1. April 2016 3
  • : Wie Werbetracker außerhalb des Netzes wären
    Wie Werbetracker außerhalb des Netzes wären

    Bei irights hat Jacques Mattheij beschrieben, wie sich Werbetracker anfühlen würden, wenn sie sich uns außerhalb des Netzes an die Fersen heften würden. Sein Text liest sich nicht nur gut, sondern macht die werblichen Überwachungstechniken greifbarer als vielen lieb sein dürfte:
    Wann immer ich einen Laden betrat, notierte er das in seinem kleinen schwarzen Buch.

    31. März 2016 4
  • : New York: Kostenloses WLAN mit Datenschutzproblemen
    Eine von bald 10.000 WLAN-Säulen in New York. Foto: CityBridge
    New York: Kostenloses WLAN mit Datenschutzproblemen

    In New York werden unter dem Namen LinkNYC gerade bis zu 10.000 WLAN-Hotspots stadtweit aufgestellt. Klingt wie ein Traum, doch es gibt große Datenschutzprobleme, wie jetzt die Bürgerrechtsorganisation NYCLU moniert.
    Das kostenlose, werbefinanzierte WLAN wird über drei Meter hohe Säulen der Firma CityBridge verbreitet.

    31. März 2016 10
  • : Kritische Sicherheitslücken bei SAP: „Das haben wir übersehen“
    Kritische Sicherheitslücken bei SAP: „Das haben wir übersehen“

    SAP, der viertgrößte Softwarehersteller der Welt, hat über sechs Jahre lang massive Sicherheitslücken in seinen Produkten gehabt: Im Update-Prozess seiner Programme ließ SAP seine Kunden entscheiden, ob diese eine unverschlüsselte oder verschlüsselte Verbindung nutzen wollten. Bei einer unverschlüsselten Verbindung lassen sich Datenpakete abfangen und manipulierte Pakete im Updateprozess einschleusen.

    31. März 2016 11
  • : Sascha Lobo: Klare Zahlen gegen Massenüberwachung
    Grafik: CC-BY <a href="http://saschalobo.com">saschalobo.com</a>
    Sascha Lobo: Klare Zahlen gegen Massenüberwachung

    Nach jedem Terroranschlag packen die Innenminister das Thema Massenüberwachung auf die Tagesordnung. Um diesen Lösungsansatz zu kritisieren, hat Sascha Lobo sich die öffentlich verfügbaren Daten von fünf Terroranschlägen in Westeuropa der letzten zwei Jahre angesehen:

    Anschlag auf das Jüdische Museum, Brüssel, 24.

    30. März 2016 20
  • : Dokumentarfilm: Mit Likes Geld verdienen
    Still aus "Like". Foto: Garrett Bradley
    Dokumentarfilm: Mit Likes Geld verdienen

    Garrett Bradley hat einen Kurzfilm über Menschen in Bangladesch gemacht, deren Job es ist Postings und Seiten auf Facebook zu liken.
    Die Dokumentarfilmregisseurin erwartete im Vorfeld eigentlich eine Ausbeutungssituation mit schlechten Arbeitsbedingungen und langen Arbeitszeiten. Doch alles kam ganz anders, verrät sie im Interview mit The Intercept:
    When I pitched the story, I pitched it sort of as a sweatshop/labor story — this thing where people were getting paid very low wages and working very long hours, and that this was something that we shouldn’t be supporting.

    30. März 2016 3
  • : BKA veröffentlicht Liste mit elf vereitelten Terroranschlägen
    Symbolbild. Foto: CC-BY-NC 2.0 <a href="https://www.flickr.com/photos/dkshots/5331436372/sizes/o/">dkshots</a>
    BKA veröffentlicht Liste mit elf vereitelten Terroranschlägen

    Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), hat heute im Radiosender Bayern 2 gesagt, dass deutsche Sicherheitsbehörden elf Terroranschläge seit dem Jahr 2000 verhindert hätten. Wir haben beim BKA nachgefragt und eine Liste der vereitelten Anschläge bekommen.
    Die Liste ist mitunter sehr unpräzise, zudem werden keine Angaben gemacht, wie die Anschläge und von welcher Behörde/Polizei sie verhindert wurden.

    29. März 2016 34
  • : Bundesverfassungsgericht: Präsident Andreas Voßkuhle im Porträt
    Angela Merkel, Horst Seehofer, Andreas Voßkuhle (v.l.n.r.). Foto: CC-BY-SA 2.0 <a href="https://www.flickr.com/photos/95213174@N08/8994800317/sizes/l">Metropolico.org</a>
    Bundesverfassungsgericht: Präsident Andreas Voßkuhle im Porträt

    In Fragen von Grund- und Bürgerrechten sehen viele Menschen „Karlsruhe“ als letzten Rettungsanker, wenn sich ein Gesetz wie die Vorratsdatenspeicherung nicht in den Parlamenten oder durch Proteste verhindern ließ. Doch wer entscheidet da in Karlsruhe?
    Das Zeit Magazin versucht sich dem höchsten Gericht zu nähern und hat unter dem Titel „Der andere Präsident“ Andreas Voßkuhle, den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes porträtiert.

    29. März 2016 3
  • : Hate Speech: Bundesregierung plant kein Vorgehen gegen Anonymität und Pseudonymität
    Hate Speech: Bundesregierung plant kein Vorgehen gegen Anonymität und Pseudonymität

    Die kleine Anfrage der Grünen zu Hate Speech ist nun öffentlich verfügbar. Aus der umfangreichen Anfrage (PDF) geht hervor, dass die Bundesregierung zwar Hate Speech als Problem ansieht, aber selbst für ihre eigenen Social-Media-Präsenzen keine eindeutige und einheitliche Strategie verfolgt. Trotz Gesprächen mit Facebook weiß die Bundesregierung nach eigener Aussage immer noch nicht, wieviele Mitarbeiter der Konzern zur Moderation von Hate Speech eingestellt habe.

    29. März 2016 3
  • : BND-Chef Schindler: „Das machen dürfen, was sonst verboten ist“
    Hackerraum beim BND in der ehemaligen Zentrale in Pullach
    Raum für IT-Fachkräfte des BND: Die ehemalige Kommunikationszentrale in Pullach. Aus dem <a href="https://netzpolitik.org/2014/rezension-nachts-schlafen-die-spione-letzte-ansichten-des-bnd-in-pullach/">Buch „Nachts schlafen die Spione“</a>.
    BND-Chef Schindler: „Das machen dürfen, was sonst verboten ist“

    Bei der Eröffnung der Fotoausstellung „Unheimlich – Der Bundesnachrichtendienst 1956 – 2016“ hat BND-Chef Gerhard Schindler verraten, mit welcher Strategie der Geheimdienst IT-Fachkräfte anwerben will:
    „Bei den ITlern ist es oft so, dass sie deshalb gerne zu uns kommen, weil sie das machen dürfen, was sonst gesetzlich verboten ist.

    24. März 2016 26
  • : Presseschau zu Brüssel: Jenseits der Scharfmacher
    Foto: Symboldbild Presseschau / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">CC-BY-NC-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/changsterdam/10897373183/sizes/l">changsterdam (Flickr)</a>
    Presseschau zu Brüssel: Jenseits der Scharfmacher

    Wer mehr Überwachung fordert, kommt nach Terroranschlägen in Talkshows und auf Titelseiten. Deswegen würdigen wir hier Zitate, Statements und Kommentare, die sich nach den Anschlägen von Brüssel für Grund- und Bürgerrechte, für Datenschutz und Privatsphäre sowie einen besonnenen Umgang und eine sachliche Betrachtung des Terrorismus aussprechen.

    24. März 2016 6
  • : Ursprung des Bildes aus Steinbach-Tweet herausgefunden
    Ursprung des Bildes aus Steinbach-Tweet herausgefunden

    Der NDR hat den Ursprung des Bildes aus dem rassistischen Tweet von Erika Steinbach recherchiert. Das Foto im Tweet zeigt ein blondes Kleinkind, das von indischen Kindern umringt ist. Auf diesem Foto war die Überschrift „Deutschland 2030“ und der Text „Woher kommst du denn?“ hinzugefügt. Das Bild soll gemäß des völkisch-rassistischen Narrativs suggerieren, dass dunkelhäutige Menschen in bunten Kleidern im Jahre 2030 die Bevölkerungsmehrheit stellen würden.

    23. März 2016 24