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Das Ende der Privatsphäre

Der konservative Rheinische Merkur findet es erfreulich, dass mit der Piratenpartei das Thema informationelle Selbstbestimmung in den Wahlkampf kommt: Das Ende der Privatsphäre. Bisher haben die politischen Parteien das Thema sträflich vernachlässigt, im Wahlkampf spielt es kaum eine Rolle. Der Umgang mit Bürgerrechten ist und war immer leichtfertig, selbst wenn die Parteien sich in ihrem…

  • Markus Beckedahl

Der konservative Rheinische Merkur findet es erfreulich, dass mit der Piratenpartei das Thema informationelle Selbstbestimmung in den Wahlkampf kommt: Das Ende der Privatsphäre.

Bisher haben die politischen Parteien das Thema sträflich vernachlässigt, im Wahlkampf spielt es kaum eine Rolle. Der Umgang mit Bürgerrechten ist und war immer leichtfertig, selbst wenn die Parteien sich in ihrem Programm als Anwalt des Bürgers darstellen. Die FDP trug in den Neunzigerjahren den großen Lauschangriff mit. Union, SPD und Grüne verschärften die Überwachungstätigkeit des Staates. Stichworte sind die Auflösung des Bankgeheimnisses, die Vorratsdatenspeicherung, die Onlinedurchsuchung. Das Volk will sich diese Eingriffe immer weniger gefallen lassen. Nicht zuletzt die Achtungserfolge der Piratenpartei zeigen das. Ihre Mitgliederzahl steigt rapide, zur Bundestagswahl wurde sie gerade zugelassen, in fast allen Bundesländern hat sie in kurzer Zeit die nötige Anzahl von Unterstützungsunterschriften gesammelt. So kommt das Thema informationelle Selbstbestimmung in den Wahlkampf. Und das ist überfällig.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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5 Kommentare zu „Das Ende der Privatsphäre“


  1. 1984 ist wie die Jahreszahl schon sagt 25 Jahre her ! Und der Überwachungsstaat ist mit seinen Methoden midestens schon 30 jahre weiter. Dagegen zu kämpfen ist fast sinnlos. Jeder trägt brav seinen Laptop und sein iPhone mit GPS Ortung mit sich rum, erstellt schöne Nutzerprofile mit aktuellen Bilder in SocialCommunities und läßt auch noch brav e‑mail, reelle Adresse und Bankdaten da. Das eizige was noch fehlt ist das googlen der eigenen Gene. Das Überwachen können wir nicht mehr stoppen, einzig das Nutzen der vorhandenen Daten erschweren.
    as


  2. […] viaDas Ende der Privatsphäre : netzpolitik.org. Datum 2. August 2009 Abgelegt in Allgemein Keine Kommentare » […]


  3. freshNfunky

    ,

    ich denke das schlimmste ist eher daß der rechtliche schutz immer mehr aufgeweicht wird.

    was jemand mit seiner privatsphäre anstellt ist jedem seine sache, und sein eigenes risiko.

    vielmehr finde ich die stille und heimliche zersetzung von bürgerrechten durch verschiedene Angstmachende Proparganda wie: terrorismus oder irgendwelchen künstlich hochgespielten epidemien.


  4. Es gibt noch eine Partei die gegen Internetzensur ist: Die Partei der Vernunft.

    Unterschied zur Piratenpartei:

    Wir sind für Patente und den Schutz geistigen Eigentums.

    Ausserdem behandelt unsere Partei alle relevanten, vor allem die wirtschaftlichen Themenfelder. Kurz zusammngeafsst: Wir sind in jedem Bereich für die freie Entscheidung des Bürgers, ohne staatlichen Zwang. zB. auch beim Geldwesen. Das staatliche, ungedeckte Papiergeldsystem ist die wahre Ursache der Finanzkrise.

    Zum Glück kann man hierüber (noch) im Internet einiges nachlesen – ohne Zensur. zB. bei Hayek, Baader, Hülsmann, Mises et al.

    Zur Internetzensur habe ich auch in Focus Money in meiner Kolumne einiges veröffentlicht.


  5. […] Der konservative Rheinische Merkur findet es erfreulich, dass mit der Piratenpartei das Thema informationelle Selbstbestimmung in den Wahlkampf kommt: Das Ende der Privatsphäre. […]

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