Was vom Tage übrig blieb

Gesundheitsdaten, Gesichtserkennung und gelöschte Gruppen

Die Gematik hat Spezifikationen für das E-Rezept vorgestellt, die ACM spricht sich gegen Gesichtserkennung aus und Facebook löscht endlich rechte Accounts und Gruppen. Die besten Reste des Tages.

Grauer Himmel mit ein bisschen Baum
Dicke, graue Wolken und viel Regen – Glück für alle, die heute nicht draußen sein müssen.

Digitales Gesundheitswesen: Spezifikationen für das elektronische Rezept fertig (Heise)
Die Gematik, die für die elektronische Gesundheitsinfrastruktur in Deutschland zuständig ist, hat neue Spezifikationen veröffentlicht. Sie sollen die Grundlage dafür bilden, dass in genau einem Jahr einfache Rezepte als E-Rezepte ausgestellt werden können. Eigentlich sollte das E-Rezept noch in diesem Jahr eingeführt werden. Außerdem hat die Gematik die elektronische Patientenakte auf Stufe 2 gehoben – damit sollen jetzt neben Ärzten auch Hebammen und Entbindungspfleger, Pflegepersonal und Physiotherapeuten Zugriff auf die Patientenakte haben.

ACM calls for governments and businesses to stop using facial recognition (Venture Beat)
Neben vielen anderen Organisationen hat jetzt auch die amerikanische Association for Computing Machinery (ACM) hat ein Statement veröffentlicht, in dem sie den Gesetzgeber bittet, Gesichtserkennung sowohl für Unternehmen wie auch für Behörden zu verbieten. Die Technologie sei noch nicht ausreichend ausgereift und deshalb eine Gefahr für die Menschenrechte, heißt es in der Stellungnahme.

Facebook löscht hunderte Accounts und Gruppen von rechtsextremem Netzwerk (Spiegel)

Rund 320 Konten, mehr als 100 Gruppen und 28 Seiten, die im Zusammenhang mit dem rechtsextremen „Boogaloo“-Netzwerk aus den USA stehen, hat Facebook jetzt gesperrt. Dort wurde zu Gewalt gegen Zivilpersonen, Sicherheitskräfte, Beamte und Regierungsinstitutionen aufgerufen. In den vergangenen Tagen haben sich immer mehr Unternehmen von Coca-Cola über Volkswagen bis zu SAP einem Boykott angeschlossen, weil Facebook ihrer Meinung nach zu wenig gegen Hasspostings und Rassimus auf seinen Plattformen tut. Facebook will das jetzt ändern.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

0 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.