Was vom Tage übrig blieb

Trump, Memes und Paris Hilton

Das Meme als Reaktion auf den vermeintlich drohenden Weltkrieg, Paris Hilton macht Lasagne, die National Archives verpixeln Trump-kritische Demobilder und Amazon muss sagen, woher sein Gemüse kommt. Die besten Reste des Tages.

Bewegtbildstiel Berlin
Welchem Zweck die nach oben gerichtete Lampe dient, ist uns weiterhin ein Rätsel. Wahrscheinlich ist es etwas Harmloses, zum Beispiel UFOs anlocken, aber wir würden es gern genau wissen.

USA-Iran-Konflikt: Das Meme als politisches Werkzeug (Deutschlandfunk)
Während der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu eskalieren drohte, tummelten sich beispielsweise auf Reddit massenweise Memes. Breitband hat sich gefragt, warum: „Aber woher kommt der Drang, mit Humor statt Sachlichkeit auf solche Konflikte zu reagieren? Darüber sprechen wir mit Nils Markwardt, dem leitenden Redakteur des Philosophie Magazins.“

Cambridge Analytica: „Eine gefährliche, im Dunkeln arbeitende Industrie“ (Heise online)
Die Cambridge-Analytica-Whistleblowerin Brittany Kaiser im Interview mit Monika Emert über Technologieregulierung, die Unmöglichkeit böser oder guter Technologie sowie überschrittene Grenzen: „[D]ie Trump-Kampagne war das Schlimmste, was ich gesehen habe“, sagt Kaiser etwa.

‚Spoons are so brutal!‘ Paris Hilton’s cooking show is a rare work of comic genius (Guardian)
Ist Paris Hilton ein Genie? Diese Frage stellt sich der Autor des Guardian mehrfach, während er ihr neues Kochvideo auf Youtube anschaut. In 15 Minuten zeigt Paris zwar, wie man eine Lasagne macht, dabei hinterlässt sie den zutiefst verwirrten Autor jedoch mit mehr Fragen als Antworten: „Für wen ist dieses Video bestimmt? Warum wurde es gemacht? Was hofft Paris Hilton damit zu erreichen? Warum hat sie ihren Hund Diamond Baby genannt?“ Eine Fortsetzung ist angekündigt, man darf gespannt sein.

Foodwatch siegt vor Gericht: Amazon muss Gemüse-Herkunft nennen (n-tv)
Amazon ist zwar kein typischer Gemüsehändler, muss sich aber dennoch an die gleichen Gesetze halten wie diese. Über „Amazon Fresh“ verkauft der Internet-Riese Obst und Gemüse aus verschiedenen Ländern, jedoch wurde nicht eindeutig gekennzeichnet, woher genau die Produkte stammen. Dagegen hatte Foodwatch geklagt und jetzt Recht bekommen. In Zukunft muss erkennbar sein, aus welchem Land die Lebensmittel stammen.

National Archives exhibit blurs images critical of President Trump (Washington Post)
Dass die Trump-Administration gerne zu fragwürdigen Methoden greift, um es sich in der kalten Realität ein wenig heimeliger zu machen, ist leidlich bekannt. Am Samstag wurde nun das letzte Beispiel öffentlich: Eigentlich wollten die National Archives das hundertjährige Jubiläum des US-Frauenwahlrechts mit einer Ausstellung feiern. Untergraben wurde die Botschaft jedoch dadurch, dass dabei unter anderem Trump-kritische Protestschilder verpixelt wurden – aus „God hates Trump“ wurde dann beispielsweise „God hates“. In einem anderen Fall wurde das unerhörte Wort „Vagina“ ausradiert, auch „Pussy“ musste dran glauben. Betroffen waren Bilder, die beim „Women’s March“ im Januar 2017 aufgenommen wurden, einer Massendemonstrationen einen Tag nach Trumps Amtsantritt. Als unpolitische Behörde wolle man sich nicht an aktuellen politischen Kontroversen beteiligen, beschied zunächst eine Sprecherin dem WaPo-Journalisten Joe Heim, dem die Manipulation aufgefallen war. Inzwischen ruderte die Behörde zurück und entschuldigte sich für den „Fehler“.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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