Was vom Tage übrig blieb

Auto-Datenmagie, Apple-Dekryptierung und Aktivisten-Erfolge

Vielleicht ist ein Datenleck bei einer Autovermietung das Richtige, um dem individualmobilitätsliebenden Deutschland die Relevanz von IT-Sicherheit bewusst zu machen. Oder zwei Geschichten, die was mit Äpfeln zu tun haben. Die besten Reste des Tages.

Rundfunkwellenausschütter Berlin
Es mehren sich die Hinweise, dass der von uns sehnlichst erwartete Frühlingsbeginn doch nicht unmittelbar vor der Tür steht.

Daten-Leak bei Autovermietung Buchbinder: 3 Millionen Kundendaten offen im Netz (c’t)
Ein offener Port und schon flutschen 10 Terabyte Daten aus dem falsch konfigurierten Server. So erging es der Autovermietung Buchbinder. „Es handelt sich dem Augenschein nach um die komplette MSSQL-Firmendatenbank“, schreibt c’t. Auf erste Hinweise zum Datenleck hat das Unternehmen laut den Entdeckern nicht geantwortet, dann haben Zeit und c’t der Sache hinterherrecherchiert. Zeit-Autor Jens Tönnesmann war auch selbst vom Leck betroffen – Ford Focus, Farbe: Iridium-Schwarz. Mit in der Datenbank fanden sich offenbar auch Botschaften, Politiker und der BSI-Chef.

Apple dropped plan for encrypting backups after FBI complained – sources (Reuters)
Apple bietet keine wirklich verschlüsselten Geräte-Backups bei iCloud an, aus einem schwer verdaubaren Grund. Das FBI hatte laut einem Bericht von Reuters Druck gemacht. Wären die Backups sicher gespeichert, hätten es nämlich auch die Ermittler schwerer. Ob das wirklich der Grund war, wollte der Tech-Riese nicht kommentieren.

Inside the $10 million cyber lab trying to break Apple’s iPhone (Fast Company)
Apropos Apple: Immer wieder würden Ermittler auch gern auf verschlüsselte iPhones zugreifen. Das scheint nicht ganz so leicht zu sein und Manhattans District Attorney und die Cybercrime-Einheit der Stadt versuchen, für Millionen von Dollar iPhones zu knacken. Die Reportage mit den schicken Schwarzweißbildern ist vielleicht ein bisschen Detektiv-Pathos-geladen, aber dennoch lesenswert.

Die erstaunlichen Erfolge von „Frag den Staat“: Wie Transparenz-Aktivisten deutsche Behörden löchern. (Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel hat ein ausführliches Portrait über unsere Freunde von Frag den Staat gemacht.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten.

Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

 

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten.

Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

Dann unterstütze uns hier mit einer Spende.

0 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.