Linkschleuder

Portrait über eine NSA-Whistleblowerin: Wer ist Reality Winner?

Reality Winner wollte die Öffentlichkeit über Hacker-Angriffe auf us-amerikanische Wahlbüros aufmerksam machen. Alle Rechte vorbehalten Screenshot Facebook

Die Schriftstellerin Kerry Howley hat für das New York Magazine ein Portrait über Reality Winner geschrieben. Winner war als Übersetzerin und Sprachforscherin unter anderem für die NSA tätig. Im Juni 2017 hatte sie einen NSA-Bericht an The Intercept geschickt und war daraufhin schnell festgenommen worden. Winner wollte mit der Veröffentlichung des Dokuments über Versuche des russischen Militärgeheimdienstes, Wahlbüros zu hacken, eine Diskussionsgrundlage für die Öffentlichkeit schaffen. Howley berichtet über Winners Enttarnung, den noch laufenden Prozess und stattete ihr einen Besuch im Gefängnis ab (eigene Übersetzung):

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Reality und ich, zwischen uns Glas, sprachen über dicke schwarze Telefone, die mit silbernen Schnüren an der Wand befestigt waren. Sie lachte schüchtern und sprach in ganzen, geordneten und aphoristischen Sätzen. Sie war enttäuscht. Denn als sie am Freitag darum gebeten hatte, die bewilligten 30 Minuten draußen auf dem von Elektrozäunen umgebenen Betonplatz zu verbringen, wurde ihr mit Nein geantwortet. An Wochenenden gäbe es keine Hofgänge, also müsse sie bis Montag warten, um wieder nach dem Recht zu bitten, etwas natürliches Licht zu sehen. Alleine im Raum, über eine abgehörte Leitung, sprachen wir für einige kurze Minuten […]

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2 Kommentare
  1. Die Amis sind schon etwas komisch. War der Bericht „geheim“? Dass der russische Geheimdienst sich überhaupt bei den US-„Wahlen“ versuchte reinzuhacken muss als fraglich gelten. Jeder noch so blöde IT-Geheimdienstler wüßte, wie man Spuren im Netz verwischt. Die Iwans sind da mit Sicherheit nicht ungeschickt. Also Amis, lasst das junge Mädel frei. Zahlt ihr ein angemessenes Schmerzensgeld!

    Clinton war übler als Trump, obwohl der auch nicht gerade Platz 1 unter den „Genies“ erreichen dürfte, selbst ich hätte als Ami Trump „gewählt“. So eine miese Auswahl wäre wie Merkel und Schulz, die GroKo wollte eigentlich auch niemand. Jetzt kriegen wir die mal wieder als Doppelpack, aber in spätestens 4 Jahren gibt es die Abrechnung.

  2. Tja, wenn man negativ über Trumps Freunde berichtet, landet man im Gefängnis. Das was sie gemacht hat, war keine Weitergabe von Staatsgeheimnissen an Drittstaaten, also kein Landesverrat. Sie hat Dokumente weitergereicht, dessen Inhalt niemanden überrascht, außer Trumpisten.

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